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Podcast App “Instacast” setzt in Version 2.0 auf In-App-Käufer (Video)

Apps 27 Kommentare

Der von Martin Hering veröffentlichte Blog-Beitrag zum heute ausgegebenen Update der Podcast-Applikation “Instacast” (AppStore-Link) widmet dem neuen Preismodell des 5MB großen Downloads für Audio-Fans mehr als 300 Wörter. Die ersten 43 davon möchten wir gerne hier zitieren:

“Bevor ich euch die tollen Neuigkeiten näher bringe, muss erst mal eine Sache gesagt werden. Instacast hat eine neue Preisstruktur. Bislang waren alle Versionen mit 1,59€ ausgezeichnet. Ein guter Preis, der langfristig jedoch nicht ausreicht um die Entwicklung eines Nischen-Produktes zu finanzieren. [...]“

Das alte Problem also. Im AppStore gibt es nach wie vor kein Modell für kostenpflichtige Software-Upgrades, eine eigenständige 2.0-Applikation wollen nur die wenigsten Entwickler anbieten und nun haben sich auch die Instacast-Macher entschieden, ihre iOS-App zwar etwas billiger, dafür jedoch mit einem zusätzlichen In-App-Kauf anzubieten.

Wir sind nicht wirklich begeistert. Zwar bietet die überarbeitete Version nun auch einen Sleep Timer, erlaubt das Setzen von Lesezeichen und hat intelligente Wiedergabelisten (ungehört, bereits heruntergeladen etc.) an Bord, verweist im Einsatz aber leider zu oft auf die Zukaufoption und versteckt nicht nur die Möglichkeit der Playlisten-Bearbeitung (sowie das setzen von Lesezeichen) sondern auch die Podcast-Einstellungen pro abonnierter Show hinter dem Plus-Paket.


(Direkt-Link)

Bestandskunden der Podcast-App halten nach dem Update quasi eine Lite-Version in der Hand, die sich in unserem Test durch kleine Lade-Aussetzer gestottert hat. Im Gegensatz zu (und hier spielt sicher auch unsere Gewöhnung eine entscheidende Rolle) “Pocket Casts” macht auch Instacast 2.0 einen altbackenen Eindruck.

Die iCloud-Integration und die Unterstützung des freiwilligen Bezahl-Portals Flattr rechnen wir den Machern zwar an, empfehlen Podcast-Neulingen vor dem Kauf jedoch den Test der Pocket Casts Lite-Applikation. Der Gratis-Download verwaltete zwar nur 5 Abos, gibt jedoch einen Einblick in die Funktionsvielfalt des 1,59€ teuren Instacast-Konkurrenten den wir zuletzt hier vorgestellt haben.

Diskussion 27 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Sorry, aber welche Funktion von 1.x verliert man, wenn man nicht die Pro-Version kauft? Man bekommt im Gegenteil eine ganze Reihe an neuen Funktionen kostenlos dazu (ein paar sind oben genannt, auch die Sharing-Funktion bestimmter Ausschnitte eines Podcasts sollte nicht unerwähnt bleiben).

    Die Pro-Funktionen sind eben für Pro-User und nicht zuletzt der die Push-Funktionalität bedeutet für den Entwickler (ist eine One-Man-Show) zusätzliche Kosten.

    — otnememento
    • Ich finde es nicht in Ordnung das ein Entwickler vorhandene Funktionen nach einem Update nur gegen extra Zahlungen wieder Freischlatet. Ich habe die App aufgrund von gewissen Features gekauft und diese sind nun nicht mehr verfügbar. Für neue funktionen kann er ja gerne Geld verlangen, aber nicht für bereits vorhandene. Vorallem wenn das gleiche bei Instacast HD auch noch passiert, wovon ich ausgehe.
      Das Pushbenachrichtigungen laufende kosten verursachen ist ja nicht erst seit heute bekannt und sollte von vorn herein mit einkalkuliert werden.

      — Finkimeyer
      • Push gab es vorher nicht. Es fehlt also auch nicht nach dem Update. Es ist eine neue Funktion die ordentlich Server-Kapazitäten schluckt und daher einmalig 1,59 Euro kostet…

        — Andi
  2. “Im AppStore gibt es nach wie vor kein Modell für kostenpflichtige Software-Upgrades, eine eigenständige 2.0-Applikation wollen nur die wenigsten Entwickler anbieten” Und warum nicht? Das ist doch die einzig logische Lösung.

    — Hermann Karton
    • Ich finde den eingeschlagenen Weg per IAP besser. Man muss seine Daten nicht in eine andere App migrieren und wer nicht kauft, kommt auch in den Genuss neuer Features.

      — otnememento
      • An die Datenmigration hatte ich gar nicht gedacht. Stimmt, dann sollen sie’s so machen.

        — Hermann Karton
  3. Immer diese Gratismentalität .. an Instacast führt eben kein Weg vorbei. Die Entwickler arbeiten eng mit den bekannteren deutschen Podcastern wie etwa Max Winde zusammen und gehen auf deren Vorschläge und Ideen ein. Echte Innovationen dürfen auch mal was kosten – und der Preis liegt unter dem, was man für ein Bier in der Kneipe zahlt. Für die vielen Stunden, die man mit Podcasts auf dem iPhone Spaß haben kann, habt Ihr dem Entwickler also ein halbes Bier ausgegeben. Finde ich als Dankeschön für ein schönes Tool angemessen.

    — Ben
  4. Also er gibt die Erklärung ja selbst schon in seinem Blogpost. Es handelt sich bei Instacast nach wie vor um ein Nischenprodukt. Von daher halte ich die Art wie dieses Update ausgerollt wird doch für vertretbar. Zumal er diesen Schritt auch für meine Begriffe ordentlich und nachvollziehbar begründet hat. Die 1,59 sollten nun wirklich den wenigsten Leuten weh tun. Wie Ben schon schrieb, für ein Bier zahlt man gern das doppelte ohne blöd zu fragen warum das 2. Bier jetzt nochmal Geld kosten soll, da man das erste ja schon bezahlt hat. Außerdem wird hier eine deutscher Entwickler unterstützt der eng mit den großen Podcastern zusammenarbeit was denke ich allen letzten Endes zu Gute kommt.

    — Matthias
    • Ich verstehe ja das für neue Funktionen bezahlt werden soll, aber doch nicht für Dinge die ich beim Kauf bereits hatte und nach dem Update muss ich sie noch mal bezahlen.
      Wenn ich in der Kneipe ein zweites Bier bestelle muss ich für das neue Glas ja auch nicht extra bezahlen und bekomme es sonst am Hahn.
      Als ich die App gekauft habe waren die Push benarichtigungen ein entscheidender Faktor und ich war bereit 5,48€ (Instacast HD + Instacast) austugeben, finde aber keine vernüftige Erklärung warum ich für den Vorhandenen Funktionsumfang nun noch mal 3,18€ ausgeben soll (ich gehe davon aus das die HD App die Pushnachrichten wohl auch verliert). Für die fast 9€ hätte ich mich wohl nach einer anderen Lösung umgesehen, die 5,50€ waren gerade noch vertretbar um mal einen Podcast zu hören.
      Es gibt einfach keine Rechtfertigung für das einstreichen von Features wenn es keine Technischen gründe gibt die dafür sprechen!

      — Finkimeyer
      • Es gab vor Instacast 2.0 KEINE Push-Benachrichtigungen!!! Es fehlt in Version 2.0 KEIN Feature, dass es in der vorigen Version schon gab. Die drei Features die du mit dem In-App Kauf bekommst GAB ES VORHER NICHT!!! Man man man…

        — Andi
      • Also ich habe gerade auf dem iPad eine Benachrichtigung bekommen das eine neue Folge eines Podcasts vorhanden ist, bis gestern ging das auch am iPhone.
        man man man…
        Zufrieden in den Einstellung -> Benachrichtigung -> Neue Folgen.

        — Finkimeyer
      • Finkimeyer, da muss ich Andi zustimmen und dich korrigieren. Das Problem ist, dass es zwei verschiedene Formen von Push-Benachrichtigungen gibt, daher rührt denke ich das Missverständnis:

        Was du mit der alten App machen konntest, war die App öffnen und dann wird – bei entsprechender Einstellung (du hast diese sehr richtig beschrieben) nach neuen Episoden gesucht. Wenn du – während die Suche läuft – die App verlässt, kann die App für einen begrenzten Zeitraum im Hintergrund weiterlaufen und teilt dir mit, dass neue Folgen vorliegen. Wenn du die App nicht explizit startest, wirst du keine Benachrichtigungen erhalten. Das ist die Funktion, die du beobachtet hast. Diese Funktion (sog. lokale Pushbenachrichtigungen) ist weiterhin und ohne dass du dafür einen Cent extra bezahlen musst in Instacast 2 vorhanden. Du hast diese Funktion nicht verloren, niemand zwingt dich also hierfür Geld auszugeben.

        Etwas ganz anderes sind Server-Push-Benachrichtigungen. Diese sind ein Systemfeature, bei dem ein externer Server sich bei deinem iPhone meldet. Hierfür muss die angesprochene App explizit nicht laufen. D.h. auch wenn du Instacast mehrere Tage nicht geöffnet hattest, bekommst du eine Nachricht, sobald neue Folgen vorliegen. Du musst also die App nur noch zum Hören starten, die Suche nach neuen Folgen übernimmt ein Server in zwar ein Server für dessen Anschaffung und Unterhalt der Instacast-Entwickler Geld bezahlen muss. Hierfür möchte er neues Geld (einmalig 1,59€) haben und der Käufer bekommt mehr Komfort. Wer es nicht kaufen möchte, kann weiter lokale Pushs verwenden und muss auf nichts verzichten, was er in der Version 1.x verwenden konnte.

        — otnememento
      • Also bisher habe ich die Push über neue folgen immer bekommen. Die App läuft ca. 15 min im Hintergrund und wird danach angehalten. Innerhalb dieser zeit erhalte ich Benachrichtigungen über den Download Status als lokal Push. Sprich Download hat zulange gedauert und wurde angehalten bzw. Alle neuen Folgen wurden Heruntergeladen. Wenn ich das Konzept des Hintergrund Prozesses richtig verstanden hat kann sich die App us diesem Idel Mode nicht selbst wecken da Apple das unterbindet und demzufolge auch nicht nach neuen Podcasts suchen. Entsprechend können auch keine Benarichtigungen eingehen das eine neue Episode verfügbar ist. Auf meinem alten iPad ist die App nun seit ca. 16 Stunden in diesem Idel Mode, der Homescreen zeigt mir aber an das vor zwei Stunden eine neue Episode verfügbar wurde. Auf dem neuen iPad hatte ich die App aus der Taskleiste geschmissen und sie zeigt mir ebenfalls neue Benarichtigungen an. Am iPhone lief die App im Hintergrund und ich habe trotzdem keine Benachrichtigungen erhalten.
        Jetzt lese ich gerade die Appstore beschreibung und Instacast HD besitzt exklusiv die Pushbenarichtigung. Dann hattet ihr wohl recht und ich nehme alles zurück und gebe die 1,59€ aus.
        @otnememento danke für die ausführliche Erklärung die mich noch mal dazu gebracht hat der Sache auf den Grund zu gehen

        — Finkimeyer
      • @Finkimeyer: gern geschehen. Dass Instacast HD bereits vom Server pusht war mir übrigens ebenfalls neu. Danke für die Info.

        — otnememento
  5. Ich empfehle Downcast. Ich bin vor etwa 2-3 Monaten von Instacast auf Downcast umgestiegen, weil ich die UI von Instacast nicht verstanden habe. Mit Downcast bin ich sehr zufrieden.

    dasdom
    • vorallem ist downcast eine Úniversal-App wo man nicht alle vielleicht mal kommenden In-App-Käufe doppelt bezahlen muss UND der Abgleich funktioniert sehr viel besser als bei Instacast. Ich würde mir wünschen Pocket Casts würde zur Universal-App geupdated.
      Instacast ist für mich seit der gekauften HD Variante und dem kümmerlichen Abgleich gestorben

      — komacrew
  6. geiz ist geil, oder was?

    Schon daran gedacht, dass die Jungs (und evtl Mädels) ggf. Server betreiben müssen, um Push zu implementieren?

    Ich habe mir pro gerade gekauft. Jetzt meine Lieblings-Podcast App, die ich jeden Tag ca 2 Stunden benutze doch tatsächlich insgesamt 3,20 Euro gekostet.

    Und wie schon erwähnt wurde: Welches Feature aus 1.x wurde jetzt beschnitten? Keins?

    — pfanni
    • das vielleicht auch, aber Push Notifications kosten mit steigender Anzahl nicht mehr, was somit kein Argument ist. Was mich hauptsächlich stört ist die Tatsache das es 2 verschiedene Apps gibt wo man 2x für zahlen muss + 2x den In-App-Kauf tätigen muss um exakt die gleiche Funktion zu erhalten. Und alleine das durch das kostenlose Update dauerhafte Einblendungen für die pro Variante eingebracht werden ist für mich schon ein Grund nichts mehr mit diesem Entwickler zu tun haben zu wollen, da für mich klar im Raum steht dass das nächste Update dann vielleicht noch Werbung enthält die man per Abo entfernen muss. Doppelt versteht sich, als Abo da das iPad ja eine andere App ist. Und sobald das alles nichts mehr abwirft bringen wir Instacast2 als neues App oder gleichnamig unter einem anderen Entwicklernamen….. sorry aber mich verarschen lassen und dafür noch zahlen sollen? nein danke und hat dann auch nix mehr mit geiz ist geil etc. oder dem kostet nur n Bier-Argument zu tun

      — komacrew
      • Push-Benachrichtigungen kosten Rechenzeit (und damit Server-Kapazität) und Traffic. Zwei Push-Benachrichtigungen kosten genau doppelt so viel CPU + Traffic wie eine, 1000 Stück das Tausendfache und 1.000.000 Stück das Millionenfache… ergo kosten Push-Benachrichtigungen mit steigender Anzahl mehr, da Server-Kapazitäten ausgebaut werden müssen. Und so ein mittlerer Server kostet locker 3000 Euro und da ist das Housing noch nicht mal inbegriffen. Und für diesen Server muss die Pro-Version erstmal 3000 mal verkauft werden und das ist eben schwer bei einem Nischenprodukt wie einer Podcasting-App!

        — Andi
      • Es muss aber nur pro Podcast genau EINE pushnotification abgeschickt werden. Wieviele Empfänger diese Benachrichtigung dann von dem Apple Push-Server erhalten kostet Apple aber nicht den Entwickler.

        — komacrew
  7. Trotzdem erzeugen mehr User mehr Last, zwar nicht linear, dafür gibt es aber eine große User-unabhängige Grundlast für den Push-Service auf dem Instacast-Server, denn:
    Für jeden User müssen die Abonnements auf dem Instacast-Server gespeichert werden. Dann muss überprüft werden ob es neue Folgen gibt. Zum Teil fragt Instacast das selber ab (für über 30.000 Podcasts im Instacast-Verzeichnis) und zusätzlich funktioniert das noch Crowd-Sourced, also die Clients sagen dem Server zusätzlich bescheid, wenn infolge einer manuellen Suche – durch den User – neue Folgen eines Podcasts gefunden wurden. Allein dabei werden schon jede Menge Daten umhergeschaufelt. Dann müssen die User mit ihren Device-Tokens verwaltet werden, einschließlich ihrer Relationen zu den jeweils individuellen Abonnements.. und und und. Letztlich müssen noch die Notifications zusammengestöpselt und dem APNS übergeben werden, auch das unter umständen mehrere tausend mal pro Tag. Dieser Push-Dienst erzeugt eine erhebliche Serverlast. Ich weiß nicht wie viele User Instacast hat, aber schon für 10.000 User würde – mir zumindest – ein Server nicht reichen, es ist also ziemlich sicher auch verteilt.
    Da ist es auf jeden Fall angemessen sich diesen Service pro User einmalig vergüten zu lassen. Server verursachen schließlich NICHT nur einmalig Kosten, allein das Housing kostet MONATLICH unmengen… von dem Wartungsaufwand will ich gar nicht erst sprechen, gerade bei einer solch großen und ziemlich sicher verteilten Anwendung…

    — Andi
  8. Viele Missverständisse und Verständis für die Kosten könnte der Entwickler der App wohl dadurch besänftigen, wenn er genauer erklären würde was z.B. mit dem Geld geschieht. Er muss sich natürlich nicht rechtfertigen, aber da ich denke dass es für ihn mehr oder weniger ein Freizeitprojekt ist, könnte man dadurch oben genannten erreichen.
    Ich selber hatte mir das Programm damals gekauft, benutze es viel, und hab mir auch erstmal gedacht. Huch.. jetzt will er wieder Geld. Aber nach kurzen Lesen und ein bisschen Verstand (Was ist Push?) hab ich dann entschieden dass es mir die 1,50 wert ist.

    — zaag
  9. Ich finde es sehr schade das ich Instacast 2.0 nicht auf meinem iPod Touch 2G mit iOS 4.2.1 nutzen kann -.-
    Ich glaub ich werde mir nen iPod Touch 4G in weiß zulegen dann hab ich wenigstens iOS 5.0.1 xD

    — Tim

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