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Bereitstellung erfolgt entschärft

Nachrichten-App: Nacktfotoscan erreicht deutsche iPhone-Nutzer

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59 Kommentare 59

Eltern können in Beta 4 von iOS 16 erstmals den Nacktfotoscan in der Nachrichten-App aktivieren – eine aktive Familienfreigabe vorausgesetzt.

Nacktfoto Ios 16

Nach der initialen Bereitstellung in den Vereinigten Staaten hat Apple seinen Nacktfotoscan innerhalb der Nachrichten-Applikation des iPhones im vergangenen April in weiteren englischsprachige Regionen zur Verfügung gestellt, darunter in Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien.

Damals fütterte Cupertino die Tageszeitung THE GUARDIAN im Vorfeld mit Detailinformationen zur Einführung der Kinderschutz-Funktion, um die mediale Begleitung zumindest etwas steuern zu können und den erwarteten Aufschrei mit einer im Vorfeld abgestimmten Sprachregelung abzufedern.

Ähnlich ist Apple nun auch in Deutschland vorgegangen und hat zur gestrigen Ausgabe der vierten Vorabversion von iOS 16 den SPIEGEL entsprechend unterrichtet. Die kurze Fassung: Der lokale Nacktfotoscan in der Nachrichten-Applikation, den Anwender der Familienfreigabe für Kinder-Konten aktivieren können, ist in der jüngsten Entwickler-Beta nun auch für deutsche iPhone-Nutzer verfügbar.

Aktivierung in der Familienfreigabe

Der Funktion selbst haben wir uns seit ihrer Vorstellung bereits ausführlich gewidmet: Wenn der Nacktfotoscan als Teil der Familienfreigabe aktiviert ist, erkennt die Nachrichten-App des iPhone Fotos mit „nackten Tatsachen“ und zeigt diese Standardmäßig nicht sofort an, sondern erst nach einer zusätzlichen Nachfrage.

Nacktfoto Ios 16 Iphone

Bereitstellung erfolgt entschärft

Anders als noch bei der initialen Vorstellung der Kinderschutzfunktion vorgesehen, werden die Eltern der Familienfreigabe jedoch nicht darüber informiert, wenn die Kinder der Anzeige zustimmen.

Noch immer ist die Nacktfotoscan-Nachfrage mit Hinweisen zu Kontaktmöglichkeiten versehen, diese müssen von den Kindern aber nicht in Anspruch genommen werden. Dies soll platz für eine natürliche Entfaltung der sexuellen Entwicklung lassen, zu der 2022 natürlich auch entsprechende Bildnachrichten gehören.

28. Jul 2022 um 08:52 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Wie schrieb Mike, der Fuß steckt sozusagen in der Tür. Mal sehen was noch kommt.

  • Das beißt sich doch. Ich denke da gerade an das Thema Frühsexualisierung schon im Kindergarten zu beginnen.

  • Na super, und wie soll ich jetzt meine Fotos verschicken?

  • Und was ist mit allen anderen Apps die Kinder nutzen ????

    • Es soll Eltern geben die dem Kind es erklären und aufzeigen und ihrem Kind dann auch vertrauen können damit richtig umzugehen was ist gut und was nicht. Da so was nicht mehr richtig bzw lasch gehandhabt wird brauch es jetzt soll Kontrollregeln im Smartphone. Wie bescheuert. Einfach mal was machen als Eltern. Im Umkehrschluss steht die Gesellschaft auch besser da, da jeder weiß was richtig ist und was man nicht machen sollte. Was in letzter Zeit viel nachgelassen hat.

      • Stimmt. Aber wenn das nicht alle Eltern gleichermaßen machen, kommt es trotzdem in der Schule etc. wieder zurück.

        Ich frage mich ohnehin, was Nacktfilter bedeutet.
        Also Pornofilter, sexuelle Darstellung und Gewal, verstehe ich.
        Nacktheit per se ist ja nicht schlimm.
        Fürchte die prüden Ammis kennen nur ganz oder gar nicht und machen keinen Unterschied, ob es sich um Sexualkunde oder Porno handelt ;-)

  • Das neue Konzept von Apple hört sich für mich nach einem guten Kompromiss an, um den Schutz der Kinder vor dem Empfang ungewollter „Dick-Picks“ zu verbessern.
    – Ich sehe keine Datenschutzprobleme
    – Die, in einigene Fällen/Kulturen problematische Benachrichtigung der Eltern entfällt.
    – Die eigene (freie) Entscheidung des Kindes ist letztendlich maßgeblich

    Und, wenn sich das Konzept bewährt, besteht eine Chance, dass mit der angestrebten (verordneten) EU-weiten Vereinheitlichung der Interoperabilität der Messager auch dieses Konzept auch über iMessage hinaus auf anderen Messagern Einzug findet.

  • Ich weiß es ist nicht die optimale Lösung wegen Datenschutz/Klau oder keine Ahnung was…aber ich schmeiß jetz einfach mal ne Idee in den Raum…wie wäre es wenn sämtliche Social Media Apps mit einer Ausweis Verifizierung arbeiten würden? Ähnlich wie bei bitcoin wallets…ich denke dass würde viele Leute vor mobbing und Pädophilen auf Social Media schützen…

    Ich nutze kein Social Media um ehrlich zu sein deshalb habe ich da nicht den richtigen Einblick ob diese Idee umzusetzen ist oder nicht…Nutzen/Risiko Faktor

    • Wäre schön wenn sich jeder im Internet als echte Person mit Ausweis verifizieren müsste. Dann würde es definitiv zurück gehen.
      Aufhören tut es aber trotzdem nicht leider.

      Und in Zusammenhang mit dem Thema, da sollte man ja die Nummer bereits haben. Und teilweise wird ja auch in den Klassen wo sich jeder kennt gemobbt. Ist also nicht wirklich so einfach alles.

      Klar das Internet macht es leichter, aber wie wir gelernt haben sind das ja nur 5% der Nutzer

    • Das wäre es. Würde auch die Hetzkommentare der AfD-Freaks eindämmen, wenn ein netter Brief vom Anwalt kommt.

    • Ja. Wunderbar. Das gefällt dem Kontrollstaat. Keine Sorge, ist ja schon in Arbeit, von unserem wunderbaren Staat für den Staat: der EU. Dann kann die EU nicht nur regeln, ob du dich irgendwo anmelden darfst, sondern auch, was du wann kaufen darfst, wo du hin darfst und so weiter. Werdet ihr sicher alle toll finden. So wie ihr unreflektiert alles toll findet, ohne mal eine Sekunde über mögliche weitreichendere Konsequenzen nachzudenken, die über den oft gut gemeinten, bzw. geschönten Ursprunfsgrund hinausgehen. Entweder seid ihr naiv oder dumm. Ich nehme aber mal an, dass ihr naiv seid, und meint, dass wir in einer Welt leben, in der derartige Mechanismen nicht vom Staat missbraucht werden. Schließlich war sie immer weitere Einschränkungen euerer Freiheiten nicht spürbar.

      • Der Nacktfilter von Apple wird also von der EU missbraucht? Interessant – hab ich tatsächlich noch nicht drüber nachgedacht!

      • Nein. Digital ID nennt sich das, was der OP hier vorschlug. Vielleicht erstmal recherchieren, bevor man sich hier aus dem Fenster lehnt, zu Dingen, von denen ihr nichts versteht. Vielleicht könnt ihr mal bei dem was der Herr Snowden so von sich gibt in letzter Zeit anfangen. Der war hier mal jemand, der hoch im Kurs stand – vor Corona.

      • Oh, gleich so angriffslustig? Tut mir leid, dass ich es ein bisschen in’s Lächerliche gezogen habe, dass
        Staaten digitale Daten auswerten, nachdem das amerikanische Tec-Konzerne schon seit Jahren tun.

      • Ich glaube, dass du schlicht nicht verstehst, bzw nciht verstehen willst, um was es hier geht. Aber das ist ok. Ist nicht mein Leben und deins ist mir relativ egal.

    • Ihr wollt also die Anonymität im Internet abschaffen. Ihr seid ja ein paar richtig schlaue. Könnt bei der CDU anfangen… meine Güte der deutsche Michel

      • Ich rede von der Abschaffung der Anonymität in Social Media, nicht generell im Internet…mir erschließt sich der Sinn dahinter sowieso nicht? Social? Aber anonym? Aha…wenn du in der Bar jemanden kennen lernst gibst du auch nur Fake Informationen über dich weiter? Naja…jedem das seine oder….

        Außerdem war das nur ein Gedanke aber normaler Gedankenaustausch is auch nicht mehr so am Zahn der Zeit oder?

      • Bob & Wurstbrot wollen halt weiter anonym ihren Unsinn verbreiten :)

      • Ich sehe, du bist auch mit Pseudonym unterwegs?

      • Sieht so aus ja xD

  • „Dies soll platz für eine natürliche Entfaltung der sexuellen Entwicklung lassen, zu der 2022 natürlich auch entsprechende Bildnachrichten gehören.“

    Ich bezweifle, dass egal in welchem Jahr, es zur sexuellen Entfaltung eines Kindes gehört, sich unangemessene Nackfotos anzusehen. Die Funktion zielt ja nicht auf das Foto des Schwarms ab, sondern auf unsägliches Mobbing oder auch abscheuliches Verhalten Erwachsener gegenüber Kindern.

  • Und welcher Kind klickt hier nicht einfach auf „Trotzdem ansehen“ ? …

  • Müssen dafür nicht alle Fotos grundsätzlich gescannt werden, um pöse Pipimänner und Mu-Mus erkennen zu können? Dann wäre es meiner Meinung nach ein zu großer Kompromiss.

  • Was soll das genau bringen, wenn bei Kindern von heute selbst WhatsApp schon altmodischer Kram ist? So viele Apps und Webseiten kann man gar nicht sperren, wer seinem Kind nicht traut (nichts zutraut) muss schon das Smartphone wegnehmen.

  • ..in der Nachrichten App… muhahaa. welche Kiddies nutzen die denn? Chatgruppen laufen doch alles über Whatsapp, signal etc…

  • Helft mir mal, wenn ich falsch liege, aber dürfen die meisten dieser Bilder nicht über WhatsApp reinkommen?

    • WhatsApp und Co. würde es bei Kinder gar nicht geben wenn Eltern es verstehen würden was ihr Kind in diesem Alter an Daten schon Preis geben. Aber das ist ein anderes Thema. Man sollte den Kindern erklären wie Verifizieren und sichere Kommunikation funktioniert, und was es für Alternativen gibt. Das ist wie bei uns Erwachsen, wer sagt mir denn vom wem die Nachricht ist, ob das wirklich der jeniger ist mit der Handy Nummer oder Email? Skepsis und Vorsicht ist heutzutage ab und zu angebracht.

  • Könnt ihr mir mal eure Nacktfotos schicken – würd gern mal sehen, ob’s funktioniert ;-)

  • Manomann ist das ein spielen mit Ängsten
    „It’s your choice, but make sure you feel safe“….

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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