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Quellcode jetzt freigegeben

Luca-App wird geprüft: Entwickler rechtfertigen sich

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Die Entwickler der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung haben ihren gesamten Quellcode jetzt zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt und kommen damit einer Forderung nach, die schon in den ersten Tagen nach Vorstellung des privatwirtschaftlichen Projektes laut wurde.

Luca App

Quellcode lässt sich jetzt einsehen

Der Quellcode lässt sich auf dem Code-Portal GitLab in diesem Repository einsehen und gestattet Kritikern der Anwendung die Abläufe hinter den Kulissen nachzuvollziehen. Bislang waren diese auf sogenanntes Reverse Engineering angewiesen, um mögliche Sicherheitslücken im Aufbau der Applikation auszumachen.

Und von diesen gab es bereits einige. Zuletzt sorgte die Sicherheitslücke „LucaTrack“ für Aufsehen. Diese ermöglichte es aus den Schlüsselanhängern der App-Anbieter mit Ortsdaten angereicherte Checkin-Profile der Nutzer auszulesen – ifun.de berichtete.

CCC-Vorwürfe: Entwickler rechtfertigen sich

Auf „LucaTrack“ berief sich auch der Chaos Computer Club (CCC), der die Bundesländer Anfang der Woche dazu aufrief, die Nutzung der Luca-App sofort auszusetzen und die „zweifelhaften Geschäftsmodelle“ des Anbieters genau zu prüfen.

Schwere Vorwürfe, auf die die Luca-Macher jetzt mit einer Stellungnahme reagiert haben, die alle vom CCC angeführten Punkte einzeln adressiert und sich grob verkürzt wie folgt zusammenfassen lässt: Tut uns leid. Haben wir bereits korrigiert. Technisch durften wir das. Die Nutzung unserer App erfolgt ja ohnehin auf freiwilliger Basis.

Im Volltext lässt sich die Stellungnahme, die mit einer Gesamtlänge von 18.000 Zeichen etwa zehn Mal so lange wie dieser Eintrag ist, hier nachlesen.

Datenschützer wird Luca prüfen

Lesen wird diese auch Heinz Müller, Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser hat nun eine Prüfung der Luca-App angekündigt und reagiert damit auf die zunehmende Kritik an der App, für die mehrere Bundesländer bereits Lizenzverträge gezeichnet haben. Allein Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Nutzungsrechte an dem QR-Code-Scanner, der Adressen und Check-Ins seiner Nutzer auf zentralen Server speichert, etwa 440.000 Euro kosten lassen.

SWR-Video: Diskussion um Luca-App

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16. Apr 2021 um 17:13 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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