Kostenlose Nutzung wird eingeschränkt
Scaniverse führt Abo ein: Vom Gratis-3D-Scanner zur Premiumplattform
Als wir Scaniverse Anfang 2023 erstmals vorgestellt haben, galt die iPhone-App als unkomplizierter Geheimtipp für schnelle 3D-Scans. Nutzer konnten ohne große Einarbeitung Objekte, Räume oder komplette Wohnungsgrundrisse erfassen und direkt teilen. An diesem Grundprinzip hält der Anbieter fest. Gleichzeitig verändert sich das Angebot nun deutlich.
Mit neuen Tarifmodellen und Cloud-Funktionen wird aus der bislang kostenfreien Anwendung schrittweise eine Plattform für umfangreichere Projekte und professionelle Anwender.
Kostenlose Nutzung wird eingeschränkt
Auch künftig lassen sich 3D-Scans wie gewohnt direkt auf dem Gerät erstellen und verarbeiten. Diese lokale Berechnung bleibt Bestandteil der kostenlosen Version, wird aber eingeschränkt. Ergänzend führt der Anbieter jedoch ein Credit-System ein, das zusätzliche Cloud-Funktionen abdeckt.
Über diese lassen sich größere und komplexere Umgebungen erfassen und detaillierter aufbereiten. Unterstützt werden etwa 360-Grad-Aufnahmen, die in der Cloud zu vollständigen 3D-Szenen zusammengeführt werden. Nutzer erhalten monatlich ein Kontingent an Credits, mit dem sich diese Funktionen ausprobieren lassen. Wer mehr Rechenleistung benötigt, muss zusätzliche Kapazitäten buchen.
Neue Tarife und Ausbau zur Arbeitsplattform
Neben der kostenlosen Basisversion gibt es künftig zwei kostenpflichtige Stufen. Ein Plus-Tarif richtet sich an ambitionierte Anwender und kleinere Teams, während der Pro-Tarif für professionelle Nutzung vorgesehen ist und höhere Limits sowie schnellere Verarbeitung bietet. Auch Funktionen zur Zusammenarbeit werden hier ausgebaut.
Parallel erweitert Niantic die technische Infrastruktur. Eine neue Web-Oberfläche erlaubt es, Scans zu verwalten, zu kombinieren und gemeinsam zu bearbeiten. Mehrere Nutzer können an einem Projekt arbeiten und ihre Aufnahmen zu einem einheitlichen Modell zusammenführen. Die erstellten Daten lassen sich zudem in gängigen 3D-Formaten exportieren und in andere Anwendungen übernehmen.
Langfristig verfolgt der Anbieter das Ziel, eine möglichst präzise digitale Abbildung der realen Welt zu erstellen. Ergänzend zu den Scans kommt ein visuelles Positionierungssystem zum Einsatz, das Geräte anhand von Kamerabildern im Raum verorten kann. Damit lassen sich Anwendungen entwickeln, die sich direkt an realen Umgebungen orientieren.
Mit der Einführung der Abo-Modelle verschiebt sich die Ausrichtung von Scaniverse damit spürbar. Die App bleibt ein leicht zugängliches Werkzeug für schnelle 3D-Scans, richtet sich künftig aber stärker an Nutzer, die ihre Aufnahmen auch in umfangreicheren Projekten einsetzen möchten.



Und damit ist er dann raus.
Warum darf eine app die Leuten das Leben erleichtert bzw. die damit Geld verdienen kein Geld kosten? Zumal es ja immer noch eine kostenlose Basisversion gibt.
Ich finde es wesentlich schlimmer wenn Kaufapps auf einmal in ein Abomodell wechseln und der bisherige Kauf wertlos ist. Z.B. Pocket Informant mega Kalender seit beginn des iOS
Finde ich absolut legitim, irgendwann Geld dafür zu verlangen. Muss ja schließlich jeder von etwas leben.
Solange die App in der Basisversion nicht wie alle anderen regelmäßig aufdringlich mich mit Werbung für das unerwünschte Abo belästigt, wäre das ja ok. Nur leider passiert eben das nicht mehr. Man könnte stattdessen auch eine App für die Basisfunktion anbieten und eine 2. App mit den Pro Funktionen, wenn man es nicht gebacken bekommt es in einer App vernünftig ohne Belästigung zu pflegen wie es viele nunmal nicht hinbekommen oder nicht wollen
und die Eigentümer so : Wir lieben „Moneten“ .
Arbeitest du für umsonst?
Abos sind die Seuche des 21. Jahrhunderts.
Jein…. Also ich finde es manchmal gut das man eben nicht die Katze im Sack kaufen muss sondern ausprobieren kann und dann später sich für das passende Abo entscheidet. Ich habe diverse apps die ich immer nur Temporär z.B. im Urlaub nutze und die restlichen 11 Monate eigentlich kaum bis garnicht.
Und man sollte auch einmal überlegen das viele Entwickler klein nebenbei angefangen haben sich aber die Software so gut entwickelt hat und angenommen wurde das sie daraus eben ein 2. Standbein entwickelt hat, das finanziert werden muss…
Dann sollen die Entwickler aber den Mut haben, einen Business-Case rechnen, das Risiko tragen und in die Vorfinanzierung zu gehen, die App gut umsetzen und dann kann man auch gleich von Anfang an Geld für die App verlangen. Eine Anpassung der Preise kann ja je nach Entwicklungsstand auch sukzessiv angepasst werden. Die nachträgliche Verlagerung zu einer bezahlpflichtigen App ist, dass was die Leute so stört.
Und auch Dein Argumente 11 Monate keine Nutzung dann 1 Monat Abo kann ja trotzdem immer dann noch möglich sein.
Kostenfreie Probezeiträume bei Kaufsoftware kennste?
Und auch bei gekauften Lizenzen gab es für Entwickler früher schon die Möglichkeit bei großen Versionssprüngen die Lizenz für einen kleinen Aufpreis erneut anzubieten. TouchDesigner Handhabt das bis heute so: Du kaufst einmal die Lizens für 600€, die beinhaltet Updates für genau ein Jahr, danach kannst du das Programm auf dem Stand weiter nutzen oder halt für 300€ wieder ein Jahr Updates bekommen. Ist mMn ein wesentlich faireres Modell, was zudem den netten Nebeneffekt hat, dass die Entwickler immer neue lohnenswerte Updates raushauen um die Kunden zur Verlängerung der Lizens zu motivieren.
Veron, das Problem ist doch eher, dass es keine Möglichkeit gibt bei einer PayApp dauerhaft Geld zu verdienen. In deinem Beispiel wäre man schnell pleite. Man erwartet, das eine App immer weiter entwickelt wird, verbessert wird, mit neuen Funktionen ausgestattet wird. Das ist aber immer kostenlos. Der Entwickler zahlt das also aus der eigenen Kasse und das kann es auch nicht sein. Es muss die Möglichkeit von Bezahlupdates geben. Wer die App gekauft hat, kann sie so weiternutzen oder via Bezahlupdate Funktionen dazukaufen. Ist natürlich nicht im Interesse von Apple. Apple hätte gerne nur noch Abos
Gibt es eigentlich auch Möglichkeiten (einzelne) Apps von Updates auszuschließen bzw auf definierten Versionsständen zu halten auf iOS? Z.b. wenn man weiß da kommt eine Funktion, welche man nicht möchte oder Inkompatibilität etc?
Daran Habe ich auch gedacht- habe die app seit Jahren, zwar nur selten genutzt, aber wenn war sie super.
Kann das Vorgehen verstehen, auch wenn ich es schade finde.
Auch Entwickler haben Kosten
Es geht ja nicht nur um ein Abo. Oft werden Funktionen gestrichen oder alles verschlimmbessert oder die GUI komplett umgestaltet. Wenn man das vorher weiß macht es Sinn auf einer definierten Version zu halten.
Ja gibt es. Einfach nicht auf Update klicken ;)
Einfach generell nur noch manuell updaten. So Kram wie WhatsApp und der DB Navigator melden sich schon, wenn ein Update notwendig ist.
Die Meisten „Updates“ sind mittlerweile „Downdates“ im Rahmen der Entschittification. Da kommt selten etwas gutes bei rum.
So werde ich schon länger nicht mehr negativ überrascht und freue mich, wenn in iFun über ein gutes Update berichtet wird.
Und da ich auch schon lange nicht mehr im AppStore gestöbert habe, habe ich die App vom Home-Bildschirm verbannt. So fällt das Update-Badge auch gar nicht auf :)
Genau, ich halte das ebenso. Ich update generell nur, wenn dadurch ein Problem behoben wird, das ich persönlich habe und das auch so im Update-Text steht. Mein Update Badge sagt „121“.
Außerdem mache ich bei Neuinstallationen gleich ein Backup der IPA mit iMazing, das hat mich auch schon oft vor Enshittification gerettet.
Ich halte es inzwischen genau so. Updates nur wenn ich Ifun nichts dazu gelesen habe oder die App sich meldet das es sein muss.
Gibt eh nichts weltbewegendes an Weiterentwicklungen.
Auf jeden Fall die Automatik deaktivieren.
Das mit iMazing klingt gut. Kann man dann diese definierte IPA auch zurückspielen ohne upzudaten? So könnte man definierte Versionen sichern.
Ja, du kannst die entsprechende IPA wieder über iMazing auf dein iDevice installieren, auch wenn von der App eine neue Version draußen ist, weil sie zum Zeitpunkt der Sicherung aus dem AppStore geladen wird. Wichtig ist, sie immer sofort zu sichern, wenn du eine App neu gekauft hast bzw. zu mit einem evetuell gemachten Updaten zufrieden bist. Auch verschiedene Versionen davon kann man sichern.
Gelöscht.
Scaniverse – nett, aber die Ergebnisse ? Ein paar mal probiert, bisher aber keine brauchbaren Scans bekommen.
Kosten / Abo:
Wer so eine Software einsetzt, hat in der Regel einen Business Case im Hintergrund. Wenn da jetzt bezahlt werden soll und sich die Software Qualität dadurch verbessert, sehe ich das eher positiv.
Der Scan einer neuen Wohnung für einen Umzug sollte mit der neuen Regelung weiterhin kostenlos möglich sein.
Bekomme im App Store Version 5.2.4 angeboten – dort ist aber kein Hinweis auf ein Abo Modell
Sehe ich das richtig, dass zukünftig mit den Abos die bisher lokal gespeicherten Scans nun in deren Cloud landen und dort deren „World Models“ werden, welches Niantic dann beliebig ausschlachten kann. Mit Pokémon-Go haben sie ja auch schon als Spiel getarnt, die Nutzer dazu bekommen, kostenlos die „Außenwelt“ zu scannen. Nun gehts daran, auch Zugriff auf die Innenansichten von Gebäuden zu kommen. Und die Leute sollen am besten noch dafür zahlen, dass die Firma in die eigene Wohnung schauen darf…
Jup, das siehst Du genau richtig und es wundert mich, dass das im Artikel nicht herausgearbeitet wird. Naja, heute reicht es Pressemitteilung von Konzernen zu übersetzen… :-/
Etwas OT: Ich würde gerne kleinere Teile mit dem iPhone und den verbauten LiDAR oder vielleicht sogar dem FaceID Sensor (höhere Genauigkeit) scannen um diese dann für den 3D Druck zu modifizieren. Gibt es hier eine App dafür? Danke!
Ein Video was ich Dir sehr empfehlen kann: Making Art with iPhone’s FaceID – Scott Yu-Jan
In dem Video erstellt er künstlerische Portraits mit dem Face-ID Sensor und Photoshop. Die App die er benutzt hat heißt: Heges 3D Scanner
Ich habe die App nie ausprobiert aber seine Ergebnisse sehen sehr spannend aus!
Klasse. Danke für den Tipp!
10 min Scanzeit pro monat frei ? LÄCHERLICH !