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Monopolstellung beseitigt

Knickt Apple ein? iOS 14 soll mehr Toleranz und Vielfalt bringen

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Auf die kommende freie Wahl von E-Mail-Programm und Browsern sowie die Möglichkeit, auch andere Musikdienste als Apple Music mit dem HomePod zu verbinden, haben wir bereits separat hingewiesen. Doch Apple lockert auch in weiteren Bereichen die Zügel. In einer Pressemitteilung versteckt, dokumentiert Apple den Willen, die eng gesteckten Grenzen der hauseigenen Dienste zu lockern. In wieweit dies allerdings freiwillig geschieht, sei dahingestellt. So sehen auch die Kollegen von 9to5Mac darin eher die Vorbereitung auf eine gerichtliche Auseinandersetzung. Apple sieht sich derzeit mit zahlreichen Wettbewerbsklagen konfrontiert und muss sich zudem gegen den Unmut sich drangsaliert fühlender Entwickler wehren.

„Wo ist?“ soll auch Fremdprodukte finden

Die Anbieter von Tile scheinen mit ihrer EU-Beschwerde schon mal erreicht zu haben, dass Apple sein „Wo ist“-Universum lockert. Künftig sollen sich damit auch Produkte von Drittanbietern finden lassen.

Das neue "Wo ist"-Zubehörprogramm ermöglicht es Drittherstellern von Zubehör, die Vorteile eines Netzwerks aus Hunderten von Millionen Geräten zu nutzen, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Ende-zu-Ende Verschlüsselung.

Apple Wo Ist

Entwickler können gegen App-Store-Regeln vorgehen

Ein bemerkenswertes Eingeständnis seitens Apple findet sich auch in den Regeln für die App-Store-Nutzung. Entwickler-Streitigkeiten wie in der vergangenen Woche will das Unternehmen künftig offenbar nach Möglichkeit vermeiden. So sollen Entwickler diese Regeln künftig nicht nur hinterfragen dürfen, sondern auch offen auf die Probe stellen können. Apple garantiert zudem, die Freigabe von Apps nicht mehr aufgrund von Streitigkeiten zu verzögern.

Erstens werden Entwickler nicht nur in der Lage sein, Einspruch gegen Entscheidungen darüber einzulegen, ob eine App gegen eine bestimmte Richtlinie der App Store Review Guidelines verstößt, sondern ihnen wird auch ein Mechanismus an die Hand gegeben, um die Richtlinie selbst infrage zu stellen. Zweitens werden bei Apps, die bereits im App Store sind, Fehlerbehebungen nicht länger wegen Richtlinienverstößen verzögert, mit Ausnahme derer, die sich auf rechtliche Fragen beziehen. Die Entwickler werden stattdessen in der Lage sein, das Problem bei der nächsten Einreichung zu adressieren.

Das liest sich alles ausgesprochen positiv, kann man unterm Strich aber so verstehen, dass Apple sich durch die mittlerweile diversen Klagen ernsthaft bedroht sieht und nun alles daran setzt, den Verdacht der wettbewerbswidrigen Dominanz eines Monopolisten von sich zu weisen. Wie auch immer, für Entwickler und Endnutzer könnte diese Kehrtwende in der Tat zu einem besseren Erlebnis führen.

Mittwoch, 24. Jun 2020, 18:14 Uhr — chris
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  • Es kann auch ein schmaler grad werden. „Wenn du kein iPhone hast…“ wird sich bei fortschreitender Entwicklung mit iOS 17 nicht mehr so einfach sagen lassen.

  • Und sie bauen sich ja auch mit den iOS Prozessoren am Mac weiter ein Monopol aus. Dann lieber ein paar andere abbauen

    • ;-) Der ist gut!

      Sie bauen mit der Verwendung ihrer eigenen Prozessesoren ihr Monopol aus…
      Die Definition eines Monopols ist, dass man den Markt dominiert und kontrolliert. Soll heißen jeder kann nur noch Prozessesoren von Apple verbauen, keine Alternativen.

      Das genau ist nicht der Fall!
      Keine Firma kann bis dato von Apple einen Prozessor kaufen.

      Ein Monopol kann natürlich auch andersartig sein, z.B. Marktanteile etc. aber Fakt ist zumindest 2020, dass die anderen Smartphones mehr sind.

    • Apple hat kein Prozessormonopol!

      Das ist Unfug und das würde bedeuten, dass man nur Prozis von Apple kaufen kann, aber das kann man ja gar nicht.

    • Sie sind unabhängig und unberechenbar stimmt eher.

  • Lieber iMessage auf Whatsapp-Niveau bringen und innerhalb von 3 Jahren Whatsapp vom Markt verdrängen

    • Whatsapp Niveau?! Guck dir mal Telegram an. Dann weisst du was State Of The Art ist!

      • „State of the Art“, aber nicht mal E2E Verschlüsselung. Nee, is klar.

      • Ist es schon immer gewesen. Schon vor WA.

      • @Melvin, Telegram hat E2E Verschlüsselung. Es ist by default nicht aktiv um zu ermöglichen, dass ich auf Mac, Watch, Business Phone oder iPad auch ganz einfach Telegram nutzen kann. Wenn ich mit jemandem einen private Chat erstelle ist es E2E.

      • Danke. E2E by Default wäre zwar nett. Aber wer sicher kommunizieren möchte, findet sicherlich den richtigen Button bei Telegram. Trotz dessen seit Jahren der Messenger meiner Wahl. Wobei Telegram ja auch die verschlüsselten Nachrichten auf alle Geräte synchronisieren könnte. Den passenden Private Key scannt man dann einfach per QR-Code von einer bestehenden Installation. Bei Matrix klappt das ja auch wunderbar (mit Emojis zur Verifizierung der Geräte statt QR-Code). Aber ich kann auch nachvollziehen, das viele Nutzer das eh nicht wollen und den Komfort, alle Nachrichten ohne Umwege auf allen Geräten zur Verfügung zu haben, vorziehen. Das erhöht auch eben die Akzeptanz. Deswegen kommen mit Updates auch eher animierte Emojis statt E2E by Default.

    • Dazu ist es glaube ich viel zu spät. Da hat Apple viel zu lange geschlafen

    • Apple muss endlich iMessage so umbauen dass es RCS kompatibel ist!

    • Ich fänds ja schon toll, wenn iMessage zur Aktivierung nicht immer ne überteuerte SMS nach Irland schicken muss, sondern das einfach übers Internet erledigen könnte.

    • Puh, iMessage? Bestimmt das letzte mal vor 5 Jahren wirklich genutzt, eher noch länger. Kein Mensch benutzt doch heute was averted außer WhatsApp, außer Geeks wie und evtl, wir sind aber nicht die Masse, sondern die absolute Minderheit!

      • Also ich verwende iMessage mit all meinen Freunden und Verwandten die ein iPhone haben. Und das sind nicht zu wenige. Und für den Rest zu 90% Telegram. Nur ein paar wenige muss ich via WA beglücken. Leider.

      • Also ich benutze sehr gerne iMessage. So bekomme ich auf jedem Gerät ohne Probleme die Nachricht angezeigt. Das Handy braucht nicht in Reichweite sei , kann aus sein. WhatsApp ist für mich keine Alternative. Telegramm benutzen in meinem Bekanntenkreis viel zu wenige.

      • Ich nutze nur iMessage und habe seit 3 Jahren kein WA mehr. Und es geht mir gut.

    • Sorry aber WhatsApp? Nicht dein ernst! Das nutze ich nur ganz selten für die paar Androschrott User die ich kenne. Ansonsten ist iMessage erste Wahl.

      • In meinem Umfeld (gerade in der Firma) liegt der Android Anteil bei etwa 75%. Und von den übrigen 25% iOS Nutzern hat nicht mal jeder iMessage aktiviert:-). Da gibt es noch mehr Telegram Nutzer. WhatsApp bleibt so (leider) erste Wahl.

  • Aber auch anders herum wäre eine Öffnung wünschenswert, z. B. wenn iMessage auch als Windows App und Android App angeboten würde, so dass man nicht mehr auf Whatsapp angewiesen wäre….

  • Wie war das mit Windows und InternetExplorer? History repeating…

  • Bevor es Auflagen gibt, die sehr ungemütlich werden können, schnell ein bisschen kontrolliert öffnen.

  • Schön wäre auch, wenn die Kartenapp und Kameraapp frei wählbar wäre und nicht nur Mail und Browser.

    • Also bei Kartenapp bin ich dabei. Da nutze ich nur GoogleMaps, einfach das beste. AppleMaps ist sowas von hinterher und ich wiederhole mich gerne nochmal : Es sollte nur eine Map geben, an denen alle daran arbeiten. Das wäre mein Traum. Aber das macht Apple nicht, würde dann doch kaum noch jemand AppleMaps nutzen. Naja, in einigen Gebieten ist es ja ganz gut wie man liest, dennoch

      • Warum nimmst du nicht Open Street Maps und arbeitest mit daran ! Jede Hand hilft. Proprietäre Lösungen helfen nicht weiter

  • Klingt ja nicht schlecht das Ganze. Aber ich habe noch nichts davon gehört, dass auch andere Browser Engines auf iOS zugelassen werden. Hmm- ich glaube das wird Apple aus Sicherheitsgründen nicht zulassen.

    • Dachte ich mir auch, wie früher wirklich andere Browser(engines) zu haben wäre fein.

      Und Allgemein die Musik.app als Standard ändern, die auch über das Kontrollzentrum gestartet werden kann wäre super.

  • Wer findet die Formulierung „in einer Pressemitteilung versteckt“ auch irgendwie lustig. :-D

  • Ich würde mir die Lösubg von iCloud-Zwang wünschen.

  • Spotify offline auf der Apple Watch wäre göttlich,…

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