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Abkehr vom neutralen Verzeichnis-Anbieter

Zum Hören bezahlen: Apples Podcast-Abos starten

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42 Kommentare 42

Angekündigt hatte Apple die Einführung einer optionalen Abo-Option für Podcaster bereits im April. Der Start der neuen Möglichkeit zur Monetarisierung war dann jedoch von Mai auf Juni verschoben worden, weil die Umstellung der Podcast-App alles andere als rund zu laufen schien.

Nun ist es soweit: Nachdem der Musik-Streaming-Dienst Spotify die Podcasts-Kategorie bereits im Frühjahr 2015 als potenzielle Goldgrube markiert hat und angestrengt bewirtschaftet, zieht Apple jetzt mit einem eigenen Angebot nach und verabschiedet sich damit von der bislang eingenommenen Rolle des neutralen Verzeichnis-Anbieters.

Apple: Bislang neutraler Verzeichnis-Anbieter

Was viele Nutzer nicht wissen: Das Podcast-Verzeichnis, mit dem Apple die hauseigene Jukebox-Software iTunes 2005 um einen Überblick der weltweit verfügbaren Podcasts-Shows erweiterte, wurde von Apple stets als offenes Angebot betrieben. Podcast-Anbieter konnten ihre Shows hier eintragen und auf die Audio-Downloads verlinken. Podcast-Apps von Drittanbietern nutzen das iTunes-Verzeichnis seit je her, um die Suche nach Shows zu ermöglichen.

Podcast Abo

Jetzt will Apple Geld verdienen und bietet dafür nun eine Bezahl-Option an, die ausschließlich in den Podcast-Apps Apples funktioniert. Anwender, die zum Hören ihrer Audio-Shows Applikationen wie Castro, Overcast oder Pocket Casts einsetzen, bekommen von den nun verfügbaren Neuerungen erst mal nichts mit.

Anwender der Apple-Podcast-App hingegen können sich auf neu errichtete Bezahlschranken einstellen, die Zusatzinhalte oder werbefreie Podcast-Versionen fortan gegen Abogebühren anbieten werden. Diese werden, wie von den Abonnements des mobilen App Stores bekannt, direkt über die Apple ID beziehungsweise über das persönliche Apple-Guthaben abgerechnet. Aktuell lassen sich viele der gelisteten Abo-Shows zudem mit kostenfreien Probezeiträumen abonnieren.

15. Jun 2021 um 10:26 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • ich habe bisher meine podcastapp geliebt. aber nun werde ich mich wohl davon verabschieden müssen. jetzt fehlt nur noch die bücherapp als abovariante. dann hats apple wohl ganz verk…ckt bei mir, zumindest was die abos angeht.

  • nur in der eigenen Podcast-App, und dann noch hinter der Bezahlschranke ?
    irgendwie fehlt mir da der „werd ich mal ausprobieren“-Faktor …
    da müssten die Inhalte schon extrem punkten :-/

  • „Anwender, die zum Hören ihrer Audio-Shows Applikationen wie Castro, Overcast oder Pocket Casts einsetzen, bekommen von den nun verfügbaren Neuerungen erst mal nichts mit.“

    Die Frage ist wann diese Apps obsolet werden und nicht mehr funktionieren. Dann wäre ja quasi ein alternativer Podcast „Store“ wo man kostenfreie Podcasts hören kann. Oder habe ich da jetzt etwas nicht richtig verstanden?

    • Dort werden Apples kostenpflichtige Podcasts nicht angeboten. Die Gefahr ist natürlich das Anbieter von kostenlosen Podcasts zukünftig Geld verdienen wollen. Dann verschwinden sie natürlich aus Apps die keine Einnahmen ermöglichen. Ich erwarte aber keinen großen Erfolg dieses Bezahlmodels, so dass dieses Risiko gering sein dürfte.

    • Podcasts sind nicht von Apple abhängig, sondern davon wo die Ersteller sie veröffentlichen. Es gibt da reichlich alternative Server/Quellen. Und auch genügend Podcast-Apps, die damit umgehen können.

    • Passiert doch schon: einige populäre Podcasts (Gemischtes Hack, Fest und Flauschig usw.) wurden von Spotify gekauft und sind somit nur dort zu hören.
      Als Overcast Nutzer habe ich mich verabschiedet, weil ich meine Podcasts zentral dort haben möchte. Die Spotify App finde ich grottig und vermeide daher die Nutzung, soweit möglich (bei Sonos als Musikdienst eingerichtet etc.)

  • Wenn man dann nicht mehr innerhalb eines 30min Podcast 5 Minuten product placement hören muss, ist das schon mal toll und ganz ehrlich irgendwie muss auch Geld verdient werden. Gute Podcasts kosten verdammt viel in der Produktion. Das immer alles kostenlos sein muss.

  • Tut mir leid ich Checks noch nicht… wenn ich Podcasts auf meinen iPod ohne Simkarte geladen hab und bin dann im Auto unterwegs, wie will man da dann Werbung laden und abspielen?!

  • Wieso wird es mir nirgends angezeigt? Ich liebe Hörspiele und bin sogar mittlerweile tatsächlich bereit dafür zu bezahlen aber nicht 9,90€ wie bei audible.

  • Sind die Podcasts in den Diensten (Apple One) enthalten oder sollen die on top kommen ?

    • Jeder Podcaster entscheidet das selber. Damit gibt es kein Abo direkt von Apple. Denke auch die meisten werden kostenlos bleiben die jetzt kostenlos sind. Viele nutzen ja generell andere bezahldienste für Podcasts schon jetzt.

  • Ernsthaft? Jetzt soll man auch schon für Podcasts zahlen, wo irgendwelche Heinis über irgendwelche Dinge labern? Dauert nicht mehr lange und auch Instagram und Co werden kostenpflichtig und die Leute sind auch noch so blöd und zahlen dafür. Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Wo führt das nur hin?

    • Du weißt aber schon das es schon sehr viele Podcast gibt die das machen?
      Das ist keine neue Sache von Apple, diese bieten jetzt nur eine zusätzliche Plattform dafür an.

      • Würde es eher so formuliere: „Das ist keine neue Sache von Apple, nur will Apple nun auch was von dem Kuchen ($) abhaben.“

  • Seit den Anfängen Overcast-Nutzer und unterstütze Podcast wenn dann „privat“ – da kommt erstens genau die Summe beim jeweiligen Podcast an die ich geben möchten und vor allem auch die „ganze Summe“!

    Denk das Thema Podcasts im Abo wird sich nicht halten – ich zumindest sehe da nur einen Nutzen, und zwar den, dass Apple noch mehr Kohle macht ;)

  • Klingt der Artikel nicht etwas reißerisch?
    Ich mein aktuell ändert sich nichts nur das Podcast auch über Apple Dienst eine Bezahlung aktivieren können. Alle die kostenlos bleiben, bleibe so wie sie sind.
    Oder habt ihr hier andere Informationen?

    • Im Prinzip widerspricht das ganze eben dem Podcast-Prinzip, daher wohl auch dieser Text. Es ist nur ein Podcast, wenn durch einen kostenlosen öffentlichen RSS Feed empfangbar ist. Daher sind z.b. auch Spotifiy Exklusive Podcasts, gar keine Podcasts.

      Für mich persönlich ist es okay, wenn es eine gratis, mit Werbung finanzierte, Variante gibt und eine ohne Werbung gegen Bezahlung. Kritisch wird es dann, wenn Podcasts komplett hinter eine Bezahlschranke verschwinden, dann sind dies eben auch keine Podcasts mehr, irgendeine Audio-Sendung, aber kein Podcast.

  • Ich werde es mal beobachten, aber ich glaube es wird sich nicht so viel ändern.

    Viele Podcasts bieten schon lange gegen Bezahlung, via Patreon & Co, extra werbefreie Versionen, vorzeitige Veröffentlichung etc. an.

    Diese musste man dann eben als RSS Feed abonnieren, jetzt kann es auch direkt in der App funktionieren. Ohne via Patreon etc zu gehen.

  • Ich kann absolut verstehen das Podcast-Anbieter für ihre Arbeit entlohnt werde wollen. Nutze die Podcast-App seit vielen Jahren. Und würde einigen Anbieter für ihre Podcasts auch ein Bezahlabo dalassen. Aber bei mir läuft die App tlw. so unzuverlässig (friert ein oder stürzt ab, insbesondere auf dem iPhone 8+ & meinem iPad), da würde ich nicht auf die Idee kommen Bezahlangebote zu nutzen. Höre kaum Podcasts bei Spotify, aber dort läuft das Podcast laden & hören wesentlich flüssiger.

  • Ich höre eh nur Podcasts von den öffentlich rechtlichen. Nachrichten, Themen, Reportagen, Features sind bei zum Beispiel Deutschlandfunk, WDR 5, HR2 echt informativ! Und die sind durch Rundfunkbeitrag ja finanziell abgedeckt und wohl keine zusätzlichen weiteren Kosten einfordern. Schade wäre es im die Podcasts der Süddeutschen uns ZEIT, die auch sehr gut sind, wo ich aber wohl keine Abos abschließen würde, sollte es mal soweit kommen!

  • Mmh, ich bin wahrscheinlich zu alt für dies Gedöns. Lieber lese ich etwas zu einem für mich interessanten Thema.

  • Ich finde das Spotify bei einem Premium Acc die Werbung in den Podacast ausblenden sollte. Ich bezahle Geld, da will ich auch überall keine Werbung in den Podcasts haben.

  • Apples Podcast App ist für mich eh ein maximaler Bockmist. Die App ist derart umständlich zu bedienen und vergisst teilweise auch noch welchen Podcast man zuletzt gehört hat und v.a. auch bis zu welcher Stelle.
    Das ist der gleiche Murks wie die Music App. Ich hört da teilweise so einen Stream „New Music Deutschland“ oder wie das genau heisst. Jedesmal wenn ich das höre (meist im Auto per Carplay) und später weiterhören will fängt das Ding ganz vor vorne wieder an und nicht von der Stelle an der ich gestoppt hatte.
    Das ganze ist von Apple derart lieblos und schnell „hingestrickt“, dass es mich immer wieder an MobileMe erinnert. Da hat auch nichts funktioniert.

  • Wird bestimmt genau so ein Brüller wie Apple TV+ ;-)

    Aber mit ein paar Milliarden im Gepäck, kann man ja Sitzfleisch beweisen!

  • Wir betreuen Projekte, die machen einen 5-stelligen Umsatz im Monat mit ihren Podcasts. Die meisten Podcaster, mit denen ich direkt zu tun habe, sind hinter dem Geld her wie der Teufel hinter der Seele. Bloß öffentlich heißt es immer „Alles ohne Gewinnabzielungsabsicht“, „Wir wollen nur unsere Kosten decken“, blablabla… Tatsächlich ist es so: Apples Podcast-Abos dienen der Umsatzoptimierung – darauf freuen sich schon alle. 

    • Guck dir Baywatch Berlin an. Das machen der olle Klaas und und seine beiden Kumpane nicht aus Spaß an der Freude.
      Wundert mich, dass die noch nicht an Spotify verkauft haben.

      • Irgendwie ist Berlin in Podcasts ohnehin deutlich überproportional vertreten. Gefühlt hat jeder zweite Podcast irgendetwas mit Berlin zu tun bzw. die Akteure leben dort und meinen das den Hörern auch ständig auf Brot schmieren zu müssen.

        Mir schwillt da regelmäßig der Kamm und dann hat sich das Thema auch schnell erledigt.
        Ich mag diese Stadt einfach nicht und die Leute gehen mir mit ihrer Art auch auf den Zeiger. Wenn es denn wenigstens noch hörbar richtige Berliner wären…
        Aber in München laufen ja auch nur noch Preißn rum.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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