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Phil Schiller regelmäßig involviert

Die App-Store-Zulassung: Ein Blick hinter die Kulissen

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Das amerikanische Nachrichtenportal CNBC hat Apple-Mitarbeiter interviewt und gewährt interessante Einblicke in Apples App-Review-Prozess. Die Organisation und Kontrolle der im App Store angebotenen Inhalte ist mit Blick darauf, dass Apple mittlerweile einen großen Teil seiner Gewinne über die damit verbundenen Verkaufsprovisionen erzielt, von hoher Relevanz. Zudem ist die Qualität des App-Angebots auch ein wichtiger Bestandteil bei der Vermarktung der iPhones. Nicht zuletzt, weil Apple hier inzwischen besonders auf den Schutz der Privatsphäre abhebt.

Dem hohen Stellenwert dieses Geschäftsbereichs angemessen, ist mit Apples Marketingchef Phil Schiller die höchste Management-Ebene des Unternehmens auf regelmäßiger Basis in die Entscheidungen des App-Store-Review-Teams eingebunden. Schiller gehört einem sogenannten „Executive Review Board“ (ERB) an, das sich dem CNBC-Bericht zufolge auf wöchentlicher Basis trifft, um über problematische App-Freigaben oder andere Software-Themen zu urteilen, die in Konflikt mit Apples Richtlinien für den App Store stehen könnten.

Apple Apps Ios Und Mac

Auf dieser Ebene werden dann beispielsweise wichtige Einzelfallentscheidungen getroffen oder über das grundsätzliche Regelwerk nachgedacht. Die große Mehrheit der im App Store freigegebenen Apps bekommen Phil Schiller und sein ERB-Team allerdings nicht zu sehen, Apples untergeordnete Freigabe-Teams seien in den letzten Jahren enorm gewachsen und arbeiten mittlerweile auch außerhalb von Kalifornien, beispielsweise im irischen Cork oder in Shanghai.

Mitarbeiter prüfen bis zu 100 Apps pro Tag

Insbesondere die Präsenz von Apples App-Angebot rund um den Globus gestaltet sich als große Herausforderung. Apple zufolge werden im mehr als 300 Personen umfassenden Kernteam in Kalifornien 81 verschiedene Sprachen gesprochen. Neben automatisierten Prozessen stehe die manuelle Freigabe von neuen Apps oder Updates weiter im Vordergrund. Dabei spielt neben der Einhaltung der App-Store-Regeln und Gesetze auch die Funktionsfähigkeit der Anwendungen eine Rolle. Auch eine App die regelmäßig abstürzt, wird im Review-Prozess nicht freigegeben.

Pro Tag müssten die Mitarbeiter der Teams zwischen 50 und 100 Apps abarbeiten, der Schnitt pro Stunde werde dabei von einer Software überwacht. Zudem würden die Mitarbeiter danach beurteilt, ob und wie oft ihre Entscheidungen später revidiert werden müssten.

40% fallen erstmal durch

Die Zahl der abgelehnten Apps oder Updates ist erstaunlich hoch. Apple zufolge werden 40 Prozent aller Einreichungen zunächst zurückgewiesen, die meisten davon könnten jedoch nach kleineren Korrekturen dann freigegeben werden. In kniffligen Fällen können Entwickler eine besondere Prüfung beantragen, in deren Verlauf dann ein Team aus erfahrenen Mitarbeitern des Review-Teams ihr Urteil fällt. Nur in seltenen Fällen wird das hochrangige ERB-Team eingeschaltet. Prädestiniert sind hier Fälle, deren Entscheidung weitreichende Folgen für Apple haben könnte, beispielsweise durch negative Medienaufmerksamkeit.

In diesem Zusammenhang kommt auch Apples Krisenmanager mit Namen „Bill“ ins Spiel. Der nur durch seinen Vornamen bekannten Mitarbeiter wird aktiv wenn es darum geht, Probleme im Zusammenhang mit bekannten Entwicklern oder namhaften Apps auszuräumen. Wenngleich bekannte Angebote wie Spotify oder Netflix laut Apple-Mitarbeitern zunächst keine Sonderbehandlung erfahren, hilft hier und da doch ein Telefonat, um Probleme „auf dem kurzen Dienstweg“ auszuräumen.

Den Mitschnitt eines solchen Telefonats hat der Entwickler der 2016 wegen Betrugsverdacht aus dem App Store entfernten Anwendung „Dash“ veröffentlicht. Auch Spotify habe einen Anruf von „Bill“ erhalten, nachdem das Unternehmen Apple beschuldigt hatte, App-Updates bewusst zu blockieren.

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22. Jun 2019 um 08:08 Uhr von chris Fehler gefunden?


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