Artikel BigBrotherAward 2013 geht an Apple
Facebook
Twitter
Kommentieren (55)

BigBrotherAward 2013 geht an Apple

55 Kommentare

Die Apple Retail Germany GmbH in München darf in diesem Jahr den BigBrotherAward 2013 in der Kategorie “Arbeitswelt” entgegen nehmen. Der iPhone Produzent erhält den Negativ-Preis für die umfassende Videoüberwachung von Beschäftigten, die nicht nur Verkaufs- und Lagerräume flächendeckend und dauerhaft per Kamera überwacht wurden, sondern auch in ihren Pausenräumen.

Diese Form der Totalkontrolle von Beschäftigten wäre in Deutschland rechtswidrig. Dabei zeigt sich die Firma uneinsichtig: Zum Beispiel wurden erst nach zähen Verhandlungen von Datenschutzbeauftragten die Hinweisschilder auf Videoüberwachung im Kundenbereich von Dackelaugenhöhe auf Hüfthöhe korrigiert.

Die komplette Begründung der Jury, der unter anderem Sönke Hilbrans von der Deutschen Vereinigung für Datenschutz vorsaßen, kann hier nachgelesen werden. Unser Auge ist unter anderem an diesem Absatz hängen geblieben:

Die Videoüberwachung ist in der beschriebenen Form in Deutschland unzulässig. Geltendes Datenschutzrecht in Deutschland lässt Videoüberwachung allenfalls in Verkaufsräumen zu, nicht aber eine permanente Videokontrolle von Beschäftigten in allen Betriebsräumen. Arbeitsrechtlich unzulässig wäre auch die beschriebene Auswertung der Videodaten in England. Das ließe sich auch nicht nachträglich durch eine Einwilligungserklärung legalisieren. Zumal wir die rechtliche Wirksamkeit einer solchen Erklärung in Frage stellen: Wird sie zusammen mit einem Arbeitsvertrag zur Unterschrift vorgelegt, spricht dies immer gegen die notwendige Freiwilligkeit.

Diskussion 55 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Gut so – auch wenn es zäh ist, die müssen eines Tages kapieren, dass sie sich weder über das Gesetz noch über die Menschenrechte stellen können.

    — Zirbelnuss
    • Die Mitarbeiter werden doch gar nicht überwacht. Völlige fehlinfo. Zb die Kameras im “Pausenraum” gucken auf die Notausgänge! Aber naja da die Leute wieder was zum diskutieren…

      — Chris
      • Nur kann man sich mit so einer Aussage vielleicht rechtfertigen, doch was noch gesehen und ausgewertet werden kann schweigt natürlich öffentlich jeder Betreiber.
        Wie Mediamarkt schon mal sagte…..”lasst euch nicht verarschen….”
        …in diesem Sinne…

        — Mikey
      • Ein Fehler und schon kommen die Besserwisser. Du hast übrigens den “.” vergessen, ant. ;-)

        — Markus
      • Richtig. Du Besserwisser hast den Punkt vergessen. Wie war das noch mit der Rechtschreibung?

        — Stevie
      • am geilsten ist dass IMMER sobald ein grammarnazi auftaucht ALLE penibelst auf großkleinschreibung und Punktundkommasetzung achten.

        — Dan
    • Bitte erst lesen, dann posten! Wenn da zitiert wird: “eine solche Behandlung WÄRE in Deutschland rechtswidrig”, dann heisst das wohl, das so etwas in D eben nicht passiert.
      Apple Deutschland bekommt den Preis stellvertretend, da es ein deutscher Preis ist.

      — Wombat
  2. Solche Überwachungssysteme sind teuer. Kein Unternehmen macht das, weil sie spaß daran haben, sondern weil es immer wieder Mitarbeiter gibt, die denken, seinen Arbeitgeber zu bestehlen sei ein Kavaliersdelikt, erst recht wenn dieser ein riesen Konzern ist oder es sich “sowieso nur um Kleinkram handelt”.

    Sicherlich ist das Verhalten nicht richtig, aber neben den Unternehmen sollten auch die Mitarbeiter, die das Verursachen an den Pranger gestellt werden. Würde jeder Mitarbeiter einen Diebstahl seines Kollegen sofort melden und diesen nicht schützen, wären diese System ebenfalls überflüssig.

    — Felix
    • Mit Verallgemeinerungen wie diesen und pauschaler Kriminalisierung könnte man jeden menschenunwürdigen Triss begründen!

      — Manuel
    • Und was sollen die Mitarbeiter im Pausenraum klauen? Die Kaffeemaschine?
      Eine Überwachung de Verkaufs- und Lagerräume mag ja noch einsichtig sein, abr eine Videoüberwachung der Pausenräume ist Schikane!

      — Marc
    • Was Du da schreibst, Felix, ist Unsinn. Nicht jeder Angestellte ist per se ein Dieb oder hat böse Absichten. Genau das unterstellst Du aber mit Deinen Zeilen. Ich erinnere gerne nochmal an das Verhalten von LIDL, die ein ähnliches pro cedere in ihren Räumen, bis hin zu festgelegten Zeiten für Toilettengänge, durchführten. Es ist nicht hinzunehmen, dass es diese Art von Überwachung gibt, zumal viele Waren des gehobenen Bedarfs auch elektronisch gesichert sein können. Auch in der Arbeitswelt gibt es ein Recht auf Datenschutz und ein gewisses Maß an Privatsphäre.

      — Chris
    • Genau meine Meinung. Man sollte auch mal darüber nachdenken warum diese Firmen das tun und sie nicht verurteilen, das sie es tun. Wie Felix schon sagte, die machen das nicht aus Spass. Es hat immer einen Grund.

      Eddy
      • Vielleicht Doch? Das Verhalten Apples gegenüber seinen Mitarbeitern scheint alles andere als sozial, man erinnere sich an diverse Berichte über unterrdurchschnittlich niedrige Bezahlung der Mitarbeiter in den Apple-Stores, und das beim reichsten Unternehmen der Welt. Offenbar macht es aus Sicht Apples Sinn, den Mitarbeitern klar und deutlich zu zeigen, dass man ihr Aufreten und Handeln jederzeit und überall im Store überwache, eben, damit der unterbezahlte Mitarbeiter dort auch wirklich jederzeit im Sinne des Unternehmens handelt. Da wünscht man sich besser, dass solche Art Bekanntmachung wie obiger ‘Preis’ sich am Besten auch auf rückläufige Verkaufszahlen auswirkt, das Unternehmen so zum sozialeren Umgang mit seinen Mitarbeitern zwingt.

        — Kartoffelsack
      • Das mit der schlechten Bezahlung ist auch ein Schwachsinn der sich weiter und weiter hält… Kann ich nicht bestätigen ;)

        — Chris
    • Was eine konsequente und sinnvolle Argumentation.

      Hast du jemals Geld verdient bzw. selbst gearbeitet?

      Klar, diese bösen Mitarbeiter, wegen denen ist das alles so teuer!!!111

      — Felixxxx
    • Aha, also stellst du alle einfach mal unter Generaövdrdacht?
      Nr. 1 der Dinge die bei Krupp gestohlen werden ist:
      Toilettenpapier.
      Jetzt stell dir mal vor, die würden die Aufbewahrungsbereiche des Papiers filmen (auf Deutsch: die hängen dir ne Kamera über die Schüssel) und das mit deiner Begründung machen.
      Es ist ein Unding das Menschen ohne etwas verbrochen zu haben direkt verdächtigt werden und soetwas darf einfach nicht tolleriert werden!
      Im Pausenraum möchte ich einfach meine Ruhe haben und da sollte es dem Arbeitgeber nix angehen ob ich dort 2 Kaffees oder nur einen trinke.
      Soetwas ist nicht zu entschuldigen!

      — kleiner Pirat
    • Früher bei der Stasi gearbeitet? Wie können die Mitarbeiter “schuld” sein, wenn die Überwachungsysteme bereits installiert waren, bevor der erste Mitarbeiter einem Fuß in den Store gesetzt hat?

      — Frank
  3. Krass wie einige Apple wirklich bei ALLEM verteidigen. Ich liebe mein Apple Zeugs auch aber ab und an kann man die Rosa Brille vielleicht auch mal absetzen.

    Ich als Angestellter erwarte auch ein gewisses Maß an Vertrauen. Wenn das nicht da ist braucht man mich auch nicht anstellen.

    Ich arbeite nicht bei Apple!

    — Sebastian
  4. Und schön ist auch, wie die Medien berichten. Google böse, Apple böse, ….., dass aber der GEZ Beitragsserviece auch den Award bekommen hat, wird da verschwiegen ;)

    — Znarf
  5. Ich finde es gut wenn öffentliche Bereiche überwacht werden – es gibt viel zu viele unaufgeklärte Fälle von Diebstahl und anderen Straftaten.

    — iChef
    • Bin ich anderer Meinung…
      Ich möchte nicht mein ganzes Leben überwacht werden. Bis wann werde ich “geschützt” und ab wann überwacht?! Aber es ist doch so und so schon so weit, dass auf jedem Platz mehrere Kameras uns filmen…

      — Marlouny
      • “geschützt” wird man NIE, wenn man via Kamera überwacht wird, denn es gucken erst Menschen auf das Videomaterial, wenn Du schon blutend am Boden liegst…(oder mit dem Klopapier abgehauen bist…)

        “Zu Ihrer Sicherheit wird dieser Bereich Videoüberwacht” … Auch sehr schön formuliert. Wessen Sicherheit? Der des Bereiches.

        — Xavier Popavier
    • Da geb ich dir recht.
      Nicht nur der Diebstahl könnte abnehmen, auch der Graffiti mist würde zurück gehen (ich rede jetzt nicht von den wunderschönen Kunststücken, ich rede von diesen “acab” und “ich war hier” Schmierereien…
      Trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen Öffentlichkeit und privatem…
      Und der Pausenraum zählt nicht zum öffentlichem, egal ob in Deutschland oder den USA…

      — kleiner Pirat
  6. Also im Spiegel stand gestern das Apple die Vorwürfe der Mitarbeiter Überwachung in Pausenräumen als “haltlos und völligen Blödsinn” von sich weißt.
    In Anbetracht der Tatsache, dass Apple eigentlich nie etwas kommentiert, könnte das tatsächlich der Wahrheit entsprechen!

    — Arthur
    • Mhh, nein.
      Nur weil sie jetzt zu etwas Stellung nehmen heißt es nicht das sie automatisch die Wahrheit sagen^^

      — kleiner Pirat
  7. Haben die tatsächlich die Toiletten vergessen ?
    Felix, auch dort können kriminelle Mitarbeiter illegale Sachen machen.

    Stellt euch nicht so an. Es ist ja nun nicht wirklich alles mit Mikrofonen und Kameras überwacht.

    — Werner Pferdefuß
  8. Für alle die es gut heissen… Ihr solltet alle 100% der bisherigen GEMA gebühren auf CD’s, USB, Sticks, Festplatten, iPhones… Begründung. Die bösen Raukopierer. Die sind alle schuld an den Gema abgaben. Wie? Ihr Kopiert nicht??? Ja nur die wenigsten Angestellten klauen!

    — Futzi.2
  9. Natürlich ist eine Überwachung des Pausenraumes nicht schön. Aber ob das Apple in DEUTSCHLAND tut weiß keiner.
    Ist wieder mal typisch deutsch, ein Preis zu verleihen für ein “Verbrechen” in einem anderem Land nur um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Datenschutz ist eine wichtige Sache, aber wenn man zb. sieht wie wenig sich die Menschen an Gesetze halten und fast jeder 10 glaubt für ihn gelten diese nicht, bin ich für mehr Ünerwachung. Anders bekommt man es nicht in deren Köpfe hinein als sie zu Ünerwachen und dann abzustrafen. So unschön das auch für die normalen Bürger ist.

    Wir mussten auch eine Ünerwachungskamers im Büro installieren, der ein Teil der offenen Küche mitfilmt um das Lager aus dem oft gestohlen wird zu überwachen.
    In diesem Punkte gebe ich auch Felix weiter oben recht. Hätte jeder Mensch so viel Achtung vor anderen oder dem Besitz der anderen, würde wir das nicht brauchen. Aber wer will schon in einer normalen Welt leben ;-)

    — Anzul
    • Wen wunderts, das Lagerarbeiter, die über eine Zeitarbeitsfirma für 5 Euro die Stunde, das 2-lagige Klopapier Ihres Arbeitgebers mitnehmen? Mich wunderts, das Menschen überhaupt auf die Idee kommen, 2-lagiges Klopapier zu benützen tün…

      — Xavier Popavier
  10. Mit der richtigen Argumentation kann man aus jeden Unrecht ein vermeintliches Recht machen. Die Geschichte ist voll von solchen Beispielen.
    Bei so manchen Kommentar hier dreht sich mir der Magen um!

    — Bernd Winki
  11. Ich finde, es wird zu wenig überwacht. Warte darauf, bis, wie in London, alles Laternen, Bäume, etc mit Kameras bespickt werden! :) Kameras bringen Sicherheit. :P

    — iCook
  12. nach deutschem recht verboten.

    ich erhielt ein recht hohes schmerzensgeld, weil mein ex-chef dies im kündigungsschutzverfahren zugab. und als draufgabe war seine kündigung hinfällig, da sie mit illegalen mitteln erreicht wurde.

    nach deutschem recht teilweise zulässig, wenn vom betriebsrat den kameras zugegestimmt wurde – aber, wie bereits oben von einigen erwähnt – nur im verkaufsraum.

    seine eigene belegschaft unter generalverdacht zu stellen ist auch strafbar. und ein guter arbeitsanwalt kostet sehr viel geld, aber das ist er wert.

    ich konnte mir jedenfalls alleine vom dchmerzensgeld einige mbp15ret in bestausstattung kaufen, aber eins genügte mir natürlich!

    — colouredwolf
  13. Warum geht dieser Preis an Apple und nicht an die Staaten, die diese Überwachung offensichtlich dulden?

    — Wbronner

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Der iPhone-Ticker ist Deutschlands führendes Online-Magazin rund um das iPhone. Seit 2007 informieren wir täglich
über das Apple-Telefon und damit in Verbindung stehende Soft- und Hardwareprodukte.
Insgesamt haben wir 14615 Artikel in den vergangenen 2665 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.


ifun - Love it or leave it   ·   Copyright © 2014 aketo GmbH - Alle Rechte vorbehalten   ·   Impressum   ·   Auf dieser Seite werben   ·   RSS