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Wenig transparent

Google: Ortsdaten-Speicherung auch bei inaktivem Standortverlauf

25 Kommentare 25

Glaubt man den Informationen, die Google beim ersten Besuch der persönlichen Timeline-Übersicht auf google.com/maps/timeline ausgibt, dann besteht eigentlich kein Grund zur Sorge. Der Suchmaschinen-Betreiber schreibt hier: „Du hast die Kontrolle – Du kannst einzelne Standorte, ganze Tage oder den gesamten Standortverlauf ändern oder löschen sowie den Standortverlauf jederzeit aktivieren oder deaktivieren.“

Standortverlauf

Doch lässt sich Googles Standortverlauf wirklich so einfach deaktivieren? Nein. Diese Antwort gibt eine Investigativ-Studie der Nachrichtenagentur AP, die auf einen wenig bekannten Umstand aufmerksam macht: Google sichert die Ortsdaten seiner Anwender in zahlreichen Diensten auf iOS- und Android-Geräten auch dann, wenn die Nutzer der Speicherung eines Standortverlaufs explizit widersprochen haben.

Dabei geht es nicht darum, dass Google die Timeline-Funktion heimlich wieder einschaltet – vielmehr sammelt die Suchmaschinen zusätzliche Aufenthaltsorte mit Zeitstempel auch dann, wenn ihr die Timeline-Funktion ausgeschaltet habt.

For example, Google stores a snapshot of where you are when you merely open its Maps app. Automatic daily weather updates on Android phones pinpoint roughly where you are. And some searches that have nothing to do with location, like “chocolate chip cookies,” or “kids science kits,” pinpoint your precise latitude and longitude — accurate to the square foot — and save it to your Google account.

Mit der Kritik konfrontiert, verweist Google auf die Konfigurations-Optionen im Account-Bereich „Meine Aktivitäten“. Anwender, die ein zusätzliches Plus an Privatsphäre wünschen, können hier nicht nur die Pausierung der Web- und App-Aktivitäten aktivieren, sondern bereits gesicherte Standordaten einzeln zusammensuchen und aus dem persönlichen Profil tilgen.

Wie umfangreich die hier gesammelten Daten sind zeigt AP auf einer eigens veröffentlichten Online-Karte.

Standortverlauf Lg

Dienstag, 14. Aug 2018, 8:17 Uhr — Nicolas
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  • Und irgendwo ist noch die Funktion „Dienst verwenden“ aktiv, die als Grund dafür genommen wird, um weiterhin alle Daten hintenherum zu sammeln.

  • Liebes iFun Team,

    Warum muss jeder Kommentar von mir zuerst geprüft werden?
    Bis vor rund zwei Monaten war dem nicht so. Was ist der Grund, dass dem so ist?

    Liebe Grüsse
    Mike

    • Wir mussten den Spam-Filter (vor allem bei mobil abgegebenen Kommentaren) strenger einstellen, um euch und uns das Leser zwilichtiger Hacker-, Viagra, und Spam-Angebote zu ersparen.

      • Gute Angebote? ;-)

      • Hat nicht jedes mobile Geräte in Eurer App eine ID oder so ähnlich? Kann man hierüber nicht einfach nach x Beiträgen den Kommentar automatisiert zulassen? =>>> natürlich ohne zu wissen was hier wirklich so an Spam Kommentaren abgeht. War gerade nur mein Gedanke.

      • yves: Gute Idee, allerdings ordnen wir Geräte und hinterlegte Kommentar-Name nicht einander zu, um hier gar nicht erst in irgendwelche Datenschutz-Fettnäpfchen treten zu können. Zudem kontrollieren wir auch keine E-Mail-Adressen (kannst auch [email protected] in den Einstellungen eintragen) was Deinen Vorschlag leider nicht realisierbar macht.

      • Viele Dank für die Info. Was können wir tun, damit ihr wisst, dass unsere Kommentare keine Spams sind?
        Gerade bei mir kommen die Kommentare von x verschiedenen Geräten und Browsern.

      • Visitation? Solch Spam gibt es noch? :D

      • Äh Via gra sollte das heißen. Komisch

      • Vielleicht hilft Visitation besser als Viagra?
        :)

    • Ist bei mir schon immer so. Dachte das sei normal

  • Wenn ich allen Google Diensten den Zugriff nur bei Verwendung der App gestatte, dann dürfte das doch auch nur dann Standortdaten generieren, wenn eine Google App auch genutzt wird, oder? Zumindest bei iOS.

    • ja, Apple ist da ziemlich strikt und erlaubt keine Ortung „im Hintergrund“. Generell sind wohl keine Hintergrundaktivitäten erlaubt, die die explizite Erlaubnis des Nutzers brauchen (d.h. alle Daten, die bei Einstellungen -> Datenschutz an-und ausschalten kannst.)
      iOS ist in dem Punkt einfach besser aufgestellt und hat Privacy by Design.

      • Du weißt aber nicht was die selber alles im Hintergrund orten, denn Wetter, Karten und Co haben ja mehr Funktionen und Erlaubnis als Drittanbieter Apps.

    • Na, im Artikel ist das anders beschrieben. Lies in mal aufmerksamer ;)

      • @Deformator hast du dir denn mal deine Timeline angeschaut, insofern du überhaupt Google nutzt?

        Ich habs gerade mal gemacht und war überrascht, dass meine Timeline aktiv war, hatte ich die Nutzung des Standortverlaufs doch schon einmal deaktiviert und untersagt. Hatte aber zwischenzeitlich mal wieder einer Google Android Gerät für etwa 1,5 Jahre genutzt und siehe da, da muss ich doch glatt mit einem Update den Standortverlauf wieder erlaubt haben.

        Lässt sich allerdings auch wunderbar in der Timeline nachvollziehen, seit wann ich wieder ein iOS Gerät nutze. Da hat Google nämlich scheinbar keine Daten von mir vorliegen. Somit scheint Google unter iOS wirklich nicht permanent funken zu dürfen.

        Ich schätze es so langsam immer mehr, wieder iOS Geräte zu nutzen!

  • Es ist schon sehr frustrierend. Ich hatte immer noch einen letzten Funken Hoffnung, dass meine Daten bei Apple besser geschützt sind. Da hat man allen neuen Features bei Google Maps widerstanden und sein Google Konto nicht angegeben. Auch im Browser habe ich darauf geachtet, meinen Google Account nicht zu aktivieren. Google App hatte ich noch nie installiert. Und trotzdem schafft die Datenkrake es an die Daten zu kommen.
    Da versucht man ständig der Datensammelgier zu entgehen und schafft es am Ende trotzdem nicht. Einfach nur frustrierend.

    • Du hast den Artikel verstanden?
      Du weißt aber auch welche Daten den Smartphone im Hintergrund wirklich speichert und kannst diese einsehen und löschen?

    • Hä? Was hat das mit Apple zu tun? Kannst ja Google Maps löschen, ist ja dein Ding welche Apps du runterlädst und nicht Apples. Ausserdem kannst du in den Einstellungen die Ortungsdienste für jede einzelne App verwalten und entsprechend ein- oder ausschalten. Bisschen Verantwortung muss der Nutzer schon selbst übernehmen und das nicht Apple alleine überlassen. Und wenn du dich schon nirgends mit deinem Google-Konto einloggst, wie sollen dann Daten, die evtl. gesammelt werden, dir zugeordnet werden? Glaube manche haben vor lauter Datensammelphobie den Überblick verloren.

    • Google braucht deinen Login nicht, um zu wissen, das du es bist. Browser ID, Geräte id uvm, super Cookies auf dem Laptop usw.

      Auf ein Apple Gerät gehört keine Google App und auch als Suchmaschine habe ich die Ente zum mitnehmen eingestellt.

      Wenn es einem wichtig ist, soll man sich auch entsprechend verhalten.

      Meine Timeline ist fast leer.

      • „Google braucht deinen Login nicht, um zu wissen, das du es bist.“ Dass Google über Browser, Cookies etc. bestimmte Daten auslesen kann, ist mir auch klar. Diese Daten können aber nur deinem Google Konto zugeordnet werden, wenn du in deinem Google Konto eingeloggt bist und z.B. eine Geräte ID deinem Namen zugeordnet werden kann. Nicht eingeloggt, folglich keine persönlichen Daten. Was Google mit „nichtpersonalisierten“ Daten macht, ist mir eigentlich wurscht. Ich leide nicht an einer Datensammelphobie. Ausserdem kann ich mir jederzeit eine Google Konto mit falschem Namen anlegen.

      • Meine Timeline ist nicht nur fast leer, sondern vollständig leer.

  • Seit ich das vor einigen Wochen deaktiviert habe, hat die Qualität der Werbung spürbar abgenommen und fühlt sich weniger zugeschnitten an. Gibt es sowas eigentlich auch für Amazon und Facebook?

  • Tut mir leid aber das steht genau so da wenn ich den Kram deaktiviere. Da kann sich niemand beschweren und mal ehrlich das ein Standort abgefragt und auch irgendwo gespeichert werden muss wenn ich eine Karten App öffne liegt wohl auf der Hand. Das gleiche beim Wetter oder soll zufällig irgendein Ort genommen werden.
    Das lustige ist ja eher das hier dank der Transparenz alles einsehbar ist, andere Firmen erlauben keine Detailansicht was gespeichert wird, da weiß niemand genau was passiert.

    • „mal ehrlich das ein Standort abgefragt … wohl auf der Hand.“
      Sehe ich anders. Wenn ich meinen Standort nicht preisgeben will, muss ich mit Einschränkungen leben. Also meinen Standort manuell suchen.
      .
      „Das gleiche beim Wetter oder soll zufällig irgendein Ort genommen werden.“
      Auch hier kann ich manuell sagen, über welchen Standort ich das Wetter wissen will. Wohne in ABC, bin in DEF und will über XYZ das aktuelle Wetter wisse.
      .
      Ja, dank Transparenz wissen wir mehr. Und bei den anderen Firmen, die intransparent sind, kann man anfragen. Dank DSGVO noch einfacher.

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