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Vergessene und untergeschobene Abos

App-Löschung unter iOS 13: Abo-Nachfrage drückt Umsätze

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iPhone-Nutzer, die eine ihrer Applikationen löschen, werden unter iOS 13 nun erstmals auch auch auf noch laufende Abos hingewiesen.

Abo Behalten

Wer eine Abo-Anwendung löscht, deren zugehörige Monats- oder Jahresabbuchungen noch nicht storniert wurden, wird nun mit einem zusätzlichen Texthinweis daran erinnert, dass weiterhin Kosten anfallen und bekommt einen Direkt-Link zum entsprechenden Kontobereich vorgesetzt, um das Abo direkt stornieren zu können.

Im Hinweis heißt es:

Möchtest du dein Abonnement für diese App behalten? – Dein Abonnement von [APPNAME] kann noch auf anderen Geräten verwendet werden. Es wird am [VERLÄNGERUNGSDATUM] automatisch verlängert, wenn du es nicht spätestens einen Tag vorher kündigst.

Erste Analysen zeigen nun: Die neue Abo-Nachfrage drückt die Umsätze der Subscription-Apps.

Unter iOS 13 entscheiden sich weniger Nutzer von kostenlosen Probezeiträumen für den anschließenden Übergang ins Abo.

Die Theorie: Zwielichtige Entwickler verdienten häufig auch an Nutzern, die sich des Abo-Abschlusses nicht bewusst waren bzw. solchen, die den Ablauf der Probephase nicht im Kalender notierten und Apps löschten ohne das zugehörige Abo zu stornieren.

[…] In allen von uns gesampelten Apps haben wir einen durchschnittlichen Rückgang der absoluten Conversion Rate um 9% gemessen, was einem durchschnittlichen relativen Rückgang der Conversion Rate von 29% entspricht, aber mit einem ziemlich breiten Spektrum, das je nach App zwischen 0% und 60% liegt. Apps, die bereits eine hohe Conversion Rate hatten, wurden von der Änderung relativ wenig beeinflusst. Apps, die darauf angewiesen waren, dass ihre Nutzer schlicht vergaßen, das Abonnement zu kündigen, müssen sich auf größte Veränderungen einstellen. […]

Impact Of Ios 13

Montag, 14. Okt 2019, 10:54 Uhr — Nicolas
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  • Ich hoffe, das dies evtl. die ach so tollen Abo Zahlen etwas bereinigt und man eine realistische Wahrnehmung bekommt. Vielleicht zeigt dies am Ende ja sogar wieder den Weg auf zu mehr Einmalzahlungen.

    • Hoffe ich auch. Das mit den Abos ist echt wahnsinn.
      Wenn man es mal so sieht
      Apple Music 99 Euro im Jahr
      Netflix 191,88 Euro im Jahr
      dann noch Office 365 was auch noch mal mit 69 euro zu buche schlägt
      Das ist man recht schnell bei rund 400 Euro

      • Netflix: kannst du mit Freunden teilen
        Adobe CS: Affinity Photo, Publisher, Design
        MS Office: Libre Office

        Und schon wird’s sehr überschaubar

  • Nach Abschluss des Probeabos ist der nächste Schritt immer das Kündigen des Abos.

  • Ein nützliches Programm einfach bezahlen, fand ich ehrlicher. Von mir aus auch nach einem großes Update…

    • Bei der Softwareentwicklung hat man aber laufende Kosten für Bestandskunden (Support, Bugfixing, Kompatibilitätsupdates und eventuell Serverbetrieb und Kosten für die Datenbeschaffung). Daher funktioniert das mit einmaligen Lizenzverkäufen nicht nachhaltig.

      • Deshalb ist bei Apple eingeführte Systeme so Scheiße.
        1. Programme anbieten zu müssen die eigentlich nix kostet dürfen
        2. keine Kostenpflichtige Updates anbieten zu können

        Abo kann sicher für den Kunden und für die herausbringe Firma gut und richtig sein, für etliche Firmen und Apps eben aber auch nicht.

      • Sorry, aber die Unfähigkeit der eigenen Softwareentwickler, muss man eben in Kauf nehmen. Wieso sollte ich etwas Abonnieren müssen nur weil jemand unfähig ist richtig zu programmieren.
        Subscriptions, no thx!

    • Das hat eine Vielzahl der Nutzer bei der Aufgabenverwaltung „Things“ vor etwas mehr als zwei Jahren anders gesehen. Da gab es einen Sturm der Entrüstung, als man nach mehreren Jahren wagte, Geld für ein Update zu nehmen.

  • Genau so sollte es doch sein, oder?

  • Klingt doch gut, Ziel erreicht. Betrügerische Apps haben weniger Erfolg.

    Davon ab: Der Ordner im Hintergrund des ersten Screenshots sieht aus, als könnte er alle Apps auf meinem Telefon beinhalten.

  • Sehr gut gemacht ! Damit wird auch in der Zeit die Qualität der Apps besser, die dubiosen fallen mehr und mehr weg

  • Das wurde ja aber auch Zeit. Sehr guter Schritt

    • Ich finde je nach App die Abo-Preise einfach eine Frechheit. Mir waren die ein mal Käufe viel lieber. Ich installiere grundsätzlich keine Apps, die als Vollversion ausschließlich im Abo zu haben sind.

  • Für die Entwickler mag es sich ja durchaus lohnen. Mich halten ABOs eher davon ab eine App zu nutzen, egal wie gut sie sein mag. Ich finde die Einmal-Zahlung noch immer die ehrlichste und transparenteste Art und Weise abzurechnen. Dafür bin ich auch gerne bereit den ein oder anderen Euro mehr auszugeben.

  • Feature In-App Käufe ist der einzige richtige Weg. Ich zahl die Entwickler doch nicht fürs faulenzen und Fehler beheben.

    • Die horizontale Linie entspricht der Conversion Rate unter iOS 12, die vertikale unter iOS 13.

      Wenn unter iOS 12 20% aller Nutzer nach Ende der Testperiode ein Abo abgeschlossen haben, sind es unter iOS 13 über 40% weniger. Sind es unter iOS 12 mehr als 80% gewesen, verschlechtert sich der Wert unter iOS 13 kaum (0%).

  • Super, so soll das sein!
    Schluss mit versteckten Fallen!

  • Ich hoffe eigentlich nur, dass dieser Abo-Wahnsinn irgendwann mal ein Ende findet.
    Wenn man hier und in anderen Foren liest, finden gefühlt 99% aller User Abos sch***e und schließen keine ab. Verstehe einfach nicht, wie man als Entwickler seine Umsätze steigern kann.

    Ich würde auch niemals darauf kommen, ein Abo für die Nutzung einer App abzuschließen, außer Musik und Video. Für alles Andere gibt es fast immer Alternativen.

  • Für eine gute App Zahl ich gern für ein großes Update aber ein Abo kommt mir nicht in Haus ich habe schon genug laufende Kosten.

  • Hat Apple im AppStore unter der Rubrik „In-App-Käufe“ eigentlich den Hinweis entfernt, ob es sich um ein Abo oder einen Einmalkauf handelt!? Ich sehe keinen Hinweis mehr, musste heute gleich 2 Apps löschen nach! Installation, weil nur ein Abo angeboten wurde.

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