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Klage gegen Apple

Nach Parler-Rauswurf: Auch Telegram soll entfernt werden

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Nach dem Ausschluss des vor allem in Neu-Rechten-Kreisen beliebten Kurznachrichtendienstes Parler aus Apples App Store – ifun.de berichtete – fordern erste Stimmen nun ein vergleichbares Eingreifen Apples gegen den vor sieben Jahren gegründeten Kurznachrichtendienst Telegram.

Telegram

Da auch dieser als Superspreader von Hassinhalten fungieren würde, müsste Apple hier ebenso streng agieren wie im Fall der Parler-Applikation und diese umgehend aus dem Software-Kaufhaus entfernen.

Dies fordert die amerikanische Nicht-Regierungs-Organisation Coalition for a Safer Web (CSW) und beschreitet dazu nun den Rechtsweg. Mit einem Verfahren gegen Apple soll erreicht werden, dass der Telegram-Dienst ebenfalls aus dem App Store-Angebot gestrichen wird. Apple, so heißt es in der Klageschrift (PDF), sei darüber im Bilde, dass Telegram zur Einschüchterung, Bedrohung und Nötigung eingesetzt werde.

Schon „hunderte“ Hass-Inhalte entfernt

Die Klage dürfte vorerst jedoch auf wenig Einsicht in Cupertino stoßen. So hatte der Apple-Chef Tim Cook in mehreren Interviews unterstrichen, dass im Fall der Parler-App nicht die Hass-Postings, sondern die Unfähigkeit des Anbieters diese zu moderieren der Grund für den App Store-Ausschluss gewesen sei.

 

Und hier scheint Telegram nur wenig Nachholbedarf zu haben. Schon früh hatte man bei Telegram auf ein einfaches Regelwerk gesetzt, dass von den Nutzern drei verbindliche Beschränkungen einforderte: Keine Aufrufe zur Gewalt. Keine Pornografie. Kein urheberrechtlich geschütztes Material in öffentlichen Broadcast-Kanälen.

Was die aktive Moderation der eigenen Plattform angeht, hat sich der Telegram-Chef Pavel Durov erst kürzlich zu Wort gemeldet. Im Rahmen des Sturms auf das US-Capitol seinen hunderte von US-Inhalten von der Plattform entfernt worden, die direkt zu Gewalt aufgerufen haben:

[…] Anfang Januar begann das Telegram-Moderationsteam, eine erhöhte Anzahl von Berichten über US-bezogene öffentliche Aktivitäten auf unserer Plattform zu erhalten. Das Team handelte entschlossen und ging gegen US-Kanäle vor, die zu Gewalt aufriefen.

Dank dieser Bemühungen haben unsere Moderatoren letzte Woche Hunderte von öffentlichen Gewaltaufrufen blockiert und abgeschaltet, die sonst Zehntausende von Abonnenten hätten erreichen können. Das Team bearbeitet weiterhin Berichte von Nutzern und entfernt proaktiv Inhalte, die direkt zu Gewalt aufrufen.

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20. Jan 2021 um 11:32 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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