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10 Minuten mit Belkins „WeMo“: iPhone-gesteuerte Heimautomatisierung im Video

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Hardware-Produkte, die sich nicht nur über entsprechend vorbereitete iPhone-Applikationen fernsteuern lassen, sondern auch dabei helfen sollen, wiederkehrende Aufgaben im Haushalt zu automatisieren, krempeln seit Mitte des Jahres den Accessoire-Markt um.

Angefangen bei Bluetooth-Waagen und Schrittzählern, die ihre Messdaten automatisch im Heimnetzwerk und an kompatible iOS-Geräte verteilen, über Steckdosen-Adapter wie den im Oktober von uns getesteten SteckerChecker, bis hin zu LED-Lampen, Heizungs- und Stromspar-Lösungen, Thermostaten und halbautonomen Wetterstationen – die Zubehör-Hersteller buhlen seit einigen Monaten nicht mehr nur um einen Platz in der Wohnung, sondern auch um einen Platz für ihre Apps auf unseren Geräten.

Wir haben uns heute das „WeMo“-Paket des etablierten kalifornischen Zubehör-Herstellers Belkin angesehen und nehmen euch mit auf unseren ersten Testlauf der kombinierten „Home Automation“-Lösung aus Steckdosen-Adapter und Bewegungsmelder.

Das 99€ teure Bundle richtet sich an Einsteiger, die mit dem Set warm werden wollen und lässt sich bei Bedarf um weitere Einzelsteckdosen ergänzen, die für 49€ pro Stück nachgekauft werden können.

In der Box befindet sich neben dem Steckdosen-Adapter mit Status-LED und einem An/Aus-Taster auf der Vorderseite, ein Bewegungsmelder dessen Sensor an einem ca. 2 Meter langen Kabel hängt und mit entsprechendem Abstand zur Steckdose platziert werden kann.

Wir steigen mit dem positiven Ersteindruck ein: Nach dem Auspacken überrascht die „WeMo“-Familie mit einer, im Vergleich zu den am Markt erhältlichen Konkurrenzprodukten, kinderleichten Ersteinrichtung. Anstatt auf eine Basisstation angewiesen zu sein, ist jede WeMo-Komponente mit einem eigenen W-Lan Modul ausgerüstet und biete nach dem Einstecken in die Dose ein eigenes Netz an. Zu diesem verbindet man nun sein iPhone, startet die WeMo-App, benennt die angeschlossenen Dose und konfiguriert kurz, mit welchen Netzwerk sich diese in Zukunft zu verbinden haben. Fertig. Anschließend tauchen die Steckdosen im eigenen Heimnetzwerk auf uns lassen sich mit der WeMo-App fernsteuern.

Unser Video:


Direkt-Link

Die Anwendung
Im Gegensatz zu den solide und wertig verarbeiteten Hardware-Komponenten enttäuscht die „WeMo“-Applikation gleich mehrfach: Die App hat nichts mit dem auf der Schachtel abgebildetem Screenshot gemein (erinnert zudem nur entfernt an die Abbildung auf Belkins offizieller Seite), liegt nur als iPhone-App und nicht als Universal-Applikation vor und startet auf unserem iPad mini auch nach dem dritten Versuch nicht. Auf dem iPhone kämpft sich der 12MB große Download mit zwei Abstürzen durch die Ersteinrichtung und braucht nach jedem App-Start 2-3 Sekunden auf dem iPhone 5 um uns überhaupt mit einer nutzbaren Oberfläche zu begrüßen.

Hat man sich mit den Menu-Punkten der App vertraut gemacht, lassen sich die automatisch erkannten Geräte zwar relativ schmerzfrei anlegen, konfigurieren und mit Zeit-Regeln versehen, durch den langen Start und die etwas unaufgeräumte Oberfläche dauert der Zugriff auf die Heim-Steckdosen nach dem „Kaltstart aber zu lange für unseren Geschmack.

Den Fernzugriff – eigentlich soll sich die WeMo-Familie auch von Unterwegs bedienen lassen – haben wir trotz zahlreicher Online-Abstecher in das Belkin Support-Forum, einem Reset des eigenen Routers und dem gewissenhaften Mehrfach-Check der aktiven Portregeln – nicht aktiviert bekommen. Die App findet unsere Dosen aus dem Telekom-Netz einfach nicht.

Unser Fazit fällt dementsprechend zurückhaltend aus:
Glücklicherweise sollten sich alle angesprochenen Kritikpunkte mit einer Aktualisierung der App lösen lassen. Die Hardware-Komponenten sind wie bereits erwähnt tadellos gefertigt. Der Bewegungssensor erkennt Bewegungen in Entfernungen von bis zu drei Metern. Das An- und Ausschalten der Komponenten erfolgt fast ohne Verzögerung. Taster, Zeitregeln und WiFi-Konnektivität funktionieren ohne Aussetzer.

Das System und vor allem die WeMo-App wirken jedoch noch jung und unausgereift.

Randnotiz: Die Rezensionen im App Store erschrecken. Das für den von zahlreichen Nutzern beschriebenen Fehler verantwortliche Firmware-Update wurde von Belkin jedoch bereits zurückgezogen.

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13. Dez 2012 um 15:17 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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