Artikel Phoenix: Der Livestream steht – Erstausstrahlung der Apple-Dokumentation im Februar
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Phoenix: Der Livestream steht – Erstausstrahlung der Apple-Dokumentation im Februar

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ARTE streamt sein Vollprogramm über die kostenlose ARTE-Applikation aus, auf das TV-Programm des Ersten lässt sich seit dem 3. Januar (ifun berichtete) auch über die für Mobilgeräte optimierte Adresse m.daserste.de zugreifen und das Angebot der öffentlich-rechtlichen wächst weiter.

So lässt sich nun auch das Tagesprogramm des Nachrichten- und Polit-Senders Phoenix über einen Dauer-Livestream konsumieren, auf den über die Adresse www.phoenix.de/livestream auch vom iPhone aus zugegriffen werden kann. Der Stream wird auch Teil der Phoenix-Anwendung sein, die bereits Ende letzten Jahres hätte freigegeben werden sollen, uns nun aber erst im Laufe des 1. Quartals 2013 erreichen wird.

Auch wenn ihr nicht zu den regelmäßigen Phoenix-Zuschauern gehören solltet, könnt ihr euch die Stream-Adresse jetzt einfach mal notieren. Spätestens am 23. Februar um 22:30 Uhr (ICS-Link) zur Erstausstrahlung des Dokumentarfilms “Apple Stories” von Rasmus Gerlach, lohnt sich der Abstecher.

Die 84 Minuten lange Dokumentation von 2012 wurde bereits in der Projekt-Planungsphase mit dem PHOENIX Förderpreis ausgezeichnet und macht unter anderem in Hamburg, Ruanda, Hongkong, Shenzhen und Kairo Station “um die Herstellungskette moderner Handys am Beispiel des iPhones zu hinterfragen”.

Der Gegensatz könnte krasser nicht sein zwischen dem Spektakel bei der Eröffnung des Apple Stores am Jungfernstieg und den Arbeitsbedingungen in den düsteren Zinnminen in Ruanda und den sterilen Fertigungshallen der Apple-Hersteller in China. Am Ende der Lieferkette steht in Hongkong Debbie Chan, die mit ihrer Aktivistengruppe gegen die skandalösen Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn protestiert. Die Arbeiter werden so unter Druck gesetzt, dass die Selbstmordrate Schlagzeilen machte. Dem Filmteam gelingt es sogar, Zugang zu einem Produktpiraten in der chinesischen Provinz zu bekommen. Wanderarbeiter kopieren dort unter strengster Geheimhaltung iPhones.

Diskussion 13 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Der nächste Film mit dem Thema “Apple ist der Teufel”…gääähnnn…alle anderen Firmen lassen ja im Rainbowland fertigen wo die Kokusnüsse direkt in den Mund fallen…ich hasse es wenn Apple immer als Aushängeschild für die Arbeitsbedingungen in China angeprangert wird. Auch weil Apple die einzige Firma ist die dagegen etwas tut…

    — Al
    • Al, ich glaube Du hast das was übersehen. Es gibt keine andere Produktionsfirma, außer Apple. Die anderen kleben doch einfach nur ihre Logos drauf. :-)

      — Peter
    • RICHTIG!!!
      ALLE anderen Hersteller machen das genauso! Nur manche Leute sind so DUMM und glauben tatsächlich dass nur Apple das macht und fangen dann an, Apple zu HASSEN. :(((((((((

      — ChrisB
    • Bla. Es geht hier nicht darum, dass auch die anderen Hersteller in China für Hungerlöhne arbeiten lassen sondern um den “krassen Unterschied” zwischen dem Apple Hype und dem anderen Ende der Kette. Appleprodukte sind im Endeffekt Luxusgüter und die Tatsache, dass diese durch Ausbeutung der “Schwachen” hergestellt werden, ist das Tragische. Warum hat Apple einen Jahresgewinn nach Steuer der höher ist als bei Konkurrenten der Umsatz? Das liegt nicht daran, dass Apple die hippsten Produkte hat, sondern dass die Marge zwischen Herstellung und Verkaufserlös so groß ist. Wirtschaftlich gesehen genial aber moralisch verwerflich. Trotz den Pseudolohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen. Ob du 15 statt 17 Stunden arbeiten musst, ist auch egal wenn du nur 12 bezahlt bekommst. Ds wollt ich schon länger mal loswerden.

      Ruebi
      • Danke Ruebi, für einen Beitrag mit Verstand. Das Argument “aber die anderen machen es auch so” ist eben keines.

        — bfg
  2. Die einzige Möglichkeit um die schlechten Arbeitsbedingungen für immer und für alle zu verbessern wäre das Foxconn viel mehr Leute einstellt und die Löhne erhöht. Dann müssten Apple und alle anderen Firmen die Preise massiv erhöhen. Das können sie aber nicht. Darum wandert die Fertigung der Produkte ins nächste Billiglohnland. Und dann gehts von vorne los…

    — Al
    • Die Preise müßten doch nicht erhöht werden! Apple macht exorbitante Gewinne, die dann einfach niedriger ausfielen.

      — bfg
  3. Als ob Apple da etwas gegen diese Bedingungen unternehmen würde…
    Das kann sich doch kein Unternehmen leisten. Warum sollte Apple auch dafür sorgen, dass die Arbeiter in Ihren Zulieferbetrieben, mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen erhalten, nur um dann das iPhone noch teurer machen zu müssen… Die Kunden wollen doch gar nicht faire Preise bezahlen. Was müsste ein IPhone kosten wenn jeder Mitarbeiter nach Europäischem Standard bezahlt würde? 2000,-€ ? Oder eher mehr… Das kauft sich niemand, wenn das auch für 700,- gibt. (Oder Samsung ein Galaxy S3 für 450.-€ verkauft)

    Und Schuld an den Billiglöhnen hat ja dann am ehesten China. Wenn es in China eine Vernünftige Lohnuntergrenze gäbe…
    … Würden alle Hersteller in Indien fertigen lassen!
    So sieht’s aus!!!

    — Berndstein
  4. Super,
    man wird gezwungen desn TV Konsum einzelner Personenn mit zwangsgeldern zu bezahlen,da ja jeder stream nutzer Geld kostet.

    Tolle Definioin von Rundfunk(wo exakt das nicht passiert,sondern alle das einmal gesendete signal nutzen).

    — Stefan
  5. Kürzlich war zu lesen: 40% der Fertigung laufen für Apple. Also sind 60% von anderen Auftraggebern. Da mag zwar Apple den größten Anteil haben, aber warum dennoch immer Apple erwähnt wird und alle anderen verschwiegen werden bleibt schleierhaft.

    Und nochmal: in den Asiatischen Ländern bestehen völlig andere Strukturen und politische Bedingungen. Den Mitarbeitern ginge es nebenan in der KiK-Herstellung oder sonst in einem inländischen Unternehmen keinen Deut besser, weil die Regierung des Landes die Arbeitsbedingungen zuläßt. Hinzukommt eine völlig andere Auffassung von Arbeit und Job bei den Mitarbeitern dazu, die mit westlichen Ansprüchen an den Job und seine Bedingungen nicht vergleichbar sind. Würde rein theoretisch Foxconn schließen, wären die Arbeiter arbeitslos in einem System das ebenfalls nicht mit den westlichen Sozialsystemen vergleichbar ist und ich bezweifle, dass die Arbeiter dort dies freiwillig lieber wählen würden.

    Also ist das dauernde Hochkochen von Arbeitsbedingungen bei Foxconn immer wieder nur eine Anti-Propaganda gegen Apple und ein Gewissenberuhigender Abklatsch des letzten Berichts für Gutmenschen. Wären alle ehrlich entrüstet, würden sie keine in Asien gepuhlten Krabben essen, keine Computer mehr benutzen (denn irgendein Bauteil kommt garantiert von Foxconn und der Rest aus Firmen die auch nicht besser sind) keine Kleidung mehr kaufen auf denen Made in China, Korea, etc. steht. — Tja und dann ist es auf einmal vorbei mir Geiz ist Geil oder dem Gutmenschentum.

    Ich habs schon mal gesagt: ich und andere User haben sicher nichts dazu beigetragen, wenn wir in politisch und geografisch relativ sicheren und ruhigen Zonen leben – aber wir sind auch nicht schuldig daran und müssen uns dauernd die Berichte aus anderen Gegenden antun die uns einreden wollen, wir hätten daran Schuld.
    Ich kaufe weiterhin nach meinem Geldbeutel und meinen Vorlieben ein – und überlasse das Ändern von politischen und gesellschaftlichen Strukturen in den Herstellerländern deren Regierungen bzw. dem Volk das diese Regierungen ändern kann.Und gut is!

    — Simon
  6. Traurige Einstellung. :(
    Das Wort “Gutmenschentum” ist für mich ein heißer Kandidat für die Auszeichnung “Unwort des Jahres”. Und scheinbar wird es besonders in Kreisen konsumgeiler Egozentriker gerne und häufig bemüht.

    — bfg

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