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Richtlinien erneut umformuliert

Apple: Abkehr vom Werbeverbot für Kinder-Apps

23 Kommentare 23

Die selbstbewusste Ansage Apples zur WWDC-Entwicklerkonferenz im Juni sorgte für Beifall: Damals formulierte der iPhone-Hersteller ein kategorisches Werbeverbot für Applikationen in der Kinder-Kategorie des App Stores.

Kinder

Die wesentlichsten Neuerungen wurden damals in Punkt 1.3 der Entwickler-Richtlinien („Die Kinder-Kategorie“) vorgenommen. Während Apple die Entwickler-Community bis dahin lediglich mahnte, auf bestimmte Arten der Werbe-Integration zu verzichten, erteilte die Neufassung des fraglichen Absatzes der Integration von Reklame und Tracking-Komponenten in Kinder-Apps eine klare Absage.

Diese hat Apple nun wieder aufgeweicht.

Richtlinien erneut umformuliert

Statt am Verbot von Tracking-Komponenten festzuhalten, sind diese fortan wieder zugelassen, wenn keine individuellen Identifikationsmerkmale wie etwa Namen, das Geburtsdatum oder die E-Mail-Adresse der minderjährigen Anwender übertragen werden.

Zwar schränkt Apple ein, dass Tracking-Komponenten nur in „begrenzten Fällen“ zugelassen werden sollen, lässt aber offen welche Apps sich für die nun deutlich industriefreundlicher ausgelegten Freigabe-Voraussetzungen qualifizieren.

Punkt 1.3: Formulierung bis Juni 2019

Apps in der Kategorie-Kinder dürfen keine verhaltensorientierte Werbung beinhalten (z.B. darf der Werbetreibende keine Anzeigen schalten, die auf der Aktivität des Nutzers basieren), und alle kontextbezogenen Anzeigen müssen für ein junges Publikum geeignet sein.

Punkt 1.3: Neufassung im Juni 2019

Apps in der Kategorie-Kinder dürfen keine Werbung oder Analysen von Dritten enthalten.

Punkt 1.3: Neufassung im September 2019

Apps in der Kategorie-Kinder sollten keine Analysen von Drittanbietern oder Werbung von Drittanbietern enthalten. Dies bietet den Kindern ein sichereres Erlebnis. In begrenzten Fällen können Analysen von Drittanbietern erlaubt sein, sofern die Dienste weder den IDFA noch identifizierbare Informationen über Kinder (wie Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse), ihren Standort oder ihre Geräte sammeln oder übertragen.

Montag, 16. Sep 2019, 9:26 Uhr — Nicolas
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  • „….sofern die Dienste weder den IDFA noch identifizierbare Informationen über Kinder (wie Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse), ihren Standort oder ihre Geräte sammeln oder übertragen.“

    Ich lese hier aber das kein Tracking erlaubt wäre. Sondern nur die Analyse.
    Also passt eure aussagen im Artikel nicht das Apple wieder Tracking bei Kindern erlaubt.

  • Ach Apple… :(

    Sagtet ihr nicht sinngemäß, ihr hättet verstanden?

    Ich verstehe ja, dass *Analyse* für die Entwicklung auch von Kinder-Apps nicht unwichtig ist. Wenn man die _sorgfältig_ begrenzt und den Handel mit Daten strikt unterbindet, okay.

    Aber Werbung?! Für Kinder?! Habt ihr zu viel Apfelwein gesoffen?!

    • Auch hier wieder
      Erst lesen dann schreiben

      Apple verbietet immer Werbung in Kinder-Apps
      Nur Analyse in ausnahmen ist erlaubt
      „Apps in der Kategorie-Kinder sollten keine Analysen von Drittanbietern oder Werbung von Drittanbietern enthalten. Dies bietet den Kindern ein sichereres Erlebnis. In begrenzten Fällen können Analysen von Drittanbietern erlaubt sein,…“

      • Auch hier wieder
        Nicht nur lesen sondern auch verstehen.
        Die ursprüngliche Aussage von Apple lies explizit keine Werbung/Tracker zu “ … dürfen keine …“. Das wurde mittlerweile auf „… sollten keine …“ aufgeweicht. Im Folgesatz wird zwar nur von Trackern geredet, die Werbung wird aber nicht ausgeschlossen, da halt keine drin sein „sollte“. Ist aber welche drin, ist das damit nicht zwangsläufig ein Verstoß gegen die Richtlinien sondern wieder Auslegungssache.

      • Sonari hat Recht.

  • Ein generelles Tracking-Verbot fänd ich ja super, also für alle, nicht nur für Kinder. Wird nie passieren, ist mir schon klar.

    • Ich könnte mir vorstellen das Apple langfristig eine native Firewall App in das Betriebssystem integriert (ähnlich wie heute die Guardian App). Das Feature würde gut in die Datenschutz-Strategie passen und könnte dann z. B. in Einstellungen App-individuell aktiviert oder deaktiviert werden. Die notwendigen Software Voraussetzungen hat Apple bereits mit iOS12 geschaffen, legt das Thema aktuell aber noch in die Hände der App-Entwickler.

    • Auch innerhalb des AppStores bezahlt der iPhone Benutzer ab und an mit seiner Privatsphäre.

      Wenn Apple da keinen Riegel vorschiebt, verlieren sie ihr letztes großes Argument gegenüber Googles Android

      • Du bezahlst in diesem Falle eine App aus dem AppStore mit privaten Daten. Bei Android ist das ganze OS darauf ausgelegt, möglichst umfänglich Daten des Nutzers zu sammeln, dazu kommen dann noch diverse Apps.

  • Wollte wohl keiner mehr Apps für Kinder erstellen. Naja, durch Arcade ist es eh egal.

  • Stefan B. aus H.

    Konjunktive in Richtlinien sind immer gut. >Sollten< sie öfters machen.
    ;-).

  • Im Umkehrschluss bedeutet obige Aussage, dass ein unsicheres Erlebnis bei Erwachsenen okay ist.

    • Genau! Wie bei Zigaretten und Alkohol auch. Erwachsene sind selber verantwortlich, Kinder werden geschützt.

      • WIRKLICH, markus1? Wieso ist dann das Werbeverbot bei Kindern nur noch zur „Soll-Vorschrift“ reduziert? Warum ist dann das Tracking bei Kindern (teilweise) erlaubt?

        (D)eine) Erklärung hierfür dürfte sehr lustig werden … … …

  • Der erste Kommentar von Black sollte gelesen werden vor jedem weiteren Kommentar.

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