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10 Jahre: Happy Birthday, iPhone!

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Verantwortlich für meinen Einstieg in die Apple-Welt war im Jahre 2004 der iPod (classic). Jener schicke MP3-Player, der damals noch ohne Farbdisplay daher kam, aber aufgrund von Größe, Design und vor allem der Usability zu überzeugen wusste. Er war seinerzeit das erfolgreichste Produkt von Apple und gilt als finanzielle Rettung des Unternehmens. Im Mai 2006 folgte mein allererstes Notebook, das weiße MacBook. Hierbei handelte es sich um das erste Notebook von Apple mit Intel Architektur.

Das Mobiltelefon meiner Wahl war seinerzeit noch ein Sony Ericsson w700i. Obwohl es sich hierbei um ein explizites „Walkman“ Handy handelte, habe ich es nie dauerhaft zum Musik hören benutzt – diese Aufgabe erledigte der iPod deutlich besser. Ein großes Problem der damaligen sogenannten „Smartphones“ brachte Steve Jobs auf den Punkt: sie waren vieles, aber nicht wirklich smart! Groß, klobig, überfrachtet mit Tasten, umständlich bis kompliziert in der Bedienung und meist träge in der Reaktionszeit. Weder das bis dato übliche Steuerkreuz noch die Stifteingabe wussten (mich) zu überzeugen.

Who wants a stylus? You have to get `em, put `em away, you lose `em. Yuck! Nobody wants a stylus. So let’s not use a stylus.

Jobs IPhone

Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs bei der legendären Keynote das erste iPhone vor und ebnete den Einstieg von Apple in den Mobilfunksektor. Das Design und das Bedienkonzept waren einzigartig: ein großes Touchscreen Display und ein einziger Knopf auf der Front. Keine Hardware-Tastatur, die Bedienung erfolgte ausschließlich mit den Fingern und via Multitouch. Mindestens ein halbes Jahr würde bis zum US-Start noch vergehen, Stichtag war der 29.06.2007. Unklar war hingegen, wann das iPhone auch in Deutschland verfügbar sein würde.

IPhone Classic

 

Meinen ersten iPhone Kontakt werde ich so schnell nicht vergessen. Ein Freund und damaliger Arbeitskollege aus New York präsentierte mir das Gerät unmittelbar nach US-Start in Köln. Bereits die erste selbst getätigte „Slide to unlock“ Geste hinterließ ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Das natürliche Scrollen durch das Telefonbuch. Die flüssige und präzise Touch-Bedienung. Die automatische Ausrichtung des Bildschirms beim Drehen des Geräts. Die Pinch-Geste mit zwei Fingern, um Fotos zu vergrößern. Der wahlfreie Zugriff auf Nachrichten der Mailbox. Der erste Browser auf einem Smartphone, den man wirklich nutzen wollte zu einer Zeit, in der es keine mobil optimierten Webseiten gab. Etwas Vergleichbares hat es bis dato nicht gegeben. Für mich war sofort klar, dass ich dieses Gerät haben muss und zwar so schnell wie möglich. Zwei Wochen später, am 18. Juli 2007 ließ ich mir mein erstes iPhone aus den USA importieren zum damaligen Preis von 399$ (8GB). Mir war völlig bewusst, dass ich mit besagtem Gerät – dank AT&T SIM-Lock – in Deutschland nicht telefonieren könnte. Das iPhone überzeugte mich selbst ohne Telefonfunktion als reiner „iPod touch“ (der seinerzeit natürlich noch lange nicht erhältlich war).

SG101400.JPG

Es sollte nicht lange dauern, da machte eine tschechische Firma namens „Bladox“ auf sich aufmerksam. Bei deren „Turbo SIM“ handelte es sich um einen programmierbaren Chip, den man zusammen mit einer beschnittenen SIM-Karte gemeinsam in den Kartenslot einschieben konnte. Die Software der Turbo SIM gaukelte dem iPhone beim ersten Kontakt vor, es handle sich um eine SIM-Karte von AT&T, woraufhin sie von iOS akzeptiert und eine Einbuchung ins Mobilfunknetz genehmigt wurde – allerdings ins Netz der tatsächlich eingelegten SIM-Karte, in meinem Fall O2 Deutschland. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort konnte ich mit Glück eine der begehrten Turbo-SIMs ergattern, denn selbstredend waren sie nach wenigen Stunden ausverkauft und auf absehbare Zeit nicht mehr lieferbar. Bereits Mitte August 2007 war ich somit glücklicher Besitzer eines der ersten voll funktionsfähigen iPhones außerhalb der USA. Das brachte mir sogar eine Erwähnung hier beim iPhone-Ticker – leider ist der verlinkte Artikel meines damaligen Blogs nicht mehr online.

Turbosim Detail

Einige Wochen später folgte der erste rein softwarebasierte Unlock „iPhoneSimFree“ – zunächst gegen Bezahlung, zwei Tage später dann kostenlos. Jailbreak vorausgesetzt. Das Katz- und Mausspiel zwischen Apple und der Hacker-Community startete also von Beginn an, was nicht verwunderlich war aufgrund der großen Popularität und der sehr eingeschränkten Verfügbarkeit von ausschließlich gelockten iPhones.

Am 9. November 2007 war dann endlich der offizielle Verkaufsstart des iPhones in Deutschland – exklusiv bei der Telekom, nur mit teurem Vertrag und inklusive Netlock an den Provider. Hierfür bot die Telekom sogar einen Bus-Shuttle-Service nach Köln an und öffnete den Flagship Store in der Schildergasse bereits um 0:01 Uhr.

Sowohl hardware- als auch softwareseitig hatte das erste iPhone noch Luft nach oben. Als Datennetz stand nicht UMTS (3G), sondern lediglich das deutlich langsamere EDGE zur Verfügung. Der App Store war noch nicht geboren, es gab kein copy & paste, kein iMessage, keinen Hotspot usw. Die Aktivierung sowie die Synchronisierung sämtlicher Medien musste zwingend via iTunes erledigt werden. Dennoch änderte das iPhone die Art und Weise, wie wir Smartphones bedienen und benutzen von Grund auf.

It’s just one of those things where instantly anyone who saw it was like, ‘This is the coolest thing I’ve ever seen’. People’s eyes would light up when they used it, when they saw this thing and played with it. And so we knew that there was something really magical about this.

Auszug aus: Merchant, Brian. „The One Device.“ (iBooks Store, Amazon)

Was habt ihr für Erinnerungen? Wie habt ihr den iPhone Start erlebt oder wann habt ihr zum ersten Mal Hand angelegt? Schreibt uns gerne eure Geschichten in die Kommentare.

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29. Jun 2017 um 06:27 Uhr von Marco Fehler gefunden?


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