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Mehr Befugnisse für Apples Entwickler

Ordentlich statt pünktlich: iOS 12 startet neuen 2-Jahres-Takt

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Seit Ende Januar steht fest: iOS 12 wird im anstehende Herbst auf die Präsentation größerer Features (wie etwa der geplanten Komplettüberarbeitung des Home-Bildschirms) verzichten und sich, ganz in der Tradition von Mac OS X 10.6 Snow Leopard, um die Zuverlässigkeit, die Fehleranfälligkeit und die Performance des mobilen Betriebssystems kümmern.

Techcrunch

Schiller und Federighi im Gespräch | Bild: Techcrunch

Damals berichtete Ina Fried auf dem Onlineportal Axios von der Apple-internen Umstrukturierung, mit der der Konzern die in den letzten Monaten, zumindest gefühlte, stark nachlassende Software-Qualität von Mac, iPhone und iPad wieder auf Vordermann bringen will.

Die Journalistin war zuvor beim Wall Street Journal tätig und pflegt hervorragende Kontakte zu Apple.

Kurze Zeit später bestätigte der Wirtschafts-Nachrichtendienst Bloomberg die Aussagen Frieds mit einem ergänzenden Bericht. Unter Berufung auf Quellen aus den zuständigen Entwicklungsteams Apples, unterstrich Bloomberg vor zwei Wochen: Erstmals in der Geschichte des iPhones würde Apple auf die Bereitstellung seines jährlichen Major-Updates verzichten und im September lediglich ein schlankes iOS 12 anbieten.

Jetzt hat Bloomberg noch mal nachgelegt und nennt weitere Details zur neuen Software-Strategie Apples.

iOS 12 startet neuen 2-Jahres-Takt

Demnach wird das im September erwartete System-Update auf iOS 12 einen neuen 2-Jahres-Takt einführen. Zwar sollen die System-Updates auch zukünftig weiter im Jahresrhythmus erscheinen, Apples Software-Teams würden allerdings über mehr Entscheidungsspielraum verfügen und könnten in Eigenregie festlegen, welche Funktionen bereits reif für den Marktstart seien und welche Features noch Zeit bräuchten und entsprechend auf das nächste Jahr verschoben werden.

[…] Apple ist zu dem Schluss gekommen, dass die Entwicklungsprozesse des Unternehmens und die Einführung neuer Produkte neue Strukturen benötigen. Anstatt den Ingenieure und Entwicklern einen unerbittlichen Jahresplan vorzusetzen und alle geplanten Features in ein einziges Update zu stopfen, wird Apple fortan perspektivisch auf die kommenden zwei Jahre setzen. Zwar wird das Unternehmen seine Software weiterhin jährlich aktualisieren, intern jedoch werden die Ingenieure mehr Diskretion haben, Funktionen, die noch nicht perfekt sind, zurückzuhalten und erst im nächsten Jahr auszuliefern.

Software-Chef Craig Federighi hat seine Entwickler bereits im letzten Monat in die neue Strategie eingeweiht. Sein Team wird zukünftig mehr Zeit haben, an neuen Funktionen zu arbeiten und sich auf Verbesserungen „unter der Haube“ zu konzentrieren, ohne jährlich an eine Liste neuer Features gebunden zu sein, die vor allem von der Marketing-Botschaft bestimmt werden. Die erneute Fokus auf Qualität soll sicherstellen, dass das Unternehmen seine bei der jährlichen Entwicklerkonferenz im Sommer gemachten Zusagen einhalten kann und dass neue Funktionen zuverlässig und wie angekündigt funktionieren. […]

iOS 12: Gruppengespräche und Animojis für FaceTime

Zwar sollen bereits angegangene System-Verbesserungen wie etwa die überarbeitete Einschränkungs-Optionen für Eltern, die Konsolidierung von iOS- und macOS-Frameworks und der Ausbau von „Messages in iCloud“ nach wie vor im Pflichtenheft der Apple-Entwickler stehen, die eigentlich geplante Auffrischung des Homebildschirms, eine gründliche Erweiterung der Fotos-App und eine Multiplayer-Modus für Augmented Reality-Spiele werden der Qualitäts-Offensive jedoch in diesem Jahr zum Opfer fallen.

Immerhin: In Sachen FaceTime arbeiten Apples Entwickler offenbar an einer neuen Option für Gruppengespräche und an der Integration von Animoji-Masken in laufende Konversationen.

ifun.de schrieb am 31. Januar zuletzt über Apples neue Qualitäts-Offensive: iOS „Snow Leopard“ 12: Eine Handvoll Gedanken.

Zur Erinnerung: Die wenig glorreichen Updates von iOS 11

  • iOS 11.0.1 enthielt Fehlerbehebungen für iPhone und iPad.
  • iOS 11.0.2 kümmerte sich um knisternde Geräusche beim Telefonieren.
  • iOS 11.0.3 nahm sich den Ausfällen des akustischen und haptischen Feedbacks auf dem iPhone an.
  • iOS 11.1 führte verschwundenen den App-Umschalter wieder ein.
  • iOS 11.1.1 behob ein Problem mit der automatischen Korrektur bei der Tastatureingabe.
  • iOS 11.1.2 behob ein Problem, bei dem der Bildschirm des iPhone X nach einer plötzlichen Abkühlung der Umgebungstemperatur zeitweilig nicht mehr auf Berührung reagiert.
  • iOS 11.2 wurde hektisch ausgerollt, da zahlreiche Geräte aufgrund eines fehlerhaft berechneten Datums von Dauerabstürzen geplagt werden.
  • iOS 11.2.1 stopft eine Sicherheitslücke die den HomeKit-Zugriff nicht autorisierter Personen gestattete.
  • iOS 11.2.2 mildert das Angriffsrisiko über die Spectre-Sicherheitslücke.
  • iOS 11.2.5 korrigiert die Anzeigereihenfolge von Nachrichten-Konversationen.
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12. Feb 2018 um 16:31 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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