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Kontrollmeldungen in Echtzeit

FreiFahren: Berliner App warnt vor Ticketkontrollen

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Die Berliner Initiative FreiFahren bietet eine App an, die Fahrgäste vor gemeldeten Ticketkontrollen im öffentlichen Nahverkehr warnt. Nutzer tragen Kontrollen mit Station, Linie und Fahrtrichtung ein. Die Angaben erscheinen anschließend auf einer Karte und werden alle paar Sekunden aktualisiert. Standardmäßig zeigt die Anwendung Meldungen der vergangenen Stunde.

Freifahren App

FreiFahren funktioniert derzeit für U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn in Berlin. Busse sind nicht berücksichtigt. Neben den direkten App-Meldungen fließen Angaben aus einer Telegram-Gruppe ein, deren Nachrichten automatisiert ausgewertet werden. Nach Angaben des Vereins kamen innerhalb von sieben Tagen zuletzt 3.518 Kontrollmeldungen zusammen. Die U6 führte die Statistik mit 272 Hinweisen an.

Meldungen ohne Benutzerkonto

Für die Nutzung ist keine Registrierung erforderlich. Standortdaten sollen auf dem Gerät verbleiben und lediglich dazu dienen, nahe gelegene Stationen anzuzeigen und Meldungen auf Plausibilität zu prüfen. Eine Kontrolle kann nur gemeldet werden, wenn sich das Gerät höchstens rund 1,5 Kilometer von der ausgewählten Station entfernt befindet. An den Server übermittelt die App nach Vereinsangaben Station, Linie, Richtung und Zeitstempel.

Gegen Missbrauch setzt FreiFahren unter anderem auf Mindestabstände zwischen eigenen Meldungen, Spamfilter und weitere interne Prüfungen. Vollständig ausschließen lassen sich Falschmeldungen damit ausdrücklich nicht. Die Anwendung ist kostenlos und wird über freiwillige Spenden finanziert. Neben der iPhone-App steht eine Web-App bereit.

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Dass digitale Fahrscheine und Kontrollen immer wieder für Reibung sorgen, ist in Berlin nicht neu. Bereits 2017 führte die damals geltende Zwei-Minuten-Regel für Handytickets zu Diskussionen. Später ersetzten BVG, VBB und Deutsche Bahn den Countdown durch einen 60-sekündigen Blackout frisch gekaufter Tickets.

BVG beobachtet Entwicklung aufmerksam

FreiFahren versteht sich selbst nicht nur als technische Plattform, sondern als Initiative gegen Ersatzfreiheitsstrafen wegen Fahrens ohne Fahrschein. Der Verein verweist auf Menschen, die Geldstrafen nicht bezahlen können und deshalb im Gefängnis landen. Gleichzeitig positioniert sich die App damit zwangsläufig gegen die Interessen der Verkehrsbetriebe.

Freifahren Web 1 2500

Die BVG kritisiert das Angebot entsprechend deutlich. Gegenüber dem Rundfunk Berlin Brandenburg bezeichnet sie die App als Unterstützung unsolidarischen Verhaltens zulasten zahlender Fahrgäste. Das Unternehmen beobachte die Entwicklung und prüfe fortlaufend, ob rechtliche Schritte infrage kommen. Nach Angaben der BVG entgehen ihr durch Fahrten ohne gültigen Fahrschein jährlich Einnahmen von rund 20 bis 25 Millionen Euro.

Unklar ist zudem, wie lange die iPhone-App im App Store verfügbar bleibt. Aktuell weist FreiFahren seine Nutzer bereits auf eine mögliche Entfernung hin und empfiehlt vorsorglich die Web-App.

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Freifahren
Freifahren
Entwickler: Moritz Amando Clerc
Preis: Kostenlos
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17. Aug. 2026 um 14:24 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    111 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Wie wäre es mit Rampen, wie in England. Dann müsste jeder einen Ticket kaufen und die Preise müssten auch nicht zu hoch sein. Es gibt keine Schwarzfahrer mehr.

    • Wie wäre es mit kostenfreiem Nahverkehr, wie in Luxemburg?

      Das ist auch ein Segen für jeden Touristen, der sich nicht mehr mit den Tarifzonen beschäftigen muss. „In“ Berlin liegt z. B. der Flughafen knapp außerhalb in Zone C. Da kann man vor der Abflug nochmal schön abkassieren.

      • Das pro Kopf BIP von Luxemburg liegt bei 250 Prozent des hiesigen. Davon ab ist das Netz nicht wie unseres fragmentiert und es wird kein eigener Fernverkehr betrieben, womit dieser untergeordnet läuft. Zwar wäre ein kostenloser ÖPNV auch in Deutschland grundsätzlich realisierbar, allerdings sind Deutschland und Luxemburg schwer vergleichbar. Nun gut, neben Luxemburg, das Arbeitsleistung sowie Sparanlagen abschöpft und soziale Risiken ins Ausland verlagert, gibt es abseits der Steueroase Malta allerdings auch kein weiteres EU Land, das einen kostenlosen ÖPNV hat. Insofern gibt es schlichtweg keinen wirklichen Vergleich.

      • …und ab 10 Fahrten gibt es kostenlosen Champagner….

    • Wurde diskutiert, steht jedoch in keinem Verhältnis.

      • Warum steht er in keinem Verhältnis?
        Tallinn hat auch kostenlosen ÖPNV. Ist günstiger für die Stadt wenn alle Öffis fahren.
        Und in Tokyo kannst Du für ein Euro in einem Netz fahren das mehr als zehn mal so groß ist

      • In Tallinn ist der ÖPNV nur für Einwohner der Stadt kostenlos.

    • Rampen?
      Du meinst Drehkreuze!
      Die haben wir in Istanbul.
      Karte hinhalten und du bist drinnen bei U-/S-Bahn, bei den Bussen beim Fahrer die Karte lesen lassen, selbstverständlich ohne Drehkreuz.
      Aber in jeder Stationseingang steht ein Aufsicht bei den Drehkreuzen. Teuer für den Verkehrsbetrieb aber keine Schwarzfahrer.
      Nebenbei, ab 65 kostenlos.

      • Da das System vernetzt ist, merkt es automatisch wenn man umsteigt und ändert den Preis.

  • Schwarzfahren endgültig abschaffen!!!

    • Kostenloser ÖPNV wie Luxemburg?
      Wo kämen wir denn mit solch sozialistischen Ideen hin?!
      Schau dir Luxemburg mal an … was, denen geht es sogar besser als uns? Verdammt!

      • Die Luxemburger benehmen sich vielleicht besser. Hauptargument gegen Gratis-ÖPNV ist ja, dass Vandalismus, Verschmutzung etc. zunimmt. Werden etliche ihren Rausch im Zug ausschlafen statt auf der Parkbank.

      • Woran könnte das liegen? Höheres BIP, kleinere Bevölkerung, kleinere Fläche, deutlich einfacheres Netz?

    • Constantin Opel

      Dein monatliches Gehalt – endlich abschaffen!!!

  • Schwarzfahren jetzt Endkriminalisieren!!
    Tolle Initiative, bitte auch für München, oder besser ganz Deutschland.

    • Was bedeutet genau Endkriminalisieren?

      • Was heisst Endkriminalisieren? Aktuell is Schwarzfahren eine Straftat!
        Wenn du wegen Schwarzfahrens nach § 265a StGB rechtskräftig verurteilt wirst, bist du im juristischen Sinne vorbestraft!

    • Wieso Entkriminalisieren? Arbeitest du umsonst bzw. kostenlos? Mit welchem Recht willst du eine Erschleichung von Leistungen legalisieren? Ob man dafür als Ersatzleistung unbedingt eine Haftstrafe antreten bzw. verhängen muss steht auf einem anderen Blatt Papier und kann gerne in Frage gestellt werden!

      • Es geht dabei darum, dass diejenigen, die sich das Ticket nicht leisten konnten, um ihr Grundbedürfnis nach Mobilität zu stillen, auch das „erhöhte Beförderungsentgelt“ nicht zahlen können und dann in Ersatzhaft kommen.

        Die Ersatzhaft kostet den Steuerzahler jeden einzelnen Tag mehr als das erhöhte Beförderungsentgelt … vom Ticket ganz zu schweigen.

        Mein Traum wäre ein kostenfreier ÖPNV wie in Luxemburg. Natürlich arbeitet da niemand umsonst. Der Staat trägt die Kosten. Das ist eine Umverteilungsmaßnahme von oben nach unten und somit eine Maßnahme gegen die immer stärkere Schere von arm und reich, die in Deutschland zwar oft benannt, aber nicht bekämpft wird.
        Die Folgen sehen wir demnächst wieder an den Wahlurnen.

      • Wozu diese Belehrung? Kannst du das Gelesene nicht verarbeiten? Ich habe doch geschrieben, dass man wegen der Ersatzhaft gerne darüber diskutieren kann, das beinhaltet aber nicht das Schwarzfahren zu legalisieren. Warum soll eigentlich ÖPNV kostenlos sein? Ist Strom, Wasser oder Müllabfuhr kostenlos? Umverteilung und Enteignungen, dass sind Linke ihre Träume. Am besten wir schaffen die Leistungsgesellschaft ab!?

      • Immer diese dumme Antwort: arbeitest du umsonst? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

      • Immer dieses unsinnige Umverteilen von oben nach unten. Wenn denjenigen, die etwas leisten und eventuell auch Arbeitsplätze schaffen, immer mehr weggenommen wird, dann machen die das nicht mehr. Dann gibt es auch keine Arbeitsplätze mehr und dann gibt es auch nichts mehr zum umverteilen. Wer eine Leistung in Anspruch nimmt, muss sie auch bezahlen. Wenn der Staat bezahlt, dann zahlen alle, die eine Leistung erbringen für die, die keine Leistung erbringen.

      • Für diejenigen die es sich nicht leisten können gibt es das SozialTicket

      • dude wir haben ein 60€ Ticket in dem du in Ganz deutschland den Nahverkehr nutzen kannst. ich hab damals in der Ausbildung von meinen 260€ „Lohn“ ein Ticket für 90€ im Monat gebraucht und hab auch überlebt. So wie du schreibst könnte man meinen das jede angefahrene Haltestelle 25€ kostet und die Leute die Kein Ticket haben von Schlägertrupps ausm Fahrenden Zug geworfen werden.

  • Das Leute ins Gefängnis sollen die nicht bezahlen können finde ich auch nicht i O,
    da gibt es sicherlich andere Möglichkeiten.
    Aber für eine Dienstleistung nicht bezahlen zu wollen es auch nicht o.k.

    • Lösung: Kostenloser ÖPNV wie in Luxemburg. Beim 9€-Ticket hatte ich kurz die Hoffnung, dass wir auch dorthin kommen.

      • Was hast du immer mit deinem bescheuerten Luxemburg? Das ganze Land hat 600.000 Einwohner, einen Bruchteil von Berlin. Immer diese Äpfel und Birnen-Vergleiche…

  • Geht’s noch…?!?

    Was kommt als Nächstes? Eine App die dir Ladendetektive und Standort der Kameras im Supermarkt anzeigt… für unbeschwertes Klauen!
    Halt! Noch besser: Polizeistreifen und deren Auslastung in Echtzeit. Dann muss sich der geneigte Intensivtäter beim Überfall keine Sorgen mehr machen.

    Warum geht hier keiner dagegen vor? Aber wehe man Verunglimpft auf nem Plakat einen Spitzenpolitiker… da steht die Spezialeinheit im Garten

    • Was gibt es schon lange? Z. B. Apps die Blitzer anzeigen, damit sich jeder unbeschwert sich über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegsetzen kann: Die weitaus meisten Unfälle entstehen durch zu schnelles Fahren. Auch hier wird versucht, sich der sinnvollen Kontrolle zu entziehen. Aber sobald man so etwas schreibt, wird man niedergebrüllt.
      Ich hole mir nun Popcorn wegen der erwarteten Antwortkommentare …

      • Danke Oli!

      • Seh ich genauso. Sobald hier ein neuer Blitzer Tag vorgestellt wird gibt es Jubel aber sowas ist verwerflich?
        Andernorts wird man im Öffentlich Raum präventiv überwacht und kann sich nicht dagegen wehren. Alles unter dem Denkmantel der Sicherheit. Beim umgekehrten Prinzip ist es OK. Der öffentliche Nahverkehr sollte entsprechende Zutrittskontrollen und vernünftige Preise anbieten. Dann wäre der Aufschrei und diese App nicht nötig. Wie das in Europa geht zeigen unzählige andere Städte.

      • +1.

        Ich erinnere mich an hanebüchene Begründungen, man wolle Autofahrer „vor Rechtswidrigkeiten bewahren“, unfassbar. Wieviele Raser schreiben hier regelmäßig, wie toll diese Warn-Apps doch seien?!

        Also: das Warnen vor Kontrollen ist nicht strafbar, gab es schon zu alten Twitterzeiten (RIP). Nun, in Zeiten eines D-Tickets braucht man das eigentlich nicht mehr.

        Die ärmsten der Armen aber, die sich auch dieses Ticket nicht leisten können, während sie immer mehr aus den Innenstädten vertrieben werden, also zwingend mobil sein müssen, gehören weder ausgeschlossen, noch kriminalisiert.

        Da es hierfür leider noch immer keine vernünftige politische Lösung gibt, finde ich diese App völlig in Ordnung, bewahrt sie betroffene Menschen doch davor, nur weil sie arm sind ins Gefängnis zu müssen.

      • Apps gegen Blitzer sind eigentlich mittlerweile verboten. Möchte kein Öl ins Feuer gießen und nutze sowas nicht. Versuche mich auch immer an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Nur manchmal auf der Autobahn frage ich mich, gilt die Begrenzung noch? Weil anscheinend alle schneller fahren…

        Aktiv mal um Thema. Würde man den Dschungel an Tarifen einfach abschaffen und pro Fahrt bzw. Strecke berechnen, wäre es günstiger und transparenter. Bei uns gibt es Zonen-Tickets, einfache Fahrt, oder Zeit Tarife. Ich möchte nicht wissen, wie viele hier in den falschen Tarif investieren und der Schwarzfahrt bezichtigt werden, obwohl sie versuchen alles richtig zu machen.
        In Asien gibt es z. B. keine Zonen-Tarife oder sowas. Man checkt ein und beim Verlassen am Zielbahnhof wird die Strecke berechnet.
        Ich bin z. B. öfters in Nürnberg mit meiner Familie. Fahre gerne U-Bahn. Möchte aber nur einmal rein und einmal raus fahren. Ich nutze ein „Familien-Ticket“ für den ganzen Tag, was entsprechend teuer ist. Wieso gibt es kein Ticket, was nur von A nach B und von B nach A gilt? Ich fahre ja nicht den ganzen Tag mit der U-Bahn. Also fühle ich mich immer etwas abgezogen.

        Ich sehe einerseits die hohen Preise, andererseits die Undurchsichtigkeit der Tarife als Fehlerquote an. Durch günstige Preise pro Strecke / km würden die Schwarzfahrten ruckzuck reduziert.

        Was wird jedoch passieren? Es wird durch diese App mehr Kontrollen geben, also mehr Kontrolleure die dann mehr Geld brauchen. Also werden die Preise noch weiter steigen. Das ist aber nicht der App geschuldet, sondern dem System. Schwarzfahren wird ermöglicht durch einfachen Zugang und zu wenig Kontrolle + zu hohe Preise.

      • Ach, ich sehe schon, wird wieder erst morgen freigeschaltet… *rolleyes*

      • Das stimmt so nicht mit dem zu schnellen Fahren! Was ist zu schnelles Fahren?

      • Sorry, der (zu erwartende) Vergleich hinkt gewaltig. Ja, auch ich nutze die Blitzer App regelmäßig, aber:

        Als Autofahrer habe ich bereits einen sehr hohen Kostenfaktor. Zum einen zahle ich das Fahrzeug an sich über Kauf oder Leasing. Des Weiteren die Energiekosten in Form von Benzin/Diesel oder Strom. Dann etwaige Schadensersatzforderungen und Reparaturleistungen, die Haftpflichtversicherung. Und ich zahle auch (sofern es von der Regierung denn richtig eingesetzt wird) den Bau und Erhalt der Infrastruktur mit der Kfz-Steuer und LKW-Maut.

        All das soll der arme, arme Schwarzfahrer natürlich für lau bekommen. Straßenbahn-, Zug-, UBahngleise, die Züge an sich, deren Instanthaltung, die sonstige Infrastruktur wie Bahnhöfe und Haltestellen, die Sicherheit und der Energieaufwand bei und in all diesen Bereichen und letztendlich auch der/die Lokfüher/Strassenbahnführer.
        Das Alles zahlt am Besten die Wohlfahrt. Oder Halt… noch besser… der Steuerzahler. Ich zahle doch gern mit meinen Steuern noch etwas weiteres, das ich persönlich nie nutze. Der urbane S-Bahn Fahrer ohne Auto zahlt ja schließlich im Sinne der Gleichstellung für mein Auto mit. Oder etwa nicht?

        Unfassbar

      • Denkfehler: die ärmsten der Armen nutzten eine App und damit ein Smartphone? Aber fürs Ticket reicht es nicht wa?

      • Aber die haben alle ein Smartphone, trägt sich dann von eingesparten Ticket-Geld?
        So einen Unsinn mit denen zu rechtfertigen die sich kein Ticket leisten zu können ist schon weit hergeholt.

      • @Adon: „Sorry, der (zu erwartende) Vergleich hinkt gewaltig.“ Stimmt. Zu schnelles Fahren gefährdet Menschenleben (Bußgeld), Schwarzfahren per se erst mal nicht (Straftat).
        BTW: Ich finde beides unsäglich. Beide Arten von Apps gehören aus dem Verkehr gezogen, Besitz und erst recht Einsatz sollte entsprechend bei beiden sanktioniert werden.

  • Klar ist schwarzfahren kein Kavaliersdelikt, aber ich persönlich finde, die Tatsache der Androhung auf Gefängnis, bei nichtbezahltem Bußgeld, völlig absurd. Die Gesetzesreglung stammt noch aus der nationalsozialistischen Vergangenheit und gehört abgeschafft.

    • Das hast du auch bei Falschparken, etc., wenn du es eskalieren lässt und nicht zahlst!

      • Das ist so falsch: Schwarzfahren ist nach § 265a StGB eine Straftat und nicht einfach eine Ordnungswidrigkeit. D.h., Schwarzfahren kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden, dagegen OWI nur mit Geldbuße.

      • Noch dazu hat es beim Falschparken finanziell zumindest für ein Auto samt Steuern, Versicherung, Sprit und TÜV gereicht. Betroffene im ÖPNV sind oft mittellos und sitzen dann auf Kosten der Steuerzahler ein – das kostet über 100 € täglich!

      • @Marcel: Mittellose müssen in aller Regel und den meisten Großstädten, die ich kenne, eben nicht gezwungenermaßen schwarzfahren. Es gibt Sozialtickets, deren Kosten die Kommune für Bedürftige übernehmen.

        Generell ist das Schwarzfahren aus Bedürftigkeit ein sehr kleiner Prozentsatz. Quelle Statista: https://de.statista.com/infografik/32133/gruende-fuer-das-schwarzfahren/

        Von daher: Die, die es sich wirklich nicht leisten können, sollte man unterstützen – ganz klar. Aber die ganzen anderen Gründe sind nichts anderes als ein Ladendiebstahl auch (der übrigens ebenfalls bei wirklich Bedürftigen eine Straftat ist, auch wenn sie sich die Butter sonst nicht leisten können).

        Von daher sehe ich es weiter so, dass Schwarzfahren ebenso eine Straftat ist wie „Mundraub“, also der Klau von Waren im Geschäft, weil man sonst Hunger hat und sich das Essen nicht leisten kann. Und so gesehen ist diese App wie eine App, in welchen Geschäften gerade kein Detektiv aufpasst: Anleitung zum Begehen einer Straftat.

      • Oh, zwei mit gar meiner Ahnung! Macht euch mal schlau, was passiert, wenn ihr euer Parkticket vehement nicht zahlt! Da ist’s egal, ob (V)OWi oder nicht! Bitte erst Schlau machen, dann schreiben …

    • Ahh, nur weil man es zu einer gewissen Zeit geregelt hat ist es also per se falsch. Na dann weg mit der Straßenverkehrs-Ordnung und wild west auf den Straßen.

  • Ohne Worte.

    Apple sollte die App sofort löschen.

  • Ist mir unsympathisch, wenn eine App Ordnungswidrigkeiten ermöglichen soll. Wer sich für Gratisfahrten im ÖPNV einsetzt, sollte sich politisch dafür engagieren aber nicht das Bescheißen fördern.

  • Weiss nicht so recht was ich davon halten soll. Hier wird eindeutig darauf abgezielt die Gemeinschaft zu schädigen. Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken wie in vielen Städten an den Eingängen Zugang sperren zu installieren. Es ist glaube ich auch schwer vergleichbar mit den Blitzer apps.

  • Wie deppert ist das denn ? Unglaublich…

  • Mag sein, dass ich zu den liberalen Menschen gehöre und mich womöglich hier dem Spot und Hohn aussetze.
    Dennoch… ich find’s zwar wirklich provokativ, aber letztlich eine gute Aktion und zwar aus dem alleinigen Grund, dass das Verhältnis unangemessen ist. Strafe=ja, aber doch kein Knast!!
    Und wenn Institutionen anders nicht zur Einsicht kommen, dann, ja dann muss es eben wieder einmal mehr vom Volk ausgehen bzw. in diesem Fall von Entwickler und Community ;-)
    Natürlich kann darüber unendlich diskutiert werden, aber wie gesagt, die Verhältnismäßigkeit macht’s!!

  • Ich hoffe das hier schnell ein Riegel vorgeschoben wird.

  • Demnächst auch als Politessen-Edition

  • Rechtlich ist das Beihilfe zum Erschleichen von Leistungen, was die App eigentlich illegal und die Betreiber und Melder zu Mittätern macht …

  • Ich glaube nicht, dass man sich wirklich auf die angezeigten Infos verlassen kann (die Kontrollen sind ja nicht stationär), denke aber dass man andere Möglichkeiten finden sollte die soziale Teilhabe auch am ÖPNV zu ermöglichen und Schwarzfahren effektiv mit entsprechenden Maßnahmen zu verhindern. Bei der BVG arbeiten doch sicher ein paar schlaue Köpfe die auch notfalls mal bei anderen Städten schauen können wie es funktioniert. Warum macht man nichts? Kein Geld? Solche Apps entstehen nicht ohne Grund.

  • Ich würde jedem raten, sich gut zu überlegen, ob er das nutzt… Abgesehen davon, dass es der Gesellschaft gegenüber asozial ist.

    § 27 StGB Beihilfe

    (1) Als Gehilfe wird bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat.

    (2) 1Die Strafe für den Gehilfen richtet sich nach der Strafdrohung für den Täter. 2Sie ist nach § 49 Abs. 1 zu mildern.

    • Die Beihilfe dürfte schwer zu beweisen sein, da sie eine rechtswidrige, vorsätzliche Tat voraussetzt. Letzteres ist zwar beim beabsichtigten Schwarzfahren gegeben, aber es muss bewiesen werden, dass sich die Beihilfe für gerade diese Tat bezog oder zumindest einen maßgeblichen Einfluss hatte.
      Es wäre deshalb sehr interessant, wie hier die Gerichte entscheiden werden, wenn der App-Betreiber angezeigt werden würde.

  • Wie kommen die auf einen Verlust von 20 bis 25 Millionen? Sind es nicht eher 100 Mill. oder eine Milliarde?

  • Da kann ich nur schmunzeln. Die BVG hat mich oft genug abgezogen bzw. deren Kontrollschergen. Zb lauert man an Endstationen und kontrolliert Leute die rennend gerade noch so die Bahn erreicht haben. Pech? Vielleicht. Fair? Nein

    • Da muss ich lachen – ohne Ticket noch schnell im die Bahn hüpfen und dann von Abzocke sprechen!

      Deine Entscheidung die nächste Bahn mit gültigem Ticket zu nehmen oder nicht …

      • Insbesondere bei den Berliner Takten.
        Selbst in den Außerbezirken noch besser, als bei uns auf dem Land, wo 2 Stunden beim Bus die Regel sind.

    • Ich schmunzle auch: Bei Zeitdruck mit den Waren schnell an der Supermarktschlange vorbei laufen, um sein Date noch zu erwischen – und dann lauert da der böse Detektiv. Also wirklich – so eine Abzocke!

  • Das 9 Euro Ticket war keine schlechte Idee.

  • Wundert mich etwas, dass „Freifahren e.V.“ nicht auch noch ein gemeinnütziger Verein ist, der aus Steuergeldern finanziert wird.

  • War klar, dass so ein Quatsch wieder in Berlin an den Start geht. Bestimmt mit Steuergeldern. Man gönnt sich ja sonst nichts…

  • Wo sind die ganzen Befürworter von Blitzer-Apps?
    Sie müssten doch diese App ausdrücklich begrüßen!

  • Warum nicht Steuerfinanzierung? Macht man bei jeder Straße. Und da zahle ich auch wenn ich gar kein Auto oder Fahrrad nutze. Außerdem würde man diese unsäglichen Tarifzonen und Kontrollen einsparen.
    Aber ja ich weiß, in Popeneichen an der Schnatter gibt es keine U-Bahn.

  • Schwarzfahrer müssen höher bestraft werden, da sie Sozialschmarotzer sind.

  • Was in Old Germany alles möglich ist…

  • Wo sind denn hier eigentlich die ganzen Verfechter der Regeltreue, die auch immer fleißig unter Berichte zu Blitzerwarnern kommentieren?

  • Das wird sich ganz schnell in Luft auflösen, wenn die Mitarbeiter der BVB Fake Kontrolleure in die App eingeben.

  • Fürchterlich diese App. Damit werden alle geschädigt die brav ihre Gebühren für die Beförderung entrichten. Damit wird nur die Allgemeinheit geschädigt. Am besten jeden Tag Kontrollen ohne Ende eintragen, dann sind alle Strecken rot und die Infos auf der Seite für die Nutzer wertlos!

    Man sollte sich lieber einen Kopf darüber machen wie man den ÖPNV für alle möglich macht, aber durch die Förderung von Schwarzfahren schafft man das nicht.

  • Finde ich total asozial. Am Ende müssen die ehrlichen Fahrgäste dann noch mehr zahlen, damit andere „App-unterstützt“ auf Kosten der Ehrlichen schmarotzen können. Hoffentlich blockt Apple das bald – und Ihr solltet so was auch nicht bewerben!

  • April ist doch erst in 8 Monaten, ich kann nicht mehr :). Da wundert sich einer, dass sich so viele Menschen sich nicht mehr an die Gesetze halten, wenn Menschen mit solchen Apps verführt werden Gesetze zu umgehen. Nichts andres ist das meiner Meinung nach!

  • Leute mit nem IPhone, die sich aber keine Fahrkarte leisten können/wollen. Ich lese, Falschmeldungen lassen sich nicht völlig ausschließen. Wir hätten es ggfs. also selbst in der Hand, in welcher Bahn die fahren und in welcher nicht…..

  • U-Bahn-Züge kaufen, warten, reinigen, Schienen Instandsetzen, Bahnhöfe bauen , sanieren, warten, neue Technik einsetzen, all das kostet Geld. Gleiches gilt im übertragenen Sinne für Busse (die zwar keine Schienen brauchen, aber deutlich kürzer nutzbar sind) und für Trambahnen.

    Wer schwarz fährt, trägt nichts dazu bei, das zu erhalten, ist also per Definition unsozial, ergo asozial.

    Solche Apps sind für mich ein gutes Beispiel, wie egoistisch manche Leute agieren und damit meine ich sowohl die Programmierer als auch die Nutzer.

  • Zum Trollen nicht geeignet. Die App braucht Standortfreigabe, damit man überhaupt was melden kann. Somit für mich nutzlos ;)

  • In Luxemburg würde sich kein Mensch für so eine App interessieren.
    Die ÖPNV’s sind dort alle kostenfrei nutzbar.
    Könnten wir auch haben, würde die Bundesregierung zur Belebung von ÖPNV bekennen.
    Erscheint mir sinnvoller investiert als 500 Milliarden in die Rüstung.

    • Steuergeld dafür fällt aber nicht vom Himmel. Es muss von Leistungsträgern erwirtschaftet werden.

    • Die 500 mrd sind dafür gedacht, dass man in Berlin so weitermachen kann wie bisher. Aber natürlich geht es auch anders – wenn erstmal putin wieder über Berlin regiert werden selbst dort Recht und Ordnung herrschen – das Recht wird nur nicht jedem so wirklich gefallen und vielleicht arbeiten die ganzen woken Idealisten dann an einer neuen Bahnlinie in Sibirien.

  • Am besten wäre, wenn man das Geld, das man für die Unterbringung der Ersatzfreiheitsträflinge aufbringt, einfach in kostenlosen ÖPNV investieren würde. Dann wäre auch gleichzeitig der Umwelt geholfen. Weniger Bürokratie, Wartung etc. Am Ende hätte man noch Geld gespart. Hat schon mal jemand ausgerechnet.

  • Hier werden zwei Dinge vermischt, die erstmal nichts miteinander zu tun haben. Dass Schwarzfahren eine Straftat ist, kann und sollte man allein politisch ändern (und sich dafür engagieren). Streng genommen ist nicht das Schwarzfahren eine Straftat, sondern das Nichtbezahlen des „erhöhten Beförderungsgeldes“, oder? Aber das Schwarzfahren an sich ist gegenüber des Anbieters und auch der Gemeinschaft/Gesellschaft nicht fair; manche würden auch asozial sagen. Hier kann man sich für reduziertes Beförderungsgeld engagieren, wenn Menschen nicht genug Geld zum Leben haben (verkürzt ausgedrückt, ich hoffe aber, es ist klar, was ich damit meine). Mit Blitzer-Apps ist dies alles nicht vergleichbar.

  • Ehrliche zahlende ÖPNV Nutzende sollten sich einfach die App runterladen und in jedem Bus und jeder Bahn einfach pauschal eine Kontrolle melden…
    Dann bleiben die Schwarzfahrenden draußen :-)

  • Vielleicht sollte man einfach den ÖPNV und Strafzettel für Autonutzer halbwegs einkommensabhängig machen. Dann würden sich einfach alle zusammenreißen.

  • Stefan B. aus H.

    Die „Blitzerapp“ für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel. Gehört beides verboten. Wer sich nicht an Regeln halten will, gehört bestraft, in welcher Form auch immer. Das ist eine andere Diskussion.

  • Solange Menschen ’schwarzfahren‘ (auch) weil sie sich das Ticket nicht leisten können, mag eine solche App moralisch zu rechtfertigen sein. Sie löst aber nicht das Problem und unterstütz vermutlich zu einem größeren Teil Menschen, die sich das Ticket zwar leisten könnten, es aber aus Egoismus nicht wollen ( und mit fadenscheinigen Argumenten rechtfertigen). Grund meiner Vermutung: wer sich kein Ticket leisten kann, wird vermutlich auch diese App nicht nutzen (können).
    Davon abgesehen: Politisch wäre ein fahrscheinloser ÖPNV (nicht kostenlos, sondern über Steuern finanziert) sowohl gesellschaftspolitisch wie auch Verkehrspolitisch und ökologisch sinnvoll. Voraussetzung: moderate Steuererhöhung, da ist aber von vielen politisch eben nicht gewollt.
    Zum Nachdenken: wer finanziert eigentlich die Straßen-Infrastruktur? Ja, es gibt KFZ-Steuer, die deckt aber nicht alle Kosten des Individualverkehrs (Infrastruktur, Umweltschäden, etc.) und vor allen Dingen sie wird nicht nach Nutzung (Gefahren km ) sondern nach andern Kriterien pauschaliert erhoben. Also warum keine ÖPNV-Steuer, die z.B. nach Lebensalter berechnet wird (genauso logisch wie Hubraum).

    • Zum Nachdenken:
      Bei einem Liter Diesel sind sind pauschal ca 47 Cent pro Liter Energiesteuer. Das ist die Ehemalige Mineralölsteuer. Wozu wird die verwendet? Sind ca. 33 Mrd(!) und ist damit die ERTRAGREICHSTE reine STEUER. Die Einnahmen fließen in den allgemeinen Bundeshaushalt und sind nicht zweckgebunden, finanzieren also nicht gezielt den Straßenbau oder Klimaschutz.
      Übrigens gibt es dann noch einmal die CO2-Bepreisung (als „klimapolitisches Lenkungsinstrument“ :))) ) und die Mehrwertsteuer. Macht zusammen ca 44% Steuer/ Abgaben auf den Literpreis… und damit wird alles kreuz und quer finanziert. Die KFZ Steuer zahlt man nur um ein Auto angemeldet zu haben. Egal ob man es fährt oder es in einer Garage vor Sich hinschimmelt.
      Also sage mir bitte keiner Autofahrer finanzieren den Staat (mit all seinen Allgemeinkosten) nicht kräftig mit.

  • was ist das Gegenteil von sozial? Berlin ist einfach nur noch verkommen, wo viele glauben, ein Geburtsrecht zu haben auf eine schöne, große, billige Wohnung, ein dickes Gehalt bei einer vier Tagewoche und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Gibt es da nicht dieses Lied mit folgendem Text: Kind du bist verrückt geworden, du jehörst nach Berlin. Da wo die Verrückten sind, da jehörste hin. In diesem Sinne euch eine schöne Woche.

  • und schon isse weg aus dem AppStore …

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