iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 21 725 Artikel
Google zeigt sich gelassener

US-Sanktionen: Apple entfernt iranische Apps

Artikel auf Google Plus teilen.
26 Kommentare 26

Die neu verhängten US-Sanktionen gegen den Iran bringen Apple in eine Zwickmühle. Das Unternehmen verkauft zwar selbst keine Produkte in der islamischen Republik, profitiert aber finanziell von den von iranischen Entwicklern international angebotenen Apps. Um mit den Strafmaßnahmen konform zu bleiben, geht Apple einem Bericht der New York Times zufolge nun mit strenger Hand gegen entsprechende Apps vor. Unter anderem wurde mit Snapp ein im Iran sehr populäres Angebot für Mitfahrgelegenheiten entfernt.

Snapp Ir App

Apple beruft sich bei dieser Maßnahme auf die staatlich beschlossenen Sanktionsmaßnahmen, scheint in vorauseilendem Gehorsam aber auch Apps einzubeziehen, die keinerlei finanzielle Transaktionen einbeziehen. Google verhält sich hier zumindest bislang deutlich entspannter, so ist beispielsweise die Snapp-App im Google Play Store weiter erhältlich, die Anwendung wurde dort bereits mehr als 1 Million mal geladen.

Dem Zeitungsbericht zufolge hat Apple iranische Entwickler bereits im Februar darauf hingewiesen, dass sie sämtliche Bezahlmöglichkeiten aus ihren Apps entfernen müssen, um diese mit den US-Bestimmungen konform zu halten. Daraufhin hätten auch die meisten iranischen Apps ihr Bezahlsystem umgestellt und ließen die Transaktionen nun an Apple vorbei über ein eigenes System laufen. Das verschärfte Vorgehen Apples trifft Entwickler und Nutzer im Iran nun hart, angeblich hält Apple trotz der Tatsache, dass die Produkte offiziell dort nicht verfügbar sind, 11 Prozent Anteil am iranischen Mobilfunkmarkt.

Apple war erst vorigen Monat in die Kritik geraten, weil das Unternehmen sich den Zensurbemühungen der dortigen Regierung nicht widersetzt und Apps, mit deren Hilfe sich die Onlinezensur des Staates umgehen lässt, aus dem chinesischen App Store entfernt hat.

Freitag, 25. Aug 2017, 12:45 Uhr — chris
26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Im Prinzip hat jedes Land sein eigenen AppStore. Es gibt nunmal eben doch Grenzen. Nämlich da wo die Freiheit des anderen beginnt.

    • die Welt wäre friedlicher, wenn diese These als selbstverständlich akzeptiert wäre…

    • LOL
      Text gelesen? Das Thema US-Sanktionen gegen den Iran begriffen?
      Offensichtlich nicht…

      • Du anscheinend nicht den letzten Abschnitt

      • Im letzten Absatz geht es um die Kritik an Apple, die geäußert wurde, als Apple in China Apps aus dem Store entfernt hat. Da ging es um Zensur aufgrund staatlicher Willkür.

        Jetzt nennst du mir bitte die Grenzen, die überschritten wurden bzw. wessen Anderen Freiheiten eingeschränkt wurden, danke!

      • jo – Nicht immer von dir selbst auf andere schließen. Sehr unsportliches Verhalten. Nur weil du offensichtlich den letzten Abschnitt nicht begriffen hast, bedeutet dass nicht zwangsläufig dass dies auch auf den User „tooth“ zutrifft, du Torfkopf.

  • Leider treffen diese Sanktionen die Falschen und sie werden die Mullahs auch nicht davon abhalten, ihre A-Bomben zu bauen.

  • Egal um was für einen Streit es sich handelt, es trifft immer die Unschuldigen am härtesten. Was ist die Schuld eines unschuldigen (iranischen) Programmierers, der mit seiner Arbeit wohlmöglich mehrere Personen und Familien über die Runden bringen muss? Wir Menschen sind in der Zeitachse in einer brandgefährlichen Stelle angekommen, wo Hass und Angst die Herzen und Köpfe der Menschen dominiert.
    PS: ISIS hat mich Islam soviel zutun wie Thunfisch mit Strickmützen. ISIS hat seit Anbeginn ihrer Brut mehr, wahre, friedliche Mosleme getötet als sonst welche Menschen. Aber das wird natürlich von den Medien nicht erzählt, weil die Welt ja nun mal ein Feindbild braucht. Und mit Angst und Schrecken lässt sich so manch fragwürdiges Gesetz verabschieden, Grenzen setzen, Mauern bauen und Kriege erklären.

    • Schön wäre es wenn Grenzen gesetzt werden würden UND Mauern gebaut.

    • Doch das wurde Erzählt. Und ich sag mal so “wenn ich nicht will, dass die Leute erzählen, dass ich nackt über die Mönckebergstraße renne, dann renne ich nicht nackt über die Mönckebergstraße“

    • Sanktionen sind Sanktionen und an die muss sich Apple halten, so wie sich unsere Waffenindustrie an die geltenden exportbestimmungen halten muss.

      • Muhahahahaha…. Hast du eine Ahnung, was für Waffendeals in letzter Zeit (auch durch die Bundesregierung abgenickt) über die Bühne gegangen sind?

        Und: eine Sanktion ist erstmal kein Gesetz…
        Ob man sich daran hält oder nicht, ist erstmal Apples Sache… Sie müssen ggf. mit den Konsequenzen leben.
        Auch ist nicht jede Sanktion sinnvoll oder gar humanistisch… Evtl. SOLLTE man sich dann auch gegen eine Sanktion stellen und diese ignorieren.

        Desweiteren hat Apple ja anscheinend auch free Apps , ohne wirtschaftliche Interessen einbezogen, hält sich also nicht nur an die Sanktion, sondern überzieht diese und bestraft auch noch selbstständig Menschen, die per Zufall innerhalb einer menschengezogenen Grenze leben.

      • selten hier so einen reflektierten und verbünftigen Beitrag gelesen (keine Ironie).

    • Auch wenn das Thema hier eigentlich nichts verloren hat, schon weil die Sanktionen gegen den Iran nichts mit Daesh (oder IS) zu tun haben:
      Wenn ganz allgemein der moslemisch-fundamentalistische Terrorismus (Islamismus in seinen verschiedenen Spielarten) nichts hat mit dem Islam zu tun hat, haben die Kreuzzüge wohl auch nichts mit dem Christentum und der Nationalsozialismus nichts mit den Deutschen zu tun? Ich glaube, so einfach liegen die Dinge nicht.
      Zum Thema: Hier setzt Apple _US-Recht_ um, leider auf eine offenbar sehr rabiate Art. Das unterscheidet sich allerdings grundlegend von China (und Russland), wo Apple nicht einfach ausländische Gesetze befolgt (das tut Apple z.B. auch in Deutschland und das sollte man prinzipiell ja auch so erwarten), sondern sich gegen seine Kunden, gegen demokratische Grundsätze und entgegen eigenen ethischen Überzeugungen zum Erfüllungsgehilfen einer Diktatur gemacht hat.

      • Apple ist ein wirtschaftliches Unternehmen und kein humanistische Vereinigung.

      • Und genau deswegen verstehe ich die im Artikel beschriebene Vorgehensweise Apples nicht.

      • Und trotzdem werben sie mit ethischem Verhalten, sei es in Bezug auf Umwelt, Gender oder Datenschutz.
        Unternehmen bestehen aus Menschen, und die sollten sich schon Gedanken darüber machen, wie ihre Unternehmungen (Handlungen) in Einklang mit ihren ethischen Grundsätzen (Humanität) zu bringen sind. Das fängt bei Produktionsbedingungen an und hört bei Fragen zur möglichen Kollaboration mit Diktaturen längst nicht auf. Nicht bei VW in Brasilien und nicht bei Apple in China.

    • ISIS hat etwas mit dem Islam zu tun. Das auszusprechen, ist keine Islamophobie sondern Kritik am Islam. Der Islam ist nämlich nicht in der Lage, sich selbst zu reformieren. Er muss von seinen Anhängern reformiert werden. Da aber die konservativen Glaubensgemeinschaften die Oberhand haben und die alles andere wollen als einen reformierten Islam, wird das so schnell nicht passieren.
      Alle islamistischen Terroristen werden in islamischen Gotteshäusern von islamischen Imamen radikalisiert. Sie alle berufen sich auf den Islam und rechtfertigen ihre Taten mit diesem.

      Der islamistische Terror von Daesh, Boko Haram, Ansar Beit al-Makdis, Taliban, AQAP, AQMI, Ansar Dine, Al-Shabaab , Jemaah Ilsamiyah hat etwas mit dem Islam zu tun.

    • Wenn der IS nichts mit Islam zu tun hat dann sind das wohl alles Christen die sich verbuchstabiert haben?

      • Ein Nazi, der einen Asylanten anzündet und laut ruft, Deutschland den Deutschen hat mit meinem Deutschland auch nichts zu tun.

      • Nicht nur Nazis zünden Asylantenheime an. Auch Asylanten selbst.

      • Denner – Ein IS, der Christen köpft, abschlachtet….ect. und laut ruft, „ALLAHU AKBAR“, hat mit Islam auch nichts zu tun, oder?

      • Ihr solltet mal den Koran lesen oder einen Moslem selbst fragen, bevor ihr ungerechtfertigt behauptet dass ISIS nichts mit ISLAM zu tun hat, ihr Schwachköpfe.

    • ISIS hat mit Islam soviel zu tun wie Alkoholismus mit Alkohol. Soweit verstanden? ISIS hat sehr viel mit dem Islam zu tun. Das ist ein Faktum. Egal wieviel friedliche Moslems sie getötet haben, es ändert nichts an der Tatsache dass ISIS sich auf dem Islam beruft und mit dem Islam viel mehr zu tun hat als der Papst mit Rom. Aber das wird von solchen Menschen wie dir nicht erzählt weil die Welt lügen braucht um die Wahrheit und Realität zu verschleiern.

  • Finde ich blöd. Trifft wieder die Falschen.

  • Die Aktion macht sie nur noch schlauer und unabhängiger… abgesehen von Jailbreak-Geschichten, haben sie dort ein eigenes AppStore ( https://new.sibapp.com/ ) und dort laden sie ihre Apps herunter… ohne Jailbreak sogar… die IP muss nur eine heimische sein, sonst kein Zugang auf die Seite.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 21725 Artikel in den vergangenen 3737 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2017 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Datenschutz   ·   Auf dieser Seite werben aketo GmbH Powered by SysEleven