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Wahlen aktiv gestört

N26 in der Kritik: Management wollte Betriebsrat verhindern

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iPhone-Anwender, die sich nach dem Aus der von boon bereitgestellten Bezahl- und Banking-Apps gerade nach Alternativen umsehen, sollten vor dem Wechsel zur Smartphone-Bank N26 vielleicht noch ein wenig abwarten, wie sich die Posse der vergangenen Woche weiterentwickelt.

Die ohnehin schon umstrittene Bank, die mit plötzlichen Kunden-Kündigungen, Preiserhöhungen und Einschränkungen kostenloser Abhebungen immer wieder negative Schlagzeilen schrieb, hat kürzlich versucht die Gründung eines Betriebsrates in den eigenen Reihen zu verhindern.

Anonymen Bank-Mitarbeitern nach, soll der teils auch öffentlich ausgetragene Schlagabtausch die Moral der Angestellten massiv beeinträchtigt haben.

Einstweilige Verfügung gegen ver.di

So habe die N26 GmbH mehrere Einstweilige Verfügungen erwirkt, eine davon gegen die ver.di, um die Wahl eines Betriebsrates zu verhindern. Am Freitag musste dann die fachfremde Gewerkschaft IG Metall einspringen und Schützenhilfe leisten, um den organisierungswilligen Mitarbeitern dennoch zu ermöglichen, ihre Interessenvertreter zu bestimmen.

Valentin Stalf N26

N26-Chef Valentin Stalf

Doch auch das Ausweichen der Mitarbeiter sollte offenbar gestört werde, davon geht Thomas Weber von der IG Metall Berlin aus und erklärte am Freitag: „Die heutige Veranstaltung dauerte rund vier Stunden, weil das Management offenbar eigene Leute in die Versammlung beordert hatte, um den demokratischen Prozess der Wahl des Wahlvorstandes zu stören“.

Die Grundhaltung gegen die Mitarbeitervertretung war bereits am vorletzten Wochenende öffentlich geworden. Damals hatten die Vorstandsmitglieder und Gründer ein Mitarbeiter-Memo verschickt, das gegen den Betriebsrat mobilisieren sollte und in Teilen von ZEIT ONLINE veröffentlicht wurde. In dem Schreiben hieß es „Wir denken zuvorderst, dass ein deutscher Betriebsrat gegen fast alle Werte steht, an die wir bei N26 glauben“!

Betriebsräte würden das Unternehmen verlangsamen und stärker hierarchisch ausbilden, dies seien Einflüsse, die man in einem „hyper wettbewerbsintensiven Umfeld“ in dem Geschwindigkeit der Schlüssel zum Erfolg ist, nicht brauchen könne.

Seit diesem Wochenende steht der Betriebsrat nun – wie viele Mitarbeiter den Eklat zum Anlass genommen haben, sich nach anderen Arbeitgebern umzuschauen, ist unklar, wirklich glücklich dürften jedoch nur wenige Mitarbeiter über den Verlauf der letzten Woche sein.

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17. Aug 2020 um 07:22 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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