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Wortpuzzle für zwei: “Wortgewandt” debütiert als deutscher Letterpress-Clone

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Das Zwei-Spieler Wortpuzzle “Letterpress” gehörte 2012 zu den beliebtesten US-Neuerscheinungen des App Stores und konnte sich nicht nur in Übersee sondern auch hierzulande fast ausschließlich über Höchstbewertungen der zum Download animierten Nutzer freuen. Die Kombination aus einfachem Gameplay, schöner Gestaltung und asynchronem Mehrspieler-Modus brachte Apples Gamecenter an seine Kapazitätsgrenzen, konnte über Tage hinweg auch in mehreren Partien auf einmal gespielt werden und ließ sich – unseren Artikel zum Letterpress-Spiel habt ihr sicher schon gelesen – überraschend schnell erklären.

Auf einem 5×5 Felder großen Spielfeld werden zufällig ausgewürfelte Buchstaben angeboten. Eure Aufgabe ist es nun, abwechselnd mit dem zufälligen bzw. bewusst gewählten Spiel-Partner Wörter zu bilden und dabei Punkte einzusammeln. Buchstaben die ihr benutzt habt, werden in eurer Spieler-Farbe dargestellt, können beim nächsten Spielzug aber auch wieder geklaut werden. Einzig die Buchstaben, die von anderen Lettern eurer Farbe umschlossen werden sind “geschützt” und können dem Gegenüber keine Punkte mehr Gutschreiben, wenn dieser die geschützten Buchstaben in seinem Wort verbaut.

Gewonnen hat, wer die meisten Punkte einsammeln konnte, bevor das Spielfeld komplett eingefärbt ist.

Der große Letterpress-Nachteil für deutsche Spieler: Die Gratis-App mit optionalem In-Ap-Kauf akzeptiert nur englische Nutzereingaben und ist auf einen guten Vokabelvorrat bzw. ein Deutsch-Englisches Wörterbuch angewiesen. Eine Lücke, die heute von der deutschen Neuveröffentlichung “Wortgewandt” (AppStore-Link) geschlossen werden will.

Der Letterpress-Clone versucht nicht wirklich mit neuen Ideen oder gar als “Letterpress-inspiriert, aber mit eigenem Anspruch” zu punkten, sondern setzt das bewährte Spielkonzept 1-zu-1 in einer deutsche Version um, die nicht auf Apples Gamecenter setzt, sondern die sowohl mit Facebook-Freunden als auch mit E-Mail-basierten Benutzer-Accounts oder ganz anonym funktioniert.

Das Spiel, seine Töne und auch die optische Aufmachung unterscheiden den Nachbau nur marginal vom Original und verdienen sich daher eigentlich einen Punktabzug, die Tatsache, dass sich Letterpress bislang noch nicht zur Integration eines deutschen Wörterbuches hat aufraffen können, erlaubt uns den Verweis auf die werbefinanzierte Applikation aber dennoch auszusprechen.

Das angezeigte Banner lässt sich bei Bedarf für 79 Cent entfernen, Probespiele kosten nichts und sollten zumindest einmal angetestet werden. Denn: Ob kopiert oder nicht, ändert nichts am hervorragenden Letterpress-Spielkonzept, das “Wortgewandt” heute für den hiesigen Markt adaptiert hat.

Wir haben bei den Entwickler nachgefragt, ob alle eingegebenen Wörter akzeptiert werden und ob sich mit dem Letterpress-Team abgestimmt wurde:

Das Wörterbuch hat einiges an Zeit und Geld gekostet, weil uns wichtig war, dass das Spiel nach klassischen Scrabble-Regeln funktioniert und z.B. keine Ortsnamen und zusammengesetzte Begriffe erlaubt. Damit sich die User an der Verbesserung beteiligen können, haben wir eine Wort-Prüfen-Funktion eingebaut. Durch längeres Betatesten haben wir aber denke ich schon einen sehr gute Qualität erreicht. […]

[…] wir haben atebits nicht angesprochen und wollten bei der Gestaltung des Spiels auch frei bleiben (speziell was die Anbindung von Game Center betrifft). Zugegeben, je länger wir am Spiel gearbeitet haben, desto “ähnlicher” wurde es (wir wurden durch die enorme Schlichtheit von Letterpress im Vergleich zu Zynga spielen sehr inspiriert). Aber wir haben noch einen Sack voll Update-Ideen, die mit Sicherheit sehr viel Individualität reinbringen werden. Damit wir atebits nicht all zu sehr ärgern, wollten wir die englischsprachige Version auch bis nach dieser “Individualisierung” verschieben.

Die Anleitung im Überblick:

Diskussion 9 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Ziemlich übel.
    So dreist zu Klauen ist schon extrem frech finde ich. Kann man nicht wenigstens eine andere Font oder Farbe nehmen?

    Sauerei finde ich.

    — BenBenBen
  2. wenn man sich die anderen wortspiele anschaut sieht man immer große ähnlichkeiten mit scrabble, dem original schlechthin. ich finds gar nicht so schlimm

    — flash_effect1
  3. da bin ich ganz bei BenBenBen. dreister kopieren kann man kaum. das spielprinzip abzukupfern ist das eine, ein fast identisches design zu benutzen setzt dem ganzen durchaus die krone der frechheit auf. da bleibe ich bei letterpress – und lerne nebenbei noch ein bisschen (mehr) englisch.

    — spiceweasel
  4. Anstatt rumzumeckern wie billig es sei, Letterpress zu clonen, sollten wir den Entwicklern ein Glückwunsch ausprechen. In kurzer Zeit haben sie es geschafft, ein stabiles, genießbares Spielerlebniss zu schaffen, trotz des großen Risikos einer deutsprachigen Version der Letterpressentwickler. Das Spiel macht Riesenspaß und funktioniert einwandfrei. Danke!

    Marcus
  5. Da würd ich ma sagen: selbst schuld :) Das Spiel ist echt gut gemacht und solang dat dign funktioniert juckt mich das Design auch nicht groß

    — anton_p

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