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Datenübertragung vorerst gestoppt

Facebook stellt Eilantrag gegen Datenschutz-Anordnung

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Gleich in mehrfacher Hinsicht hat das soziale Netzwerk Facebook hat auf die Verwaltungsanordnung des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar reagiert.

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Zum einen hat der Zuckerberg-Konzern den Datenschutzbeauftragten der Hansestadt darüber informiert, dass die persönlichen Daten aktiver WhatsApp-Nutzer vorerst nicht an die Facebook-Mutter übertragen werden und kommt damit der Aufforderung Caspars nach, der es dem sozialen Netzwerk am 27. September untersagte, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern.

Zum anderen sucht Facebook aktiv die Auseinandersetzung. So berichtet Heise Online, dass Facebook seinerseits einen Eilantrag gestellt und damit eigene juristische Schritte gegen die Verwaltungsanordnung eingeleitet hätte.

Facebook drängt in dem 81 Seiten langen Papier auf die „Aussetzung der sofortigen Vollziehbarkeit“ und argumentiert, dass sich das Deutsche Recht nicht auf den angekündigten Datentransfer anwenden lasse.

Caspar erklärte zum Erlass der Verwaltungsanordnung:

„Die Anordnung schützt die Daten der ca. 35 Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland. Es muss ihre jeweilige Entscheidung sein, ob sie eine Verbindung ihres Kontos mit Facebook wünschen. Dazu muss Facebook sie vorab um Erlaubnis fragen. Dies ist nicht geschehen.
Dazu kommen noch viele Millionen Personen, deren Kontaktdaten aus den Adressbüchern der Nutzer zu WhatsApp hochgeladen wurden, ohne dass diese etwas mit Facebook oder WhatsApp zu tun haben müssen. Diese gigantische Menge von Daten hat Facebook zwar nach eigenem Bekunden noch nicht erhoben. Die Antwort von Facebook, dass dies lediglich zur Zeit noch nicht erfolgt sei, gibt jedoch Anlass zur Sorge, dass das Ausmaß des Datenverstoßes noch massivere Auswirkungen nach sich ziehen wird.“

Ein juristischer Schlagabtausch, der noch spannend werden könnte.

Donnerstag, 20. Okt 2016, 18:00 Uhr — Nicolas
31 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Ist ja enorm das Mr. „Suckerbörg“ darauf reagiert…..

  • Ich hoffe so sehr dass Herr Caspar recht bekommt. Ich beispielsweise bin darauf angewiesen Whatsapp zu nutzen, möchte aber keinesfalls dass meine Nummer bei Facebook landet.

    • Wird sie aber spätestens sowieso, wenn du bei Auslandskontakten im Adressbuch stehst :-(

      • Oder wenn du mit jemandem über WA kommunizierst, der Facebook nutzt und der Übertragung zugestimmt hat. Dann hat FB deinen Namen und deine Nummer. Ups.

      • Tja, das verstößt dann auch gegen den Datenschutz- kann ja wohl niemand anderes meine Daten preisgeben ohne mich vorher um Erlaubnis zu fragen – und wenn dies automatisch geschieht, verstößt nunmal Facebook dagegen… also mal abwarten, wie es ausgeht!

    • Ohne es böse zu meinen aber warum ? Warum whatsapp vertrauen und nicht Facebook? Ist doch der gleiche Konzern. Was befürchtest du im Vergleich zu whatsapp?
      Abgesehen davon glaube ich dass deine Nummer längst bei Facebook ist.

      • Es geht hier nicht um den gleichen Konzern. Sonder das F.B. sich die Frechheit herausnimmt alle Nummern in Deinen Telefonverzeichnis zu kopieren. Was du mit deiner Nummer machst ist dir überlassen. Aber der Rest ist Bitteschön zu fragen. Darum geht es. Das haben viele noch nicht verstanden!!!!

      • es gab (oder gibt es das immer noch?) eine nette funktion von facebok mit der man die profilbilder seinen telefonbuch kontakten zuordnen konnte. diese funktion wurde oft genug benutzt. daher sind die daten wohl schon längst da :)

    • Deine Nummer hat FB doch schon lange

      • Ganz einfach, wer den Artikel gelesen hat weiß dass es 35 Mio. Nutzer in Deutschland gibt. So viele wie kein anderer Messenger! D. h. du erreichst über Whatsapp nicht ganz die Hälfte von Deutschland.
        Dazu gehören natürlich meine Arbeitskollegen, da unsere Dienstausfälle auf der Arbeit Zeitkritisch (Arbeite im Rettungsdienst) sind, ist dies mit Abstand die schnellste Möglichkeit die (m)ein Wachleiter haben kann um einen Ersatz für die krankheitsbedingt ausgefallene Person zu finden. So lange es keinen Ersatz gibt, steht der Rettungswagen!
        Früher musste er per Telefon alle Kollegen einzeln anrufen das kostete viel Zeit und auch sicher nerven. Ergo stellt Whatsapp mittlerweile eine derartige Erleichterung dar, dass man das natürlich nicht mehr missen möchte!

        Und ja, es geht sehr wohl um die Dreistigkeit von Facebook! Ich habe Whatsapp zu einer Zeit erworben da gehörte Whatsapp nicht zum Facebook Konzern also war meine Nummer nur für die Whatsapp Eigentümer freigegeben. NICHT für FB.

  • Ist ja verständlich. Da zahlt der soviel pro Nutzer und jetzt will man ihm verbieten, unsere Daten zu verwerten.

  • Mr. Zuckerberg gibt bestimmt sein Ehrenwort…

  • 81 Seiten. Bla bla bla bla bla

    Das macht jemand der etwas zu verbergen hat. Zuschmeißen nennt man das.

    Jeder sollte das komplette Adressbuch seines Landes in den Kontakten haben, was machen sie dann mit dem Daten?

  • Seit jahren gibt es alternativen, aber jeder findet es ja hip bei whatsapp zu sein.
    Wer bei whatsapp ist , der ist selber schuld, kein mitleid. Wechselt doch zu anderen anbietern.
    Zuckerberg ist deswegen milliardär und facebook stinkreich.
    Wen alle Facebook und co boykottieren wäre der spuk recht schnell vorbei.
    Also jammert einfach weiter…..viel spass dabei.

    • So siehts aus. Benutzt Signal ist auch umsonst und im Gegenzug zu WhatsApp sicher.

      • nööö ich benutz weiter WA ganz einfach weil die App mir gefällt und mir ***** egal ist wenn her zuckerberg mit ein paar telefonnummern eine party feiert :)

    • Hast ja grundsätzlich recht, meine Freunde sind auch weitestehend bei WA weg und inzwischen bei Threema gelandet. Aber es genügt halt ein einzelner bei WA und schon sind auch Deine Daten im FB-Konzern gelandet. Dagegen kannst Du Dich gar nicht wehren!

  • Will mir jetzt echt jemand erzählen das failbook die Nummern nicht eh schon hat? Ups jetzt haben wir sie ausversehen doch übertragen…. Ernsthaft?

  • Man sollte kurzen Prozeß machen und WhatsApp in Deutschland aus dem Verkehr ziehen. Dann hat sich’s mit den Machtspielchen.

  • 81 Seiten, was sagt man dazu. Wer die Macht hat, der hat die Hose an.

  • WA gelöscht und tschüsssssss… Wer braucht so einen Schr…..

  • FB hat Geld und kann sich die besseren Anwälte leisten. Deshalb wird FB bekommen was es will, unsere Daten und dadurch noch mehr Geld.

  • ihr könnt mich alle verteufeln, aber ich finde es richtig das FB gegen die sogenanten „deutschen Datenschützer“ vorgeht, denn mit welchem Recht mischen die sich ein. Ich hoffe die bekommen mal ordentlich eine auf den Deckel. denn jeder ist für seine Daten selbst verantwortlich u es gibt genug Alternativen für WhatsApp u außerdem wer 100% seine Daten schützen will muss sich aus der heutigen Zivilisation komplett zurückziehen

    • Und nur weil es eh nicht komplett geht, versuch ichs gar nich erst… Oh mann, wenn unsere Vorfahren deine Einstellung gehabt hätten, würden wir jetzt noch in Hölen leben…

      Selbst wenn es nicht klappt, so hat er es wenigstens versucht. Und die Chanche is ja da…

    • Dann hast du ja sicher auch nichts dagegen, dass gerade heute unsere Regierung eine BND-Reform beschlossen hat, welche vorsieht, dass dann alles, was mit Telekommunikation zu tun hat, überwacht und ausgespäht wird. Damit wird dann auch amtlich, dass wir alle unter Generalverdacht stehen!
      Noch im vergangenen Sommer hatte der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts die Überwachung im großen Stil als insgesamt rechtswidrig bezeichnet. Und damit keiner auf die Idee kommt, dagegen etwas zu unternehmen, legalisiert die Regierung das Ganze und schafft ein Gesetz, welches das erlaubt. Da sind die gesammelten Daten bei Facebook dann auch nur ein Teil des Puzzles, und es erklärt vielleicht, wieso Facebook so selbstsicher bestehende Gesetze einfach nicht anerkennt. Von daher dürfte der Ausgang eines möglichen Gerichtsverfahrens schon jetzt feststehen – die Hamburger Datenschützer werden sicher keine Unterstützung seitens der Bundesregierung mehr erwarten können.

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