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Auf richterliche Anordnung: Apples iMessage-Protokoll für Strafverfolger

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36 Kommentare 36

Wer sich für den Umfang und die Art der Zusammenarbeit zwischen Apple und den amerikanischen Strafverfolgungsbehörden interessiert, kann einen Blick in das öffentlich verfügbare PDF-Dokument „Legal Process Guidelines“ werfen.

Fingerabdruck

Auf etwas mehr als 10 Seiten erklärt Apple hier die Prozessabläufe und informiert darüber, welche Nutzer-Informationen im Fall begründeter Verdachtsmomente bereitgestellt werden können.

In Sachen iMessage schreitb Apple hier auf Seite 14:

Bei Vorlage einer „Wiretap Order“ kann Apple die E-Mail-Kommunikation seiner Nutzer abhören. FaceTime- oder iMessage-Kommunikationen sind hingegen Ende-zu-Ende verschlüsselt und können nicht abgefangen werden.

Eine ziemlich klare Ansage, die jetzt durch neues Material gestützt wird. theintercept.com, die investigative Webseite des Snowden-Reporters Glenn Greenwald, hat jetzt interne Dokumente amerikanischer Strafverfolger vorgelegt, die darüber informieren, welche iMessage-Informationen Apple den Ermitteln zur Verfügung stellen kann.

Das interne Polizei-Papier mit der Überschrift „Was kann ich erwarten, wenn ich Apple einen richterlichen Erlass für ein iMessage-Account zustelle?“ listet die Informationen, die sich den von Cupertino ausgegebenen iMessage-Protokollen entnehmen lassen.

Das „Electronic Surveillance Support Team“ der Staatsanwaltschaft Florida resümiert hier: Apple Informiert mit Zeitstempeln, IP-Adressen und Telefonnummern über den Start einer iMessage-Sitzung. Bei den Protokollierten Daten handelt es sich um Metadaten, die bereits dann Anfallen, wenn eine Telefonnummer in das Empfänger-Feld der iMessage-App eingetippt wurde. Ein Eintrag im iMessage-Protokoll bestätigt nicht, dass zwischen den beiden iMessage-Teilnehmern auch ein Gespräch stattgefunden hat.

Kurz zusammengefasst: Bitte weitergehen. Hier gibt es nichts zu sehen.

iMessage-Protokoll: Diese Infos stellt Apple zur Verfügung

Imessage

Donnerstag, 29. Sep 2016, 8:57 Uhr — Nicolas
36 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • War ja klar! Sage noch einer die Stasi wäre schlimm gewesen!

    • Das kann nur jemand sagen, der entweder keine Ahnung hat oder selbst bei der Stasi war.

      Die Stasi war schlimm!!

      • @Torsten
        SilentHunter meinte das das ganz bestimmt ironisch, aber natürlich war die Stasi ein verbrecherische Organisation, die selbst vor Mord nicht zurück schreckte. Das sollte man nicht verharmlosen.

      • Die Leute verwechseln hier immer, dass die Stasi zwar auch alle überwachen wollte, aber im Gegensatz zu heute man immer noch sagen darf, dass Merkel scheiße ist, ohne weggesperrt zu werden. Das Ziel der überwachung ist eine andere und wenn es dazu führt, dass ich oder meine Familie nicht in die Luft gesprengt werden von irgendwelchen fehlgeleiteten Untermenschen, dann freut es mich.

      • Die Stasi war schlimm und letzten Sonntag sagten 65% der Schweizer Ja zur Totalüberwachung. Das ist richtig schlimm und eigentlich nur noch zum heulen.

    • So einen Schwachsinn kann auch nur einer schreiben der noch nicht in einer Diktatur gelebt hat.

      Dummheit ist auch ne Gabe Gottes aber man muss sie nicht mißbrauchen.

  • Viel mehr kann Apple nicht machen. Mit einer zentralen Infrastruktur müssen bestimmte Informationen dort durchfließen und wenn nicht mal diese absolut verlässlich sind, stehen eventuelle Strafverfolgungsbelange schon auf sehr wackeligen Beinen.

  • Ich bin für iMessage auch für Android

    • Nene, apple soll das ruhig für sich behalten. Warum zum teufel sollte man eine apple software auf einem androiden installieren. Gibt bessere alternativen für imessage

  • Scheint sich ja im Rahmen rechtsstaatlicher Regelungen zu bewegen, wenn eine richterliche Anordnung vorliegen muss.

  • Kann die iMessage Verschlüsselung eigentlich geknackt werden?

  • Zitat
    „Apple Informiert mit Zeitstempeln, IP-Adressen und Telefonnummern über den Start einer iMessage-Sitzung. Bei den Protokollierten Daten handelt es sich um Metadaten, die bereits dann Anfallen, wenn eine Telefonnummer in das Empfänger-Feld der iMessage-App eingetippt wurde. Ein Eintrag im iMessage-Protokoll bestätigt nicht, dass zwischen den beiden iMessage-Teilnehmern auch ein Gespräch stattgefunden hat.“

    Also, ich tippe eine falsche Nummer ein, die einem „Verdächtigen“ gehört.
    Es wird registriert, dass ich mit ihm Kontakt habe, obwohl ich nie Anrufe, weil ich den Vertipper bemerke?
    Uncool.

    Cool, ich kann also auch „Gespräche“ fälschen, indem ich eine Nummer eingebe und dann behaupte, wir hätten über dies und jenes gesprochen. Der Andere hat dann halt inzwischen ein anderes Handy oder es neu aufgesetzt und alles gelöscht.

    So wird Strafverfolgung ja sehr zuverlässig.

    • Wenn sie dich haben, dann haben sie dich.

    • Einspruch! Offensichtlicher Blödsinn.

      • „Ein Eintrag im iMessage-Protokoll bestätigt nicht, dass zwischen den beiden iMessage-Teilnehmern auch ein Gespräch stattgefunden hat.“

    • „Also, ich tippe eine falsche Nummer ein, die einem „Verdächtigen“ gehört. Es wird registriert, dass ich mit ihm Kontakt habe, obwohl ich nie Anrufe, weil ich den Vertipper bemerke?“

      Nein, der Verdächtige müsste versehentlich DEINE Nummer eingeben, schließlich geht es im seine Kommunikation, nicht Deine. Was Du tust – versehentlich oder nicht – wird doch nicht weitergegeben.

      • Und wenn deine Nummer nur in seinen Protokollen auftaucht, nicht aber auch seine Nummer in deinen, bist du raus.

      • Sehe ich ähnlich. Zumal das eine sehr konstruierte Möglichkeit ist welche in der Realität zu 99,99999% nicht eintritt.

  • Wichtig finde ich außerdem noch „The response is not in realtime“, das heißt die Behörden können die Kommunikation auch zeitlich nicht genau nachvollziehen.

    • Falsch: Die „Kommunikation“ lässt sich mit Zeitstempeln sehr genau nachvollziehen, aber die Logs von Apple sind eventuell nicht auf dem aktuellsten Stand. Es kann also sein, dass sie eine Antwort von Apple heute bekommen, die iMessage-Kommunikation von gestern aber noch nicht enthalten ist.

  • Apple hat damals gesagt iMessages währen so verschlüsselt, dass NIEMAND sie lesen kann…nicht mal Apple selbst.
    Wenn also Apple selbst die iMessages nicht entschlüsseln kann…wie kann Apple diese dann den Behörden zur Verfügung stellen?

    • Von den Gesprächen war doch auch nicht die Rede, wenn ich das richtig verstanden habe. Nur von den ganzen Metadaten drum herum, Name, Zeit der Kommunikation und so…

    • Lesen, verstehen! Aber ich helfe dir einmal: Metadaten fallen bei jeder Kommunikation an. Metadaten sagen nur etwas über den Absender und den Empfänger aber NICHTS über den Inhalt. Der Inhalt ist Ende zu Ende verschlüsselt und somit kann Apple diesen auch NICHT zur Verfügung stellen.

  • Falsch Apple hat damals gesagt, dass sie es selbst sehen können. Das einzigste was gesagt wurde war, dass iMessage so sicher ist dass kein anderer dran kommt.

    • „…iMessage-Kommunikationen sind hingegen Ende-zu-Ende verschlüsselt und können nicht abgefangen werden. „

      • Und was hat das damit zutun dass Apple sie nicht sehen kann ? Das bedeutet eher das man sowas durch ein WLAN nicht tracen kann außerdem sammelt Apple garnicht soviele Daten dass man sich da beschweren könnte die werden ja auch nur mit einem richtigen Grund herausgegeben ..

      • falsch, Ende zu Ende verschlüsselt heißt dass nur Sender und Empfänger entschlüsseln können.

  • @silent Hunter, ein dummer steht ja jeden Tag auf. Heute also Du.

  • Ist doch eh alles egal, ich sage da nur CALEA von 1996

    PS.: warum gibt es hier eigentlich nicht einen einzigen Diskussionsfaden in dem nicht nach 1-3 Einträgen komplett vom Thema weg „geritten“ wird? Rechtschreibung, politische Gesinnungen, Beleidigungen, Mutmaßungen zu Dingen von denen die Verfasser meistens selbst keinen Schimmer haben etc..

    Das hier ist doch ein Technikforum zu Apple bzw. deren Produkten und keine Kneipe…

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