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Sonos Play:1 – Testbericht und Video zum neuen, kleinen Sonos-Speaker

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Die Sonos-Familie ist größer geworden. Mit dem jetzt vorgestellten Sonos Play:1 haben die Hersteller aus Kalifornien ihr Multiroom Soundsystem um einen Speaker erweitert, der nicht nur den bislang preiswertesten Einstieg in die Sonos-Welt ermöglicht, sondern sich auch als Lautsprecher für all jene Räume anbietet, in denen die größeren Modelle, der Play:3 und der Play:5 bislang noch überdimensioniert waren.

Für 199€ verfügbar, unterscheidet sich der Play:1 dabei nur marginal vom großen Bruder Play:3 und kann – im Verbund mit einem zweiten Modell – sowohl als Stereo Speaker eingesetzt, als auch einzeln zur kabellosen Wohnraumbeschallung genutzt werden.

Wir haben uns dem Play:1 im Laufe des Wochenendes ausführlich gewidmet und können euch heute mit einem ersten Blick auf den handlichsten und bislang schönsten Lautsprecher im Sonos-Lineup versorgen.

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Warum Sonos?

Obwohl die Sonos-Lautsprecher nun schon gut vier Jahre auf dem Markt vertreten sind, steigen wir heute am besten noch mal mit der Frage ein, die sich beim ersten Kontakt mit den drahtlosen Lautsprechern, die zumeist nur mit drei Knöpfen und einer Netzwerkbuchse ausgestattet sind, als erstes stellt: Warum Sonos? Das sind doch auch wieder nur Airplay-Lautsprecher, oder?

Nein. Die Speaker des Sonos-Systems, haben ein eigenes Gehirn, das sich über die iPad- und iPhone-Apps der Macher ansteuern lässt und sich, nachdem ihr den Lautsprechern euren Beschallungswunsch mitgeteilt habt, selbständig um die musikalische Untermalung beim Essen, während der Party und im Arbeitsalltag kümmert.

Ihr startet die Sonos iOS-Apps und wählt eine der von euch konfigurierten Musik-Quellen aus. Etwa einen Internetradio-Stream. Euer Spotify-Konto, euren Napster-Account, oder die Netzwerkfestplatte mit der MP3-Bibliothek. Sucht euch die Wiedergabeliste aus, bestimmt in welchem Raum welche Musik spielen soll und steckt das iPhone wieder in die Tasche. Jetzt starten die Sonos-Speaker mit der akustischen Untermalung und sorgen sich um die Musik, ohne dass euer iPhone in einem Dock stecken, oder durchgängig mit den Sonos-Komponenten verbunden sein müsste.

Sicher, wer will kann seit kurzem auch die auf dem iPhone abgelegte Musik an die Sonos-Speaker streamen. Uns jedoch begeistern die Lautsprecher vor allem, weil sich iPhone und Co. nur noch um die Fernbedienung und nicht um das eigentliche Abspielen der Songs kümmern müssen. So stören weder eingehende Telefonate noch schlappe Akkus die Audio-Wiedergabe daheim.

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Der Play:1 reicht dicke

Zurück zum Speaker. Nachdem wir die in weiß und schwarz erhältlichen Play:1-Lautsprecher ausgepackt und aufgestellt haben, hat uns vor allem das Gewicht überrascht. Die Play:1 liegen schwer und wertig in der Hand und machen mit ihrem 360° Gitter-Grill einen edleren Eindruck als die etwas größeren Play:3, deren Gehäuse zu mehr als 2/3 aus Kunststoff besteht.

Gehalten von ihren 2500 Gramm, kommen die Play:1 auch unter Vollast nicht ins vibrieren und konkurrieren auf Augenhöhe mit ihren großen Brüdern. Würden wir Büro und Haus noch mal neu Ausstatten müssen, wir würden uns das Geld für die Play:3 und Play:5-Modelle diesmal sparen und ausschließlich auf die kleinen Neuvorstellungen setzen.

Die Bridge gibt es gratis – Wasser stört nur bedingt

Um die Play:1 komplett drahtlos nutzen zu können, reicht eine Sonos-Bridge im Haushalt aus. Die Bridge baut ihr eigenes Netzwerk unter allen vorhandenen Lautsprechern auf und wird im Technikschrank neben dem Router platziert. Wer möchte kann den Play:1 auch mit einem Netzwerkkabel direkt in die eigene Ethernet-Infrastruktur einbinden, diese Lösung macht die Boxen jedoch weniger mobil und erschwert das schnelle Umstecken und den Raumwechsel. Außerdem: Bis zum 31. Dezember erhalten Sonos-Käufer eine BRIDGE im Wert von 49 Euro gratis. Tragbar und nicht mehr kabelgebunden können die Play:1 auch mit ins Badezimmer genommen werden. So bewirbt Sonos die Speaker robuste Nassraum-Begleiter:

Der PLAY:1 ist aus hochwertigen Materialien solide verarbeitet und robust konstruiert. Durch seine Versiegelung ist er selbst in Räumen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit geschützt, sogar gegen Wasserdampf bei laufender Dusche.

Der Sonos PLAY:1 im Video Test – Speaker, iOS- & Mac-App

Extrawurst für Spotify-Kunden

Durch die Integration des populären Musik-Streaming-Dienstes Spotify, lassen sich die Sonos-Speaker heutzutage auch problemlos ohne eigene Musik-Bibliothek betreiben. Über die Sonos-Apps (iPad | iPhone) lässt sich bei Spotify suchen. Wiedergabelisten können zusammengeklickt werden, die im persönlichen Spotify-Account gespeicherten Playlisten eingesehen, Neuerscheinungen mit einem Klick abgespielt werden.

Zwar fehlt derzeit noch der Zugriff auf die Spotify-eigenen Radio-Stationen, die Sonos-Lautsprecher bieten Spotify-Kunden jedoch einen anderen Bonus an: So lassen sich auf jedem Sonos-Lausprecher unterschiedliche Spotify-Songs wiedergeben ohne dabei gegen das „1-Stream pro Benutzerkonto“-Limit zu verstoßen. Wer will kann im Wohnzimmer also Klassik, im Kinderzimmmer Pop und im Arbeitszimmer ein Spotify-Hörbuch vom gleichen Account abspielen, ohne dass sich der Musik-Streaming Dienst über zu viele gleichzeitige Zugriffe beschwert.

Pause-Knopf statt Stumm-Schalter

Der Play:1 setzt neben den Lauter-Leiser Knöpfen auf der Geräte-Oberseite nicht mehr auf einen Stummschalter, sondern erstmals auf einen Play-Pause-Button mit dem die laufende Wiedergabeliste bzw. die spielende Radiostation angehalten werden kann. Ein Klick lässt die Musikwiedergabe in alle verbundenen Lautsprechern pausieren, drückt man doppelt auf die Taste, überspringt der Sonos-Speaker den laufenden Song der Wiedergabeliste und setzt erst beim nächsten Lied wieder ein.

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Die Zielgruppe sind „alle“

So in etwa reagiert Sonos auf unsere Nachfrage, an wen genau sich das neue Modell jetzt eigentlich richtet. Während wir anfangs davon ausgingen, dass der Play:1 in erster Linie als Satellit für Nutzer der Sonos Playbar und des Sonos SUB angeboten wird, hofft Sonos selbst auf einen Durchbruch in allen Anwenderkreisen.

Neueinsteiger fangen mit dem PLAY:1 an, um nicht schon beim Einstieg in den Aufbau des eigenen Multiroom-Soundsystems zu viel Geld investieren zu müssen. Sonos-Bestandskunden haben eine „günstige“ Lösung für Werkraum, Badezimmer und all jene Räume, in denen sich die Anschaffung des Play:3 bislang nicht lohnte.

Die Audiophilen klemmen sich zusätzliche Play:1 in das Musik-Zimmer, in dem sowieso schon der SUB dröhnt und werten ihr System um zusätzliche Treiber in den Ecken auf, die bislang nur unzureichend bespielt wurden.

Kurz:

Langfristig könnte der Play:3 aus dem Sonos-Lineup verschwinden ohne vermisst zu werden. Der PLAY:1 reicht für 30qm-Zimmer problemlos aus, spielt Leises und Rockiges mit hervorragendem Sound und passt (in unser) Technik-Setup besser, als jeder AirPlay-Speaker.

Der SONOS PLAY:1 kann Ende Oktober im Sonos Store bestellt werden und dürfte sich in den kommenden Tagen auch im Sonos-Regal des Online-Händlers Amazon einfinden.

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14. Okt 2013 um 15:00 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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