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Werbeverbot für die Kinder-Kategorie

Keine Werbung, kein Tracking: Neue Regeln für Kinder-Apps

21 Kommentare 21

Apple hat Teile seiner Entwickler-Richtlinien neu formuliert und den hier veröffentlichten Text um mehrere neue Abschnitte, Absätze und Ergänzungen erweitert.

Apple Augmented Reality Kinder

Ein Beispiel: Der folgende Satz wurde um den abschließenden Zusatz „or just plain creepy“ erweitert:

Apps should not include content that is offensive, insensitive, upsetting, intended to disgust, in exceptionally poor taste, or just plain creepy.

Während an einigen Stellen bestehende Regelungen schlicht präzisiert wurden, wurden andere Bereiche inhaltlich so stark verändert, dass betroffene Entwickler dazu gezwungen sein könnten, sich Gedanken über ihre Geschäftsmodelle und die angesprochene Zielgruppe zu machen.

Eine der wohl wichtigsten Änderungen kann in Punkt 1.3 der Entwickler-Richtlinien („Die Kinder-Kategorie“) nachgelesen werden.

Bislang mahnte Apple die Entwickler-Community lediglich, auf bestimmte Arten der Werbe-Integrationen zu verzichten. Die Neufassung des zweiten Absatzes erteilt der Integration von Reklame und Tracking-Komponenten in Kinder-Apps fortan jedoch eine klare Absage.

Punkt 1.3: Bisherige Formulierung

Apps in the Kids Category may not include behavioral advertising (e.g. the advertiser may not serve ads based on the user’s activity), and any contextual ads must be appropriate for young audiences. You should also pay particular attention to privacy laws around the world relating to the collection of data from children online. Be sure to review the Privacy section of these guidelines for more information.

Punkt 1.3: Neufassung

Apps in the Kids Category may not include third-party advertising or analytics. You should also pay particular attention to privacy laws around the world relating to the collection of data from children online. Be sure to review the Privacy section of these guidelines for more information.

Zudem unterstreicht Apple weiterhin: Zielte eine App einmal auf Kinder ab, sind die Richtlinien langfristig einzuhalten; auch wenn sich die Zusammenstellung der Zielgruppe zwischenzeitlich geändert haben sollte.

Keep in mind that once customers expect your app to follow the Kids Category requirements, it will need to continue to meet these guidelines in subsequent updates, even if you decide to deselect the category.

Donnerstag, 06. Jun 2019, 8:02 Uhr — Nicolas
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  • Frei von „pour taste“ und „plain creepy“ dürften gerne auch Erwachsenen-Apps sein.

  • Apple macht sehr vieles sehr richtig die letzten Tage. Top!

    • Das ist aber lange vorbereitet und keine spontane Reaktion, wie vielleicht manche denken.
      Ich finde den Weg auch klasse und Apple gewinnt sehr an Strahlkraft zurück.
      Man spürt seit der WWDC auch, dass die Hater ein wenig Schnappatmung haben ;)

      • +1

      • @Markus Gott sei dank klärst du uns auf, wir haben alle gedacht Apple wäre erst gestern auf Idee gekommen.

      • Was gewinnen die da denn zurück?
        Privatsphäre ist und bleibt Marketing.

      • @marcus: Wie lebt es sich eigentlich in einer binären Welt, in der es nur „Schwarz“ und „Weiß“, „Böse“ und „Gut“, „Die“ und „Wir“, „0“ und „1“, „Hater“ und „Lover“ gibt? Ich befürchte, DU fühlst dich dort sauwohl…

        „Mehr als eine Gehirnzelle? Braucht kein Mensch!“

      • Leute, Bitte.
        So schönes Wetter draußen und eigentlich teilen wir doch alle (mindestens) ein ähnliches Interesse. Also: Nicht provozieren und nicht provozieren lassen.

  • In anderen Artikeln habe ich gelesen, dass auch InApp Käufe in Kinderapps fortan verboten sind.

  • Abos dürfen die Kinder aber anschließen? Dann bin ich ja beruhigt das der Datenschutz eingehalten wird, für die Abos zahlen nämlich die Eltern.

  • Ich begrüße das sehr. Bin aber mal gespannt, ob dann die Entwickler/Studios nicht einfach ihre Altersempfehlungen der Apps hochziehen. Wenn ich sehe, wieviele Apps teilweise im 30-60s Takt ein „alive“ nach Hause schicken… echt gruselig.
    Hatte heute morgen erst ein neues Spiel im AppStore geladen und dieses versucht sogar permanent Googles Play Services zu kontaktieren !?
    Gut, dass der PiHole ne Menge blockt im Heimnetz.

    • Und ja, ich habe den letzten Abschnitt im Artikel gelesen. Aber auch dafür gibt es Wege, um diese Richtlinie zu umgehen.

    • Ich begrüße Arcade. Es wird vermutlich verhindern, dass Kindern mit völlig ausufernden pay-to-win oder käuflichen Outfits das Geld aus der Tasche gezogen wird. Auch die Sache mit den Controllern ist m.E. eine gute. Mich interessieren Spiele zwar nur rudimentär, jedoch freute es mich, wenn die Plattform ein anderes Niveau erreichte, bei aller Vielfalt. Ramsch und Tracking muss ich nicht haben.

    • Ich hab nen Windows Rechner. Kann ich das irgendwie auch rausbekommen, was da alles so gesendet wird?

  • Das ist sehr gut!
    Das die Entwickler Geld verdienen wollen und müssen ist klar. Aber so etwas hat in Apps für Kinder schlicht nichts zu suchen.

    Google kann sich daran sehr gerne ein Beispiel nehmen!

  • Die Formulierung lautet: „Third-Party Advertising or Analytics“. Bezieht sich das Third-party auf die Werbeinhalte oder auf die Werbeherkunft? Normalerweise ist ja Third-Party Advertising eine Bezeichnung für Werbenetzwerke.

    Ist also das Bewerben von Drittpartei-Produkten verboten oder die Nutzung von Werbenetzwerken? Wenn zweiteres, dann könnte der App Anbieter ja die Werbung selbst ausspielen und damit weiterhin Werbung anzeigen. Er müsste die Werbeslots nur direkt verkaufen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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