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Spotify-Daten werden übertragen

Lauschangriff der Bose-App: Konzern reagiert auf webweite Kritik

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57 Kommentare 57

Die Audio-Spezialisten von Bose haben auf ihrer Webseite nun auf die gestern laut gewordenen Vorwürfe reagiert, der Konzern würde Nutzerdaten über seine Connect-App einsammeln und weiterverkaufen.

Bose Connect App

Konkret hatte die Nachrichtenagentur Reuters mit einem Bericht über eine entsprechende Klage für Aufsehen gesorgt. Demnach würde die Connect-App „alle verfügbaren Medieninformationen“ an Drittanbieter wie das Analyseunternehmen Segement.io weiterleiten.

Vorwürfe, die inzwischen (zumindest teilweise) auch von Entwicklern bestätigt wurden. Bei ersten Analysen fiel auf, dass die Connect-App, die mehrere Bose Kopfhörer wie etwa den QC35 flankiert, bei jeder Spotify-Aktion nach Hause telefoniert. So sendet die App beim Liedwechsel oder beim Zugriff auf die Lautstärke nicht nur Interpret, Album und Song-Titel des gerade laufenden Liedes an entfernte Server, sondern überträgt auch Seriennummern, Geräte- und Hersteller-Bezeichnungen, den Status anliegender WLAN- bzw. LTE-Verbindungen und den Namen des Netzbetreibers.

Bose selbst reagiert nun mit einer „Nachricht an unsere Connect App-Nutzer“ auf seiner amerikanischen Webseite:

[…] Nichts ist uns wichtiger als euer Vertrauen. Wir arbeiten seit über 50 Jahren unermüdlich daran dieses zu verdienen und zu behalten. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. In der Bose Connect App schneiden wir weder eure Kommunikation mit, noch verkaufen wir diese. Alle Daten die wir erheben, werden nicht dazu genutzt um unsere Nutzer zu Identifizieren. Wenn es etwas anderes gibt, dass ihr wissen solltet, dann hört ihr es direkt von uns.

Freitag, 21. Apr 2017, 18:36 Uhr — Nicolas
57 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • App sofort gelöscht nachdem es publik wurde. Lasst euch nicht verarschen!

  • Hmm, soll dieses Statement einen nun beruhigen??

  • Ja, wir lauschen….. hören uns euer Gestöhne nur selber an ….

    Was beruhigend

  • Wow. Ganz allgemeines Blabla was NULL Inhalt besitzt.
    Sehr gut

  • Ach Bose, dieses Vertrauen ist wohl dahin …

  • Und ich hatte mich gerade erst so gut mit Bose angefreundet…

    Was soll denn heißen „den Nutzer zu identifizieren“ ? Das ist doch genau das was wir nicht wollen oder?

  • Ein bisschen schwammig die Aussage. Es ist in Ordnung, wenn ich als Nutzer informiert werde das Daten übertragen werden, ich in Kenntnis gesetzt werde um welche Daten es sich genau handelt und zu welchem Zweck die Daten übertragen werden und, dies ist für mich wichtig, ich die Möglichkeit bekomme zu entscheiden, ob ich der Übermittlung dieser Daten zustimmen möchte oder nicht.

  • Bose ist ein hochpreisiges Produkt. Da sollte man meinen die hätten das nicht nötig zusätzlich auf diese Weise Geld zu verdienen. Das Statement wirkt für mich nicht glaubwürdig und ich werde die Produkte wohl nicht mehr ohne ungute Gefühle verwenden können. Ich bin als langjähriger Bose Kunde sehr enttäuscht. Ich werde sicher keine neuen Produkte dieser Marke kaufen.

  • Zitat: Wenn es etwas anderes gibt, dass ihr wissen solltet, dann hört ihr es direkt von uns.

    Bose entscheidet also nun was der Nutzer wissen muss, und was nicht. Und nur von Bose kommen die Informationen. Gutes Statement.

  • Und sie betonen auch noch die lange Tradition… Ziemlich traurige Antwort !!!

  • Ist eigentlich schon bekannt ob die CapTune App von Sennheiser auch auf diesem Level operiert?

  • Mit Verlaub, aber dieses Statement ist schon kurz vor frech in meinen Augen. Glaubt uns, aber wir gehen auf gar nichts ein. Wofür muss das WLAN übermittelt werden?

    „n der Bose Connect App schneiden wir weder eure Kommunikation mit, noch verkaufen wir diese. Alle Daten die wir erheben, werden nicht dazu genutzt um unsere Nutzer zu Identifizieren.“

    Überspezifisches Dementi. Man könnte sagen: Sorry, war etwas viele, wir übermitteln xyz und machen das jetzt optional. Stattdessen: Keine Kommunikation (aber was ihr hört+weiteres)
    Werden nicht genutzt um…(aber könnte man natürlich nutzen)

    Bin froh das ich Sony gekauft habe ohne App. Ich hätte nicht mal Stress mit der Datenübertragung wenn optional und transparent, aber das Dementieren ist echt daneben.

  • Also bezahlen die Benutzer der App auch noch für die Übermittlung der geklauten Daten

  • Die Antwort von Bose ist eine BlaBla Antwort, die wird immer von den Unternehmen rausgehauen wenn sie Dreck am Stcken haben

  • „(…) dann hört ihr es direkt von uns.“ — Am besten gleich über die Kopfhörer!

  • Einfach keine Bose Produkte mehr kaufen, dann regelt sich das Thema von alleine.

  • Stefan B. aus H

    Marketing-GAU. Ein Unternehmen mit wenig Erfahrungen im Bereich Social Media / User Response. Und inhaltlich eine Frechheit, wenn es so geschrieben wurde. Es kann keine wirklichen Gründe für ein solches Tun geben. Soviel Geld kann es für Daten nicht geben – oder lebe ich in einem parallelen besseren Universum?

  • Was habt Ihr denn alle für ein Problem damit? Ich wette jeder der sich beschwert hat irgendeine Kundenkarte oder sogar EC-Karte mit der er ständig bezahlt. Regt Ihr Euch darüber auch auf dass jeder weiß wann und wie oft Ihr was kauft. Einer Berichtet etwas und alle regen sich auf. Marionetten der Medien nennt man das.

  • Alexa!!! “ Füge eine Erinnerung zu, dass ich Siri einen Beschwerdebrief an Bose diktiere…“ Also okay, dumm gelaufen aber sich darüber aufzuregen ist schon fast Oldscool! Die machen für mich trotzdem Gute Hifi – Technik

  • Wo hat Bose denn da reagiert auf die Vorwürfe? Da ist nichts konkretes zu lesen – nun kommt mir Entfaltung kein bose Produkt mehr ins Haus. Egal wie zukünftige Produkte irgendwas machen oder nicht…

  • Betrifft das nur die App für die Kopfhörer oder auch die App für die Bose Soundbar?

  • War nie ein Fan der Firma, da sie viel Geld ins Marketing stecken, qualitativ jedoch eher Durchschnitt sind, bei hohen Pegeln oft übersteuern und preislich sind sie viel zu teuer. Da gibt es bessere Audio-Komponenten (Vincent, Focal, JBL, hochwertigere Yamaha, etc.)

    Diese Praxis der Überwachung könnte ihnen vor allem in Europa schaden.
    Weitere Bedeutung von BOSE? Buy Other Sound Equipment ;) Na denn…

  • Ich finde es bedenklich, wie man in bester politischer Tradition Vorwürfe dementiert, die nie vorgebracht wurden, konkret: Das Tracking der Nutzer über deren Namen. Vollkommen unerwähnt bleibt die Übertragung der Seriennummer, des Liednamens, des Interpreten. Bemerkenswert ist, dass sich der Unmut der Nutzer noch nicht bspw. in Amazon-Bewertungen entladen hat.

  • Ich finde das Statement klingt auf Englisch nicht so krass. Obwohl die deutsche Übersetzung inhaltlich korrekt ist… Dennoch sollte Bose nochmal eindeutiger Stellung beziehen und zumindest genau nennen was und wofür es gesammelt wird.

  • Ich kaufe ab jetzt keine. Bose Produkte mehr.

  • Na da bin ich ja froh, dass ich die „schlechten Beats“ habe.

  • App gelöscht, von Bose wird nichts mehr gekauft.

  • Wie so oft in solchen Fällen – absurde, schmierige Beschwichtigungsrhetorik. Wir brauchen Eure Daten nicht, sammeln sie aber trotzdem … und sie sind sicher bei uns … schooooooooooon klar. Man könnte meinen Bose gehört zu Yahoo

  • Bei Heise stand etwas, daß die Aufregung dadurch zu Stande kam, weil unter Android die App zugriff auf das GPS haben will. Bose hat darauf geantwortet, das Google GPS erzwingt wenn Blutooth LE verwendet wird. Das scheint wohl zu stimmen. Der Schwarze Peter liegt eher bei Google.

  • Ein Kunde weniger
    Und wieso klagt in Deutschland niemand?

  • Klingt nach: „Weitere Antworten würden die User nur beunruhigen“

  • Man muss sich ja mal ernsthaft fragen, warum man überhaupt diese Informationen übermittelt- was soll das?
    Den Datenhunger, den viele Firmen haben und sich ganz ungeniert selbst bedienen- für mich ein NO-GO!

  • Olly van Oakfield

    „Wenn es etwas anderes gibt, dass ihr wissen solltet, dann hört ihr es direkt von uns.“
    Das hättet ihr wohl gern, liebe Boses!!!
    Der Firmendoktrin blind folgen und nicht auf die böse Lügenpresse hören!

  • Die Antwort von Bose ist eine Frechheit. Kaltschnäuzig wird der Kunde abgelatscht und es es wird im deutlich gemacht: „Wir machen mit Deinen Daten was wir wollen, das geht Dich gar nichts an. Und hab Dich nicht so.“

  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht so ganz: wer die datenschutzerklärung von Böse zu dem Programm liest, findet dort klare und unmissverständliche Aussagen dazu, welche Daten gesammelt werden, und wer davon profitiert. Alle die sich jetzt aufregen gehören zu denen, die diese Erklärungen wohl nicht lesen. Aber dann sollte man vielleicht den Ball flach halten, wenn ‚investigative‘ Journalisten dies für einen tun…
    Da gibt es sich Themen, da lohnt sich die Energie mehr.

  • Bowers&Wilkins baut sowieso bessere Geräte

  • Aber man muss doch die App benutzen….und wer macht das denn eigentlich überhaupt von euch? Ich habe die Kopfhörer mal mit der App verbunden. Aber nie Musik über die App gehört sondern immer direkt aus der Musik-App von Apple, oder Filme über die jeweilige Film-App. Man kann die Kopfhörer doch auch über das Bluetooth-Menü in den Einstellungen verbinden. Die Soundlink-App von Bose habe ich noch nie zum Anhören benutzt…

  • Was dich interessiert, bestimme ich! Angst, ausgeraubt zu werden? Keine Sorge, wir bringen dich nicht um und rauben auch nicht deinen Lebenspartner aus. Ooops. Habe ich gerade nichts zu euren Sorgen gesagt? lol.

  • Bei den meisten Kommentaren muss ich an „Confirmation bias“ denken. Und dass für uns das wahr ist, was wir glauben. Weil wir sehr selten Informationen aus erster Hand bekommen, bleibt uns auch gar nichts anderes übrig. Aber glauben heißt eben nicht wissen.

    Der Vorteil an diesem doch sehr menschlichen Verhalten ist, dass man heute kaum mehr Kommentare lesen muss, weil man in den allermeisten Fällen anhand des Themas voraussagen kann, was drin steht.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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