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Nachhaltigere Elektrogeräte gefordert

EU-Aktionsplan sieht „Recht auf Reparatur“ vor

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In einem neuen „EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft“ soll unter anderem ein „Recht auf Reparatur“ verankert werden. Die EU-Kommission will damit die Rechtsansprüche der Verbraucher gegenüber Herstellern weiter stärken. Der Entwurf für den Aktionsplan kursiert bereits in Medienkreisen und soll am morgigen Dienstag vorgestellt werden.

Iphone Reparatur Apple

Bilder: Apple

Unter anderem zitiert die Wirtschaftswoche aus dem Dokument. Dem zufolge will die EU-Kommission das Verbraucherrecht überarbeiten und dabei ein neues Recht auf Reparatur schaffen, bei dem elektronische Produkte sowie Produkte der Informations- und Kommunikationstechnik besonders im Fokus stehen. Ein konkreter Gesetzesvorschlag soll bereits im vierten Quartal des Jahres vorgelegt werden.

Das Gesetz soll zu nachhaltigerem Konsum animieren und verhindern, dass Elektrogeräte so gestaltet werden, dass sie sich gar nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand reparieren lassen. Das europäische Recht auf Reparatur soll weitere Initiativen wie die Richtlinie für einheitliche Ladegeräte begleiten. Es ist anzunehmen, dass die vor kurzem von einer dänischen Zeitung zitierten Pläne hinsichtlich einer Pflicht, den Austausch von Akkus zu ermöglichen, ebenfalls auf den neuen EU-Aktionsplan beziehen.

Danke Ehssan

Montag, 09. Mrz 2020, 11:51 Uhr — chris
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  • Sehr clever gedacht, die Möglichkeit selbst Akkus wechseln zu können, als nachhaltig einzustufen. Dadurch werden dann ganz sicher viel weniger Batterien im Umlauf sein.

    • Richtig, es wird weniger im Unmlauf sein. Weil Lieschen Müller nach dem Akkuwechsel das Recycling auch gerne mal egal ist und das Zeug wieder verstärkt im Hausmüll landen wird.

    • Ein paar mehr einzelne Batterien, aber insgesamt weniger Geräte. Ich würde sagen, dass damit dann insgesamt weniger Batterien im Umlauf sind.

    • Meinst ?! Also ich sehe immer nur Leute die die billig Batterien kaufen. Obwohl Akkus bei entsprechenden Geschäft gerade im Angebot sind. Die meisten sind viel zu faul um Akkus zu verwenden und greifen lieber zur vermeintlichen bequemeren Methode… den Batterien.

      • Vielleicht auch, weil NiMH und NICD nur 1,2 C haben? Außerdem haben Batterien länger und kosten nicht die Welt

      • Tja, leider funktionieren manchmal Akkus mit 1,2V leider nicht. Ich greife auch viel lieber zu Akkus, aber manchmal geht es leider nicht.

      • Ich finde Akkus passend(er) als Batterien. Nur dort, wo es Sinn macht. In Uhren halten Batterien länger, ebenso in Fernbedienungen. Akkus hab ich leider auch keine mehr, denn die Lagerung der Akkus läßt diese auch gerne mal kaputt gehen. Durch längere Lagerung werden normale Akkus (ich spreche insbesondere von AA und AAA-Akkus) tiefenentladen und sind kaputt bzw. lassen sich nicht mehr laden.
        Meine Apple-Maus wurde bisher mit Akkus betrieben. Jetzt sind Batterien drin. Bei den Akkus war das immer so, daß die 2. Garnitur geladen wurde, als sie leer war (also direkt nach dem Tauschen). Dadurch war die 2. Garnitur ebenso leer als die erste und ich mußte beides gleichzeitig laden. Übergangsweise hatte ich Batterien drin (Varta Industrial, ohne jetzt Werbung machen zu wollen) und sieheda diese hielten wesentlich länger als 2 Garnituren Akkus.
        Ich lade sogar Batterien (Primärzellen) nach und erreiche so nochmal etwa 2/3 der Laufleistung. Das ist nachhaltig, wenn man diese Batterien dann erst nach 4 oder 5 x Nachladen entsorgt.

      • Nutze leider auch Batterien. Kosten halt auch 1/5 ohne Ladegerät

    • Ich verstehe nicht, warum man immer sofort alles schlecht reden muss. Ist der aktuelle Zustand so viel besser? Wenn nicht, was ist denn dann die Super-Lösung um Elektroschrott zu vermeiden?

      • Ich rede es nicht schlecht. Es ist schlicht und ergreifend unsinnig zu argumentieren, dass Geräte ja schneller weggeschmissen werden, nur weil man nicht selbst Akkus austauschen kann. Geh mal davon aus, dass seitens der Verbraucher mehr mit Akkus rumgeaast wird. Ich erinnere mich an einen Kumpel, der noch zu „Nokia-Zeiten“ übertrieben viele Ersatzakkus auf einem Festival dabei hatte, auch mit der Ansage „waren billig, halten nicht ganz so lange wie die Originalen – wenn die durch sind, kauf ich halt neue“.

        Da müssen dann eher Gesetze her, dass Hersteller batteriebetriebener Geräte mit festverbautem Akku verpflichtet sind, bis zu einem gewissen Gerätealter entsprechend unkompliziert und bezahlbaren Service anzubieten, um bspw. Akkus zu tauschen.

      • Fakt: mein iPhone SE nervt mich mittlerweile, da sich der Akku recht schnell entlädt. Da der Wechsel für mich nicht so einfach ist, überlege ich wann ich die Zeit aufwenden will um zu einem autorisierten Reperateur zu dackeln um den Akku tauschen zu lassen. Bei den Handys früher hätte ich einfach einen neuen Akku der gleichen Marke bestellt und selbst gewechselt.
        Und: meine ernsthafte Überlegung ist, ob ich auf das neue iPhone warte. Also für mich hätte so eine Regelung nur Vorteile- Gerätedicke ist mir zweitrangig und sorry wer billig Akkus kauft ist selbst Schuld.

    • Und die Wasserdichtigkeit ist auch dahin ;)

  • Grundsätzlich begrüßenswert und lobenswert.

    Ich hoffe nur, dass dann die Geräte auch weiterhin wasserdicht bleiben. Das Feature ist mir sehr wichtig.

  • „bei dem elektronische Produkte sowie Produkte der Informations- und Kommunikationstechnik besonders im Fokus stehen“:

    Und warum stehen da nicht auch andere Branchen im Fokus? Gerade im KFZ-Bereich ist es doch leider auch oftmals so, dass ganze Baugruppen getauscht werden müssen, nur weil es bestimmte Bauteile nicht als einzelnes Ersatzteil gibt. Und da rede ich nicht davon, dass sich die einzelnen Teile technisch nicht tauschen lassen, wie das oftmals bei hochkomplexen elektronischen Komponenten vorkommen kann. Es scheitert da schlich daran dass die Hersteller aus Kostenoptimierungsgründen einzelne Bauteile garnicht erst als Ersatzteil anbieten.

    • Der Grund ist nicht „Kostenoptimierung“ sondern „Gewinnmaximierung“; Wenn mehrere / grössere Teile getauscht werden müssen, kann man mehr verlangen und somit mehr Marge generieren.

      • Z.B. Verdeck eines Mini Cabrio: Kleines Plastikteil gebrochen, das ganze Verdeck muss getauscht werden. (Und nein, für genau dieses Teilchen gibt’s – bisher –keine Vorlage etc., um’s ggf. „mal eben“ selber zu drucken.)

      • @UranDieb
        Frag mal beim Cabriozentrum Osnabrück nach…

      • Zum Beispiel LED ILS Scheinwerfer. Das ist eine einzelne geschlossene Baugruppe und Händler veranschlagen hier für ein Originalteil je nach Fabrikat schnell an die 1000 Euro für einen einzelnen Scheinwerfer. Zuzüglich Einbaukosten, versteht sich.

    • Also bei Autos wurde es bereits vor einigen Jahren als Vorgabe gemacht.
      Zumindest bei bestimmen Verschleissteilen, wie Leuchtmitteln (aka Glühbirnen) muss es ohne Spezialwerkzeug oder professionelle Qualifikation möglich sein, diese selber zu wechseln.

      • Echt? Hast du schonmal bei nem Toyota Rav4 Hybrid und Yaris Hybrid die Glühbirne ausgetauscht? Geht nur wenn du kleine Kinderhände hast und den halben Motorraum ausbaust.

        Aber ich sehe schon mehr Handys bei mir in der Werkstatt liegen, wo man nur mal schnell den Akku tauschen wollte und es jetzt komplett kaputt ist

      • Die Vorgabe gilt aber allenfalls für Halogenleuchtmittel, jedoch weder für Xenon noch LED.

      • Das ist klar. Da gibt es für den Laien auch nix zu schrauben. Je nachdem auch nicht für den Mechaniker.

      • Zu den Toyota-Beispielen:
        Kommt auf das Baujahr an.
        Es ging ja eben nicht, weswegen diese Vorgabe gemacht wurde.
        Die neueren Fahrzeuge mit „normalen“ Leuchtmitteln sollten es ermöglichen.

  • Ich habe grad eine alte AKAI-Fernbedienung reparieren lassen.
    Das ging tatsächlich!
    Die ist bestimmt 25 Jahre alt :)

  • Ich fände es auch schön wenn man ein Stück von der Wegwerfmentalität abkommen würde.
    Natürlich konnte man die Akkus auch bisher wechseln, und natürlich konnte man sie auch wechseln lassen. Aber es spricht nichts dagegen das einfacher zu machen, so dass das auch bei älteren Geräten noch lohnenswert ist. Die Zeiten in denen man alle zwei Jahre aus Leistungsgründen ein neues Smartphone benötigte, sind vorbei.

    • In so kompakten Geräten wie Smartphones bedeutet ein Wechselakku mit seinem zusätzlichen Akkugehäuse und der zusätzlich nötigen Innenverschalung im Smartphone tatsächlich einen Nachteil in Form deutlich geringerer Akkukapazität – oder einem merkbar dickerem Gehäuse und höherem Gewicht. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

  • Ich hab nen Dyson V6 Akkusauger zerlegt und war beeindruckt, wie gut sie das Teil warten lässt. Auch den Akku konnte man wie ein Magazin entfernen. Ich dachte zunächst, die Zellen seien einfach eingeklebt. So weit ist es schon gekommen mit der Reparaturerwartung.

  • Dann sollten sie auch gleich Preisgrenzen für die Reparaturen festlegen, die man nicht selbst durchführen kann oder wo man zwingend auf Ersatzteile des Herstellers angewiesen ist.

  • Na ob das mal nicht das Ende der AirPods für die EU Bürger bedeutet….

  • Root Access zwang! Wenn auch erst nach paar Jahren und/oder versteckt, würde Elektroschrott minimieren und Innovation fördern.

  • Die sollten sich eher mal Gedanken über die Gewährleistungsansprüche machen, die seitens der Händler verweigert werden, nur weil man Zweitbesitzer ist.

    Das ist nämlich ein Problem!

  • Mal ne Frage zum Thema Austauschgerät. Man hört ja oft verschiedenste Dinge (Wertminderung bei Verkauf, usw.).
    Wie steht ihr zu folgendem?
    Austauschgerät annehmen oder iPhone (iPhone 11) reparieren lassen? Mir wurde beides angeboten.
    Sind Austauschgeräte ein guter Ersatz? Oder immer lieber reparieren lassen?

  • Leute, das kommt von der EU … meint ihr wirklich, dass da ein vernünftiges Gesetz herauskommt, wenn man nach zig Jahren nicht einmal ein einheitliches Ladegerät auf die Reihe bekommt?

    Recht auf Reperatur bedeutet nicht, dass Lieschen Müller da selbst reparieren darf. Geräte müssen nur grundsätzlich geeignet sein zum Öffnen (auch mit Werkzeug). Alle Teile bis in die kleinste SMD Lötstelle oder Chip zu reparieren wird nicht möglich sein. Letztendlich gehts darum bei einem Handy die Batterie oder das Logicboard auszutauschen (wer das auch immer dann macht).

    Geräte wie ein Microsoft Surface Pro Version X sind dann Geschichte.

    iPhones kann man reparieren und Akku tauschen …

    Wer was machen möchte (wie Dieter sagt – Austauschgerät oder Reparatur), ist dann dem Anwender überlassen.

    Es heißt NICHT, dass dann automatisch überall Läden aus dem Boden schießen, die alles reparieren können. Komponenten wie ILS Scheinwerfer, wird man immer so tauschen.

    Smartphone –> Display tauschen und nicht das Display auseinandernehmen, Glas tauschen und neu lammenieren

    Auto –> Scheinwerfer komplerr tauschen und nicht im Backofen Kleber lösen um das Glas zu lösen und das einzeln zu tauschen

  • Na endlich!

    Hätte von Anfang an so sein sollen – Apple: zieh Dich warm an – sehr, sehr warm! …

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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