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Smartphone-Auflagen aus Indien: Notruf-Knopf ab 2017

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27 Kommentare 27

Wohl vor allem um Frauen mit schneller Assistenz bei gewalttätigen Übergriffen zu versorgen, haben indische Regulierungsbehörden jetzt einen Beschluss verabschiedet nach dem alle neuen Smartphone-Geräte ab 2017 mit einem Notruf-Knopf ausgerüstet sein müssen.

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Bilder: Shutterstock

Ab 2018 soll zudem die Integration eines GPS-Moduls zu Pflichtaufgabe für alle Smartphone-Produzenten werden. Während sich auf Geräten mit fester Tastatur die Zahlen-Knöpfe 5 und 9 um das Absenden entsprechender Warnmeldungen kümmern sollen, sind Smartphone-Produzenten wie Apple und Samsung dazu angehalten, entsprechende Software-Funktionen in ihre Geräte zu integrieren.

Die Mashable-Redakteurin Sonam Joshi berichtet aus Indien:

In order to provide emergency assistance to women, all new mobile phones sold in India will need to have a panic button that enables users to make emergency calls from 2017. Further, in-built GPS navigation will be mandatory for all phones from 2018. All manufactures, including Apple and Samsung, will have to abide by the new rules and introduce this software updates for phones sold in India.

Der Notruf-Knopf soll bei seiner Aktivierung lokale Behörden benachrichtigen, das GPS-Modul wird zum übermitteln des aktuellen Standorts an die Polizei vorausgesetzt. Apple hat die neuen Geräte-Anforderungen bislang noch nicht kommentiert.

Donnerstag, 28. Apr 2016, 9:11 Uhr — Nicolas
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  • Finde ich sehr gut.
    Man muss diese groteske Situation dort endlich in den Griff bekommen.
    Jeder kleine Schritt kann da helfen.

    • Ich finde es ehrlich gesagt mittelmäßig. Das Problem ist bekannt, das Problem ist schlimm und es sollte schnell in den Griff bekommen werden.
      Allerdings wird dieses Problem mal wieder nicht an der Wurzel bekämpft, sondern nur der Auswuchs abgeschnitten. Aber Korruption und ein schräges Menschenbild wird man nicht durch einen Notfallknopf und verpflichtendes GPS los. Der Punkt, dass die Polizei offensichtlich jederzeit sehen kann, wer sich wann und wo befindet, ist eine große Gefahr.
      Und diejenigen, die Frauen vergewaltigen wollen, die, die es ernsthaft vorhaben, die können auch den korrupten Polizisten bestechen, oder das Telefon auf einen LKW schmeißen.
      Ich stelle mir den Aufschrei vor, wenn in Deutschland jeder jederzeit von der Polizei geortet werden könnte (ohne vorherigen richterlichen Beschluss).
      Im Endeffekt wird diese Funktion vielleicht einigen Frauen – was gut ist – helfen, vielen aber nicht. Insgesamt sollte man seine Energien auf die Wurzel des Übels in der Gesellschaft richten.

      • ich verstehe es eher so, dass beim Notruf die GPS-Position mit übermittelt werden soll, und nicht dass es ständig so ist.
        So machen Notruf-Apps und z.B. in Fahrzeuge eingebaute Noteufsysteme doch auch.

  • Finde ich gut.
    Es sollte mit aller Härte gegen solche Verbrechen vorgegangen werden, nur leider ist es in ärmeren Ländern oft so, dass Korruption mit recht wenig Geld schon zu haben ist, was die Sache leider nicht einfacher macht :/

  • Auch für andere Länder begrüßenswert! Wenn das für den Nutzer leicht zu verstehen umgesetzt wird, können auch unsere Großeltern davon profitieren!

    • In Deutschland – und bis solche Knöpfe implementiert sind – empfehle ich das „Heimwegtelefon“ (GIDF): Ehrenamtliche begleiten den Anrufer auf dem, nun ja, Heimweg oder zur Party etc., erfragen kontinuierlich dessen aktuellen Standort & geben Tipps für die Route. So kann – im Notfall – schnell die Polizei benachrichtigt und hingeschickt werden.
      Vielleicht kann der Artikel oben noch um den Hinweis auf diesen Dienst inkl. Verlinkung ergänzt werden?

      PS: Meine gehört zu haben, dass Versicherungen an einem ähnlichen Konzept (wahrscheinlich gegen Bezahlung) arbeiten …

  • Auch in Deutschland mittlerweile mehr als sinnvoll! Schade, das wir-schaffen-das Merkel sowas nicht einführt…ach ja, dann würde man ja ganz undeutsch ein Problem eingestehen. Köln war ja gar nicht so schlimm und ist nicht überall jeden Tag im Kleinen…

    • In Köln war die Polizei vor Ort, hat die Lage aber nicht in den Griff gekriegt.

    • Wie charmant du es doch hinkriegst wieder so ein geschmäkle in die Kommentare einfließen zu lassen, gibt’s irgendwo ne Ausbildung um das so zu lernen oder wird man so geboren?!

      Jeder kleine Tropfen der eine Verbesserung bewirkt ist es wert ernstgenommen zu werden; das dass ganze große Lösungen bedarf ist klar, große Lösungen brauchen jedoch leider viel Zeit, in der Zeit schaffen 1000 kleine Lösungen eine kontinuierlicher Verbesserung als die Prestige Projekte.

  • Grundlegend doch gar keine schlechte Idee.

  • Da habt ihr nur übersehen daß man mit dem GPS-Zwang wieder eine weitere Überwachungsfunktion aufgedrückt bekommt.
    Oder was sollte das Smartphone wohl tun wenn der Benutzer die Ortung abgeschaltet hat?
    Richtig … sie WIRD dann gar nicht wirklich abgeschaltet werden …
    Guten Morgen.

  • hat das iPhone ja bereits. evtl wird es etwas prominenter eingebaut

  • Sollte unbedingt auch weltweit bzw. auch bei uns kommen!

    Finde ich eine super Idee und nicht nur für Frauen, sondern auch zB. für Ältere, bei Unfällen usw….

  • Aktionismus. Wenn die Opfer Zeit hätten das Handy rauszuholen und eine Alarmfunktion (die garantiert gegen versehentliche Aktivierung gesichert ist) zu starten, hätte es auch Zeit das Handy normal zu entsperren und einen Kontakt auf dem Homescreen zu wählen. Das sind gesellschaftliche Probleme bei denen ein Gesetzt mit Regelungen für Handyhersteller bestenfalls eine nette Geste sind, aber vermutlich eher von den eigentlichen Ursachen und Lösungen ablenken.

    Und nein, in Deutschland brauchen wir so eine Regelung auch nicht. Wenn ich dieses Wie-unsicher-heute-doch-alles-ist Gerede höre, bekomme ich wirklich Angst. Allerdings vor den Leuten die diese Parolen verbreiten und nicht für den bösen Männchen die angeblich hinter jeder Ecke lauern.

    • Du oder einer deiner Familienangehörigen sind wohl glücklicherweise noch nie Opfer einer Gewalttat geworden.
      Das Hirngespinst „das passiert mir schon nicht“ geisterte auch in Köpfen von den Opfern von Gewalttaten rum.
      Hab selbst einen Fall in der Familie. Die Person denkt nicht mehr „das passiert mir nicht“ nie mehr!

      • Es ist traurig das solche Dinge passieren, man sollte aber wissen das ein groß „dieser“ Taten Familienintern geschehen.
        Und da wird dann selten die harte Konsequenz gefordert wie sie gegenüber „fremden“ gefordert wird…

      • Gibt es in Deutschland Gewaltverbrechen? Selbstverständlich!
        Kann jeder immer und überall Opfer ein Gewalttat werden? Selbstverständlich!

        Trotzdem ist es heute in Deutschland quasi so sicher wie nie vorher. Das einzige was heute schlimmer ist, ist dieses Früher-war-noch-alles-gut-und-man-konnte-ohne-Angst-auf-die-Straße Gerede. Noch nie gab es so wenig Gewaltverbrechen wie heute. Noch nie war die Aufklärungsrate bei Gewaltverbrechen so hoch wie heute.

        Das heißt NICHT, dass heute nichts mehr passiert. Das heißt nur, dass es kompletter Unsinn ist, sich immer und überall bedroht zu fühlen. Man fürchtet vielleicht hinter jeder Ecke den nächsten Schlächter, dass heißt aber nicht, dass dort auch wirklich einer Sitzt.

        Wenn man heute Angst haben will, dann sollte man Angst vor den Leuten haben, die einem Erzählen man soll Angst haben statt diesen zu glauben.

        Unabhängig davon verhindert ein Gesetz für einen Notrufknopf am Handy kaum eine Straftat. Wenn man dieses Problem also wirklich lösen will, statt nur Nebelkerzen zu verschießen, dann sollte man das Problem auch an der Wurzel packen.

  • genau, in 7 monaten sowas umzusetzen, da sieht man dass die behörden vor ort keine ahnung von der materie haben

  • Was weißt du Genaues über Korruption von Ordungshütern? Kannst du konkret ein Beispiel nennen, welches dich oder eine dir nahestehende Person betrifft?
    Auch jetzt schon weiß die Polizei, solltest du sie von deinem Handy oder Smartphone aus anrufen, genau wo du bist. Ebenso wird immer deine Nummer übermittelt, selbst dann, wenn du die Rufnummernübermittlung ausgeschaltet hast. Ist auch der Fall, wenn du bei der Feuerwehr anrufst.
    Es ist grundsätzlich nichts Schlechtes daran, wenn im Notfall deine genaue Position ermittelt werden kann und die Rettungskräfte wissen wo sie Hilfe leisten sollen.
    Sollte sogar bekannt sein, daß eventuell ein Hubschrauber benötigt wird und bestimmte Blutkonserven, dann ist das nicht schlecht.
    Es besteht allerdings die Gefahr eines Mißbrauchs der Daten, da hast du nicht unrecht.
    Aber Alles in Frage zu stellen und einfach grundsätzlich einen Mißbrauch oder eine Überwachung zu unterstellen halte ich für ebenso fragwürdig.
    Ohne Vertrauen leben wir ein trauriges, bemitleidenswürdiges Leben.
    Dies ist meine Meinung dazu!

  • Vertrauen muss man sich verdienen.

  • Polizei Politik

    Sitze grade in Bangalore, mal im Ernst, wer soll denn da blitzschnell kommen? Die Polizei? Der Rettungswagen??

    An sich aber natürlich eine tolle Idee die man auch bei uns zuhause umsetzen könnte. aber auch in heimlichen Deutschland kommt da keiner, hier weil überall gespart wurde …

  • Gute Idee! Hoffentlich sperren sich nicht die Anbieter von Notrufsystemen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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