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Alle UK-Konten werden geschlossen

Brexit-Folgen: N26 zieht sich aus Großbritannien zurück

40 Kommentare 40

Britische Kunden von N26 bekommen den Brexit frühzeitig zu spüren. Die Bank schließt zum 15. April 2020 alle Konten in Großbritannien. Neue Konteneröffnungen sind bereits jetzt nicht mehr möglich.

N26 You

Hintergrund ist offenbar, dass N26 über eine europäische Banklizenz verfügt und somit nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU die rechtliche Grundlage für das Angebot dort fehlt. Man darf davon ausgehen, dass die Bank den Aufwand, die nötigen Voraussetzungen für den Weiterbetrieb in Großbritannien zu schaffen als zu aufwändig, wenn nicht unmöglich betrachtet und sich in der Folge auch weitere europaweit agierende Finanzdienstleister zu ähnlichen Schlüssen gezwungen sehen.

Auf deutsche N26-Kunden hat dies keinerlei Auswirkungen, die von der Bank ausgegebenen Zahlungsmittel können natürlich weiterhin auch in Großbritannien verwendet werden. Die Entscheidung der Bank darf man jedoch durchaus als ersten Vorgeschmack auf unzählige kleine, in der Summe aber massive Beeinträchtigungen verbuchen, die der Brexit nicht nur für Großbritannien, sondern auch für europaweit tätige Unternehmen zur Folge hat.

In einer Stellungnahme betont N26, dass die Entscheidung keinerlei Einfluss auf die weitere Strategie und den Erfolg des Unternehmens hat:

Wenngleich wir Großbritannien verlassen, werden wir unsere Mission fortsetzen, das globale Bankgeschäft durch Innovation und die Kraft der Technologie radikal zu verändern. Dies bedeutet Wachstum innerhalb der Europäischen Union, wo wir kürzlich die 5-Millionen-Kunden-Marke überschritten haben, den Aufbau unserer Präsenz in den USA, einem der attraktivsten globalen Bankenmärkte weltweit, und die Expansion in neue Länder.

Mittwoch, 12. Feb 2020, 8:21 Uhr — chris
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  • Sehr geil… und das ist erst der Anfang :-D

      • Teddy findet, dass die Engländer für die Probleme, die jetzt folgen werden, selbst verantwortlich sind. Zumindest die, die pro Brexit gestimmt haben.
        Und ja, sehe ich ähnlich wie Teddy.
        Erinnere mich an eine angeregte Diskussion mit britischen Touristen. Sie waren sich so sicher, dass es England danach besser gehen würde. Ich glaube bis heute nicht daran.

      • Geht es einem Wolf der sein Rudel verlässt besser?

      • Ja, da sehe ich mich auch. Keine Ahnung wie so viele Leute so dumm sein können, sich nicht richtig zu informieren über die EU und was in ihrem Land von der EU abhängt.
        Aber wenn ich mir alleine schon angucke, wie die Brexit-Verhandlungen sich gezogen haben, dann ist dieses eine Jahr Übergang zur Einigung über Handelsabkommen mit diversen Staaten einfach nur eines: der Sieg der Brexit-Hardliner. Die müssen jetzt nur nich alles blockieren und schwupp ist der no-Deal Brexit da! Natürlich Selektion betrifft halt nicht nur Genetik sondern auch Staaten :)

      • Genau das was auch Jonas schon schrieb… die Engländer/Briten werden es noch bereuen und ja, auch die EU wird es zunächst merken aber deutlich leichter über den Brexit hinwegkommen als die Briten… ich freue mich schon auf die Hiobsbotschaften aus London in den kommenden Jahren

      • @Juls. Wie so viele Leute so dumm sein können? Man muss nur mal in die Welt gucken. Die besteht zum Großteil aus dummen Leuten.
        Manche wählen ne Orange als Präsidenten, manche wählen aus der EU auszutreten, wieder andere wählen Rechtsradikale die sich als Partei tarnen, usw. usw….

      • @Nimo: Ja

      • Oder auf die Autobahn gucken.. wie viele Unfälle ich schon gehabt hätte, wenn ich nicht für andere mitdenken würde.. nur noch unfassbar.. und das ist der Spiegel unserer Gesellschaft.

      • Ich finde Schadenfreude nicht gut und wünsche den Engländern alles Gute. Nebenbei ist die Schweiz auch nicht in der EU… und gemäss Umfragen will sie auch nicht. Warum? Es geht ihr gut, durch Verschiedene Verträge und Abkommen. Auch Schengen etc… ich hoffe für die Briten das sie ebenso geschickt (ver)handeln können wie die Eidgenossen.

      • Ja, aber die Schweiz akzeptiert trotzdem die Regeln der EU.. genau wie Norwegen… und das tun diese beiden Länder weil sie freien Zugang zum europäischen Markt wollen… die Briten wollen aber nur Zugang zum Markt ohne sich an die Spielregeln halten zu müssen.. und damit werden sie scheitern…

      • Ich find es auch klasse, Dummheit schützt vor Strafe nicht und mit dem Brexit ist das genauso, zumal sich die Briten eh immer nur die Rosinen raus gepickt haben (ich sage nur Pfund statt Euro)…
        Jetzt wird es halt ernst und man sieht, trotz aller Nachteile die man hatte, wie auch sämtliche Vorteile davon schwimmen.

      • Eine schlankere EU wäre ein stärkeres Remain Argument gewesen.

        Wenn es so weitergeht, wird sich die EU selbst zu Tode regulieren.

      • Die Schweiz hat bisher nur Rosinen gepflückt (bilaterale I und II). Sie tut sich schwer mit dem Rahmenabkommen.

      • Möglich aber mit den bilateralen hat es geklappt. Rosinen für die Schweiz, Kohäsionsmilliarden für die EU. Win-win

      • @Fiddler: Die EU ist extrem schlank. Dank der einheitlichen Regulierung erspart die EU jede Menge bürokratischen Aufwand und senkt auch die Kosten von Unternehmen, da die EU-weite Standards nutzen können. Dadurch brauchen Unternehmen nur eine Produktzertifizierung machen und nicht mehr für jedes EU-Land nach verschiedensten Regelwerken ihre Produkte anpassen und zertifizieren lassen müssen.
        Selbst die durch Proteste wieder angeschaffte Gurkenkrümmungsverordnung wird weiterhin freiwillig angewendet, weil sie extrem sinnvoll ist.

  • Die machen es genau richtig! Ihr kriegt was ihr wollt =D

  • Das wird eher andere Gründe haben. Der N26 Start in UK war ja lang nach dem Brexit-Votum.

    In UK ist die Konkurrenz einfach viel zu stark, man hat keine großen Erfolge in UK gehabt. Durch den Brexit müsste man jetzt noch mehr Geld in die Hand nehmen, für einen verlorenen Markt. Dies will man wohl einfach nicht investieren.

    Sieht aktuell auch nicht so aus, dass viele andere folgen werden. bunq will in UK bleiben, Revolut und Monese kommen ja eh aus UK.

    • So sehe ich das auch. Ist allgemein bekannt, dass N26 keinen großen Erfolg in UK hatte.

    • Und England zieht sich selber den Stöpsel aus der Insel!

    • Ich kann mir auch gut vorstellen das einer der Gründe ist das in GB die Verschuldung relativ hoch ist und auch wenn eine Bank/FinTech prinzipiell daran (gut) verdient, aber gerade für ein FinTech ist jetzt nicht so einfach Schulden einzutreiben und dann noch was daran zu verdienen (Personal intensiv, oder man muss externe Dienstleister damit beschäftigen) … gibt also sicher Märkte die sich mehr lohnen als GB

    • Größtes Problem ist tatsächlich dass N26 eine reine EU-Bankenlizenz besitzt. Nichts anders – und damit geht’s in der UK nicht mehr.
      Und dann spielt natürlich ein, dass die Banklizenz für die UK sich mit dem Marktaufwand für N26 bei weitem nicht rechnen würde

      • @mutiger

        Natürlich ist dies der Grund, aber dies wusste man ja schon beim Start, dass die EU Lizenz eventuell „bald“ nicht mehr reichen würde.

        Jetzt will man das Geld für eine UK-Lizenz nicht mehr in die Hand nehmen.

        Allerdings weiß man ja auch noch gar nicht, ob am ende vielleicht doch die EU Lizenz reicht, da noch kein Abkommen ausgehandelt wurde.

  • Die App von N26 ist ja schon so,.. geht so. Aber ich habe nie verstanden warum in UK Revolut mit der sehr unübersichtlichen App so abgeht.

    • Weil Revolut besser wie N26 ist. Nicht immer ist eine subjektive Meinung über eine App wichtiger wie Support, Funktionen etc

    • Revolut ist massiv aggressiv in den Markt gegangen.

      Revolut verteilte Mastercards/Visa Karten wie Gummibärchen, Bewerber mussten Neukunden vorweisen, Statistiken wurden gefälscht (von Revolut zugegeben) etc

      Ich denke auch, dass Revolut selten als Hauptkonto verwendet wird. Revoluts stärken sind der schnelle Wechsel von Währungen, dazu eine leichte Möglichkeit ein Konto mit britischem Pfund und britischer Bankverbindung zu bekommen, außerhalb von UK.

      • @Teberon
        Besser ALS xD

        @HESSENbabbler
        Das ist eine Reaktion auf meinem Kommentar +1 Ok.

        Also wenn ich für mich vergleiche, dann sowieso nur Banken und Konten die ich ernsthaft benutze, wo alle meine Transaktionen stattfinden einschl. Gehalt. Aber hab mir nochmal das Interface angesehen, nachgelegt haben die auf jeden Fall. Evtl. ist es nun um einiges besser als damals. Zur Zeit bietet mir aber bunq alles was ich benötige.

  • Das ist kein Nachteil für die Menschen dort, sondern für N26, N26 verliert Kunden. Banken gibt es dort sehr viele, sogar bessere.

  • Das ist kein Verlust für die Engländer. Alles in allem können die froh sein den EU Mist endlich entkommen zu sein.

    • Und wieder ein ungebildeter Mensch..

      • ich sehe auch viele Nachteile in einer EU-Mitgliedschaft. Die Vorteile sind vermutlich etwas mehr wie die Nachteile. Jedes Land sollte aber für sich entscheiden dürfen, EU-Mitglied zu sein oder nicht. England hat lange vor der EU existiert und wird es auch danach tun.

      • @ Devin. Dumm ist wer dummes tut… bleib locker.
        Im weiteren bin ich überzogen dass Dir genau so das fundierte Wissen fehlt, um über Dummheit des Brexit zu entscheiden, wie mir. Du weisst nur das, was man dir zu wissen gibt. Und es ist nicht verwunderlich, dass Deutschland als EU-Land nicht für den Brexit ist. Also locker bleiben und weiter durch die Hose atmen. Schöner Tag noch

    • Hahahahahaha… ich hätte da noch ne Brücke zu verkaufen… Interesse? :)))

  • Unsere Firma kauft das Millionen teure Funk Equipment der Firma Comlap nicht mehr aus der Schweiz,da die Zollgebühren ins unermessliche steigen.Nun ist eine Firma aus Belgien unser neuer Lieferant.Kein Eu Mitglied zu sein,hat nicht immer Vorteile.

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