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AppDrive: Autoversicherer überwacht mit iPhone-App und OBD-Stecker

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43 Kommentare 43

Der von TomTom angebotene OBD-Stecker Curfer – hier in den News – ist uns ein Begriff, dass die Hardware des Navi-Anbieters inzwischen jedoch auch von Autoversicherungen zur Überwachung der eigenen Vertragskunden eingesetzt wird, war uns neu.

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So berichtet die Signal Iduna Gruppe heute über den erfolgreichen Start der eigenen Sijox-Versicherung und platziert sich als junge Alternative im herbstlichen Run auf billige KFZ-Versicherungsverträge.

Vielleicht fangen wir erst mal mit der Begriffsklärung an: Sijox ist die „junge Leute“-Marke der Signal Iduna Gruppe. Diese bietet unter der Überschrift „Meine Mobilität mit AppDrive“ ein Versicherungspaket an, das seinen Fahrern mit Hilfe einer iPhone-App und des von TomTom entwickelten On-Board-Diagnose-Steckers LINK 100 über die Schulter schaut.

So sollen sich durch „defensives Fahrverhalten“ Rückerstattungen in Höhe von bis zu 25 Prozent von der Kfz-Versicherung sichern lassen.

Alle Sijox Kunden, die sich für „Meine Mobilität“ entscheiden, bekommen kostenlos einen OBD-Stecker vom Navigationsspezialisten TomTom dazu. OBD steht für On-Board-Diagnose. Das heißt: Der Stecker misst das Beschleunigungs-, Brems- und Kurvenfahrverhalten des Autos und analysiert auf Basis dieser Daten den Fahrstil des Nutzers. Über die AppDrive®-App, die sich auf allen Android- und Apple-Smartphones installieren lässt, erhält man am Ende jeder Fahrt eine Auswertung. […] Vor allem aber zeigt das Programm den AppDrive®-Score an, die gesammelten Punkte, die darüber entscheiden, wie hoch die Rückzahlung am Jahresende ausfällt.

app-app

Zwar betont Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna, dass es der Versicherungsgruppe nicht um den gläsernen, sondern um den sicheren Fahrer geht; von der versprochenen Rückerstattung können jedoch nur all jene Anwender profitieren, die sich für die kontinuierliche Datenaufzeichnung im eigenen Fahrzeug entscheiden und ihr Fahrverhalten lückenlos protokollieren. Eine Entwicklung, die sich im vergangenen Jahr bereits bei den Krankenkassen abzeichnete.

Gelockt wird mit Rückzahlungen und einer sehr jugendlichen Werbekampagne:

Mittwoch, 04. Nov 2015, 15:44 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Wie putzig… Nein Danke, so weit kommt’s noch.

    • Warte ab, das ist nur der Anfang. Irgendwann zahlt man bei allen Versicherungen den 10-fachen Preis, wenn man ohne Überwachung fährt. Das wird kommen, in kleinen Schritten.

  • ..na hoffentlich hab ich dann solche „Langsambeschleuniger“ nicht im Stau vor mir, sonst dauerts doppelt so lange…

    • Wobei die Langsambeschleuniger im Stau auch dafür sorgen können, dass sich der Verkehrsfluss etwas entzerrt und das ständige Start-Stopp-Start-Stopp-Start-Stopp vermindert wird. Lieber konstant mit 10-20 km/h fahren, als 40 — 0 — 30 — 0 — 50 — 0 — 20 — 0

      • das handhabe ich im Stau auch so, möglichst konstante Geschwindigkeit. Allerdings beschleunige ich beim Auffahren auf die Autobahn, beim Herausfahren von Ortschaften und dergleichen, prinzipiell mit Vollgas. Die Automatik gewährleistet, daß ich wirklich die schnellste Beschleunigung habe. Hab ich dann die gewünschte Geschwindigkeit erreicht, dann nehme ich das Gas weg und halte so die Geschwindigkeit. Damit spare ich enorm Sprit, denn der Diesel schiebt mit seinen 320 nm brachial nach vorne. Zögerliches oder langsames Beschleunigen bringt einen Mehrverbrauch, weil man viel zu lange mehr Gas gibt, als beim knaggigen Beschleunigen.

  • Dann zahl ich lieber den Standardpreis anstatt mich beobachten zu lassen. Nachher wird bei einem Unfall nicht gezahlt weil man anscheinend zu stark beschleunigt oder gebremst hat. Man brauch sich nicht über die Datensammelwut ärgern wenn man es ihnen so leicht macht.

  • Es wird hier für den Kunden nur in den seltensten fällen nur eine Ersparnis geben, da dieses Gerät für das Auto eine monatliche Gebühr kostet – zumindest so bei der VHV (circa sieben Euro pro Monat) – diese Zusatzkosten fressen die Ersparnis im Nachgang auf

  • Es ist absehbar, dass Versicherungen dies mittelfristig als Grundvorraussetzung eines jeden Vertrags machen werden. Bedenklich…. mein eigener OBD Stecker und App ist eigentlich zur Messung der G-Kräfte und Beschleunigung gedacht und der Score wird bereits in Flensburg gezählt ;)

    • …. ohne mich!
      Das ist der Moment, wo ich mir einen Old- oder Youngtimer zulege!
      So langsam reicht es mir mit der ganzen Datensammelwut!

    • „Es ist absehbar, dass Versicherungen dies mittelfristig als Grundvorraussetzung eines jeden Vertrags machen werden.“

      Malst du beruflich auch Wände schwarz an oder machst du das nur in den Kommentarspalten?
      Kannst du dir vorstellen, dass es auch Autos gibt, die keinen OBD-Stecker besitzen, da sie zur älteren Generation gehören?
      Von diesem Einzelfall auf eine allgemein gültige Zukunft zu schließen, kann man nur noch als German Angst bezeichnen.

      • OBD Stecker sind Pflicht in den USA seit 1988 und in Deutschland seit 2001, seit 14 Jahren (!)
        Informier dich mal bevor du hier so unqualifiziert rumlaberst.
        Natürlich werden Versicherungen versuchen das so durchzudücken. Oldtimer und Exotische Sportwagen mal ausgenommen, aber wir haben eh Spezial-Versicherungen.
        Keine OBD ? Keine Vertrag bei uns oder Auspreis !
        Dass das mittel-bis langfristig kommen wird kann ein Blinder erkennen !

  • irgendwann is auch mal gut! bin letztens unterm autofahren auch ausgestiegen und aufgestanden als meine apple watch das meinte.

  • Lächerlich! Zu hohe Geschwindigkeit ist nur für z.B. 6% der Unfälle auf Landstraßen verantwortlich. Sowas fördert nur das die Fahrer in Gefahrsituationen nicht mit ihrem Auto umgehen können und ein generell erhöhtes Ablenkungsniveau haben um immer möglichst viele Punkte zu sammeln. Außerdem werden riskante Überholmanöver durch die Fahrzeuge im Stau hinter dem Langsamfahrer provoziert was oft zu Tödlichen Unfällen führt. Das interessiert die Versicherung allerdings nicht weil den Schleicher ja keine Schuld trifft. Asozial!

  • Nein Danke. Ist wie bei der Krankenversicherung: bloß nicht zu viel verraten, da es im Zweifel auch mal gegen Dich (keine Kostenübernahme) verwendet werden kann.
    Ich denke, es wird sicherlich irgendwann einmal eine „Blackbox“ im Kfz geben, aber soweit das noch nicht flächendeckend im PKW-Bereich (aus gutem Grund) durchgesetzt ist, brauchen wir erst recht keine Individuallösungen von Versicherungen.

  • Puh, ich nehme solche Worte selten in den Mund. Aber diese Entwicklung des Scoring durch Beschleunigungskräfte und Bremsverhalten ist der letze D****.

    Ich fahre seit Jahren Unfallfrei und rücksichtsvoll gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
    Aber wenn beherztes Gasgeben zum Einfädeln in den Verkehr oder das Abbremsen in alltäglichen Verkehrssituationen den Score verschlechtert, dann sehe ich echt schwarz.

    Überlegt mal wie häufig Ihr im letzten Monat aufgrund anderer Verkehrsteilnehmer ausweichen, bremsen oder Gas geben musstet?

    Bremse ich dann noch für andere Verkehrsteilnehmer wenn mich das Manöver X Eur kostet?

  • Schaut Euch die neuen Opel an, da braucht man keinen Stecker mehr, die telefonieren von alleine nach Hause….

    OBD-Stecker sind schon interessant- je nach App und Fahrzeugtyp sind nicht nur KFZ-Fehler zu löschen, sondern auch Eingriffe in das Fahrzeugsetup möglich.
    Interessant könnte es werden, wenn man im Stau/ Stadtverkehr die ersten Hacker findet, die das WLAN/Bluetooth Signal des Steckers abgreifen und manipulieren…
    Und der Zugriff auf den OBD-Stecker/ das Fahrzeug geht nicht nur mit SmartphoneApps sondern auch mit dem MacBook….

  • Sowas bewirkt nur das Autofahrer in echten Gefahrensituationen mit ihren Autos nicht umgehen können. Dazu kommt dass das Ablenkungsniveau generell gesteigert ist um immer möglichst viele Punkte zu sammeln. Gerade mal 6% der Unfälle auf Landstraßen entstehen aufgrund zu hoher Geschwindigkeit. Im Stau hinter dem Langsamfahrer werden gefährliche Überholmanöver provoziert. So entstehen die schlimmsten Unfälle was die Versicherung allerdings nicht interessieren dürfte, da der Schleicher ja keine Schuld trägt. Asozial!

    • Und warum muss man im Stau unbedingt überholen?
      Um letztendlich 30 Sekunden früher am Ziel zu sein.
      Bin jahrelang jeden Tag 40 km Autobahn einfache Strecke gefahren.
      Ich kann dir versichern, dass die Raser und Drängler das weit höhere Risiko darstellen.

    • Ne Max hat vollkommen recht! Diese autobremser nerven richtige Autofahrer solange, bis diese zu riskanten Manövern tendieren. Bin jährlich 60.000 km unterwegs und kann das bestätigen. 80 Prozent der Autofahrer können leider kein Auto fahren und/ oder haben Zuviel Zeit!

  • Ich kann nur davon abraten , im Kleingedruckten steht bestimmt wenn du mal ohne fährst musst du zahlen.

  • Brave New World
    Für mich ist das krank, Kapitalismus in seiner perversesten Form

  • Ich werd einen Scheiss tun auch nur irgendjemanden an meinen OBD Anschluss zu lassen. Das Ding hab ich nicht umsonst gegen Osteuropäische Autodiebe deaktiviert.

  • Eine Versicherung bitet ein Geschäft um Geld zurück zu zahlen? Wer gehört zu Zielgruppe?

    • Zielgruppe sind Fahranfänger die mit 140 – 200% bei der KFZ-Versicherung starten.

      Nach ein paar Jahren wird das erfolgreiche Modell dann auf alle übertragen.
      Die Leute werden sich darauf stürzen um 50 EUR im Jahr zu sparen.
      Danach werden die Beträge wieder auf Normalniveau angehoben und die „Tracking-Verweigerer“ müssen dann einen Aufschlag um X % draufzahlen.

    • Ziel Gruppe sind Leute mit einem Raspberrypi, USB auf OBD Adapter & Programmiererfahrung. Irgendwann wundert sich dann die Versicherung wie man nur immer den Maximalscore erreicht…

  • Das Ergebnis wird sein, die Hälfte die ruhiger fährt zahlt weniger, die etwas impulsiver fährt zahlt mehr.
    Die Versicherung im ganzen wird dadurch nicht billiger in der Gesamtgruppe.

    Das ist gutes Marketing, weil jeder denkt, er sei ein guter Autofahrer.

  • Wo bleibt die neue i f u n App? Die Kommentare werden munter durcheinandergebracht

  • Die Werbung ist ja richtig schlecht…

  • Über die Schulter schauen, ist ja ein niedlicher Ausdruck für elektronische Überwachung

  • Mich leckst am Oarschn. So weit kommt es noch, dass meine Daten an die Versicherung gegeben werden. Wenn ich Gas geben will dann geb ich Gas. Unterstützt so einen Schrott bloß nicht !

  • Ja sicher, die sind nur am sicheren fahren Interessiert, ist klar! Trau schau wem in Zeiten, in denen Daten mehr Wert haben als gültige Währungen!

  • Ist nur was für „Tätowierte“ sieht man ja an den Fotos….

  • Der OBD Anschluss ist nur zur Diagnose gedacht. Während der Fahrt irgendetwas da anzuschließen ist fahrlässig, es kann bei billigen oder nicht korrekt eingesteckten OBD Steckern oder durch Eingriffen von außen zu unerwünschten Eingriffen oder Schäden im Steuergerät kommen. Im schlimmsten Fall erlischt die Gewährleistung des Autohersteller.

  • trotz aller (berechtigten) Bedenken, hat jemand schon ein Angebot eingeholt?
    Was kostet die Versicherung im Vergleich zur Konkurrenz?

  • Natürlich geht’s nicht um den gläsernen, sondern um den sicheren Fahrer. Was ist nur, wenn dem sicheren Fahrer plötzlich Schuld oder Teilschuld per appdaten nachgewiesen werden können? Wird dann Versicherungsleistung verweigert?
    Versicherungen wollen Geld verdienen. Mit möglichst hohen Prämien mit wenig Leistung. Die App ist dafür ein wunderbares Mittel.

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