Milliarden-Deal mit Google
Siri 2.0: OpenAI hat sich angeblich gegen Kooperation entschieden
Die Financial Times liefert neue Details zur KI-Kooperation von Apple und Google.. Die beiden Unternehmen haben in der vergangenen Woche bestätigt, dass Apple die Unterstützung von Google in Anspruch nimmt, um die bereits 2024 für Siri angekündigten Verbesserungen zu realisieren.
Über die finanziellen Details der Vereinbarung schweigen sich die beiden Unternehmen aus. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass Apple über die kommenden Jahre mehrere Milliarden Dollar an Google überweist, um Zugriff auf deren fortschrittliche KI-Architektur Gemini zu erhalten.
Im Gegensatz zu anderen Technologiekonzernen hat Apple über die vergangenen Jahre hinweg vergleichsweise wenig Geld in den Ausbau von Rechenzentren und andere physische Infrastruktur gesteckt. Während Google, Microsoft, Amazon und Meta seit dem Start von ChatGPT massive Summen in neue KI-Kapazitäten stecken, habe Apple hier bis zuletzt nur einen kleinen Bruchteil seines Umsatzes investiert.
Analogien zum Suchmaschinen-Deal
Apples Strategie sei mit der Entscheidung vergleichbar, Google als Standardsuchmaschine auf Apple-Geräten zu integrieren. Auch hier habe der Konzern auf einen starken Partner gesetzt, anstatt eine eigene Lösung in vergleichbarer Größenordnung aufzubauen. Obendrauf darf sich Apple über eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen von Google freuen.
Im KI-Bereich kauft sich nun Apple bei Google ein und baut, soweit bekannt, auf der Basis von Gemini eine eigene, abgeschottete Infrastruktur für die Verarbeitung sensibler Anfragen auf. Allerdings darf man bezweifeln, dass dies von Beginn an der Plan war. Zu viele Anzeichen deuten darauf hin, dass Apple die Entwicklung im KI-Bereich zu spät erkannt hat und mit seinen Bestrebungen, ein eigenes und von anderen Anbietern unabhängiges System zu entwickeln, gescheitert ist.
OpenAI entschied sich gegen exklusive Rolle bei Apple
Interessant liest sich in dem Bericht der Financial Times auch, dass die ChatGPT-Entwickler OpenAI Apple im Vorfeld der Übereinkunft mit Google die kalte Schulter gezeigt haben. So heißt es, OpenAI habe sich im vergangenen Herbst bewusst gegen eine Rolle als exklusiver Lieferant von KI-Modellen für Apple entschieden und setze stattdessen auf die Entwicklung eigener KI-Hardware, um technologisch voranzukommen.
Tja, so läuft es, wenn man den Zug der Zeit verpasst… KI unterschätzt zu haben, kostet Apple jetzt auch richtig viel Geld. Aber davon haben sie ja genug … :)
Wenn die nur Milliarden bezahlen, kommen die doch relativ günstig damit weg.
Was ich mich allerdings Frage: wenn Apple nicht in Rechenzentren investiert hat, wie wollen die das dann auf eigenen Servern stemmen? Will man die Verbindung zu den Servern nur der aktuellsten iPhone Version erlauben, weil die anderen nicht bereit sind, um die Verbindung aufzubauen? Lässt man Siri sonst so wie sie ist, damit die Leute das einfach nicht benutzen?
Bezüglich deiner Frage zum Rechenzentrum: Die Kosten für Apple werden grundsätzlich geringer ausfallen, da gleichwertige Server-Cluster auf Apples eigener Hardware mit M-Chips basieren können. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, teure, groß dimensionierte Hardware mit den üblicherweise eingesetzten Grafikkarten anzuschaffen.
Die technische Begründung liegt in der Leistung der M-Chips, die insbesondere im Hinblick auf RDMA over Thunderbolt beachtlich ist. Diese Architektur ermöglicht es, leistungsfähige Systeme bereitzustellen, ohne auf zusätzliche, kostenintensive Hardwarekomponenten angewiesen zu sein.
An sich kostet AI bisher viel Geld und hat sich bisher nicht finanziert. Daher auch die Erweiterungen hin zu Erotik etc.
Somit ist bisher alles eine große Wette. AI bietet Nutzen, wo und inwieweit wird sich erst noch zeigen müssen.
Im der Wissenschaft wurden schon gewaltige Probleme damit gelöst.
Die Wette umfasst insbesondere, ob es gelingt, den gewaltigen Energiehunger von KI zu reduzieren oder eine völlig neue, extrem effiziente und kostengünstige Energiequelle zu erschließen (die zudem CO2 neutral und sicher ist!) und ob es gelingt eine verlässliche Methode für die Verifizierung von Ki Ergebnissen zu schaffen.
Derzeit Halluzinieren die Modelle zu viel, zumindest solange es nicht um die Auswertung eindeutig abgegrenzter und vorab verifizierter Datenquellen geht.
Abwarten, das gleiche hat man auch jahrelang über das Thema „Suchmaschine“ gesagt. Und am Ende war es richtig, keine eigene zu entwickeln.
Wat? Wann kamen die Suchmaschinen bei Apple ins Gespräch? Genau, als Google seit Jahren bereits Platzhirsch war. Nie im Leben hätte Apple auch nur 5% leisten können was Google da auf die Beine über Jahre geschaffen hat. Und das vergleichst du nun mit KI? Wo alle mehr oder weniger noch an der Startposition stehen? Apple ist verzweifelt. Und wenn OpenAI kein Bock auf Apple hatte, wird Google ordentlich die Hand aufgehalten haben. Wenn Apple erstmal so richtig bei Google angekommen ist und nichts vernünftiges auf die Beine stellen wird, wird Google Druck ausüben. Druckmittel Nr. 1? Alles läuft nicht mehr auf euren Servern, sondern auf unseren oder es wird so richtig teuer. Was will Apple dann machen?
Bei der Suchmaschine hatte Apple ja eigentlich auch keine Chance. Entweder hätte man selbst tiefer in die Analyse der Nutzer einsteigen müssen, oder man verkauft die eigenen Nutzer an eine Datenkrake. Im zweiten Fall kann man sich dann als Vorreiter im Datenschutz feiern. Die Drecksarbeit leisten die Anderen. Und Geld kommt auch noch rein.
Ist wie die Auslagerung der Produktion. Wir nutzen 100% Ökostrom (für unsere Büros). Dreck machen andere.
Aber ich gebe dir auch sonst recht. Ein viel passenderes Beispiel ist da eigentlich Apple Maps.
Ich würde sogar so weit gehen und das als großen Fehler bezeichnen, dass man Siri damals gekauft hat. Ein Exklusivvertrag hätte vermutlich mehr Weiterentwicklung bedeutet. Also auch als Vorreiter ist man nicht unbedingt sicher, wie man bei Siri sieht.
Das wird wie mit den Karten laufen. Erst nutzt man Google, dann baut man was Eigenes auf und bewirbt es mit einem coolen Features, was nicht im vollen Umfang vorhanden sein wird (Flyover) und selbst viele Jahre später hinkt es der Konkurrenz noch massiv hinterher (POI).
Apple wird nicht mal was zahlen müssen. Die ziehen das einfach von den Milliarden ab die Google aktuell Apple jedes Jahr zahlt.. (Und wenn die Gerüchte stimmen bleibt dann immer noch einiges übrig.)
Eigentlich ganz gut so, da Apple absolut keine Server Software kann. Sieht man an den staendigen Ausfaellen ihrer Dienste und massive Problem beim synchronsieren von allem. Ob ich nun eine Notiz teilen will oder iMessage am Mac nicht synct, Apple bekommt das seit Jahren nicht behoben.
Wann kommt Siri mal in die Beta-Version eigentlich? (Reichen 10 Jahre Alpha-Version nicht so langsam, liebes Entwicklerteam?)
Wurde doch in den letzten Tagen schon mehrfach geschrieben.
Kann mir nicht vorstellen, dass OpeAI aus freien Stücken abgelehnt hat – nicht in der aktuellen Phasen von Skalierung und Marktpositionierung. Die paar Milliarden hätten zu gut geschmeckt.
Ich denke eher es liegt daran, dass die OpenAI-Modelle durchgehend zu stark halluziniert haben in Vergleich zu Gemini.
Man mag Apple in diesem Rennen definitiv vorwerfen dürfen verschlafen zu haben, aber ich glaube am Ende ist es noch immer deren Bestrebung qualitativen Output zu generieren.
bei mir phantasiert gemini wie verrückt. über google browser bekomme ich ständig falsche infos… das ist meiner erfahrung nach bei perplexilty und chatgpt wesentlich besser, wenn auch nicht perfekt.
ChatGPT taugt eh nichts
Wie beim Dating, wenn man ne Abfuhr kassiert: „Nee, die hätte ich sowieso nicht genommen!“
+++ sehe ich genauso!
Da hat Apple eine Menge, eine sehr große Menge Geld gespart.
Apple verfolgt sehr wohl eine Strategie und zwar eine ganz andere, als viele sich hier wünschen.
Es ist wirtschaftlich sehr klug (weil viel billiger) nicht auch zig Millarden in einen gewöhnlichen KI Chatbot investiert zu haben. Die gibt es schon zu hauf und es wird noch inflationärer.
Apple lebt immer noch hauptsächlich vom Verkauf von Hardware und nicht von Werbung. Sie haben einfach nicht die Nutzerdaten die für ein großes LLM erforderlich sind. Das bestätigt mich wieder in meiner Erkenntnis das meine Daten bei Apple besser aufgehoben sind als bei anderen.
Der einzige Fehler ist, das sie es nicht schon früher getan haben.
Bei Chat GPT geht es jetzt wohl bald los mit der Werbung. War ja sonnenklar, verdienen ja nix mit ihren paar Abos. Von den meisten Nörglern hier wollen auch nur die wenigsten was Zahlen, gell.
Ja genau, sich in die Abhängigkeit zu Google begeben ist eine sehr gute Entscheidung. Gerade Apple sollte am besten wissen wie solche „Abo-Modelle“ funktionieren. Anfüttern -> Abhängigkeit schaffen -> abkassieren.
Ist es schon, so lange der Markt unsicher und die Reise wohin es geht, nicht ganz klar ist. Kann ein Fehler sein, kann aber auch der richtige Weg sein. Das werden wir sehen. Platzt die Bubble oder nicht? Tut man noch Fälle auf, die Geld reinspülen oder nicht…
„Bei Chat GPT geht es jetzt wohl bald los mit der Werbung. War ja sonnenklar, verdienen ja nix mit ihren paar Abos. Von den meisten Nörglern hier wollen auch nur die wenigsten was Zahlen, gell.“
War heute morgen im Heise-News-Ticker.
Soll kommen für die freie Version und das günstigste Bezahlmodell.
Erstmal nur in den USA.
Apple und KI,naja da Google wesentlich besser als Chat GPT ist ist es nicht verwunderlich das man sich für Google entschieden hat,außerdem sparen sie dadurch eine Menge Kohle.
OpenAI ist zu Windows Microsoft Copilot lastig…. wundert mich nicht wirklich
Fliegt dann der ganze ChatGPD Quatsch raus aus iOS & Co? Wäre gut wenn EU durchsetzen könnte, dass man auch alternative KIs mit Siri oder allgemein als „Ich frage mal …“ Folgeapp definieren könnte.
Ich wüsste jetzt nicht, wieso die Frag ChatGPT Geschichte noch drin bleiben sollte, wenn nun Gemini integriert wird. Die Idee ist ja nun, dass du immer mit Gemini redest, wenn du eine Anfrage an Siri stellst. Wobei das natürlich wieder ein Work in Progress sein wird. Am Anfang wird wahrscheinlich wieder nicht sonderlich viel gehen.