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Reputation steht auf der Kippe

Apples geplante Fotoscans sorgen auch intern für massive Kritik

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137 Kommentare 137

Apple sieht sich angesichts der in der vergangenen Woche angekündigten Kinderporno-Kontrollmaßnahmen weiterhin in der Kritik. Dabei äußern zunehmend auch eigene Mitarbeiter Unverständnis über die Maßnahmen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet über teils hitzige Diskussionen auch auf Apple-internen Kommunikationskanälen.

Demnach können viele Apple-Mitarbeiter schlicht nicht nachvollziehen, warum der Konzern seine Reputation im Datenschutzbereich mit der Einführung solcher Kontrollmaßnahmen aufs Spiel setzt. Apple riskiere, dass sein Ruf als Vorreiter für bestmöglichen Schutz der Privatsphäre durch die Einführung der Maßnahmen Schaden leide.

Die von Apple-internen Bedenkenträgern geäußerten Sorgen finden sich auch in der Kritik von namhaften Datenschützern wieder. Diese Verweisen auf Apples Argumentation gegen die FBI-Forderungen zur Einführung einer Hintertür in iOS. Apple hatte damals mit einem offenen Brief reagiert und darauf abgehoben, dass Verschlüsselung die einzige Möglichkeit sei, die privaten Dokumente seiner Kunden zu schützen. Das Implementieren einer Hintertür für Strafverfolgungsbehörden berge dagegen unkontrollierbare Gefahren:

Apple Offener Brief Datenschutz

Die Regierung behauptet, dass dieses Werkzeug nur einmal, auf einem Telefon, verwendet werden kann. Aber das stimmt einfach nicht. Einmal entwickelt, könnte die Technik immer wieder auf einer beliebigen Anzahl von Geräten eingesetzt werden. In der realen Welt wäre es das Äquivalent eines Generalschlüssels, der Hunderte von Millionen von Schlössern öffnen könnte – von Restaurants und Banken bis hin zu Geschäften und Häusern. Kein vernünftiger Mensch würde das akzeptabel finden.
-Apple – A Message to Our Customers, 16.02.2016

Apple macht sich auf nationaler Ebene angreifbar

Apple betont im aktuellen Fall immer wieder, dass die zum Abgleich verwendeten Daten von offizieller und seriöser Stelle bereitgestellt werden und somit ein Missbrauch quasi ausgeschlossen sei. Unterm Strich erweitert der Hersteller iOS damit verbunden jedoch um eben eine solche, bislang nicht vorhandene Hintertür.

Insbesondere wenn man im Blick hat, dass sich Apple bereits in der Vergangenheit gerne auf lokale Gesetzgebung berufen hat, wenn es um die Kooperation mit Regierungen und Behörden ging, scheint hier ein warnender Zeigefinger durchaus berechtigt. Wir erinnern uns nicht nur an China und die Tatsache, dass Apple die iCloud-Inhalte chinesischer Kunden mitsamt der zugehörigen Schlüssel an die chinesische Regierung übergeben hat, mit gleicher Argumentation war Apple in der Vergangenheit auch dazu bereit, in einzelnen Ländern Funktionen wie FaceTime oder GPS zu deaktivieren oder auf staatlichen Druck eine speziell konfigurierte Vorauswahl von Apps zur Installation anzubieten und umgekehrt den lokalen Behörden unliebsame Anwendungen aus dem App Store zu entfernen.

Sicherheitsforscher kritisieren folgerichtig, dass Apple künftig nicht mehr so einfach wie bisher damit argumentieren könne, dass eine zusätzliche Überwachung technisch nicht möglich sei. Indem Apple beweise, dass die Filterung von Inhalten auf einem Gerät auf einen einzelnen Markt bezogen durchführbar ist (die neuen Maßnahmen sollen zunächst nur in den USA starten), sei zu befürchten, dass beliebige Regulierungsbehörden und Gesetzgeber Vergleichbares auch nach ihren eigenen Vorgaben fordern.

13. Aug 2021 um 11:33 Uhr von chris Fehler gefunden?


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    • Zurecht!!! Finde ich auch. Und mMn sollten da auch bei den dafür Verantwortlichen Konsequenzen gezogen werden. Wenn Apple das wirklich durchziehen sollte, sieht mich das Apple-Imperium erstmal nicht wieder. Es ist eine unglaubliche Frechheit und ein Affront gegen die User, auch wenn diese ganze Kinderpornomafia mich unglaublich wütend und zornig macht. Dagegen muss massiv etwas unternommen werden, aber nicht so.

      • Californiasun86

        +1

      • Besserer Vorschlag? Ich hätte da keine Idee.
        Man kann doch nicht nur Maßnahmen fordern aber dann alle ablehnen.
        Wie sollen die Strafermittlungsbehörden denn Verdächtige ermitteln, wenn alles 100%ig end to end verschlüsselt ist.Warten, bis einer zu dumm für IT ist und etwas unverschlüsselt versendet? Selbst das darf ja erst kontrolliert werden, wenn ein Richter Beweise vorliegen hat. Wie kann man denn an diese Beweise gelangen? Ok, vielleicht schämt sich ja einer und zeigt sich selbst DSGVO konform an.
        Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!

      • Sehe ich ähnlich, aber ich sehe auch keine Lösung. Mit dem Argument kann ich auch die Privatheit der eigenen Wohnung in Frage stellen. Auch da darf man nur mit richterlichem Beschluss rein. Wasch mir auch da den Pelz, aber mach mich nicht nass?

      • Es geht um die Verhältnismäßigkeit. Wenn jemand Zugriff auf alle Nacktbilder deiner Partnerin hat ist das für dich ok?

      • niemand – sollte – Nacktbilder – auf – dem – Handy – haben …

      • Doch, die von meiner chinesischen Nacktkatze! So eine schöne Muschi ;-)

      • @Martin:

        Du willst eine bessere Idee, Martin?

        Hier ist sie:

        1. Strafverfolgung ausschließlich den Strafverfolgungsbehörden überlassen, die hierfür zuständig sind. Apple hat diesbezüglich keinerlei Kompetenzen. KEINE!

        2. das Prinzip „In Dubio pro reo“ STRENG beachten! Niemand braucht sich selber zu belasten!

        3. Der Versuchung widerstehen, Kreti und Pleti zu kriminalisieren. Noch liegt die Beweislast beim Beschuldiger – und NICHT beim Beschuldigten!

        4. Datenausspähung(sversuche) – und Apple’s Pläne zum (Photo-) Datenabgleich sind m. E. solche -wo immer diese geschieht- konsequent zur Strafanzeige bringen.

        REICHT DIR DAS, Martin? Oder stehst Du auf Apple’s Gehaltsliste?? :-<<

  • Hoff die überlegen sich das nochmal. Datenschutz glaub ich Apple so nicht mehr. :(

    • Der Zug ist abgefahren. Die Gedanken sind gesät, die Umsetzbarkeit bewiesen und die Infrastruktur sogar schon gebaut. Selbst wenn Apple jetzt nen Rückzieher macht, werden die Forderungen in bestimmten Ländern kommen und dann auch umgesetzt werden. Notfalls unter Geheimhaltung wie die NSA mit ihren Security-Lettern (Wahrscheinlich ist der Verein eh schon am Start).

      • Exakt meine Gedanken! Du hast leider völlig Recht! Die Büchse der Pandora ist geöffnet, Apple hat sich einen Bärendienst erwiesen.
        Vielleicht erfahren wir in 10 Jahren, nach Ablauf der Geheimhaltungsvorschriften einmal, dass der Weg sogar umgekehrt war. NSA hat Apple bewiesen, dass es geht und gezwungen es umzusetzen und die ganze KiPo Rhetorik ist nur der Versuch es a) bekannt zu machen und es zu beweihräuchern.
        Immerhin wissen wir jetzt, dass die Backdoor da ist und sensible Gruppen (Journalisten etc.) können sich darauf einstellen.
        Es wird Zeit für Konzernunabhängige Hardware und Betriebssysteme.

      • + die EU hat ja schon Anfang Juli das „ Go „ gegeben. Wenn es Apple nicht mehr macht. Es gibt ja noch ein paar andere Konzerne die sogar den Neurohash entwickelt haben. *hust* Microsoft *hust*

      • Ist der Ruf erst ruiniert…

        Gäbe es heute die Möglichkeit, auf guter Hardware ein unabhängiges OS zu installieren, ich wäre eher heute als morgen von Apple weg. Hätte noch vor wenigen Jahren nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde.

        Ach Steve, du fehlst… :(

      • Haiku auf einem PC oder Aros (PC oder ARM)

      • Das ist auch erst der Beginn.
        Zukünftig werden wohl Fotos nach Personen gezielt durchsucht werden … oder mit der bereits vorhandenen Personenerkennung wird eine feine Datenbank angelegt, Personen-ID, ggf, Name, sofern bekannt), Ort, Uhrzeit, erkannte Begleiter, Geräte in der Nähe … – vielleicht gibts das aber auch schon- Infrastruktur stehr ja bereits. Faszinierend!

      • @Tut: ein biischen komfortabler (und mobiler!) dürfte es aber schon sein. ;D Aber ja, die Richtung stimmt.

      • Laut Snowden ist das doch schon seit vielen vielen Jahren so und von apple reines Marketing. Aber ja eine traurige Welt in der wir leben.

      • UWB macht so vieles möglich

      • Das läuft schon lange so, nur die Fanboys die es nicht Wahr haben wollen glauben’s nicht. Es ist nur so, wie kann man es jetzt Offiziell verkaufen bei marginalsten Verlust.
        Ist ja bei allen anderen genauso, kann man hingehen wo man will.

  • Ich kann mir gut vorstellen, das bis zum finalen Release von iOS 15 Apple noch einen Rückzieher macht, welchen ich ihnen bei diesen Diskussionen, die da selbst intern stattfinden, empfehlen würde. Die Daten werden bereits schon von anderer Seite gescannt, wenn Sie hochgeladen werden. Und das ein Hersteller da jetzt auch noch „reinpfuscht“ und vorallem LOKAL auf meinem Gerät scannt und im Falle des Falles ein Apple-Mitarbeiter das auch noch gegenchecken kann/darf/muss. Das geht leider überhaupt nicht, wenn man sich das ständige großspurige Gelaber von Security hier und Security da von Apple anhört. Wenn das so kommen sollte, wie die es vorhaben, dann gute Nacht. Dann dauert es nicht mehr lang, bis da nachjustiert wird und nach noch mehr also nur KiPo gescannt wird.

    • Selbst wenn Apple sich darauf beruft, die Hashs zum Vergleichen aus offizieller Quelle zu bekommen: Wer kann denn garantieren, dass ihnen nicht Hashs von anderen unliebsamen „verräterischen“ Dateien untergeschoben werden? Selbst wenn nur Bilder gescannt werden, können darunter ja auch Screenshot sein, z. B. von regierungskritischen Inhalten.

      • Genau! Fehler werden sicherlich auch passieren. 2019 hieß es noch „what happens on your iPhone, stays on your iPhone“ und heute sieht man, was für eine heiße Marketingleiteruftblase das war.

      • Der Vergleich wird immer rangenommen der ist aber falsch. Apple vergleicht damit das andere Unternehmen nicht an deine Daten kommen wenn du es nicht möchtest. Der Staat kann aber jederzeit auf deine Geräte. Wenn es sein muss mit den Bundestrojaner.

      • Gerade ein Tim Cook sollte sich in Menschen im Arabischen Raum hereinversetzen können, die aufgrund der „falschen“ Sexualität den Tod zu befürchten haben.

        Es ist arm, dass er das laufen lässt. Das System ist sehr leicht zu missbrauchen und der Nutzen kann leicht umgangen werden.

        Aber vielleicht will er am Ende damit das Appstore-Monopol begründen, damit bei Apple weiterhin die Kasse stimmt.
        Wen kümmern da noch verfolgte Menschen in anderen Ländern *hüstel*

      • Hier geht es immer noch um Kipos. Alles andere sind Verschwörungstheorien.

      • Verschwörungstheorie 1961:
        Niemand hat vor eine Mauer zu bauen!

      • Da sich 9/11 demnächst zum 20. Mal jährt, zeigen die Erfahrungen aus den letzten 20 Jahren, dass es sich nicht nur um Verschwörungstheorien handelt.

        Diverse Staaten, nicht zuletzt die USA, versuchen seit langem, einen Fuß in Apples Betriebssysteme zu bekommen. Neben akuter Terrorgefahr ist KiPo ein Top-Argument, um Widerstand gegen staatliche Schnüffeleien und Eingriffe abzuwürgen – schließlich ist es für einen guten Zweck, der uns allen am Herzen liegen sollte.

        Der gute Zweck, die Bekämpfung von KiPo, liegt uns auch am Herzen. Aber er heiligt nicht alle MIttel – insbesondere dann nicht, wenn aus der Erfahrung heraus zu befürchten steht, dass diese Mittel in naher Zukunft auch anderen Zwecken dienen werden.

        Online-Durchsuchungen, Staatstrojaner – funktionieren heute auch ohne Terror-Gefahr. Bankgeheimnis? Ist auch bei Nicht-Terrorverdächtigen abgeschafft.

        In ein paar Jahren melden alle Smartphones von sich aus „verdächtige Inhalte“ an staatliche Rechner/Behörden. Eine ganz realistische Vision.

      • @WillyW: Das war keine Marketingleiterluftblase, Willy, das war Lug und Trug!!

  • Richtig so..
    als nächstes kommt dann der scan auf das hanf Blatt, diverse Pillen, in dem ein oder anderen Land die top 100 Gesuchten Flüchtigen oder der Widersacher im politischen

    • Da hat leider jemand überhaupt nicht verstanden wie dieser Hash-Abgleich funktioniert. Das ist keine Objekt oder Gesichtserkennung! Das gesamte Bild hat einen „Fingerabdruck“ der in gewisser Weise einzigartig ist. Diese „Fingerabdrücke“ von bekanntem KiPo-Material werden mit den „Fingerabdrücken“ deiner Bilder abgeglichen. Bei mehreren Treffern wird NUR dieses Datenpaket dann geprüft.
      Ob du dein Kind also nackt fotografierst (was m.M.n. auch bedenklich ist!) oder nicht, es wird keinen Auslöser geben bis das Foto nicht in falsche Hände gerät und in die Datenbank aufgenommen wird.

      • Ich muss dich korrigieren . Du verstehst es nicht . Die Headline ist kipo- soweit klar. Aber kennst du den Inhalt der Datenbank gegen die verglichen wird? Die Gedanken der User sind schon richtig . Was ist wenn in der db eine Instanz mit kipo, in der anderen mit Politik und dann noch eine mit was anderem läuft. Auf deinem Gerät wird alles gescannt und gegen die db abgeglichen – ohne dein Zutun. Und genau das sind die Gedanken die mündige haben.

      • Durzar hat schon recht. Egal, was gesucht wird, es muss ein Hash sein, der abgeglichen wird. Zumindest jetzt noch. Alles andere würde massive Rechenpower erfordern, die so ein Smartphone schlicht nicht (übrig) hat. Was in Zukunft sicherlich anders sein wird.

      • Der hash eines Hanf Blatts oder des Gesichts einer Person ist sicher auch leicht zu bewerkstelligen.
        Gerade wenn man bedenkt das das iPhone eh jede Nacht am Strom die neuen Bilder scannt bzw. berechnet um sie Gesichtern/orten/Gegebenheiten zuzuordnen. Wenn du Schlagwort Strand eingibst wirst du viele Strandbilder finden oder gib mal Ball ein.
        Das ganze ist so als ob jedesmal die Polizei kommt wenn du in der Arbeit bist weil ja zuhause irgend was verbotenes rumliegen könnte.

  • Apple sollte kein Polizei spielen. Das kann nur nach hinten los gehen.

  • Sorry aber bei Kinderpornos hört der spaß für mich auf, ich finde das sehr gut das man hier vorgeht. Anscheinend muss hier der ein oder andere Datenschützer erstmal mit seinem Kind in sowas reinrasseln bzw. Dessen Kind, bevor man es schnallt. Find das sehr gut und wer ohnehin nichts schlimmes macht, der hat auch nichts zu befürchten, aber Kinderpornos geht GARNICHT!!!

      • Man darf sich aber nichts vormachen. Sehr viele Pädos haben wahrscheinlich das Vertrauen auf Apple gesetzt und wissen nicht wohin. Android ist quasi ein Glashaus.

      • @Frank: und glaubst du nicht, dass nach dieser medialen Aufmerksamkeit diejenigen einfach z.B. auf Lineage OS setzen? Und ich als Unbescholtener hab trotzdem die dämliche Hintertür jetzt in ios. Und es ist nur eine Frage von Zeit bis diese gehackt wird und Apple das mit Marketinggeschwafel wieder runterspielt.

    • Du verstehst die Tragweite dieser Aktion scheinbar nicht. Ich würde mal sagen alle außer den Betroffenen selbst finden Aktivitäten gegen Kinderschänder gut und richtig allerdings sollte man doch auch mit Maß agieren und nicht die 99,9% verdächtigen die nichts getan haben. Aus Protest habe ich zumindest iCloud auf Free umgestellt vorher war ich im 200GB Plan und ich empfehle es mir gleich zu tun. Wenn’s ans Geld geht wird sich zeigen wie moralisch Apple wirklich ist und es ohne wenn und aber durchdrückt.

      • Jeder wird es befürworten, gegen Kindesmissbrauch vorzugehen. Aber alle unter generalverdacht zu stellen, kann und darf nicht die Lösung sein!

      • Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Auf deine paar Kröten kann Apple verzichten.

      • Interessant wird sein, ob die Konkurrenz das jetzt ausnutzen wird … ob Apple mit Werbung angegriffen wird … da bin ich mal gespannt …

      • flo: Stimmt, das ist ein sehr spannender Punkt, den du da aufgreifst!

      • Dann Upgrade ich nen Plan höher und gleiche deine 2,99€ aus. :-)
        Ach warte die 3€ interessieren Apple ja eh nicht…
        Nur noch mal als Hinweis, deine Bilder in der Cloud werden seit Jahren bereits genau mit der Methode schon gescannt.

      • Durzar: Aber nicht bereits per Hintertür auf dem Gerät. Und exakt das ist der Unterschied, der hier relevant ist!

        Zu den Vorrednern: wenn wir alle unser iCloud Abos kündigen würden (ich habe keines), dann sähe das für Apple schon mal ganz anders aus… Also vielleicht manchmal einfach ein bisschen weiter denken… Tellerrand und so…

    • Die Fotos werden online sowieso gescannt – das ist jetzt schon bei allen große Anbietern so. Hier geht es darum, im bisher geschützten Rahmen von iOS eine Schnittstelle (Hintertür) einzubauen, über die nach Inhalten gescannt werden kann. Das könnten Fotos sein, aber irgendwann auch andere Inhalte – und genau diese Möglichkeit ist das Problem. Wieso schafft man solch ein Problem, wenn die Fotos online ohnehin gescannt werden? Praktisch ergibt sich daraus erstmal kein Vorteil für die Ermittlung gegen ein solches Verbrechen.

      • Weil die Personen die solches Material im Besitz haben dann einfach den iCloud Schalter umlegen und schon bewegen sie sich unter dem „Radar“. Sicher gibt es unter diesen Menschen auch genug die das nicht checken und so erwischt werden, aber der Großteil wird wohl wissen wie er es verhindert so auf sich aufmerksam zu machen.

      • Exakt. 99,9% aller kinderschänder die sich Bildchen austauschen werden somit eine andere Methode wählen und laufen unter dem Radar, aber alle anderen normalen User werden überprüft und dann heißt es: wenn ihr das für kinderpornografie hinbekommt, dann erweitert das bitte mal für alle Fotos wo sich lesben oder Schwule küssen, damit die in Ungarn direkt eingesperrt werden können. Oder in Russland alle Fotos melden wo sich ein Kreml-Kritiker drauf befindet. Die gemeldeten Personen können sich dann einen leckeren Tee abholen kommen oder bekommen ein lebenslanges Besuchsrecht für Nawalny……

    • Bis jetzt wurden ~300 Leute wegen iCloud Bildern angezeigt (ifun berichtete). Alle iOS User unter Generalverdacht zu stellen ist einfach unverhältnismäßig.

      aBeR iCh HaB jA nIcHtS zU vErBeRgEn

      • Ich habe nichts zu verbergen, aber ich möchte auch nicht, dass Apple alles über mich weiß.

    • @VeNoM
      Sollte deinem Kind so etwas passieren, hilft die geplante Überprüfung von Apple 0,0.
      Die überprüfen die ersten Hashwerte nur mit schon bekannten Werten einer Datenbank.
      Apple möchte einfach alle deine Bilder durchleuchten, so einfach ist das. Ich denke eher das die Funktion für Länder wie China gedacht ist. Apple macht dort am meisten Umsatz.

      Ich bin klar dagegen das auf meinem gekauften Gerät eine solche Wanze aktiviert wird.

      • Warum sollte das dann den eigenen Kindern nicht weiterhelfen ? Die Bilder werden bei Straftaten mit diesem Material doch auch in die Datenbank aufgenommen.

      • Weil diese Kinder zu diesem Zeitpunkt schon missbraucht wurden.
        Diese Aktion rettet nicht ein Kind vor Missbrauch!

      • Es verhindert aber eine weitere Verbreitung (was auch viel Schaden anrichten kann!) bzw. bringt die Personen die in Verbindung mit diesem Material stehen vor Gericht. So können dann noch andere Kinder geschützt werden.

      • Es verändert lediglich die Verbreitung, aber verhindert überhaupt nichts. Genauso wie weiter Waffen im Darknet verkauft werden obwohl der Verkauf bei eBay untersagt wurde, genauso wie weiter Filme etc. jetzt auf andere Weise runtergeladen werden nachdem torrents stärker überprüft worden sind? Nur hier ist es nicht eine einfache Unterbindung von etwas sonder hier wird eine missbrauchbare Sicherheitslücke geschaffen, die sehr viele weitere Probleme mit sich bringen wird und der eigentliche Nutzen um diese Sicherheitslücke in Kauf zu nehmen ist leider gleich 0

    • Das ist ja das perfide in dieser Argumentation. Jeder findet Kinderpornographie krank und furchtbar! Aber es geht hier ja um das Aufheben der Privatsphäre in der Cloud und sogar lokal direkt auf dem Gerät.
      Apples Aufgabe sollte der Schutz der Nutzerdaten vor Regierungen und Unternehmen sein. KiPo ist die Arbeit der Polizei & co. Da gibt es effektive Maßnahmen wie V-Leute.

      • Ersten das war alle hier vorher geschrieben haben und 2tens Alle die kipo verbreiten machen das jetzt bestimmt nicht mehr mit iPhone man hat die Leute ja gewarnt. Dann packen die das Zeug auf ein 0815 Tablet was keine sim hat und dann sind die auch wieder sicher.

    • Darum geht es doch nicht! Was machst du, wenn du zu Unrecht bezichtigt wirst?
      Hier können Existenzen auf dem Spiel stehen.

      • Es ist auch schon oft vorgekommen das man Männer der Vergewaltigung bezichtigt hat und am Ende hat er nicht gemacht. Aber sein Ruf und leben ist für immer zerstört. Was macht so eine Person bei der auf einmal die kripo vor der Tür steht und man angeführt wird ? Dann passiert genau das gleiche. Man brandmarkt ihn als kinderschander

    • Es geht um die Verhältnismäßigkeit! Willst Du auch Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss überall und zu jederzeit zulassen? Dient nach deiner Argumentation ja nur um Kinderpornographie zu unterbinden. Ich glaube nicht, dass dass verhältnismäßig ist, oder?

    • Liest sich leider wie, „bei Kinderpornos bin ich hysterisch, da hört bei mir das denken auf“.
      Produzenten und Konsumenten von Kinderpornografie werden durch diese Maßnahme doch sowieso nicht erwischt, da die öffentliche Diskussion dafür sorgt, dass diese andere Geräte verwenden werden. Aber die Fotos der anderen 99,9999% der Nutzer werden gescannt und im Zweifel von einem Apple-Mitarbeiter begutachtet? Ich glaub, mein Schwein pfeift!

    • … erschreckend, wie undifferenziert viele Menschen durch die Welt spazieren …

  • Gestern auf Fototour gewesen, erstmals wieder ausschließlich mit Taschenkamera fotografiert, die ich mir neu zugelegt habe.

  • Ich finde es alles andere als richtig!

    Ich stimme zu das gegen Kinderpornos und ähnliches etwas unternommen werden sollte allerdings heiße ich es für nicht gut das Apple alle meine Bilder scannt, es gibt schließlich auch Bilder die Privat sind aber nichts mit Kinderpornos zu tun haben. Es kann aber sein das diese Bilder durch den Algorithmus gemeldet werden was ich nicht möchte. Wenn Sie das machen muss ich mir wohl etwas anderes Suchen:(

  • Ich habe keine Ahnung wie Apple auf die Idee kam so ein unvorstellbaren Angriff auf Privatsphäre vom Zaun zu brechen, ob die mit FBI oder so Drogen konsumiert haben, aber sie sollten diese Schwachsinnige Idee begraben. Ihren Fake Image vom sachlichen Umgang mit Privatsphäre so oder so. Das ist Toter als tot.

  • Das könnte für Apple auch Auswirkungen im Geschäftskundenbereich haben. Eine Hintertür ermöglicht schließlich auch eine mögliche Wirtschaftsspionage und nicht zuletzt das Einschleusen von Erpressersoftware.

      • Dein Ernst? :DDD
        Danke, ich konnte gerade herzhaft lachen…
        Ach, wie köstlich… :DDD
        Ich muss mir erst mal die Lachtränen wegwischen.

      • Wenn du etwas Ahnung von IT hättest würdest du die lokale Suche nicht als Hintertür sehen. Da gibt es ganz andere Kaliber. (Pegasus)

      • Danke Frank. :D
        Ich arbeite hauptberuflich in der IT, und Du so? ;)

      • Der Frank arbeitet bei Apple und freut sich auf deine privaten Fotos zum auswerten

    • Zugegeben, diese Seite hier ist ja eher für „Nerds“, die sich mehr mit IT beschäftigen. Ich finde es schwierig einzuschätzen ob dies wirklich Firmen interessiert, oft wird wahrscheinlich auch nur „Kipo“ wahrgenommen, was ohne jeden Zweifel verfolgt werden sollte, aber die (mögliche) Tragweite dieser „Hintertür“ wird gar nicht bedacht.
      Sicherlich sind wir alle gläsern, jeder anders, aber die aktuelle Entwicklung finde ich ziemlich unheimlich.
      Und auch wenn es viele nicht hören wollen weil es ständig kommt, ich glaube nicht, dass dies unter Steve Jobs so gekommen wäre. Regierung und EU-Beschluss hin oder her, aber das hätte er nicht mit sich und „seinem Unternehmen“ machen lassen..

  • Es ist nie gut, wenn einzelne Personen, insbesondere in einem Konzern wie Apple, zu viel Macht haben.

    Wir kennen das noch aus der Steve Jobs Ära – wenn er eine Idee hatte, dann gab es keine Widerworte und es wurde gemacht. Sowas kann gut gehen, aber in der Regel sollte man versuchen, in entsprechenden Gremien zu einem Konsens zu kommen, dann ist auch sichergestellt, dass das Thema von mehreren Seiten beleuchtet wurde.

    Wer hier der „Diktator“ ist, kann ich nur spekulieren, aber ein paar Manager bei Apple kämen schon in Frage.

  • Was Apple sehr wahrscheinlich zum Umdenken bringen wird, ist Geld. Ich kann mir gut vorstellen, das viele Nutzer iCloud deaktivieren oder – noch schlimmer – keine neuen Geräte mehr kaufen werden., weil das Vertrauen der Nutzer angeknackst ist. Somit verliert Apple Geld durch ausbleibende Umsätze. Gerade die Service Sparte, unter die iCloud nun mal fällt, ist ein großer Umsatzfaktor.

  • Was ich bedenklich finde: die NSO/Pegasus „Lücke“ ist immer noch offen.
    Vor vier Wochen hätte ich noch gesagt: ok, ist kein Backdoor auch wenn es so aussieht, weil Apple macht so etwas nicht.
    Jetzt muss ich leider sagen: es ist ein von Apple eingebautes Backdoor um Bundestrojaner zu ermöglichen.

    Und mit so etwas machen Staaten nun Jagd auf Journalisten und Oppositionelle.

    Verbrecherisch!

  • Ich hätte da gerne mal Informationen zum technischen Ablauf. Wird da einfach auf dem Endgerät ein Hash gebildet, dieser wird übertragen, mit einer DB abgeglichen und das Ergebnis des abgleichs zurück übertragen?
    ODER
    Wird eine echte Analyse des Bildes durchgeführt?Was wird wo analysiert/wohin übertragen zwecks Analyse? Wie hoch ist Rechenzeit und Stromverbrauch. Welche Daten genau werden wohin übertragen falls das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt.

    Szenario1: Fotos meiner eigenen Kinder, auch gerne teilweise oder komplett nackt vom Badeurlaub bis hin zur Dokumentation von Verletzungen in verschiedenen Altersstufen. Selbst wenn da Bilder von komplett nackten Säuglingen bei sind. Das ist weder verwerflich noch illegal. Und ich will nicht, das diese Daten sonst wohin übertargen werden, wer weiß wie oft die vervielfältigt werden oder weas mir unterstellt wird nur weil da Bilder ohne Sachzusammenhang vorliegen. Das Stigma einer Ermittlung ist ggf. so zerstörerisch wie die tat die einem vorgeworfen wird obwohl man sie nicht begangen hat.

    Szenario2: Fotos von sonst was, das ggf. Kunden oder Firmendaten beinhaltet. Stichwort Datenschutz. Die Frage: Sie haben doch nichts zu verbergen muss ich hier gewissenhaft mit „Ja ich habe etwas zu verbergen“ beantworten. Ich habe alles zu verbergen, und das per Gesetz!

    • Sorry für die Rechtschreibfehler. Habe es in Eile geschrieben.

    • Zu Szenario 1, guter Punkt, die Frage habe ich mir auch gestellt.
      Als Beispiel:
      Angenommen mein Kind fährt Fahrrad, stürzt böse und hat überall am Körper blaue Flecken und Schürfwunden. Dann mache ich ein Foto davon und versende es an die Großeltern.
      Da die sich nicht auskennen wird es noch an die Tante und den Onkel weitergeleitet.
      Der Onkel hat aber gewisse Neigungen und ist schon länger auf dem Radar der Kripo.
      Das Foto wird abgeglichen (Ich nutze iCloud, der Onkel auch) und es stellt sich heraus, dass ich das Foto gemacht habe (Urheber).
      Damit werde ich doch ebenfalls unter Generalverdacht gestellt, dass ich mein Kind missbraucht.

      Wie gesagt nur ein Beispiel, aber die Entwicklung finde ich sehr besorgniserregend.

    • Zumindest momentan würden noch Hashes benutzt. Direkte Bildanalyse auf dem Smartphone wäre zu rechenintensiv und somit sehr Akkustrapazierend.

      • Das ist nicht korrekt, fürchte ich: Du kannst nämlich jetzt schon in der Fotos-App z. B. nach „Strand“ suchen, um nach deinen eigenen Fotos von Strand zu filtern (andere Begriffe funktionieren auch). Offensichtlich findet also schon heute eine Bildanalyse auf dem Gerät statt (iCloud für Fotos ist abgeschaltet).

  • Weil es mich persönlich ärgert, die pro Argumentation der entsprechenden User . Nochmal Klartext!

    Jeden Tag kommt die Polizei in eure Wohnung und gleicht euer Leben gegen eine DB ab. Ach ja passiert ja nur lokal …. und wie kommt der Abgleich gegen die db zustande? Richtig – theoretisch lokal abgelegte hash’s oder eure hash’s werden gesendet und dort zur weiteren Verwendung mindestens zwischengespeichert. Denken wir mal weiter – wenn Bilder von kipo eine eindeutige hash haben dauert es nicht lange bis es eindeutige hash’s gibt für alle Bildinhalte.

    Zurück zur Durchsuchung – an alle pro User – bitte demnächst Türen offen lassen zum Abgleich und schnüffeln in eurem Leben. Sollte ja kein Thema sein ….

    • Voranmerkung: Ich bin absolut gegen das System!

      Aber nein, die Hashes werden nicht gesendet, sie werden lokal auf dem Gerät abgeglichen. Erst bei positiven Meldungen geht das, inklusive Bildmaterial, vom Gerät zu Apple (?).

      • Und das heißt ich habe eine lokale dB die nur one way auf mein getönt gesendet und da gespeichert wird? Es gibt keine Kommunikation in die andere Richtung ? Nur bei verdachtsfall ?

        Na gut – dann warte ich mal auf den Hasen der die Eier bringt

  • Ich finde das geht nicht weit genug:
    es müssen auch die E-Mails nach unseriösen Bildern gescannt werden und es wäre auch sinnvoll die Telefonate direkt abzuhören und zu prüfen ob dort jemand etwas unseriöse sagt. und dann kann es immer noch sein dass jemand etwas unseriös es in seinem Schlafzimmer sagt – daher ist es sinnvoll dass Apple direkt auch auf das Mikrofon zugreifen und die Gespräche außerhalb des Telefons aufzeichnet und dann prüft.
    um es kurz zu machen:
    Das ist die größte Scheiße und der größte Unfug, den ich jemals gehört habe. was geht denn die Idioten von Apple an was ich auf meinem Telefon habe?

    • >>was geht denn die Idioten von Apple an was ich auf meinem Telefon habe?<<

      Tim ist vor den Geheimdiensten eingeknickt oder er möchte jetzt wie Google noch mehr Geld mit dem Verkauf deiner Daten machen.

  • Ach, wenn man keine KiPo hashs findet, kann man ja Audio- und Filmdateien abgleichen…das wird ein Fest für Ermittler und Anwälte zum Schutz geistigen Eigentums… btw… das iphone zeichnet ja auch auf, wann man wo war… da lassen sich Geschwindigkeitsüberschreitungen ganz ohne Blitzer verfolgen…
    Ich bin Anwalt und kann Euch sagen: Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sind Ermittlungsbefugnisse im Nachhinein eingeschränkt worden. Ganz im Gegenteil: Erst geht es nur um schwerste Kriminalität, dann um schwere, mittlere und irgendwann sind Ordnungswidrigkeiten ausreichend. Just my two cents.

  • Stefan B. aus H.

    Dieser Artikel fasst das Dilemma imho sehr gut zusammen.
    Und selbst die amerikanische Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist nicht gottgegeben, wie man im Januar eindrucksvoll sah, bzw. ja seit Jahren an illegalen Praktiken sehen kann, Stichwort Geheimgefängnisse in fremden Staaten, usw.
    Apple sollte verschlüsseln, ohne wenn und aber. Polizeiarbeit kann (und muss) auch anders gestärkt werden, wo nötig.

  • Es ist auch einfach Unfair, der größte Teil wird doch damit nichts zu tun haben, dennoch verlieren alle ein Stück Privatsphäre.
    Zumal sicherlich betreffende Personen auch andere Wege als die iCloud Mediathek finden werden.
    Übersehe ich etwas?

    • Ja, weil die Privatsphäre es nie gegeben hat. Wenn Du eine Cloud nutzt, dann wurden deine Fotos schon seit Jahren danach durchsucht. Wenn Du keine Cloud verwendest, wird auch nichts durchsucht.

      • Also deine Argumentation zufolge hat es Privatsphäre auf den Endgeräten doch gegeben. Und die soll jetzt (indirekt) ausgehebelt werden.

  • Sind wir doch mal ehrlich. Das wird kommen und trotzdem werden die Leute iPhones kaufen und nutzen. Es wird sich nie was ändern. So wie bei whatsapp. Die können auch alles machen. Das sind einfsch zu große und zu mächtige Firmen.

    • Und das ist das Dilemma. Die big player sollten eigentlich von der Regierung an die Leine gezogen werden. Spielen dir player aber zu Gunsten der Regierung, wird nichts unternommen. Leidtragender sind die Bürger. Da bleibt dir rein gar nichts übrig als wirklich auf ein anderes OS zu wechseln

  • Zurecht wurde Apple kritisiert. Zuerst werden Pornobilder gescannt und was kommt als nächstes? iOS 15 kommt bei uns nicht auf die iPhones. Ich bin ein absoluter Gegner der Kinderpornographie und alles was damit zu tun hat, aber, ich bin auch ein Gegner der Überwachung. Dann kann ich auch gleich billigere Geräte kaufen und muss nicht teuere iPhones kaufen. Ein ganz großes Argument für Apple fällt mit dem Pornoscan weg.

  • Das mit der neu erschaffenen Hintertür ist doch Unsinn. Jedes Smartphone ist in der Lage Fotos nach allem möglichen zu durchsuchen. Und nicht nur nach Fotos, sondern auch nach Dokumente, Standorte, Anrufe usw. Sonst würden Suchfunktion nicht funktionieren.

    Wenn ein Staat von den Herstellern verlangen würde alle Phones nach „XYZ“ zu suchen, dann müssten sie es auch machen. In der EU und in den USA ist sowas zum Glück nicht vorstellbar, in China allerdings sehr wohl. Aber bevor Apple in China dazu gezwungen wird, machen es Huawei und Xiaomi auch.
    Auch Hashes unterschieben ist praktisch nicht möglich, denn Apple wird diese mit Sicherheit vorher prüfen.

    Was allerdings verwunderlich ist: Die Diskussion darüber wird hier in Deutschland, wo die Funktion gar nicht aktiv ist, heftiger geführt als in den USA. Dort finden sehr viele die Funktion gut und richtig. Das wusste Apple sehr genau. In den USA kann man sogar damit werben.

    Und alle Argumente in die Richtung, was man alle damit noch machen könnte, sollte man sich sparen. Apple hat immer genau kommuniziert, was sie in Sachen Datenschutz machen können und was nicht, warum sollte sich das ändern? Die werden auch zukünftig auch nicht „heimlich etwas suchen“, weil diese heimliche Durchsuchung auch in den USA gar nicht gerichtlich verwertbar ist und Apple ein finanzielles Risiko eingehen würde, weil spätestens beim ersten Gerichtstermin der Staatsanwalt sagen müsste, dass sie die Information von Apple haben und das würde Milliarden an Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Auf so etwas warten die Anwälte in den USA doch nur.

    • Faktisch betrachtet, ist deine Argumentation an so vielen Punkten falsch, dass ich nicht die Geduld aufbringe dich zu korrigieren, und es deshalb ganz lasse.

      Ich wünsche euch allen einen schönen Freitag (13.) Abend.

  • Florian Streifenfrei

    Teenager aus muslimischen Familien leben zukünftig gefährlich, wenn Apple bei den Eltern petzt. Your Mac is next. Sorry Steve!

  • Ich werfe mal folgenden Gedanken in die Diskussion ein!

    1. Wenn ich mal spekulieren darf, der Konsum von Pornographie, welcher Art auch immer, findet heute m. M. nach nicht mehr mit Bildern, sondern mit Videos statt … warum, wenn man gegen das Problem wirklich etwas tun will, beschränkt sich Apple dann auf Bilder?
    2. Wäre es nicht effektiver, Apple würde, sagen wir mal, 5 Milliarden Dollar in „echte“ Präventivmaßnahmen investieren? Unter Umständen wäre der Nutzen dann viel größer. Irgendwo habe ich gelesen, dass durch den iCloud-Abgleich lediglich 500 verdächtige Bilder gemeldet wurden? Bei gleichzeitig einer Milliarde Apple-Geräten?
  • Ich habe alle meine Fotos bei Google Photos. Dass das Zeug da auf CSAM gescanned wird ist mir bewusst, alles gut. Aber ich habe die letzten Tage wirklich viel darüber nachgedacht und gelesen. Die Motivation in allen Ehren, aber Apple sollte das wirklich tunlichst stoppen und die Finger von den Geräten lassen, das wird irgendwann sonst noch richtig übel. Das öffnet Schleusen und Türen, die besser verschlossen bleiben sollten. Nicht gut.

    • Florian Streifenfrei

      Exakt. Was glaubt ihr, wie lange es dann dauern wird, bis Regierungen auf die Idee kommen das gesetzlich zu verankern und solche Datenbanken um „terroristische“ Inhalte oder anderer Rechtsverletzungen zu erweitern? 

  • Das wird genauso eingestellt werden, wie der heilige Obama die totale Überwachung eingestellt hat. Nämlich gar nicht. Hört auf euch was vorzumachen. Schönes Wochenende.

  • Was Apple da abzieht, geht gar nicht. Straftäter hin oder her. Über den letztendlichen Effekt kann man auch nur lachen. Wer dieser „Zielgruppe“ wird denn jetzt noch solche Bilder mit nem iPhone machen???!!! Die sollten sich mal lieber um die Fehlerbehebung ihres mittlerweile verbuggten iOS kümmern. Und wo bleibt meine Privatsphäre? In Europa wird ein irrwitziger Aufwand bzgl. Datenschutz betrieben und man kann nur hoffen, dass das hier verhindert wird. Im Vergleich muss man sich mal vorstellen, dass Schwerverbrecher wegen minimalster Verfahrensfehler oder verstrichener Fristen davonkommen. Das soll es dann an Worten gewesen sein. Meinerseits werden Taten folgen. Cloudspeicherplan wird gekündigt. Statt eines neuen MacBooks, als Ersatz für meins von 2012, wird es ein ordentliches Windows-Notebook. Das iPad wird genutzt bis es auseinanderfällt. Danach wird man schauen was der Markt hergibt. Und ein teures iPhone Pro Modell, bei dem der Akku bei Normalnutzung keine 2 Tage hält, wird es garantiert auch nicht wieder. Wenn dann noch meine Fotos auf dem iPhone gescannt werden, was zusätzlich Akku und vielleicht noch Datenvolumen braucht (regelmäßiger WLAN-Zugang mal ausgeschlossen) bin ich ganz weg von Apple. Da hole ich mir lieber für einen Bruchteil ein mittleres Samsung und beschränke mich dort auf das Nötigste. Ich bereue schon jetzt meine Eltern, meine Tochter, einige Freunde und meine Freundin zu Apple Geräten bewegt zu haben.

  • Also iOS 15 kommt mir nicht aufs Gerät. Sollte Apple daran nichts ändern, ist Schluss mit iPhone und iPad. Nur so merkt der Konzern dass etwas schief läuft, wenn die Großaktionäre Sturm laufen wegen massiven Umsatzeinbußen.

  • Könnte „Nextcloud“ (bspw. mit einem RaspberryPi) eine Alternative sein, um diese potenzielle Sicherheitslücke in iOS 15 zu umgehen? In diesem Fall könnte man iCloud doch abschalten. Nur vorsorglich: Den offiziell kommunizierten Grund von Apple befürworte ich, aber bei dem umgesetzten Konzept befürchte ich zuviele Angriffsflächen für Hacker.

    • Mit deinem Vorschlag kannst du den Abgleich auf deinen Geräten ohne iCloud ermöglichen. Allerdings musst du den Sync dann jeweils manuell starten. Die komplette „Sicherheitslücke“ bist du damit allerdings noch nicht los da auch bei Siri und Suchen gescannt wird. Und lass mal noch ein Jahr vergehen dann fällt auf das „alle Kinderschänder iCloud deaktiviert haben und unter dem Radar geflogen sind“. Dann wird auch mit deaktiviertem iCloud Photos gescannt. Nochmal etwas später fällt auf das die Kinderschänder die Fotos in anderen Apps speichern wie nextcloud, GoodReader etc. und dann soll dort auch automatisch gescannt und gemeldet werden. Es funktioniert ja bereits und ist nur noch eine minimale Erweiterung. Ebenso wie eine Anpassung auf Videos, Suchbegriffe in Texten oder auch Erweiterung auf eine Objektsuche wie „nackt“, „terror“, „lgbtq“, „regierungskritisch“, „Waffe“, „unerwünschte Person xy“.

      Besonders schön empfinde ich übrigens folgende 2 fiktive Szenarien:
      Szenario 1: ich schiesse ein eigentlich vollkommen harmloses Foto meines Kindes nackt am Strand vom Grossfamilienurlaub und bin in den USA wo Scan und Meldung zunächst starten sollen. Ein Apple Mitarbeiter kommt aus irgendeinem Grund zur Veranlassung sich alle meine Bilder anzugucken und sammelt/teilt dieses eine besagte Foto. Es findet sich garantiert ein Spinner der sich von diesem Bild erregt fühlen wird, eventuell mal gefasst wird und dann landet dieses Bild mit in der Datenbank weil es halt oft auf Rechnern von Pädophilen vorhanden ist. Damit würde jedes Familienmitglied, das dieses Bild über ein geteiltes Album in seiner iCloud hat auch eine Meldung produzieren …

      Szenario2: Erzeugung einer großen WhatsApp Gruppe mit wahllosen Nummern und beim Erhalt von Fotos werden diese Fotos sofort auf dem iPhone gespeichert. Ein Pädophiler mit Zugang zu bekanntem Bildmaterial fotobombt somit massenhaft andere AppleIDs um die Behörden mit „Falschmeldungen“ zu überfluten, was zur Arbeitsunfähigkeit führt den eigentlichen Kinderschänder zu ermitteln…

      • Völlig an den Haaren herbeigezogene Szenarien. Szenario 1 hat nichts mit der aktuellen Debatte zu tun, da es keinen bekannten Hash zu diesen Fotos gibt. Bei Szenario 2 muss der Bösewicht die Datei in die WhatsApp Cloud laden, wo sie dann gegen eine Datenbank gegen gecheckt wird. Wie kommt man eigentlich auf so einen konstruierten Unsinn?

      • Szenario1: Das Bild würde ja dann ein bekannten Hashwert bekommen und dann gibt es einen vorhandenen Wert. Ja hat aktuell nichts mit den zu aktvierenden Scans direkt zu tun, aber abwegig ist das Szenario für die Zukunft eben nicht.

        Szenario2: gibt es bereits mit anderweitigem Material. In einem Klassenchat (9. Klasse) wurden verfassungsfeindliche Symbole eingestellt, die sich per automatischer Sicherung auf anderen Handys dann befunden haben, womit sich sogar die Staatsanwaltschaft beschäftigen musste.
        Somit: wieso sollte das konstruierter Unsinn sein, wenn es mit anderen Bildern bereits so passiert?

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