Artikel Nach Apples Kauf des Gebäudekarten-Dienstes WifiSLAM: Fünf wissenswerte Eckpunkte
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Nach Apples Kauf des Gebäudekarten-Dienstes WifiSLAM: Fünf wissenswerte Eckpunkte

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Apple hat den Indoor-Karten Spezialisten WifiSLAM für 20 Millionen US-Dollar übernommen. Das nur zwei Jahre junge Unternehmen hat Wi-Fi Signale für die Aufzeichnung von Gebäudekarten genutzt, wurde von einem ehemaligen Google-Angestellten mitgegründet und dürfte als Talent Acquisition langfristig zu einer Apple-Abteilung aufgebaut werden, die Cupertinos Antwort auf Googles Indoor Maps formulieren wird.

Dem wenig spektakulären Kauf wollen wir fünf Stichpunkte mit auf den Weg geben, die es bei zukünftigen Diskussionen im Hinterkopf zu behalten gilt:

  • Die Zeiträume, die zwischen Apples Akquisitionen und der Integration des aufgekauften Know-Hows liegen sind lang. Sehr lang. Apple kaufte den Kartenspezialisten PlaceBase bereits 2009, die Mapping-Experten von Poly9 wurden 2010 übernommen. Apples hauseigene Karten-App startete bekanntlich erst im Juni 2012.
  • Bereits wenige Stunden nach der Übernahme durch Apple hat WifiSLAM seinen Youtube-Account gelöscht, die Firmen-Webseite ist derzeit nicht bzw. nur gecached zu erreichen. Ein Kommentar, des Silicon Valley-Startups, ist nicht zu erwarten. Apple selbst hat den Kauf bestätigt hält sich aber gewohnt bedeckt.
  • Der direkte Konkurrent Google, stellt seine Indoor-Karten in Deutschland nur in wenigen Einkaufszentren, in drei Flughäfen und in den Filialen von weniger als 15 Unternehmen bereit. Die komplette Liste gibt es hier.


    (Direkt-Link)

  • Ohne aktuelle Grundrisse, lassen sich die Indoor-Maps weder anlegen noch vernünftig nutzen.
  • Die den Indoor Karten zugrunde liegende Technik kann am eigenen Mac ausprobiert werden. Schaut euch dazu die kostenlose App NetSpot an, die Gebäude-Grundrisse und Wi-Fi Signale kombiniert.
Diskussion 32 Kommentare.
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  1. Wird dann wohl in iOS 8 oder 9 als eines der 200 neuen Features gepriesen… Finde ich aber auch nicht weiter sonderlich interessant. Mal ehrlich, wann braucht man das schon?

    — Juggernaut
    • Im Alstertaler Einkaufszentrum. Ich war da erst 1mal im Leben und hab dann beim 2mal ein iPad Mini kaufen wollen was damals sehr schwer vorrätig war. Man hab ich den Laden gesucht da drinnen. Da hätte ich es evtl gebraucht um viel Weg und Zeit zu sparen. Generell an Flughäfen, Bahnhöfen, Krankenhäuser wo Zeit, sehr viel Geld, Geduld und noch mehr Zeit Wert sein kann.

      — Futzi.2
  2. Apple versucht damit, google einzuschüchtern. In dopt Karten kann man in komplexen Gebäuden sehr gut anwenden. Nur wieviele Personen arbeiten in solchen komplexen Gebäuden? Also wer brauchst kann sich glücklich schätzen. Apple vs Google. Ich kann auch Kampf. :)

    — BadBoy
  3. Also ich finde das echt interessant gerade an Flughäfen oder in Einkaufszentren habe ich schob oft verzweifelt nach etwas gesucht, zuletz die Airrail-Gepäckausgabe in Frankfurt. Wenn das zukünftig besser in Googles- bzw. Apples Karten integriert wird, könnte sich das als sehr hilfreich herausstellen, ich warte die Entwicklung jedenfalls gespannt ab.

    Boboss
  4. Das Thema ist sehr interessant. Wer allerdings auf Basis von WiFi schon mal Orten wollte, stößt schnell an die Grenzen des Machbaren. Bereits ein nicht mitvermessener Mensch kann die Positionsbestimmung koppelt zu Nichte machen. Daran forschen genug Unis seit Jahren! Glaube nicht, dass das so schnell was wird…

    — Christian
    • Ja natürlich, vorallem im Gebäude ;D dafür wird ja die wifi Ortung entwickelt, weil man ja im Gebäude meistens keinen GPS Empfang hat (außer man sitzt am Fenster oder direkt unterm Dach und selbst da kanns schlecht aussehen…

      — kleiner Pirat
  5. Wenn das so weiter geht braucht man irgendwann uns nur unser Smartphone wegnehmen und wir sind hilflose Wesen .. Das ganze Denken übernehmen Apps, Server und Smartphones

    — Efkan
  6. Es gibt auch weitaus sinnvollere Anwendungen, als nur beim Shoppen den richtigen Artikel zu finden.
    Ortung von Menschen in Not z.B. Arzt, Feuerwehr oder Polizei, sowie Orientierung in kritischen Situationen …
    Viele Anwendungen kann man heute noch nicht mal beschreiben.
    Wobei in Malls in Dubai oder Qatar wäre es schon hilfreich

    Thomas
  7. Die Indoor-Navi’s bringen herzlich wenig. Einerseits ist das GPS zu ungenau und andererseits ist in der Regel innerhalb eines größeren Gebäudes der GPS Empfang hinfällig.

    — El Gringo
  8. … für Business Anwendungen interessant (Logistik, Produktion, Lager) und zur präziseren Ortung als nur über GPS (zB standortbezogene Werbung, Einkaufskunktionen, Berechtigungen, …

    — HappyGeoCacher
  9. Google Maps ausprobiert! Indoor MUC – Kartenmaterial total veraltet! Im AppStore gab es mal GOin Apps von insoft.

    — Jorck
  10. zu den langen Zeiträumen:
    da unterscheidet sich Apple auch nicht von der Old-Economy. Unternehmen aufkaufen und vom Markt nehmen. Entweder wird die Sache dann implementiert oder zumindest für den Wettbewerb entzogen, bzw. eine Konkurrenzentwicklung verhindert.
    Hat man ja über viele Jahre in der Holz- und Papierindustrie oder im Brauereiwesen (hier eher dann als Vernichtung von Überkapazitäten) verfolgen können.

    — Almjodler

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