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Jogger markieren geheime Militärstützpunkte

3 Billionen GPS-Punkte: Fitness-Tracker Strava zu gesprächig

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21 Kommentare 21

Dem Guardian-Artikel „Fitness-Tracking-App Strava verrät Standorte geheimer US-Militärbasen“ waren zwar die Wortmeldungen des Geopolitik-Analytikes Tobias Schneider vorausgegangen, letztlich machen jedoch beiden auf den gleichen Umstand aufmerksam.

Militaerbasis

Die Meta-Daten, die die Macher des Fitness-Trackers Strava zum Bau ihrer Global Heatmat einsetzen, seien zu gesprächig.

Die Ende letzten Jahres freigegeben Karte, die die Laufstrecken der Strava-Anwender visualisiert und dazu über 3 Billionen individuelle GPS-Punkte auswertet, würde nicht nur Ein- und Ausgänge von geheimen Militärbasen preisgeben, sondern auch über Patrouille-Routen informieren und Stützpunkte alliierter Truppen in der Peripherie aktueller Konfliktgebiete markieren.

In Orten wie Afghanistan, Dschibuti und Syrien scheinen die Benutzer von Strava fast ausschließlich ausländisches Militärpersonal zu sein, was bedeutet, dass deren Stützpunkte hell auffallen. In der Provinz Helmand in Afghanistan, sind beispielsweise die Standorte der „forward operating bases“ deutlich zu erkennen und leuchten weiß auf der schwarzen Karte.

Der Vorwurf, der zwischen den Zeilen mitschwingt, richtet sich dabei weder an Strava noch an Apple. Der eine Konzern erfüllt lediglich sein Produktversprechen, der andere stattet seine iPhone-Nutzer geradezu vorbildlich mit allen Werkzeugen aus, die für einen datensparsamen Alltag vonnöten sind.

Die (berechtigte) Kritik richtet sich sich an Anwender, die sich häufig nicht über die mittelbaren Auswirkungen ihrer App-, Online- und Technik-Nutzung im klaren sind und fordert eine bewusstere Auseinandersetzung mit der persönlichen Datenfreizügigkeit.

Update: Inzwischen hat sich Strava selbst zum Fall geäußert.

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Dienstag, 30. Jan 2018, 12:17 Uhr — Nicolas
21 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Manchmal hat man das Gefühl, dass proportional zum Kommunikationsdurchfall, die Dummheit der Menschen ansteigt…

    ^^

  • Darauf wird immer hingewiesen. Außerdem ist das doch völlig egal, die, für die das interessant sein könnte, wissen besser wie jeder andere, wo sie welche Basis oder dergleichen finden

    • Nicht unbedingt, bzw.: ich denke nicht, dass es legitim ist, die Sicherheitsbedenken, die sich aus dieser Sache ergeben, einfach mit einem AAAAAAACH wegzuwischen. Diese Daten sind für (vergleichsweise) low-tech-Gegner doch total hilfreich. Es geht ja nicht „nur“ um die Position einer mehr oder weniger geheimen Militärbasis. Du bekommst vielmehr auch eine tolle Auswertung, wo die Patrouillenwege verlaufen, wo man mit Wachen rechnen muss etc., wo sich Ein- und Ausgänge befinden und so weiter. Das ist alles andere als trivial, im Grunde werden hier Geheimdienstinformationen frei Haus geliefert und es gibt da sicherlich die eine oder andere nicht ganz koschere Gruppe, die hier „vielen Dank“ sagt.

    • Die ist schon klar dass das nicht nur amerikanische Stationen betrifft?!
      Wie man bei so was auf „Haha“ kommen kann ist mir echt schleierhaft.
      Schämen sollten sich Leute wie du für solche Gedankengänge!

  • Gerade die Public Heatmap von Strava, finde ich äußerst hilfreich bei der Streckenplanung mit dem Rennrad. Ich hoffe das diese Funktion jetzt nicht durch vorauseilende Gehorsamkeit eingestampft wird.

  • Muahahaha…
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

  • Irre Idee: Mal ohne iPhone rumrennen?!

    • Diese typisch deutsche Reaktion ist nicht die Botschaft dieses Artikels bzw. dieses Ereignisses. Sie lautet: gehe sorgsam mit deinen Daten und den Einstellungen deiner Geräte um.

  • Interessant ist auch die Anmerkung, dass das US Militär sogar Fitbit Fitness Tracker an die Soldaten verteilt um damit den Fortschritt und die Entwicklung beim Fitnessprogramm zu dokumentieren.
    Falls sich nun jemand darüber aufregt, dann wäre man zu großen Teilen auch selber Schuld.

    Vielleicht gibt es „in Orten wie Afghanistan, Dschibuti und Syrien“ auch besonders seltene Pokemon ..

  • Sich einerseits verbergen wollen (wenn das überhaupt der Fall ist) und andererseits Social Media oder gar mit Clouds verbundene Tracker nutzen wäre dann schon einigermaßen paradox …

  • Wär das nichts für die nächste Staffel Black Mirror? Wir sollten uns mal mit Netflix in Verbingung setzen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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