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Verbraucherschützer monieren Umsetzung

In der Kritik: Meldewege in iPhone-Apps großer Plattformen

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Wer in einer iPhone-App illegale Inhalte melden will, stößt laut Verbraucherzentrale häufig auf unnötige Hürden. Eine aktuelle Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (PDF-Download) zeigt, dass zehn große Online-Plattformen zentrale Vorgaben der europäischen Digitalgesetze nicht vollständig umsetzen.

Meldewege Youtube

Geprüft wurden unter anderem Amazon, Zalando, TikTok, Instagram und YouTube. Die Meldefunktionen sind in den mobilen Apps zwar vorhanden, aber oft schwer auffindbar. Statt einer klar sichtbaren Schaltfläche führen Drei-Punkte-Menüs, Teilen-Icons oder verschachtelte Unterseiten zum Ziel. Wer ohne Nutzerkonto unterwegs ist, kann Inhalte teilweise gar nicht melden.

Viele Taps, wenig Transparenz

Hinzu kommen lange Auswahllisten mit juristischen Begriffen, doppelte Freitextfelder und Pflichtangaben zur Person. Teilweise fehlt nach dem Absenden sogar eine Bestätigung per Mail oder Push-Mitteilung. Entscheidungen über gemeldete Inhalte lassen mitunter Wochen auf sich warten. In einzelnen Fällen blieb eine Rückmeldung ganz aus.

Verschachtelte Meldewege Apps

Auffällig ist außerdem, dass Meldungen von Verstößen gegen Plattformregeln meist einfacher sind als Meldungen von Rechtsverstößen nach europäischem Recht. Für letztere sind oft mehr Klicks und zusätzliche Angaben erforderlich.

Kein Sonderweg für Minderjährige

Aus Sicht der Verbraucherzentrale problematisch ist auch, dass sich die Meldewege in den Apps nicht zwischen Erwachsenen und Minderjährigen unterscheiden. Jugendliche treffen auf dieselben komplexen Auswahlmenüs und Hinweise. Ein altersgerechtes Design ist nicht erkennbar.

Die Untersuchung lief zwischen Oktober 2025 und Januar 2026. Insgesamt wurden 24 Inhalte gemeldet und die Reaktionen der Plattformen dokumentiert. Eine tabellarische Übersicht der Ergebnisse findet sich hier.

Vzbv Tabelle DSA Meldewege 1

Die Verbraucherzentrale fordert, dass die Aufsichtsbehörden die Einhaltung der europäischen Digitalgesetze stärker kontrollieren. Gerade in mobilen Apps, die für viele iPhone-Nutzer der zentrale Zugang zu sozialen Netzwerken und Marktplätzen sind, müssten Meldewege klarer, schneller und transparenter funktionieren.

03. März 2026 um 12:59 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    10 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ach so, und bei Android ist alles besser?
    Nichts ist da besser. Ich habe weder etwas gegen Android noch gegen Apple, ich habe nur etwas gegen Meinungsmache.

    • Was hat es mit Meinungsmache zu tun, wenn dieses Problem angezeigt wird?

      Weil eine andere Plattform ähnliche Probleme hat, darf über die andere nicht berichtet werden?

      Oder müssen IMMER beide Plattformen genannt werden?

      • Nun ja, „In der Kritik: … in iPhone Apps“ klingt schon anders, als „Meldewege großer Plattformen in der Kritik“ …
        Die Überschrift suggeriert eindeutig, dass es ein Problem bei iPhone Apps gibt, nicht bei den großen Plattformen allgemein…

    • Deswegen lenkst du vom Thema ab? Das nennt man Whataboutism.

    • Es geht doch hier gar nicht um Apple selbst sondern nur um Meldewege in iOS Apps. Damit hat Apple auch nichts zu tun.
      Und vielleicht werden auch Android Apps bemängelt und das Team hat schlicht nichts dazu geschrieben – denn auch hier gibt es immer Nörgler das Android hier nichts zu suchen hat.

  • Ach so und bei Android ist alles besser? Nichts ist da besser.
    Ich weder etwas gegen Android noch gegen Apple, ich habe etwas gegen Meinungsmache.

  • In keinem der verlinkten und verwendeten Dokumente gibt es eine Unterscheidung zwischen Android und iOS. Es gab also gar keine dezidierte Prüfung der iOS Apps, wie die Überschrift suggeriert.

  • @iFun: „Mobile Apps“ sind vermutlich eine schlechte Übersetzung aus dem Englischen, wo das Handy als „mobile (phone)“ abgekürzt wird.

  • In dem verlinkten Dokument des vzbv steht zur Methodik:

    „Für die Untersuchung meldete
    der vzbv in den Android-Apps der zehn ausgewählten Online-Plattformen insgesamt 24 aus Sicht
    des vzbv problematische Inhalte“

    Wieso behauptet @ifun, es ginge um iOS-Apps, wenn doch nur Android-Apps getestet wurden?

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