Führerschein Ende 2026, Perso ab 2027
Das digitale Führungszeugnis kommt noch dieses Jahr
Nach dem Fahrzeugschein, jetzt das Führungszeugnis: Die Bundesregierung treibt die Digitalisierung zentraler Verwaltungsleistungen voran. Mit einem neu beschlossenen Gesetzentwurf sollen Abläufe vereinfacht, Bearbeitungszeiten verkürzt und der Zugang zu staatlichen Leistungen erleichtert werden.
Dafür fokussiert sich das Kabinett aktuell auf die Ausweitung notarieller Online-Verfahren sowie die Einführung eines digitalen Führungszeugnisses. Beide Maßnahmen zielen darauf, bislang papiergebundene Angebote in verlässliche digitale Dienstleistungen zu überführen.
Notarielle Verfahren per Videokommunikation
Notarielle Beurkundungen und Beglaubigungen sind für viele wirtschaftliche und rechtliche Vorgänge erforderlich. Dazu zählen unter anderem Unternehmensgründungen und Einträge in öffentliche Register. Künftig sollen weitere dieser Schritte per Videokommunikation möglich sein. Die Identitätsprüfung und die rechtliche Beratung erfolgen dabei digital, bleiben aber rechtssicher ausgestaltet. Ein zusätzlicher Termin vor Ort wird in vielen Fällen entbehrlich.
- iKfz-App: Digitaler Führerschein soll Ende 2026 kommen
- Personalausweis ab Januar 2027 digital auf dem iPhone
Durch die Ausweitung der Online-Verfahren verringert sich der organisatorische Aufwand für Unternehmen und Gründer. Zeitintensive Anfahrten und Terminabstimmungen entfallen häufiger. Gleichzeitig bleibt die Funktion des Notars als unabhängige Instanz erhalten. Das Gesetz schafft hierfür den rechtlichen Rahmen und erweitert bestehende digitale Angebote, die bislang nur für ausgewählte Vorgänge zur Verfügung standen.
Digitales Führungszeugnis noch 2026
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Digitalisierung des Führungszeugnisses. Jährlich werden in Deutschland mehrere Millionen dieser Dokumente beantragt. Bisher erfolgt die Ausstellung überwiegend in Papierform, was mit Wartezeiten und Medienwechseln verbunden ist. Künftig soll das Führungszeugnis nicht nur digital angefordert, sondern auch bereitgestellt werden können.
Das jetzt vorgestellte Gesetz legt die rechtlichen Voraussetzungen für den digitalen Abruf fest. Der Rollout ist für das laufende Jahr vorgesehen. Antragstellung, Übermittlung und Weitergabe sollen dadurch beschleunigt werden. Für Antragsteller entfällt der postalische Versand, Arbeitgeber erhalten die Unterlagen schneller und in standardisierter Form.

Willkommen im Jar 2000.
Mach’s besser. Vor allen Dingen im Punkt Rechtschreibung.
Danke für den konstruktiven Beitrag.
Auch im Jahr 2000 wurde es schon mit „h“ geschrieben, meine Güte.
Den Senf dazu geben aber die Rechtschreibung nicht beherrschen.
Sehr wahr :D
Besser spät als nie
Hättest mal besser die fehlenden 26 Jahre in deine Rechtschreibung investiert.
…als nur unqualifiziert zu meckern…
Ob es denn auch günstiger (für den Bürger) wird?
alleine der geringere Zeitaufwand ist schon positiv genug.
Im Ehrenamt kostet es übrigens nichts.
Sind 13 Euro für dich viel?
Ich fänd es praktisch, immer alle „Papiere“ dabei zu haben. Freu mich drauf.
+ 1
ja, ich warte schon gespannt auf den ditigalen Führerschein. Weiß jemand, ob/wann der kommt, oder gibt es den sogar schon?
Scoo, einfach Artikel lesen.
Oh, erwischt :)
Woher kommt der Glaube, dass durch IT die Kosten sinken? Das ist ein Missverständnis. IT ist wesentlich teurer als Aktenordner und Kugelschreiber. Lediglich die Effizienz wird durch IT gesteigert. Da aber die Bevölkerungszahl +/- gleich bleibt gibt es keinen Vorteil durch Effizienssteigerung, aber höhere Kosten. Ergo wird es eher teurer als billiger für den Bürger.
Selten so einen Unfug gehört…
@Addi Das klingt total interessant, hast du mal ein paar Links damit ich da weiter einlesen kann? Vielen Dank für das Teilen von deinem Wissen!
Hey Leute, das bezog sich auf die Vermutung, dass es doch jetzt eigentlich billiger werden müsste für den Bürger. Dafür gibt es aber absolut keinen Grund.
IT in der öffentlichen Verwaltung bringt keine direkten Kostenvorteile, da dort mit Sicherheit kein Personal eingespart wird. Es erhöht aber den Komfort für den Bürger und drückt indirekt Kosten durch weniger Aufwand für den Bürger. Die Hoffnung auf eine Gebührensenkung ist unbegründet. Für diese Erkenntnis braucht es keinen Link, sondern einfach nur gesunden Menschenverstand.
Wie oft brauchst du bitte ein Führungszeugnis?
Bei jeder Bewerbung
Und in Estland gibt es seit 10 Jahren 0% Behördengänge und 100% digitale Bürokratie. Wahnsinn, wie viele Jahrzehnte wir hinterher sind.
Für die Raute aus der Uckermark war das alles Neuland. Und wenn man Verantwortung für Digitalisierung jahrelang an die vertrottelten Hinterwäldler der CSU gibt, darf sich nicht wundern, dass wir noch immer in der digitalen Steinzeit wandeln.
Entweder meckern wir alle weiter rum oder freuen uns einfach darüber, dass dieser Schritt nun kommt. Hauptsache meckern
+1
Also 10 Jahre wären dann exakt 1 Jahrzehnt.
Estland hat auch den kleinen aber feinen Vorteil das sie weniger Einwohner haben als M-V und ihren gesamten Staat in den 90ern völlig neu aufgebaut und zentral organisiert haben.
Und vermutlich gibt es da deutlich weniger Digitalisierungsfeinde in der Bevölkerung als hier, die schon den RFID Chip im Perso als Werkzeug der Totalüberwachung ansehen.
Estland hat etwa 1,3 Mio. Einwohner, das entspricht etwa einem Drittel von Berlin. In solch einem Umfang ist die Einführung digitaler Prozesse natürlich einfacher und schneller machbar.
Das entschuldigt natürlich nicht die Versäumnisse der diversen Bundesregierungen, aber selbst wenn man da energischer vorgegangen wäre in den letzten Jahren, wäre man sicherlich noch nicht auf dem estnischen Level.
wieso? Wenn man das einmal für z.B. 10 Leute macht und die geltende Gesetzgebung berücksichtigt hat, muss es doch nur aufskaliert werden? Ist dann reine Rechenleistung / Datenbank-Kapazität im RZ und Software-Ausrollung in den Ämtern.
Was hat Digitalisierung mit der Menge der Nutzer zu tun? Genau da setzt doch Digitalisierung positiv an. Meinst du, ein Prozess für 1 Million Menschen oder 80 Millionen Menschen unterscheidet sich??
Wir haben zum Beispiel mehrere Bundesländer, die eigene Dokumente haben und jedes Bundesland will mitreden. Eine Gesamtdeutsche Lösung zu verschiedenen Themen dauert dadurch automatisch länger.
Und wie oben schon erwähnt, in D ist der Widerstand gegen Digitalisierung sehr hoch.
Wie war das: Nur Bares ist Wahres.
Hätte der Bürger nicht immer rückschrittliche Parteien gewählt, wären wir auch schon weiter.
Wenn ich als Kassierer an einer Supermarktkasse immer wieder von der Technologiefeindlichkeit der Kunden höre („Ich zahle bar, nur bar ist Freiheit“, „Ich nutze keine App, ich lass‘ mich doch nicht komplett überwachen“), glaube ich ehrlich gesagt, dass die Politik in Deutschland sich schon eher an der Geschwindigkeit der Wähler orientiert. Alles was noch früher gekommen wäre, hätte einen Großteil der Bevölkerung völlig überrannt. So kommt es halt wohldosiert, damit jeder die Chance hat noch auf den Zug aufzuspringen.
Stimmt, wir werden ziemlich rückständige Parteien.
Aber es gibt nun mal keine fortschrittlichen Parteien.
Wer soll es sein?
ich glaube die Blauen wollen ganz finstere Zeiten reaktivieren…
wählen… nich „werden“
Bitte alles in einer App!
Hahaha, das kriegen die im Leben nicht hin!
Dann wird wieder was von „gläserner Bürger“ und „Totalüberwachung“ geschrien.
Auch mein Reden. Ich will EINE „Deutschland-App“ mit EINER UI für alle Dienstleistungen. Macht die ganzen lokalen Behörden halt platt oder verdonnert sie auf eine einheitliche IT-Struktur. Dazu bitte endlich mal den Ausweis und Führerschein in die App. Das ist für mich die größte Pest. Was will ich mit dem Führungszeugnis, wenn nicht mal die Basics per App klappen.
Da macht unser Feuderalismus nicht mit. 1,2 Bundesländer machen bestimmt wieder ihr Ding, siehe Grundsteuer.
Bayern :D
Und zwar im Wallet. Ich will mein Handy nicht entsperren müssen, um den Führerschein vorzuzeigen.
Deutsche Ausweispapiere in einer amerikanischen Wallet. Super, wenn der geistesgestörte Orangentyp dann Zölle für den Zugang verlangt, wenn er nicht…sagen wir mal Frankreich bekommt…oder Luxemburg. Irgendwas fällt dem Bekloppten sicher ein.
Nein, die sensiblen Daten der iOS Wallet, wie Zahlungsdetails für Apple Pay, verlassen das iPhone nicht in unverschlüsselter Form. Sie werden lokal im Secure Element des Geräts gespeichert, einem speziellen, isolierten Chip.
Geführter Zugriff ;-)
Welcher Teil von „der Clown nimmt sich die Macht iOS User mit Strafzöllen zu belegen“ ist unklar?
Wenn die Regierungen in Europa nicht das tun was der Bekloppte will. Wie soll man das iOS Gerät dann bitte schön nutzen wenn Apple es per Befehl der Irren sperren muss?
Warum meckern und bashen eigentlich alle mittlerweile wenn es Fortschritt gibt und es angeblich überall anders so viel besser ist!?
Ich finde es gibt im Bereich der Digitalisierung seit Jahren einen vernünftigen Fortschritt.
Natürlich geht es immer Besser (z.B. die Umsetzung der ePA) aber über den digitalen Fahrzeugschein habe ich mich richtig gefreut! Digitale Rezepte und ELSTER laufen seit Jahren super. Eezy in NRW für den ÖPNV ist ein weiteres Highlight seit Jahresbeginn.
Danke, sehe ich auch so. Meckern kann jeder, dass können schon Zweijährige
+1
So ist das heut leider.
Ein Volk von Nörglern und Besserwissern. Die selbst leider nichts gebacken bekommen. Von Jung bis Alt.
Das sind die Personen, die grundsätzlich meckern. Egal, ob Deutschland hinterher hinkt oder etwas liefert. Schlimm.
Dann muss man ja dann sein Handy der Polzei aushändigen, wenn der Führerschein überprüft wir bei einer Verkehrskontrolle. Will ich das?
Nein musst du nicht, du musst den Führerschein VORZEIGEN
Sehr schön.
Es geht langsam – aber es tut sich was.
D hat halt das Problem das hier alle immer gleich „gläserner Bürger“ schreien, und dadurch alles abgeklopft werden muss bevor sich was tut.
Aber Hauptsache die Payback Karte und Lidl+ griffbereit haben ;).
+1
GLÄSERNER BÜRGER!!!11elf :D
Payback & Co kennen uns besser als der deutsche Staat es je könnte
Schade das wir unbedingt nationale Lösungen brauchen. Es wäre viel günstiger und schneller, wenn man dieses Denken hinter sich lassen könnte und die Bürgerapp vom Nachbarn aus dem Norden übernimmt. Da kann ma seit vielen Jahren alle Dienstleistungen digital zentral in einer App erledigen.
Ist programmiert – Praxis erprobt – funktioniert… Aber nein…. lieber tröpfchenweise eigene insellösungen.
Aber um positiv zu Enden: es geht wenigstens voran.
NEULAND
Tja, das was Bolivien vor 12 Jahren geschaffen hat ist jetzt bei ins in der Bananenrepublik zumindest angekündigt… der Waaaahnsinn
Och nee, würd einem Polizisten mein entsperrtes Telefon nicht aushändigen wollen. Wenn man kontrolliert wird wollen die einem nichts Gutes!
Wer sagt was von aushändigen? Vorzeigen muss man ihn, mehr nicht.
Die Frage sollte sein: wann kommt die universelle ID für jeden Bürger für alles (inkl. epa, führerschein, ausweis aber auch Ärtztl. Überweisungen etc etc).
Frage ich mich schon lange.
Und wenn sie dann im digitalen 1984 leben, will es so keiner gewollt haben! Schöne neue Welt…
Nutzt du WhatsApp, PAYBACK? Das ist Ausverkauf deiner Daten an die Privatwirtschaft und völlig unkontrollierter Missbrauch.
Es gibt zahlreiche Menschen die ohne auskommen. Vor allem Paypack? Wtf
Das denke ich auch: Die Mehrheit der Bürger schreit schon auf, wenn sie nur das Wort Digitalisierung hört.
Sofort gibt sich die Mehrheit als oberster Bedenkenträger in Sachen Datensicherheit und Überwachung.
Sicherlich nicht unbegründet. Sicherlich ist Skepsis gegenüber der Obrigkeit auch nicht falsch, ….
…. Aber so kommen wir keinen Schritt weiter
Ich sehe den Punkt.
Das Problem: die gleichen Leute benutzen Payback, Rewe plus und andere Punktesysteme (weil sie damit „Geld sparen wollen)oder sind halt bei Facebook, TikTok und Co. unterwegs. Klar, ist kostenfrei (bezahlt wird das aber mit deinen Daten). Und ich würde mal mindestens die gleichen hohen, staatlichen Hürden anlegen wie bei Bankdaten. Das scheint mir beim Staat erstmal vertrauenswürdiger zu sein als bei privaten Unternehmen (egal ob in Europa oder außerhalb Europas).
Auf jeden Fall, so, wie er schon 2025 und 2024 kommen sollte. Habe ich ein Jahr vergessen?