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Alterskontrolle auf dem iPhone

Frankreich macht Ernst: Instagram und TikTok erst ab 15

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Frankreich hat das geplante Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beschlossen. Nachdem wir im Januar über den Vorstoß der Regierung berichtet hatten, haben nun sowohl der Senat als auch die Nationalversammlung dem Gesetz zugestimmt.

Symbolbild Social Media Kinder Pexels Ai25studioai 6652216

Neue Konten bei sozialen Netzwerken sollen bereits ab dem 1. September 2026 nur noch von Nutzern ab 15 Jahren angelegt werden dürfen. Für bestehende Profile gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2027. Anschließend sollen auch bereits vorhandene Konten jüngerer Nutzer geschlossen werden.

WhatsApp und YouTube teilweise ausgenommen

Betroffen sind vor allem Plattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook und X. Die Anbieter werden verpflichtet, das Alter ihrer Nutzer zuverlässig zu kontrollieren. Ausnahmen sind unter anderem für Online-Enzyklopädien, Bildungsangebote und Projekte rund um freie Software vorgesehen.

WhatsApp und YouTube dürfen von Kindern unter 15 Jahren wohl teilweise weiterverwendet werden. Der private Nachrichtenaustausch und das reine Ansehen von Videos sollen erlaubt bleiben. Funktionen zum öffentlichen Teilen und Kommentieren von Inhalten können dagegen unter das Verbot fallen.

Symbolbild Social Media Kinder Pexels Ron Lach 9785031

Apple liefert technische Grundlagen

Wie die Altersprüfung konkret umgesetzt wird, ist noch offen. Apple hat für vergleichbare Vorgaben in anderen Ländern allerdings bereits technische Grundlagen geschaffen. Über eine Programmierschnittstelle können Apps den Altersbereich eines Nutzers abfragen, ohne dessen Geburtstag zu erhalten. Eltern müssen der Weitergabe bei Kinderaccounts zustimmen.

In Australien unterstützt Apple auf diese Weise bereits ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Darüber hinaus testet der Konzern in mehreren Ländern eine direkt in den App Store integrierte Altersverifizierung.

Mit iOS 27 werden soziale Netzwerke zudem gesondert als App-Kategorie erfasst. Eltern können dadurch Zeitlimits für alle entsprechenden Apps gemeinsam festlegen. Ein gesetzliches Zugangsverbot lässt sich damit allein jedoch nicht durchsetzen.

Verfassungsrat soll Gesetz prüfen

Das Gesetz weitet zugleich das Handyverbot an französischen Schulen auf die Oberstufe aus. Kritiker halten die Alterskontrolle für leicht umgehbar und befürchten einen Flickenteppich unterschiedlicher Vorgaben innerhalb der EU. Sozialisten und die Linkspartei LFI wollen das Gesetz daher vom französischen Verfassungsrat prüfen lassen.

22. Juli 2026 um 17:05 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Video von Prof. Rieck:

    https://youtu.be/Ax5CioDM7Ks?is=wpYUUHwBoTDffPrw

    – Chatkontrolle 2.0 (evtl. mit zwingender Überwachung und auf verschlüsselte Nachrichten bezogen, Scan auf dem eigenen Gerät, vor der Verschlüsselung)
    – Digital Service Act, DSA
    – Trusted Flagger
    – VPN-Verbot (Diskussionspapier)
    – Erzwungene Priorisierung „vertrauenswürdiger“ Quellen (geplant)
    – Anlasslose Vorratsdatenspeicherung
    – Altersverifikation (evtl. Nutzeridentifizierung)
    – Digitale Identität (allgemeines Konzept)
    – EUDI-Wallet
    – Digitaler Euro (Programmierbarkeit ist aktuell ausgeschlossen, aber bedingte Zahlungsmöglichkeit vorgesehen)
    – EU-Vermögensregister (Machbarkeitsstudie)
    – Angreifbarkeit der Betriebssysteme (erzwungene Offenheit mit der Begründung der Marktoffenheit bei KI-Diensten, Digital Markets Act, DMA)

    – Große Frage: Datensicherheit der gesammelten und unter Umständen verknüpften (biometrischen) Daten
    – Risiko: Identitätsdiebstahl

    – Wenn überhaupt nur mit konkretem Verdacht und Richtervorbehalt
    – Zero-Knowledge-Proof (Null-Wissen-Prinzip)

  • finde das Gesetzt gut und m.E. ist so eine Umgehung – wenn das Gerät über einen Kinder-Account verwaltet wird – nicht so einfach.
    Das Kind kommt ja nicht auf die Einstellungen um sein Alter ggf. zu ändern, oder irre ich mich?
    Klar, kann man immernoch auf ein Smartphone eines Anderen gucken, der keine Sperre drin hat – aufgrund seines Alters oder Nichtkonfiguration seitens der Eltern.
    BWT Hat Android überhaupt so eine Einschränkungsmöglichkeit?
    Ich nehm mal an, dass die meisten Minderjährigen eher ein günstiges Android-Phone von ihren Eltern bekommen, als ein teures iPhone

    • Natürlich hat Android solche Möglichkeiten. Und spezielle Apps für Eltern gibt es auch.
      Eine Bekannte hat immer Mitteilungen bekommen wenn Ihre Kinder Instagram geöffnet haben, Nachrichten erhalten haben usw.

      Den meistens Eltern ist es einfach egal oder die haben keinen Bock sich damit zu beschäftigen.

      Das Verbot ist in Australien weitestgehend wirkungslos.

  • Sehr gut, da scheinbar Eltern überfordert sind ihre Kinder dahingehend zu erziehen ist es nur richtig, dass die Plattformen da mit in die Verantwortung genommen werde. Wenn ich sehe, dass Eltern im Restaurant ihren Kids das Handy geben und schon 2 jährige Reels anschauen kann einem ja nur schlecht werden.

    • Du hast aber schon mitbekommen, dass es bei Missachtung des Verbots weder für die unter 15-jährigen noch deren Erziehungsberechtigten irgendeine vorm von Strafe gibt und Erziehungsberechtigte ihren Kindern die Social Media Nutzung sogar explizit erlauben können? Also sich bei der von dir kritisierten Problemgruppe dadurch exakt gar nichts ändern wird?

  • Sehr gut Frankreich – Note 1
    Deutschland (wieder einmal) – 6 setzen!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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