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Horizont-, Galerie-, Staffelei-, und Architekturmodus

Echtzeit-Perspektivkorrektur: Foto-App „Gimbse“ generalüberholt

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14 Kommentare 14

Was die Foto-App Gimbse bzw. ihre Empfehlbarkeit angeht sind wir hin- und hergerissen: Auf der einen Seite hält Gimbse ihr Versprechen und ist die einzige uns bekannte iPhone-Applikation, die eine unglaublich fein konfigurierbare Echtzeit-Perspektivkorrektur anbietet, auf der anderen Seite ist der 5-Euro-Download ein Unitasker, der auf unseren Geräten eben so selten zum Einsatz kommt wie der Bananenschneider in einer (zu) gut sortierten Küche.

Unitasker

Trotzdem: Gimbse hat ein knackiges Alleinstellungsmerkmal und verdient sich mit der gerade veröffentlichten Runderneuerung seiner Benutzeroberfläche eine gesonderte Erwähnung.

Gimbse setzt sich aus den Wörtern „Gimbal“, einer Aufhängung zum Ausbalancieren von Kameras, und „Glimpse“ (Englisch für Blick) zusammen. In Deutschland entwickelt, bietet die App mehrere Modi zur Live-Perspektivkorrektur an, die als Augmented Reality in Form eines Rahmens direkt im Bild der Kamera visualisiert werden.

Alle Arten der perspektivischen Anpassung erfolgen in Echtzeit, wodurch keine Nachbearbeitung mehr erforderlich ist. Wer will kann zudem automatische Vorher-Nach-Fotos zur Aufnahme anfertigen lassen, die die eigentliche Perspektive und die automatisch angepasste nebeneinander Zeigen.

Gimbse Uebersicht

Entwickler Christian Kappertz erklärt:

Gimbse Foto beinhaltet insgesamt vier Modi für die perspektivische Anpassung von Fotos. Im Horizontmodus wird das Foto automatisch gedreht, sodass der Horizont stets waagerecht erscheint. Vergleichbar ist dies mit der Wasserwaagen-Funktion, die in vielen Kameras verfügbar ist.

Innovativ ist besonders der sogenannte Architekturmodus. Hier wird ein Foto waagerecht ausgerichtet und perspektivisch so korrigiert, dass senkrechte Linien des Motivs auch im Bild senkrecht erscheinen. Stürzende Linien werden also vermieden. Dies war bisher nur durch manuelle Nachbearbeitung in entsprechender Software möglich.

Im Galeriemodus erfolgt dieselbe Korrektur wie im Architekturmodus, jedoch kann das Foto zusätzlich um die Hochachse gedreht werden. Auf diese Weise ist es möglich, Bilder „von vorne“ zu fotografieren, obwohl der Nutzer seitlich zum Motiv steht. Der Staffeleimodus arbeitet wie der Galeriemodus, ermöglicht aber zusätzlich die Nutzung eines schiefen Bezugssystems – wie beispielsweise ein Gemälde auf einer Staffelei. Dank dieser Funktion können Nutzer das Motiv aus jedem Winkel wie „von vorne“ fotografieren.

Die App kommt mit umfangreichen Hilfe-Texten – diese werden, ob der wenig intuitiven Oberfläche, jedoch auch benötigt. Insgesamt bietet der 4,49 Euro teure Download 19 Tasten in seinem Aufnahme-Bildschirm an, die erst mal nicht beschriftet sind.

Info Text Gimbse

Laden im App Store
Gimbse Kamera
Gimbse Kamera
Entwickler: Christian Kappertz
Preis: 4,99 €
Laden
Dienstag, 14. Aug 2018, 10:07 Uhr — Nicolas
14 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Völlig Eurer Meinung. Viele Foto-Apps sind zwar in einer speziellen Sache gut, aber eben nur da und ich erinnere mich dann im Zweifel auch gar nicht mehr daran, diesen Spezialisten zu haben.
    Daneben leiden alle Foto-Apps daran, dass man sie leider nicht gegen die Original-App tauschen kann und damit der Schnellzugriff nicht gegeben ist.

    • Leider ein systematisches Apple Problem.
      So hält man die Konkurrenz fern. Egal ob beim Wecker, beim Webbrowser oder bei der Kamera.

      Das ist das, was am iPhone am meisten nervt.

      • Eine immer wieder gerne gemachte Behauptung. So wie die, dass Apple alte Iphones extra langsamer macht, damit man sich ein neues Gerät kauft. Natürlich kann ich Dir nicht das Gegenteil beweisen, genauso wenig wie Du sachliche Argumente finden wirst, die Deine These untermauern.
        Apple verkauft Konkurrenzprodukte. U.a auch alternative Webbrowser. Aber es bleiben Drittanbieterapps, die nicht Teil des Betriebssystem sind, weswegen ein Austausch nicht in jedem Fall ohne Weiteres möglich ist. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Viele Drittanbieter bieten aber Widgets an, über die ich mindestens genauso schnell z.B. eine Kamera-App starten kann wie aus dem Controlcenter.

      • @WolfS

        Leider irrst Du in vielen Teilen Deiner Ausführungen gewaltig …

        „Aber es bleiben Drittanbieterapps, die nicht Teil des Betriebssystem sind, weswegen ein Austausch nicht in jedem Fall ohne Weiteres möglich ist.“

        Die Default-Apps zu setzen, geht auf jedem anderen Mobil- als auch Desktop-Betriebssystem, soll aber beim Marktführer technische Gründe haben … und die Kinder bringt der Storch.

  • Einfache und(!) intuitive Perspektiv-Korrektur geht auch mit Snapseed ganz wunderbar. Das taugt zudem auch sonst als sehr ordentliche Bildbearbeitung für unterwegs und kommt dazu auch noch für lau. Für solche Spezialisten wie Gimbse dann noch mal extra 4,49Eur auszugeben wird sich wohl nur für die wenigsten lohnen

    Wer mehr will: detaillierte Bildbearbeitung geht an PC/Mac immer noch am besten.- oder alternativ mit Affinity Photo auf dem iPad

  • Christian Kappertz

    Gimbse ist eine vollständige Kamera-App mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten für Belichtung, Weißabgleich, Fokus etc.
    Die Live-Perspektivkorrektur ist natürlich DAS Alleinstellungsmerkmal, weswegen diese auch besonders herausgestellt wird. Es handelt sich hierbei nicht um eine Bildbearbeitung, sondern um die sofortige und automatische Berechnung eines perspektivisch korrekt korrigierten Bildes, sobald man den Auslöser drückt!
    Abgesehen davon kann man Gimbse aber auch ganz normal als Kamera-App nutzen und sich üben den intelligenten Weißabgleich, die Belichtungskompression u. a. Features freuen.

    • Perspektivkorrektur ist am iPhone immer eine Bildbearbeitung, ob nun nachträglich oder direkt während der Aufnahme durch eine App ist Geschmackssache. Das iPhone hat kein Tilt-Shift-Objektiv und deshalb sind solche Funktionen nur per Software und via Neuberechnung möglich. Es aber aus meiner Sicht sicher qualitativ sinnvoller die Nachbearbeitung erst NACH der Aufnahme mit einem Programm vorzunehmen, als während der Aufnahme – einfach schon, weil man die Ruhe und Möglichkeit hat mehrere Versuche zu starten

    • Gekauft und für wirklich gut befunden. Aber sie ist nicht für das iPhone X angepasst, allerdings sieht das auf den Screenshots oben ganz anders aus…
      Wird das noch nachgereicht?

  • Charles Dickens

    Eine App für Fotografen, die etwas mehr kann als normale Foto-Apps – ein deutscher Entwickler, der persönlich kommentiert – und das alles für einen Preis, der etwas über dem von einem Bier (bzw. eines Cappuccinos) liegt: na, das teste ich doch mal!

  • Nicht dasselbe aber vielleicht für jemanden von euch nützlich: die iOS Notiz App bietet ebenfalls automatische Perspektivenkorrektur. In einer Notiz auf ‚+‘ tippen und ‚Dokumente Scannen‘ auswählen. Benutz ich oft wenn ich Fotos von Präsentationen mache, da dann automatisch (auch bei schräger Perspektive) nur die Leinwand ‚von vorne‘ gespeichert wird. …ist einfacher als mitzuschreiben ;)

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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