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Kein Grund zur Panik

Komfort-Feature: Apple sichert Telefonverlauf in der Cloud

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Der russische Software-Fertiger Elcomsoft, ein Anbieter von Forensik-Werkzeugen für Strafverfolgungsbehörden, mit denen sich Passwörter brechen und iPhone-Backups früher iOS-Versionen auslesen lassen, sorgt heute für Schlagzeilen.

Nummern

Neben dem Geräte-Backup, den persönlichen Fotos, Kontakten und Kalender-Einträgen, dies erklärt Elcomsoft sowohl im hauseigenen Blog als auch gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Forbes, würde das iPhone auch den Anruf-Verlauf in Apples iCloud sichern.

Die Funktion, die sich vom Endanwender nicht deaktivieren lässt, würde sowohl eingehende als auch ausgehende Anrufe über einen Zeitraum von bis zu vier Monaten protokollieren und regelmäßig mit Apples Online-Speicher abgleichen.

Forbes schlägt Alarm:

Apple hat eine versteckte Funktion in seinem iPhones: Anrufprotokolle, die bis zu vier Monate zurückreichen, werden quasi Echtzeit in der iCloud gespeichert. Diese Warnung spricht der russische Anbieter von iPhone-Hacking-Tools, Elcomsoft, aus und behauptet, das Feature war automatisch aktiv und es gäbe keine Möglichkeit dies zu deaktivieren […]

Doch so „versteckt“ ist die Funktion gar nicht. Ähnlich dem iMessage-Protokoll, das Apple auf Nachfrage an Strafverfolgungsbehörden ausgibt, wird auch der Telefonverlauf nicht „einfach so“ gesichert, sondern ermöglicht Apple die iPhone-Funktion „call history syncing“ anzubieten. Ein Komfort-Feature, das bei Nutzern mehrerer iPhones dafür sorgt, dass der Anrufverlauf stets auf dem gleichen Stand ist.

US-Medien gegenüber erklärt Apple:

We offer call history syncing as a convenience to our customers so that they can return calls from any of their devices. Apple is deeply committed to safeguarding our customers’ data. That’s why we give our customers the ability to keep their data private. Device data is encrypted with a user’s passcode, and access to iCloud data including backups requires the user’s Apple ID and password. Apple recommends all customers select strong passwords and use two-factor authentication.

Dass die Telefonnummern dafür irgendwo gesichert werden müssen, liegt auf der Hand. Ein optionaler Ausschalter ist ebenfalls verfügbar: Nutzer die ihre Geräte nicht mit Apples iCloud koppeln, synchronisieren ihre Anruf-Historie nicht.

Wer sich für den Umfang und die Art der Zusammenarbeit zwischen Apple und den amerikanischen Strafverfolgungsbehörden interessiert, kann einen Blick in das öffentlich verfügbare PDF-Dokument „Legal Process Guidelines“ werfen.

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17. Nov 2016 um 19:18 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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