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iOS Text-Editoren

Ein Drittel verstorben: Handgemachte Apps ziehen sich zurück

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Wie sehr sich der App Store in den vergangenen Jahren verändert hat, lässt sich am Beispiel der seit 2012 existierenden Texteditor-Übersicht iTextEditors aktuell hervorragend visualisieren.

Texteditor

Wo vor noch nicht all zu vielen Jahren zahlreichen, hochmotivierte Nerds engagiert an eigenen Projekten geschraubt haben, konkurrieren aktuell vor allem etablierte Schwergewichte auf der einen und hastig zusammengeschusterte, stellenweise zwielichtige Apps auf der anderen Seite um die Aufmerksamkeit der potentiellen Kunden.

In vielen App Store-Kategorien hat sich der Markt in den vergangenen Jahren um eine Handvoll „Gewinner“ konsolidiert, die ihrerseits häufig den Besitzer, das Geschäftsmodell oder direkt beides gewechselt haben. Die Mittelschicht hingegen, also die Entwickler die stets mit überschaubaren Einnahmen leben mussten, nicht übernommen wurden oder nach 10 Jahren App Store schlicht keine Lust mehr haben, dünnt zunehmend aus.

In welchem Umfang, zeigt wie gesagt die Texteditor-Übersicht iTextEditors. Dessen Macher, Brett Terpstra, hat seine Einträge kürzlich mal wieder aktualisiert und musste ein Drittel der gelisteten Anwendungen löschen.

Over the weekend I weeded out the dead apps on my iTextEditors comparison chart and was surprised to find that over 30 of the 90 editors on the list were no longer available. I figured a few would be gone, but a third of them had gone the way of the dinosaur.

Perhaps the cream has risen to the top and most people are settling on the leaders of the pack. Maybe there just isn’t that much money to go around in the iOS text editor market. I was definitely sad to see apps like Writing Kit and Trunk Notes call it quits, while some of the others I knew had morphed into different applications (e.g. Daedalus->Ulysses).

Während App-Duplikate, minderwertige Abo-Applikationen und hastige fertiggestellte Spiele-Kopien den App Store fluten, ziehen sich die handgemachten App-Angebote in vielen Bereichen offenbar zurück.

Noch werden wir zwar regelmäßig von neuen Geheimtipps überrascht, die Taktrate hat jedoch spürbar nachgelassen.

Donnerstag, 21. Mrz 2019, 19:06 Uhr — Nicolas
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  • In vielen Kategorien wird der App Store mittlerweile durch Baukästen ala Tobit zugemüllt…

  • Der Appstore ist für mich mittlerweile tot. Rumstöbern in den Charts wie früher kommt nicht mehr vor. Der wird nur noch selten und gezielt gestartet, um eine bestimmte App zu laden/upzudaten.

    Neues ist da schon ewig nicht mehr zugekommen. Gekauft schon viel länger nicht mehr.

  • Die Plattform wird erwachsen nehme ich an?

    • Kommt auf die Definition von „Erwachsen“ an…

    • Oder die Nutzer werden erwachsen und Laden nicht mehr jede App.

    • Nein es wird einfach immer nur noch das gleiche beworben.
      Kleine und kreative Entwickler haben fast keine Chance mehr ihre Apps zu platzieren. Werbung könnte man halt schalten… aber die Plätze werden auch von den großen Entwicklern belegt (die es sich leisten können das Budget auch einfach rauszuhauen).

      Ich vermute im Mittel werden sich viele kleine Entwickler einfach auf PWAs zurückziehen oder anderen Plattformen eine Chance geben. Es gibt da so eine Sprachassistentin, die scheint da sehr „in“ zu sein… ;)

  • Texteditor auf iOS ist halt auch ein recht dünner Use Case #isso

  • Der AppStore war zum Start deutlich attraktiver. Mittlerweile dominieren free to Play, Pay to win und Abos. Für mich ein Grund dem Store fern zu bleiben. Die AR Apps sind auch völlig uninteressant und kaum ein Grund die Apps zu testen, die die ich getestet habe waren allesamt Schrott, kaum sinnvoll und machten keinen Spaß. Für mich ist der AppStore auch tot.

      • Wegen des AppStore-Monopols: keine.

        Ein weiterer Grund, warum Apple bei mir deutlich an Attraktivität verliert.

        Klein, aber fein war früher. Heute muss sich der Kunde, die Melkkuh, durch Berge von Müll wühlen wie einst die Microsoft-User. Das muss wohl das sog. „Beste aus zwei Welten“ sein. :(

    • Ja, so geht es mir mehr oder weniger auch.
      2010 war der Store noch unschlagbar, seit den letzten 2 großen Veränderungen im Store wird er auch von mir kaum noch genutzt.

  • Der neue App Store ist einfach scheiße. Die Heute-Ansicht werden gefühlt jede zweite woche die gleichen Apps beworben, wie z.B Things 3, oder immer die selben Themen, wie “ werde fit mit der Apple watch“, wo auch immer die gleichen 3-5 Apps vorgestellt werden

    Ich vermisse da echte redaktionelle Arbeit.

  • Ja und für handmade APPs ist es unendlich schwer überhaupt bekannt zu werden. Wir haben eine APP für Freizeitpark Fans mit allen Parks Europaweit… aber is nicht einfach, die bekannt zu machen….

    Werbung
    https://appsto.re/de/ATVgeb.i

    :-)

  • Der neue Appstore kann mich mal! Ich hab ernsthaft.ich versucht damit anzufreunden… Nein! Nur noch gezielte Suche und selbst da versagt Apple um Geld zumachen… Da bin ich froh über Portale wie ifun und vergleichbares.

  • Der neu gestaltete App Store hat zwar einen nett gemachten Einstiegsartikel, aber ich finde auch man wird zu sehr ungefragt mit Product Placement zugeballert. Gerade hab ich ihm kurz nochmal eine Chance gegeben. Wenn ich unten auf Apps tippe, würde ich erhoffen, dass ich recht bald und flott auf die Übersicht der App- Kategorien komme. Leider musste ich länger suchen. Hauptsache Ablenkung scheint mir das Motto. Der App Store scheint nicht mir zu dienen, sondern ist wie ein Werbeprospekt des Supermarktes. Schade.

  • Mittlerweile ist der Markt auch einfach gesättigt.
    Ich hol mir ab und an mal ein Spiel wenn es im Angebot ist. Oder eine App die ich täglich nutze ein Update bekommt (vor ein paar Wochen Omnifocus 3).
    Sonst gebe ich im AppStore kaum Geld aus.

  • Also ich kann mit Textastic prima 99% der Projekte realisieren.

  • Box the was: die bahnhofsuhr MONDAINE ist wieder verfügbar

  • Am Anfang kostete fast jede App nur 79 Cent. Das macht viele Entwickler reich, weil gute Apps hundertausendfach gekauft wurden. Heute wollen die Entwickler den mehrfachen Betrag monatlich, ist doch klar, das die jetzt 99% weniger verkaufen. Und weil die meisten Programmierer auf die teure Schiene aufspringen, ist auch das stöbern und ausprobieren im Appstore uninteressant geworden.

    • Ist Vollkommen Richtig! Dazu muss ich aber auch Sagen, dass meine APP Abgeschmettert wurde, weil nicht Konform??? Die Leute die die Zulassungskontrolle für die Applikationen Erstellen, sollten sich mal in Ihrer Nachbarschaft Umsehen und danach Bewerten. (Achso, es geht um Hunde)

    • Wenn eine App hunderttausendfach verkauft wird, die 79ct kostet, dann bekommt der Entwickler insgesamt ca 50.000€ – dann ist er ja super reich. Das Problem war von Anfang an dass die App zu billig verkauft wurden. Man hätte mit 3-5€ anfangen sollen. Als dann gemerkt wurde dass 79ct eben zu wenig sind, hat die Mehrheit den Preisanstieg nicht mitgemacht und das als abzocke abgetan. Daher kommt der ganze Abo und Free to Play Kram überhaupt

  • Es nervt ungemein, dass Apps im Abo gekauft werden müssen… auch nix zum Probieren! Ich hab schon viel Geld versenkt, weil die Apps Rotz waren. Ja, das ist ärgerlich. Apple wird es freuen und manche „Entwickler“ auch :-((

  • Wäre toll wenn ihr aus diesen Gründen die kleinen Entwickler mehr unterstützt. Geschieht ja zum Teil schon.

    • Thomas Lennartz

      Das machen sie bei ifun schon! Als ich mich letztes Jahr mit meiner damals superkleinen App MÜLLweg! DE (https://muell-weg.de) an die Redaktion gewendet hatte, haben sie einen tollen Beitrag dazu gebracht! Aber mann muss als Entwickler, gerade wenn man kein großes oder auch gar kein Marketingbudget hat, schon ein wenig „Klinken putzen“ gehen, um bekannt zu werden. Im Appstore verschwindet man komplett in der Masse.

  • Ist ganz einfach erklärt. Egal wie gut oder interessant eine App ist, ich habe keine Lust mir diese runterzuladen, denn wird sie erfolgreich kommt ganz plötzlich per Update die Abo-Umstellung. Von daher, nein danke. Ich lasse die Finger bewusst vom AppStore.

  • Nach fast 15 Jahren (?) App Store ist die Goldgräber-Stimmung inzwischen natürlich vorbei. Auch ich als Anwender stöbere nicht mehr ziellos herum, denn meine Software-Anforderungen auf dem iPhone sind grundsätzlich erfüllt, nur wenn ich etwas ganz gezielt suche, so wie gestern die Readly-App nach dem Artikel hier, gehe ich den Store.

  • Ich bin ja bereit etwas mehr für Apps auszugeben, aber wenn ich im Store für eine App bezahle möchte ich keine In-Appkäufe haben!

  • Ist doch auch logisch irgendwo.
    Mittlerweile hat man auch alle benötigten Apps zusammen.
    Bei mir begrenzt es sich je nachdem ob ich das iPad oder das iPhone benutze auf ca. 25 Apps die ich regelmäßig benutze. In den letzten 2 Jahren ist AGENDA und Affinity Designer als große Hilfe dazu gekommen, ansonsten hält es sich natürlich sehr in Grenzen.

  • Apple gibt sich redlich Mühe, all das Zeug an den Mann unddie Frau zu bringen. Beim „redaktionellen“ Bereich, habe ich sehr häufig das Gefühl, und an das Kind.

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