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Spotify unterstellt Wettbewerbsverzerrung: Apple hat angeblich App-Update geblockt

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Spotify und Apple stehen mir ihren Streaming-Angeboten in direkter Konkurrenz zueinander, allerdings ist Spotify darauf angewiesen, dass die eigene App über Apples App Store für iOS vertrieben wird. Hier fühlt sich der schwedische Anbieter benachteiligt, angeblich hat Apple eine neue Version seiner App abgelehnt.

Spotify Premium Abo 99 Cent

Einem Bericht des US-Magazins Recode zufolge streiten sich derzeit die Anwälte beider Unternehmen mit Blick auf Apples Zulassungsbestimmungen für den App Store. Konkret habe Apple die neue Version der Spotify-App abgelehnt, weil darin für ein dreimonatiges Probeabo zum Preis von 99 Cent geworben werde, das allerdings nicht über die App, sondern nur direkt über die Webseite von Spotify zu beziehen sei.

Apple sieht in der Aufforderung zum Kauf außerhalb der App einen Verstoß gegen die App-Store-Regeln. Nachvollziehbar, denn Apple nimmt keine „Standmiete“ für das Angebot von Apps im App Store, will allerdings an den darüber erzielten Umsätzen beteiligt sein und setzt voraus, dass sämtliche Abo- oder Kaufangebote über das App-Store-System abgerechnet werden.

Mit der Aufforderung, das Probeabo außerhalb der App abzuschließen, verstößt Spotify nach Apples Auffassung gegen diese Vereinbarung und begründet so die verweigerte Freigabe des Updates. Spotify klagt dagegen in einem Anwaltsschreiben, dass Apple hier seine Vormachtstellung ausnutze und auf diese Weise nicht nur dem Unternehmen, sondern auch dessen Kunden schade. Eine Kopie dieses Briefs wurde auch an diverse Abgeordnete des US-Kongress überstellt, darunter Elizabeth Warren, die sich in Verbraucherschutzfragen besonders engagiert. Warren hat erst vor wenigen Tagen Apple, Amazon und Google vorgeworfen, dass diese ihre Marktmacht missbrauchen, um Konkurrenz auszusperren.

Freitag, 01. Jul 2016, 7:37 Uhr — chris
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  • Die Richtlinien sind klar, wer dagegen verstößt hat Glück das er nicht ganz rausfliegt.

    • Die Gesetze gegen Wettbewerbsverzerrung sind noch deutlicher. Wer dagegen verstößt zahlt gerne ein paar hundert Millionen.

    • Super Einstellung… Du wirst mal die Welt verändern…

    • Die Frage ist aber ob die Richtlinien berechtigt sind

      • Apples Portal ergo Apples Spielregeln.. ich kauf mir auch keine Currywurst von nebenan und setz mich zum essen in das Restaurant gegenüber.

      • Wieso sollten die Richtlinien denn nicht rechtens sein!!?!! Wie ein andere schon schrieb: Apples Kaufhaus, Apple s Regeln!! Die Gauner von spotify sehen nur, dass sie in der nächsten Zeit am verlieren sind, und probieren es auf diese krumme Tour; hoffentlich fallen sie hinten runter und werden zusätzlich noch von Apple auf Millionen wegen übler Nachrede und Rufschädigung verklagt!

      • Ne so einfach ist das nicht. Hier ist erstmal zu klären, ob diese Spielregeln nicht ganz andere verletzen.
        Abgesehen davon, könnte man diese wiederkehrenden 3-Monatsabos doch schon immer außerhalb des AppStore abschließen.

      • @iSpeedy

        Du kannst in Verträge/Richtlinien schreiben was du willst ob sie wirklich Gültig sind ist etwas ganz anderes.

        Kleines Bsp.
        Du vermietest eine Wohnung und schriebst in den Vertrag, das bei Auszug die Wohnung frisch gestrichen werden muss. Schön und gut das es drinnen steht, es ist aber trotzdem nicht zulässig und wenn der Mieter auszieht muss er es nicht machen.

      • ihr hört euch zwar wie kampfposter an, aber ich probiers trotzdem.
        was ihr schreibt würde stimmen, wenn man auf einem ios gerät auch ausserhalb des appstores apps installieren könnte. das geht aber nicht. insofern betreibt apple hier wettbewerbsverzerrung, weil sie 30 prozent von allem kassieren – und nicht nur vom app kaufpreis, sondern auch von den abo gebühren.
        das wäre so, wenn apple music – keine ahnung – irgendwem, 30 prozent aller einnahmen abführen müsste.

    • Und deswegen muss geprüft werden ob die Richtlinien nicht Wettbewerbsverzerrend sind

    • Ich denke, hier soll ein Präzedenzfall provoziert werden. Ich frage mich: nimmt Apple auch von Amazon Provision? Und ich hab ein Spotify Abo über die Telekom, das geht auch an Apple vorbei. Also ist das definitiv nicht so klar, finde ich

      • Ja klar,

        Aber hier geht es ja darum, dass Spotify das Abo über die App bewerben möchte, aber die Kaufs Transaktion auslagern will. Ich wage zu bezweifeln, dass du der Telekom-Spotify-Bundle über deren iOS App gefunden hast.
        Du kannst ja, wenn du besonders „nett“ zu den Spotify-machern sein willst dein Abo auch über deren Webseite beziehen, da gibt es keine Probleme (aber man profitiert nicht von den vergünstigten iTunes-Karten).
        Ich kann das ganze durchaus nachvollziehen, zumal – sollte es zu einem Präzedenzfall kommen – hier Tricksereien möglich werden (anderer Preis als beworben auf der externen Seite, etc.)

    • Noch viel wichtiger als die Einhaltung der Richtlinien ist doch, dass sie jeder gleich einhalten muss und große Player wie Spotify keine Extrawurst bekommen, nur weil sie Ihre Marktposition in Gefahr sehen. Wie sowas ausgeht, sieht man derzeit in der EU. Von daher finde ich das Verhalten von Apple vollkommen legitim, auch wenn ich seit Jahren zahlender Spotify-Nutzer bin.

      • Icke aus Berlin

        Es geht nicht um eine Sonderstellung von Spotify. An wen führt Apple denn die 30% für Apple Music Abos ab?
        Ach nee, ist ja der gleiche Laden.
        Ist Spotify beim gleichen Produkt (Musik-Streaming) jetzt gegenüber Apple selbst benachteiligt oder nicht?

      • Selbst ein noch größerer Player wie Microsoft hat keine Extrawurst bekommen!

      • @Icke Dafür bekommt Spotify einen Platz im Store inklusive Serverkapazitäten von Apple. So funktioniert das nunmal.

      • Aber nicht für das Abo, nur für die App.

  • Auf was für einem Niveau da gestritten wird… Brief an Abgeordnete :-))

  • So ist das, Windows würde auch gern nur Office und den Internet Explorer zulassen. Blöd halt wenn man so groß geworden ist.

  • Ich würde als Unternehmen in meinem „Schaufenster“auch keine Wettbewerbsprodukte kostenlos ausstellen, das ist doch normal !

    • die app gehört aber spotify und nicht apple. insofern ist ihr vergleich unpassend.

      passen würde der vergleich, wenn ihnen das kaufhaus gehört und sie sämtliche werbung, die nicht direkt ihre immobilie betreffen verbieten würden.

      waren sie schon mal in einem kaufhaus? dort hängen überall fremde werbungen herum und vor allem in den gemieteten geschäften, werden „eigene“ angebote beworben.

      nichts anderes möchte spotify machen – sie bewerben in ihrer app ein angebot, welches man bei ihnen über das internet erwerben kann.

      • Genau

        und im Kaufhaus bekommt man pro verkaufte Ware auch ein Marge!

        Sie wollen die Lage des Kaufhauses die Infraktuktur und den Verkäufer nur bezahlen möchte Spotify dafür nichts

        Mal drüber nachdenken

        Ob 30 % gerechtertigt sind oder nicht müssen sie selber entscheiden

      • Stichwort hier im eigenen Text: „in den gemieteten Geschäften“ Der Logik folgend müsste die Erhebung der dann ja auch Wettbewerbsverzerrend sein.

      • Mein Text galt @der mann

  • Spotify ist doch selbst schuld. In-App darf für solche Angebote, die dann aber nur über die Webseite abgeschlossen werden können, nicht geworben werden. Das weiss Spotify ganz genau, schliesslich haben sie die Richtlinien als Entwickler der App auch anerkannt.

    Das Ganze dient Spotify doch zur Stimmungsmache gegen Apple und Apple Music.

  • Ob diese Restriktionen Apple nutzen, ziehe ich mal in Zweifel…ich bin durch Musik zu Apple gekommen und würde für Spotify inzwischen auch auf andere Hardware setzen…ist aber sehr subjektiv, bevor sich gleich wieder jemand betroffen fühlt ;-)

    • Die Idee hatte ich auch! Seit Google Maps nicht mehr als Standard-App in IOS zu setzen war, habe ich mich aus dem fast komplett aus dem Apple Universum verabschiedet (ein iPad Air) ist gebieben). Vielleicht denken noch andere so: Kein Spotify – kein iPhone!

  • Ich nutze nur Spotify und nicht Apple Music, aber da kann ich ganz klar Apple verstehen. Soll Spotify doch woanders Werbung dafür machen, geht doch.

  • Gar nicht blöd von den Spotify-Kollegen.
    Auch schlechte Nachrichten sind Werbung: „any publicity is good Publicity“

  • Geblockt, weil ein Link in der App auf FAQ im Netz verweist, in denen dann eine Android-Version erwähnt wird? Es ist einfach nur noch lä.cherlich. Bringt bitte den Lightning-Sound, damit sich noch mehr Leute ärgern. Wird Zeit, dass das iPhone das Schicksal von Windows Mobile/Blackberry/Nokia ereilt.

  • Passender und witziger Kommentar aus dem Macrumors-Forum zu den Kaufgerüchten um Tidal:

    Tim: We need to make Apple Music a success!
    Eddy: People are going to Tidal for exclusives and Spotify because it doesn’t suck.
    Tim: Hmm. We can just buy Tidal.
    Eddy: What about Spotify?
    Tim: Too expensive. Just pull their App from the Store.
    Legal: Um

  • Nur weil es Apples Kaufhaus ist, darf Apple dort nicht tun und lassen was es will. Auch Apple muss sich an geltende Gesetze halten und wenn diesbezüglich Rechtsunsicherheit besteht, dann sollte dies von einem Gericht geprüft werden, um Rechtssicherheit herzustellen. Vielleicht ging es schon vielen Entwicklern so, jedoch wollten oder konnten diese sich nicht vor Gericht mit Apple anlegen. Im Prinzip hilft dies mind. den Amerikanischen Entwicklern weiter, denn diese wissen dann genau was rechtlich Sache ist.

  • In diesem Zusammenhang:
    Auf meinem iPhone SE erscheint Spotify noch im alten Gewand, d.h. die neuen Buttons am unteren Bildschirmrand sind nicht vorhanden, so daß ich immer in das Hauptmenü zurück nach links wischen muß.

    Hat hier Apple auch das Update unterbunden?

  • Apple Music ist der letzte Dreck! Lieber Wechsel ich das Telefon als mich bei Apple Music anmelden zu müssen. Armselig das Verhalten von Apple! Hoffentlich hat spotify Erfolg.

  • Ich bin voll und ganz von Spotify überzeugt. Mit diesem Angebot bin ich auch zu Premium gewechselt. Ich bleibe auch dabei. Besonders die Einbindung in Djay 2/Pro gefällt mir gut.
    Ich finde aber Apple hat schon recht. Klar, es gefällt mir nicht, aber so ist es nun mal. Früher habe ich Angebote, die man nicht auch per Apple kaufen/leihen oder per Abo nutzen konnte, eben nicht genutzt. Spotify kann sich aber als einer der wenigen Anbieter darüber erheben. Die Werbung für dieses Angebot kam ja über genügend Kanäle.

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