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Bei 3Fun noch genauer

Dating-Apps: Lovoo-Nutzer lassen sich orten

36 Kommentare 36

Gleich zwei Dating-App stehen kurz vor dem Wochenende in der Kritik und müssen sich vorwerfen lassen, zu wenig Wert auf die Privatsphäre ihrer Anwender gelegt zu haben.

So lässt sich etwa der Aufenthaltsort von Nutzern der auch in Deutschland populären Dating-Applikation Lovoo auf 30 bis 50 Meter genau feststellen.

Loovoo Standort

Loovoo: BR-Journalisten demonstrieren die Ortung

Dies haben Datenjournalisten des Bayerischen Rundfunks für das „Netzmagazin“ in Erfahrung gebracht.

Zwar würde Lovoo nur ungefähre Entfernungen zum Dating-Partner anzeigen, werden diese jedoch über mehrere Tage hinweg beobachtet, lässt sich der Standort relativ genau bestimmen:

Datenjournalisten des BR haben in einem Test über mehrere Tage hinweg Standorte von Lovoo-Nutzern aufgezeichnet. Mit diesen Standortdaten ist es möglich, Bewegungsprofile zu erstellen und Rückschlüsse auf Wohn- und Arbeitsorte zu ziehen. Kombiniert werden kann der Standortverlauf außerdem mit weiteren Profilinformationen wie der sexuellen Orientierung oder den hinterlegten Bildern. […]

Auf BR-Anfrage teilt Lovoo mit: „Um die Daten unserer Nutzer zu schützen, setzen wir eine Vielzahl von technischen und organisatorischen Maßnahmen ein.“ Unter anderem würden „ausschließlich ungenaue Koordinaten und Distanzen“ der Nutzer verschickt, um einen Rückschluss auf den genauen Standort zu verhindern. Doch offensichtlich reichen die Maßnahmen nicht aus – wie die Recherchen zeigen. Die Reporter konnten Nutzer auf 30 bis 50 Meter genau orten.

Die Erkenntnisse werden in der Sendung „Netzmagazin“ am 11.08.2019 um 18:35 Uhr präsentiert.

Bei 3Fun noch genauer

Noch einen Zacken schärfer ist es um das Datenschutz-Verständnis der vor allem in den USA beliebten Anwendung 3Fun bestellt, die zum Anbändeln von „Dreiern“ sowohl von Pärchen als auch von Singles genutzt wird.

3Fun übermittelt die Standorte der suchenden Anwender im Klartext an die Smartphones seiner Nutzer.

3fun

3Fun spürt Nutzer im Weißen Haus auf

Am Rechner lassen sich die übertragenen GPS-Koordinaten nicht nur mitlesen, mit dem nötigen Hintergrundwissen kann die eigene Position auch nach Belieben manipuliert und so dazu genutzt werden, ausgesuchte Bereiche systematisch auf Nutzer des Dienstes zu prüfen.

Mit Dank an Freddy!

Freitag, 09. Aug 2019, 9:57 Uhr — Nicolas
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  • ja mei…

    Jeder klickt auf „AGB und Datenschutzerklärung“ gelesen.
    Wenn dann noch bei Nachfrage iOS die Standortfreigabe eingeschaltet wird,
    sehe ich jetzt kein Problem.
    Der User ist selber schuld…

    Insofern alles OK.

    • Bringt mal lieber eine News das sich Hawaii nun doch von Android verabschiedet. Stichwort: HarmonyOS. Endlich mal wieder ein 3. Player!

      • Wusste gar nicht das die Hawaiiinseln jetzt auch Smartphone Betriebssysteme bastelt. ;)

      • Keine Ahnung wo du das her haben willst. Huawai hat ein OS präsentiert,welches aktuell seinen Verwendungszweck in IoT Geräten,Autos usw finden soll. Ein Smartphone soll geplant sein,aber dazu gibt es nun noch weniger Infos. Und solange Huawei auf Android zurückgreifen kann, solange wird das sicherlich auch das Hauptaugenmerk von Huawei sein. Mit HarmonyOS wird es sicherlich erstmal wie mit Tizen laufen. Hier ist die Anzahl der Smartphones seit Jahren sehr überschaubar, obwohl Samsung mehr draus machen könnte.
        Aber bei einem Punkt gebe ich dir Recht,mehr Konkurrenz wäre nicht verkehrt.

      • Ein System wo alles über einen Zentralen Server laufen soll? Ist das Dein Ernst?
        Grauenvolle Vorstellung

      • In einen anderen Portal hat Huawai bestätigt das es auch Android ersetzen könnte in Zukunft. Und was könnte wird es so definitiv kommen. Vor allem wegen den Handelskriegen definitiv! Lassen wir mal 1-2 Jahre vergehen.

        Hawaii war die Autokorrektur.

      • Wie du schon sagtest: könnte. Tizen wurde auch als Android Alternative betrachtet und war sogar halbwegs bekannt. Und wenn Samsung will könnte es in kürzester Zeit komplett umschwenken. Aber Android hat als OS halt einiges an Bekanntheit. Hier was neues durchzuprügeln wird nicht einfach.

      • HarmonyOS soll der Spaß heißen und asap anlaufen.

  • Das ist doch super.
    Somit finden die Dater (schreibt man das so?) noch schneller zueinander. Und darum geht es doch oder?

  • Dann vielleicht doch lieber, Entschuldigung, kann ich mir ihr „Feuer“ leihen oder dergleichen.
    Obwohl so ein Dating schon spannend sein kann;vor allem wenn sich offenbart, dass die Dame 10 Jahre älter ist als angegeben und drei Kinder hat oder der Herr „erfolgreicher Unternehmer, weltgewandt „ ein Wurstbudenbesitzer im Gewerbegebiet ist. Wobei Wurst durchaus synonym verwendet werden kann.

  • Schneller Sex ist doch so easy :) ein quickly am Morgen kann jeder sich besorgen …

  • Also die Ortung bei Lovoo ist nicht nur bekannt sondern wurde als Feature seit dem Release vermarktet.

  • Bei PlanetRomeo kann man es auch SEHR genau orten. Einfach den eigenen Standort verändern und schön schafft man es mit wenig Mühe, wen auf 3 Meter genau zu Orten. In meiner Nachbarschaft weiß ich exakt, wo die Leute wohnen (was aber ok ist, da man sich mit der Zeit befreundet hat). Dennoch, uncool. Man könnte das etwas mehr einschränken.

    • @Marvin bei Grindr auch – nur wird man da geblockt, wenn man den Standort in zu kurzer Zeit zu häufig ändert. Und ja, auch am iPhone kann man den GPS Standort ohne jailbreak faken ;)

      • Bei Grindr kenne ich auf dem iPhone keine Möglichkeit, dies zu machen. Aber bin da schon länger nicht mehr. In meinem Dorf hier, kannst damit nichts reißen. Haha

      • @nic, wie geht das mit dem GPS-Standort am iPhone?

      • Oder meinst Du den Standort in der Romeo-App selbst? Den kann man natürlich manuell verändern. Das erkennen die anderen Nutzer dann aber an der fehlenden Kompassnadel.

  • Die Ortung war bereits vor vielen Jahren möglich mit der Standard App von Lovoo ohne Spezialsoftware, Dies hatte ich dem Support von Lovoo ca. im Jahr 2012/2013 per Mail ausführlich beschrieben.

    Sehr bedenklich, wenn einer Frau ein Stalker auflauert.

    Der Heimatort, bzw. Aufenthaltsort war schon damals auf ca. 50m genau zu orten!

  • Ich verstehe die Aufregung nicht. Das ist doch bei Lovoo ein alter Schuh und jeder akzeptiert die AGBs, bzw. hat den Ortungsdienste auf seinem Smartphone aktiviert.
    Ich habe vor 5 1/2 Jahren meine Frau bei Lovoo kennengelernt – tolle App :)

    • Sehr romantische Geschichte die man doch gern den bekannten und Verwandten erzählt…

      • Genau, bessere wäre natürlich gewesen die beiden hätten sich nie kennengelernt, weil ständig jemand fragt woher sie sich kennen.
        Ich denke im Jahre 2019 ist das nichts abwegiges/besonderes mehr.

      • Ob es romantischer ist sich wie früher in der Disco kennenzulernen und auf den Klo oder im Wagen raumzumachen? Dann lieber so Daten und direkt die Wohnung des potentiellen Partners anschauen.

      • Wenn das deine Beziehung bestimmt hast du n anderes Problem

  • Ich kenne diese Apps nicht, aber was ist nun da ein „Skandal“ die Nutzer haben sicherlich selber der Ortung zugestimmt und wissen das sie geortet werden.

  • Die Anzahl der ungewollten Schwangerschaften ist doch ein Indiz dafür, das Würstchen in den Schlafrock stecken, wichtiger für viele ist, als alles andere.

    Leute die so eine App benötigen, dürfte die Ortung am Poppes vorbei gehen, Hauptsache der Lümmel kann versteckt werden.

    • Na, das ist aber sehr simpel analysiert.
      Was ist denn dann die Intention der Damen nach deinem Verständnis?

      • Wahrscheinlich das die ein Lümmel mal wieder bekommen wenn es unten wieder juckt.

      • Markus, also wirklich. Denner hat da absolut recht. Wer wirklich glaubt, es wäre anders, der läuft blind und taub durch die Welt. ;-)

      • Du hast nicht verstanden, was ich meinte…

      • Wo ist das Simpel ?

        Diese Apps sind garantiert nicht dafür gemacht, die Liebe seines Lebens zu finden.

        Da hat @Fakt schon recht

  • Da man die Daten alle 15 Minuten über eine api der lovoo-App automatisiert abfragen kann, benötigt man nichtmal einige Tage, um ein ziemlich guten Eindruck einer fremden Person zu bekommen.

    Evtl sollte auch Grindr erwähnt werden, bei dem genau ein solches Prinzip genutzt wurde, um homosexuelle in Ägypten zu verfolgen und zu inhaftieren. Damit auch die letzten Mal verstehen, wieso solche Möglichkeiten gefährlich sind.

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