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Startschuss am 3. Mai

Apples Prozess-Fahrplan: 2 Stunden Cook, 11 Stunden Schiller

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Im laufenden Rechtsstreit mit dem Spiele-Anbieter Epic haben Apple (PDF) und die Gegenseite (PDF) jetzt über die Zusammensetzung der Prozessteilnehmer informiert und angegeben welche Köpfe der jeweiligen Chefetagen vor Gericht auftreten werden, wenn das Verfahren ab dem 3. Mai in die Verhandlungen startet.

Gruber Schiller

Schiller und Federighi bei einem Podiumsgespräch

Prozessauftakt in 41 Tagen

Die jetzt vorgelegten Zeugenlisten informieren nicht nur darüber welche Apple-Manager Aussagen werden, sondern auch über die Dauer der geplanten Kreuzverhöre und geben an, ob die genannten Manager vor Ort erscheinen oder zum Prozess zugeschaltet werden.

Apple-Chef Tim Cook soll 2 Stunden und 10 Minuten zur Verfügung stehen, Software-Chef Craig Federighi 3 Stunden und 10 Minuten, der ehemalige Software-Chef Scott Forstall wird 1 Stunde und 10 Minuten aussagen und selbst Phillip Shoemaker, der mittlerweile betont Apple-kritische Ex-Chef der Einlasskontrolle ist für 45 Minuten eingeplant.

Apples langjähriger Marketing-Chef, Phil Schiller, der über Jahre hinweg den Auf- und Ausbau des App Stores überwachte ist für satte 11 Stunden eingeplant. Zudem werden Mitarbeiter von Facebook, Microsoft und Nvidia (gegen Apple) aussagen.

Zeugen Liste Apple 1

Epic will offenen App Store

Während der Verhandlungen soll es unter anderem um Apples Umsatzbeteiligung gehen, die bis vor kurzem noch bei pauschalen 30 Prozent lag. Apple und Google reduzierten diese vor Prozessauftakt jedoch auf effektive 15 Prozent.

Kern der Verhandlungen ist jedoch der von Apple abgeschottete und vollständig kontrollierte App Store. Epic will Apple dazu zwingen, das Software-Kaufhaus zu öffnen bzw. alternative App Stores zuzulassen, über die ebenfalls Anwendungen gekauft und auf iPhone, iPad und Mac installiert werden können.

Am Prozess interessierte können den Verhandlungen voraussichtlich im Audio-Livestream folgen.

23. Mrz 2021 um 09:11 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Oh nein, bitte keine offenen Appstores. Dann brauchen wir auch Antivirensoftware wie die mit ihren Androids.
    Ich finde das Konzept gut und fühle mich damit auch sicherer.

    • Richtig, ich auch. Deshalb verwende ich ja ein Apple Produkt.

    • Auf trügerische Sicherheit kann ich verzichten. Abgewehrt wird, wo Umsätze an Apple vorbeigeschleust werden. Nicht was schlecht für den Kunden ist.
      War ja erst letztens ein Bericht zu, dass komplett funktionslose(!) Apps reihenweise zugelassen wurden, die nur eines können: ein kostenpflichtiges Abo ohne Gegenwert abschließen.
      Wenn das nicht Betrug ist was dann? Und das noch mit Apples Segen. Es hat sich ja immer noch nichts daran geändert.

      • Niemand hat behauptet, dass die Einlasskontrolle fehlerfrei ist. Davon auszugehen, dass das dann mit Apples Segen passiert ist einfach nur dumm. Stell dir vor jemand will ein Messer in einen Club bringen. Der Türsteher des Clubs macht einen Fehler und bemerkt das Messer nicht. Der Clubbesucher hat es vielleicht aber auch wirklich gut versteckt. Wenn es der Besucher schafft an den Sicherheitskontrollen vorbeizukommen heißt das nicht, dass der Clubbesitzer seinen Segen dazu gegeben hat.

    • Man kann heute schon alternative AppStores installieren, da iOS nicht sicher ist. Nennt sich Jailbreak.
      Von der Sicherheit ändert sich also nichts.
      Niemand wird dich zwingen, alternative Stores zu nutzen.

      • Jedenfalls deutlich sicherer als sich dann den größten scheiss über cydia zu installieren, wo man nicht weiß, was im Sourcecode der App versteckt ist…
        Apple reagiert auf müllapps, Cydia ist das völlig egal!

        Nein danke! Seit 2007 funktioniert dieses System völlig hervorragend, wüsste nicht weshalb man das nach 14!!! jahren sinnlos ändern sollte. Wem es nicht passt, der kann sich einen Androidenvirenschleuder besorgen und damit glücklich werden.

      • Lol, da kennt sich aber einer aus mit cydia. Cydia an sich ist kein store, sondern eine Schnittstelle. Die stores sind sogenannte repos wo man auch die Software kaufen kann (heute kontrolliert, vor allem packix, früher BigBoss ModMyI). Es gibt dann halt auch Alternative repos, vor allem mit piracy stuff, welche halt nicht kontrolliert sind und man auch nicht nutzen sollte.

      • @VeNoM: Wie meinst du das, dass es sicherer ist. Gonzo sprach ja davon, dass er sich sicherer fühlt, weil es keine Möglichkeit gibt, am offiziellen Store vorbei zu installieren. Die Möglichkeit gibt es aber schon. Also ist es jetzt schon unsicher.
        Auf dein restliches Fanboygesülze gehe ich jetzt mal nicht ein.

      • NEIN! Das ist nicht vergleichbar, dazu muss ich erstmal das iPhone knacken.

        2. Ich möchte als Entwickler, evtl. ganz legal und legitim eine normal installierbare App anbieten.

        3. warum nicht wie auf dem Mac, Software lässt sich einfach von unserer Website laden.

    • Eines der letztes Argumente, für Apple-Hardware!
      Wenn da jeder Apps- verkaufen und installieren kann, dann wechsle ich zu Android- da gibt es bei einigen Herstellern bessere Hardware (Kamera, etc) und Standard-Anschlüsse…

    • Ist doch grad erst wieder aktuell geworden mit den: „Ihr Paket kommt heute an, klicken sie hier..“ – SMS. Auf den Android Geräten gab es eine direkte Warnung, dass Schadsoftware installiert werden kann, wenn auf den Link geklickt wird. Auf iOS kann da nichts passieren.

      Ich weiß zwar nicht ob man dafür auf Android erstmal einstellen musste, dass man Apps aus anderen Quellen installieren kann, aber diese Funktion hatte früher praktisch jeder an.

    • Ich bin gleichfalls mit den sicheren App Stores zufrieden.

    • Wenn nun verstanden werden würde, wie das ganze Funktioniert würdest du das immer noch nicht brauchen. iOS hat eine Sandbox in der die Apps laufen und die Apps können nicht raus aus Ihrer Sandbox und nur weil es die Möglichkeit gibt über einen anderen Store was zu installieren, müssen wir es immer noch nicht.

      Mac dürftest du vermutlich dann keinen haben oder es ist ein AntiVirus Programm installiert, denn dort kann ja auch einfach so Software abseits des AppStores installiert werden.

    • Mann wach endlich auf..!

      Und es sagt doch keiner das DU da was laden musst. Und was interessiert dich wenn das ein anderer macht.

  • Der App Store soll so bleiben, wie es ist!

  • Haaalt stop, hier bleibt alles so wie’s ist.

  • Ich denke nicht, dass ein offener App Store oder eine Alternative dazu viel bringt.
    Außer Epic,Spotify etc. mehr Einnahmen.

    Aber grundsätzlich verstehe ich das nicht: Apple darf für den Service am AppStore keine Vergütung nehmen? Aber wenn Epic etwas über ihre Server verkaufen würde, müsste ein kleiner Teil ja auch abgezwackt werden um die Server kosten zu decken. Das gibt es ja trotzdem nicht umsonst.

    Naja, egal wie man es dreht, das Gericht entscheidet nun in der Sache.

    • Alle Stores verlangen eine monetäre Gegenleistung. Es geht hier in meinem Verständnis nach um die Höhe/Verhältnismäßigkeit. Und die Regel, auch direkt im Store einen „Kaufen“ Button verwenden zu dürfen, welcher direkt an Apple vorbei Umsatz generiert.

      Das wichtigste hierbei ist, dass Apple eben auch teilweise den gleichen Service bietet, aber hier keine Umsatzprozente an sich selbst abgeben kann (Beispiel Spotify/Apple Music).

    • Apple darf Gebühren verlangen, es wird nur an der höhe sich gestört (zumal nun die viel Umsatz haben immer noch 30% abdrücken müssen und die wenig haben nur 15%. Normal funktioniert das anders rum, die viel Umsatz haben, bekommen bessere Konditionen als die wenig Umsatz haben.

      Dazu kommt das sich auch daran gestört wird, dass nicht mal hinge weisen werden darf, dass zum Beispiel in Game Währung auch über die Webseite gekauft werden kann.

    • Ja warum sollte der App Store Geld an meiner geistigen Leistung verdienen wenn ich ihn gar nicht benutze (möchte),

      wie beim Mac, Windows, Linux auch.

  • Das ist ja das beste an apple. Wenn da jeder Hans und Franz sein Shop hat wirst du noch shops haben. Sicherheitslücken ohne Ende. Falls es so kommen sollte kann ich mir vorstellen das apple bestimmte apis nicht frei gibt. So das einige Sachen einfach nicht nutzbar sind. Die werden schon Plan B und C in der Schublade haben.

  • Wieso fragt eigentlich uns keiner?

  • Was würde dagegen sprechen es genau wie auf dem Mac zu handhaben? Würde Apple da genau das tun was auf dem iPhone Gang und Gäbe ist, würden alle sich bevormundet fühlen wenn Apps nur aus dem App Store kommen. Aber auf dem iPhone ist es ok. s Sind eure Daten auf dem Mac weniger wertvoll?

    • Genau meine Gedanken. Am Mac ist aber auch der große Unterschied, dass der AppStore auf dem Mac bei weitem nicht alle Apps enthält, die ich auch so im Web bekomme. – Ob das auch an den hohen Gebühren für den Store liegt?

    • Ja, also wenn man zu den Usern gehört, die lediglich Apps von großen Herstellern nutzt (Wie z.B. Adobe, Microsoft, IBM), welche sowieso mit einem Abo an Apple vorbei bezahlt werden, wäre es auf jeden Fall besser wenn es nur einen Store gäbe. Dann wären die Hersteller endlich mal gezwungen die Programme wie Photoshop oder Microsoft Teams über den App Store verfügbar zu machen. Das wäre deutlich entspannter was Updates und Installation angeht. Gäbe es auf dem iPhone die Möglichkeit Apps am App Store vorbei zu installieren wäre bestimmt einige Apps nicht mehr im Store erhältlich. Das ist aus meiner Sicht definitiv ein Nachteil für die User.

      • Würde aber auch voraussetzen sie könnten so ihre Programme komplett anbieten wie sie sind und das ohne Abstriche mache zu müssen. So einfach ist es aber nicht, so wie du in den Mac App Store willst, darfst du nicht alles unbedingt so machen wie du es machst. Gab diverse Programme, die eine Zeitlang im App Store waren und parallel dazu eben über den Entwickler selbst und die beim Entwickler selbst hatten mehr Funktionen da Apple gegen bestimmte Funktionen im App Store auf einmal was hatte.

    • MacOS ist ein veraltetes System und wird immer ähnlicher zu iPadOS.. Ich denke bei macOS wird es dann wie beim iPad

  • ich verstehe zwar das 30% zuviel für einige sind, aber apple store gehört zum Geschäftsmodell und es hindert keinen daran, sich gegen den Store zu entscheiden. Apples AGB haben sie bisher auch akzeptiert.
    Ich möchte auch keine Gebühren oder nur Gebühren(Steuern) zahlen die mir passen?!Angepasst sind ja schon auf 15%

    • Womit kompiliert man denn seine Spiele? Was kostet da eine Entwickler Lizenz?
      Was bezahlt man für die ganzen Libraries?
      Aha – XCode ist kostenlos. 100€ pro Jahr für Entwickler, die etwas im AppStore verkaufen wollen + 30%.
      Jetzt mal bei dem Anbieter eines Compilers in der Windows Welt schauen und dann kurz überlegen ob Windows wie MacOS kostenlos ist.

  • In gewisser Weise kann ich Epic’s Ansicht nachvollziehen. Zum Beispiel scheiterte die Steamlink App damals lange Zeit daran, weil Apple sogar hier ein Stück vom Apfel gekaufter Spiele über diese Remoteanwendung abbekommen wollte – wie bizarr. Heute kann man über diese App im Steam Store nicht einkaufen.. sehr irritierend irgendwie.

  • Endlich wird es bald den offenen AppStore geben*freu

  • Und natürlich wird gleich wieder über potentielle Viren gemutmaßt, ohne zu wissen, ob und wie groß diese Gefahr auf iOS überhaupt ist. Daran gemessen, dass es keine wirksame Einlasskontrolle im AppStore gibt, müssten da bereits einige Viren unbemerkt unterwegs sein. Apple sichert seit Tim Cook nur eines, und zwar den Profit. Um nichts anderes geht es auch bei diesem Prozess.

  • EPIC ist schlichtweg ein verlogener Haufen. Gegen Apple einen offenen Markt fordern aber gegen Steam Spiele exklusiv wegsperren.
    Es geht nirgendwo um den Kunden, es geht nur um’s Geld.

  • Als Nächstes werden TeamViewer und RemoteDesktop aus dem Store geschmissen, weil man ja in fremden Software-Stores ohne Apple Beteiligung Käufe tätigen könnte.

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