iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 37 906 Artikel

Neues Ausnahmeprogramm startet

Der Markt bewegt sich: Google rückt weiter von 30%-Regel ab

Artikel auf Mastodon teilen.
14 Kommentare 14

Wer Smartphone-Applikationen entwickelt, der tut dies entweder für Googles Android-Plattform oder für Apples iOS-Geräte. Wer beide Systeme bedient ist in der Lage so ziemlich jeden Smartphone-Nutzer der Welt mit seinen Anwendungen zu erreichen. Entsprechend relevant sind die Änderungen, die eines der beiden dominierenden Betriebssysteme betreffen auch für das andere.

Small Business

Ein Beispiel: Die Einführung der von 30% auf 15% reduzieren Umsatzbeteiligung, die Apple Ende 2020 angekündigt hat und seit Jahresanfang all jenen Entwicklern auf Nachfrage anbietet, die weniger als 1 Million Dollar Umsatz im App Store erwirtschaften.

Erst kopierte Google das „Small Business Program“

Apple bezeichnet das Projekt, mit dem der Konzern regulierenden Eingriffen der Behörden zuvorkommen wollte als „Small Business Program“ und motivierte Google dazu nur wenige Monate später eine ähnliche Initiative von der Leine zu lassen.

118 Tage nachdem Apple das „Small Business Program“ einführte kündigte Google Mitte März an, auch von den im Play Store aktiven Entwicklern deutlich weniger verlangen zu wollen. Statt des bis dahin gültigen Regelsatzes von 30% zieht Google von der jeweils ersten im Kalenderjahr erwirtschafteten Million nur 15 Prozent ab. Ganz unabhängig davon, wie viel Geld der Entwickler im Vorjahr verdient hat.

Jetzt folgt das „Play Media Experience Program“

Nun hat Google bekanntgegeben, die reduzierte Umsatzbeteiligung von 15% auch Play-Store-Großverdienern anzubieten die Videos, Audioinhalte und Bücher offerieren. Google nennt die neue Ausnahmeregelung „Play Media Experience Program“ und verlangt von interessierten Entwicklern lediglich, dass diese ihre Apps dahingehend optimieren, dass diese besser mit Googles Technologien zusammenarbeiten. Spezifisch stellt Google die folgenden Anforderungen:

  • Video – Für Hochwertige Videoinhalte für das Wohnzimmer; erfordert Integrationen mit Android TV, Google TV und Google Cast.
  • Audio – Für Musik-Streaming und Audio-Dienste, die überall funktionieren; erfordert Integrationen mit Wear OS, Android Auto, Android TV und Google Cast.
  • Bücher – Für ein überzeugendes Leseerlebnis auf größeren Bildschirmen; optimiertes Erlebnis auf Tablets, Foldables und Integration mit dem neuen Entertainment Space.

Eine neue Ausnahmeregelung an der sich auch Apple orientieren könnte. Einzelnen Anbietern wie Amazon räumt Apple bekanntlich bereits Sonderkonditionen im App Store an.

24. Jun 2021 um 14:24 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    14 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Passend dazu das neue Video von Simplicissimus: Warum deine Apps zu teuer sind.
    Da sollte dann auch der letzte verstanden haben, dass es zurzeit mit dem App Store ein Monopol gibt. Und dass die Dummen eben wir Nutzer sind.

      • Wird in dem Video auch aufgegriffen. Da heißt es, auch Google nutzt seine Stellung aus.

      • Richtig, da bei Android auch andere Stores einfach eingebunden werden können und die manuelle Installation von Apps möglich ist. Alles ohne Root (Jailbreak) oder sonstiges.

        Bei Apple gibt’s wieviel Stores oder alternative Möglichkeiten Apps zu installieren?

    • Jetzt erzähl doch mal, welche Apps 15% billiger geworden sind, nachdem Apple die Umsatzbeteiligung für kleinere Entwickler von 30 auf 15% gesenkt hat – und genauso viele wird es auch geben, wenn die generell gesenkt wird.

      Auch von diesen Apps, wo Google die Provision gesenkt hat wird mit Sicherheit so gut wie keine auch nur einen Cent billiger werden.

      • Es kommt den Entwicklern zu gute. Es muss nicht immer beim End-Verbraucher ankommen. Doch wenn es dadurch dem „kleinen“ gut geht ist es im Endeffekt auch besser für die Gesellschaft. Die wenige Millionen die zb. Apple an Spenden und Unterstützung der Bevölkerung ausgibt sind zu gering und geht meist nur um Image. Doch wenn Selbstständige oder Unternehmer mehr Umsatz haben ist die Hoffnung das die Mitarbeiter besser bezahlt werden und einen sicheren Arbeitsplatz haben. Ist halt alles ein Kreislauf. Letz endlich trinken alle aus einem Becher.

    • ich bin schon dafür das Apple oder Google für das bereitstellen von ihren App Stores etwas bekommen sollen.Infrastruktur wie Server oder auch Personal kosten auch.
      Für mich wäre da eine Deckelung von 5-max. 10 % ok.

    • Dieser YouTube Kanal hat teilweise so komische Videos mit teilweise schlecht recherchierten Inhalten oder Unwahrheiten. Betrifft nicht unbedingt dieses Video, aber da hab ich mein „Vertrauen“ verloren

  • Bitte passt eure Überschrift an: das Programm gab es schon immer. War vielleicht nur nicht öffentlich.

  • Man will nur der Zerschlagung der jeweiligen Einzelstores zuvorkommen. Wird aber wohl nix nutzen.

  • Da Google ja so ein gutes Vorbild in Sachen System-Anpassung ist…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 37906 Artikel in den vergangenen 6168 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven