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Genauer Wortlaut

StreamOn: Neue Telekom-Preisliste mit „Vorbehalt“

41 Kommentare 41

Die Telekom hat eine neue Version der Preisliste „Zubuchoptionen Mobilfunk Privatkunden“ veröffentlicht. Das Dokument (PDF) ist auf den 8. August datiert und löst die bislang gültige Preisübersicht mit Stand 21. Juni 2019 (PDF) ab.

Preisliste Pdf Small

Die Verfügbarkeit des PDFs ist interessant, da die Telekom ihre gestern angekündigten StreamOn-Änderungen hier erstmals verschriftlicht vorlegt.

Zur Erinnerung: Um den gerichtlich bestätigten Auflagen der Bundesnetzagentur nachzukommen hatte die Telekom angekündigt, Videos für StreamOn-Kunden fortan stets in der maximal verfügbaren bzw. vom Anbieter bereitgestellten Qualität auszuliefern und die Qualität nicht mehr auf maximal 1,7 MBit/s zu reduzieren beziehungsweise, um mit der Telekom zu sprechen, eine „Bandbreitenoptimierung“ vorzunehmen.

Der Passus in den neuen Preisliste ist wie folgt formuliert:

Sämtliche Videostreaming-Inhalte der teilnehmenden Partner werden – wie auch die der nicht teilnehmenden Anbieter – in der maximal vom jeweiligen Anbieter des Audio- und Videostreamings angebotenen Übertragungsrate übertragen. Vorbehalt: Die Telekom behält sich vor und kann Videostreaming-Inhalte der teilnehmenden Partner (wieder) in mobil optimierter Qualität mit bis zu 1,7 Mbit/s übertragen, sofern dies den rechtlichen Regelungen entspricht.

Mit dem Vorbehalt hält sich die Telekom, die bereits ankündigte Rechtsmittel gegen das Urteil des Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen einlegen zu wollen, eine Hintertür offen, die bei geänderter Rechtslage schnell wieder geschlossen werden kann und dann auch für Kunden gilt, die die StreamOn-Option erst jetzt buchen.

Freitag, 09. Aug 2019, 15:17 Uhr — Nicolas
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  • die „böse“ Telekom ist wieder zu kulant zu ihren Kunden…
    Und die Konkurrenz heult und schreit nach Regulierung lol

    Sowieso eine einzige Peinlichkeit, dass wir nicht schon überall „flat“ haben…
    Die Service Welt hat sich halt geändert… und die Business case Modelle halt dementsprechend auch….
    Aber Deutschland propagiert lieber mit Worten die Digital Agenda 2.0/3.0/8.0 usw… *kopfschüttel*

    • Beziehen sich die einzelnen Absätze auf einander? Was meinst du mit „flat“?
      Und wen meinst du mit Deutschland?

      • Deutschland = „Bundes“Netzagentur… = Regulierung des „Marktes“… oder sollte ich eher sagen: Behinderung der natürlichen Marktentwicklung? ;-)
        Videostreaming = „flat“ … na du verstehst sicher was ich meine…

      • Vielleicht hatte @TrUeNeXuS einen Mini-Schlaganfall… Wirres Zeug er sprach….

      • „Zorn. Furcht. Aggressivität. Die dunklen Seiten der Macht sind sie. Besitz ergreifen sie leicht von dir.“ :P

  • Hi,

    heute via SMS bekommen.

    Vertragsinformation: Lieber Kunde, ab sofort werden Videos in Ihrer StreamOn Option Music&Video Business in der maximal vom jeweiligen Anbieter des Videostreamings angebotenen Übertragungsqualität übertragen. Die Bandbreitenoptimierung für Videos auf 1,7 Mbit/s wurde deaktiviert. Im Übrigen bleibt Ihre Option unverändert. Informationen: telekom.de/streamon. Ihre Telekom

    Gruss Maddin

  • Früher oder später wird die Telekom bei diesen Optionen doppelt abkassieren, einmal beim Kunden und einmal beim jeweiligen Partner.

    Ist wie beim Dealer, der erste Schuss ist umsonst – wenn man dann süchtig ist, kostet es extra ;)

    • Bisher kassiert die Telekom bei keinem der Parteien ab.

      Ich glaube auch, dass dies rechtlich dann wirklich ein Problem werden würde.
      So, wenn die EU-Roaming Regel angepasst ist, ist StreamOn ja legal und verstößt nicht gegen die Netzneutralität. Dies wäre anders, wenn die Partner Geld zahlen müssten.

      • Natürlich verstößt das gegen die Netzneutralität. Für ein paar bestimmte Server full Flat, dagegen für alle anderen vollkommen überteuertes Datenvolumen anbieten. Das kommt schon fast an Zensur ran.

      • Puh da kommt mal ja nicht mal gefährliches Halbwissen, sondern gar kein wissen.

        Die Telekom hält sich nun genau an die Vorgaben.

      • Wenn die Telekom Geld nehmen würde, käme es an Zensur ran. Aber so lange jeder umsonst mitmachen kann, sehe ich da kein Problem.

      • @Ich: Informier dich einfach Mas was die Idee von Netneutralität ist und schau dir an was die Telekom macht. Dass sie es geschfft haben dass dies nun als legal gilt liegt vor allem an guter Lobby Arbeit und nehme ich an.

      • Wenn der Transport von äquivalenten Datenpaketen (abhängig vom Absender, Empfänger oder Inhalt) unterschiedlich bepreist oder priorisiert wird, ist die Netzneutralität nicht mehr gewahrt.
        In Deutschland gibt es bis jetzt aber keinen Rechtsanspruch auf Netzneutralität. Die Datenübermittlung soll lediglich „diskriminierungsfrei“ sein (Wikipedia -> Netzneutalität 6.3).

      • Es wird nichts priorisiert, es wird lediglich nichts am Datenvolumen angerechnet.

        Unterschiedliche bepreist ist lediglich Musik / Video, ist vom Tarif abhängig. Das machen andere ja ähnlich.

      • Es wird weder etwas bepreist (die Option kostet nichts) noch priorisiert (hier werden nirgendwo Datenpakete bevorzugt). Wo genau soll also nun das Problem mit der Netzneutraltät sein?

      • Es wird eben doch unterschiedlich bepreist. Dass StreamOn selbst nichts kostet, hat damit nichts zutun. Partner und nicht-Partner werden aber anders abgerechnet.

      • Findet ihr es nicht auch toll, wie Apple nur den Preis für die Smartphone Hardware beim Kauf verlangt? iOS, iWork und Co kostet keinen Cent. Da wird nichts kassiert und nichts bepreist. Ganz wie bei der Telekom.

      • Ich verklage Apple nun dafür, dass iWork kostenlos ist. Wo soll das noch hinführen? Da hat Microsoft doch keine Chance mehr. Das verstößt gegen die Software Neutralität. Mimimi.

      • @Flogs, du zahlst das iOS mit. Das war ein ganz mieser Vergleich. ;)

        Für die 2-3 Leute, die verstanden haben was „Netzneutralität“ bedeutet, danke euch beiden. Ich habe schon ellenlange Diskussionen geführt und zig Quellen genannt, es bringt einfach nichts. Hier sind einige User, die streamon einfach in den Himmel loben und zufrieden damit sind. So lange sie die Nachteile nicht direkt erfahren, bleibt das auch so. Wer sich mit krümeln zufrieden gibt, braucht kein ganzes Brot.

      • Leute freut euch einfach darüber was die Telekom macht, wenn euer Anbieter das nicht macht habt ihr eben pech so ist das wenn man überall kein geld ausgeben will, dann kann man auch kein service erwarten

    • Und schon wieder dieses Verschwörer Bla Bla von Leuten, die für 5€ nen Vertrag bei Aldi Talk haben und das ohne Empfang.

  • Hieß es nicht, dass StreamOn jetzt auch im Ausland nicht vom Datenvolumen abgehen soll? In dem von euch verlinkten, neuen Dokument steht unter StreamOn Music&Video folgender Satz:

    ,,Die Option StreamOn Music&Video kann im Inland genutzt werden. Bei Nutzung im Ausland (Roaming) fließt das Streaming der Partner – Audio- und Videodienste in die Berechnung des Inklusiv-Datenvolumens des zugrundeliegenden Tarifes ein.“

    • Das soll ja erst ab September der Fall sein. Vielleicht kommt dann nochmal ein überarbeitetes Dokument raus?!

      • Ich denke im September kommen wie immer um die Zeit die neuen MagentaMobil Tarife raus. Mit der gängigen 5€ Preiserhöhung. Ab dann wird es auch das Auslands-Streaming geben. Natürlich „kostenlos“…

      • Das wird es auch ohne neue Tarife und ohne Aufpreis geben, da die aktuelle Form rechtswidrig ist.

  • @Broesel Wenn Datenpakete von Server A nichts kosten, von Server B aber sehr wohl Geld kosten , ist das ein Preisunterschied. Sogar ein sehr hoher, nämlich 100%.

    • Naja… von 0 auf Berechnung ist mehr als 100% Aufschlag. Das ist „unendlich“ viel mehr…

    • Wo kostet dich den Stream on Geld oder wo kostet es die Unternehmen die daran teilnehmen Geld? Beide Pakete werden gleich behandelt. Man bezahlt nix für A und auch nix für B. Die Unternehmen genau so wenig wie du. Beide werden gleich behandelt. Und ist das Volumen leer ist auch StreamOn vorbei, dann schaltet nämlich die Begrenzung der Übertragungsrate ein.

      Ich sehe hier kein Verstoß gegen aktuelle Gesetze. Alles per Gericht geklärt worden. Da brauch es keiner Lobby Arbeit oder sonst etwas.

  • StreamOn verstößt ganz eindeutig gegen Netzneutralität, dass kann man schon am Namen „neutral“ erkennen.
    Neutral wäre, wenn die „Telekom ein Kabel“ wäre. Für Summe X schließe ich mich an und kann dann machen was ich will und zwar mit Grundsätzlich selben Konditionen/Preis.
    StreamOn ist fast das Gegenteil davon.
    Leider herrscht in der Politik alles andere als Einigkeit was das Thema angeht.
    Solange die Politik lieber um die Unternehmen buhlt als sinnvolle Lösungen/Regelungen für die Kunden festzulegen, wird auch die Rechtsprechung dies nicht durchsetzten.
    Das die Unternehmen jetzt einen Teil der Kunden (“ ich will Facebook, Youtube konsumieren – alles andere ist mir egal, geilgeilgeil“) für sich gewonnen haben, macht es leider nicht leichter.

    • Ist doch das gleiche wie die konsumgeilen Leute die für 10€ ne unlimited Flat wollen uns sich dann wundern, wenn der Anbieter sie kündigt nach 500 GB Nutzung in wenigen Tagen.

      • Dann geht doch auf die Straße, reicht ne Klage ein oder sonst was. Es interessiert keine Sau was ihr alle schreibt.

        Nach aktueller Rechtssprechung ist SteamOn jetzt legal. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Da nützt alles Fluchen im Internet gegen die böse böse Telekom nichts.

        Wenn ihr mein das ihr im Recht seid dann tut gefälligst was dagegen und heult nicht das Internet voll. Hier interessiert das nun mal keinen.

  • Über was ihr euch alles Gedanken macht. Ich liebe StreamOn, finde es geil. Der Rest ist mir Latte.

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