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Digitale AirDrop-Flyer

Aktivismus trotz Zensur: Hong Kong-Demonstranten setzen auf AirDrop

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Die Beobachtungen, die Mary Hui in Hong Kong angestellt hat, sind spannend und erinnern an eine ganz ähnlich gelagerte Situation vor rund fünf Jahren.

Damals, im Herbst 2014, sorgten Proteste für eine unruhige Lage in Hong Kong und für einen Run auf die kostenlose Chat-Applikation FireChat.

Im Gegensatz zum staatlich kontrollierten WeChat-Dienst, setzt der freie Messenger auf Apples „Multipeer Connectivity Framework“ und gestattet seinen Nutzern den Aufbau von mehreren Verbindungen zu benachbarten iOS-Geräten.

Gerade auf Demos lassen sich so binnen weniger Minuten große Peer-to-Peer-Netzwerke stricken, die ohne zentralisierte Server auskommen und von der staatlichen Zensur nicht erfasst werden.

Zurück zu Mary Hui, diese notiert aktuell einen ähnlichen Trend. Das Phänomen wird diesmal jedoch von Apples-Systemdienst AirDrop und nicht von FireChat angeführt.

China Extradition

So soll sich AirDrop während der Proteste in Hong Kong als einer der Hauptumschlagplätze für digitale Flyer etabliert haben sein. Anwender, die ihr iPhone für den Empfang neuer AirDrop-Nachrichten auch von unbekannten Kontakten konfiguriert haben, werden auf Plätzen, in Bahnhöfen, Zügen und Flughäfen mit neuen, China-kritischen Kurznachrichten geradezu bombardiert:

Die Demonstranten in Hongkong nutzen daher Apples AirDrop-Funktion, um ihre Botschaft an die Festland-Chinesen weiterzuleiten. Die Tatsache, dass die Botschaften in vereinfachtem Chinesisch verfasst sind – Hongkonger verwenden traditionelles Chinesisch – bestätigt, dass die Zielgruppe chinesische Touristen sind.

Mittwoch, 10. Jul 2019, 12:07 Uhr — Nicolas
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  • Dann wird die Funktion ja bald per Update von Apple in China gesperrt

  • Bin mal gespannt wann Apple „AirDrop“ in China deaktivieren muss – lange kann ja nicht dauern xD

  • Also FireChat hat bei mir noch nie richtig funktioniert. Meistens konnte man nur Nachrichten verschicken wenn beide die App aufhaben.

  • Bzgl. Sicherheit ist laut https://securechatguide.org/p2papps.html Firechat keine Empfehlung. Aber wie dem auch sei, situativ scheint dies doch geeignet zu sein, damit unter den Demonstranten mehr Kommunikation herrscht und Fakes scheinen derzeitig nicht so oft gemacht zu werden (entweder weil zu viele Nachrichten im Umlauf, oder die chinesische Geheimorganisation ist sich noch nicht im Klaren, wie man dies durch Beeinflussung wenigstens vermindern kann (unterbinden scheint nicht möglich, außer App aus chinesischem AppStore oder Hongkonger AppStore herauszuwerfen, aber diese App existiert seit 2014 … schade, dass es noch keine OpenSource-Alternative gibt, aber außer durch weniger Tracking könnte dies evtl. nicht sicherer werden … außer man muss nun eine funktionierende Email-Adresse eingeben, die man aber auch leicht faken kann …)).

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