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WhatsApp: Gelöschte Chats weiterhin auffindbar

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Der Kurznachrichten-Messenger WhatsApp löscht eure Unterhaltungen nur unzureichend. Darauf macht der Security-Experte Jonathan Zdziarski aufmerksam und sieht den Fehler im Datenbank-Aufbau des Facebook-Angebotes.

Datenbank

Schuld sei die Tatsache, dass WhatsApp seine Konversationen in einer herkömmlichen SQLite-Datenbank sichern würde und diese, auch wenn ihr ausdrücklich um die Löschung ausgewählter Chats gebeten habt, nur als gelöscht markiert aber nicht vom Gerät entfernt.

Ein Verhalten, das dafür sorgt, dass sich eure Unterhaltungen noch Wochen nach der Löschung wiederherstellen lassen. Doch damit nicht genug: Auch das iCloud-Backup verhindert laut Zdziarski die hundertprozentig sichere WhatsApp-Konversation. Selbst wenn ihr die Anwendungen von all euren Geräten entfernt habt, ist es gut möglich, dass Apples iCloud-Backup noch eine ältere Version der Chat-Datenbank vorhält. Ein Problem, mit dem auch Apples iMessage zu kämpfen hat.

Zdziarski erklärt:

Apple’s iMessage has this problem and it’s just as bad, if not worse. Your SMS.db is stored in an iCloud backup, but copies of it also exist on your iPad, your desktop, and anywhere else you receive iMessages. Deleted content also suffers the same fate.

Unterm Strich sicher kein Anlass zur Sorge. Die Info jedoch könnt ihr im Hinterkopf behalten: Wenn ihr euch von alten WhatsApp-Unterhaltungen verabschiedet und diese in der App löscht, werden diese vorerst nur als gelöscht gekennzeichnet, sind aber noch so lange vorhanden, bis die App die alten Datenbank-Einträge nach und nach mit neuen Nachrichten überschrieben hat. Forensische Artefakte, die sich von Strafverfolgungsbehörden wiederherstellen lassen können.

Wer sich komplett von alten WhatsApp-Nachrichten verabschieden möchte löscht alle Instanzen der App und alle iCloud-Backups.

Freitag, 29. Jul 2016, 15:30 Uhr — Nicolas
17 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Genau diese Problematik haben scheinbar die Dutschen Sicherheitsbehörden vor kurzem ausgenutzt, als sie den Chatverlauf des Amokläufers von München mit einem seiner Freunde auswerteten, um eine mögliche Mittäterschaft zu prüfen. Der Freund hatte die Chats zwar gelöscht, jedoch hatten die Sicherheitsbehörden trotzdem Zugriff drauf

    • Daher schade, dass dieser praktische Umstand nun in jedem Newsportal lesbar ist. Profis wussten es eh und wer sich über wie auch immer Wichtiges per Whatsapp bespricht, der hat andere Sorgen

      • Ja voll geil wenn Unsicherheitsbehörden Schwachstellen ausnutzen statt sie fixen zu lassen. Wegen terrorismus und so!

  • Whatsapp und Security in einem Satz…. aaahhh, egal: Hauptsache fun haben!
    Ihr müsst dem armen überlasteten Zuckerberg-Team auch ein wenig Zeit einräumen, bis sie eure „gelöschten“ Charts vollständig archiviert haben!

  • Wo ist da jetzt das Problem? Dann wird der Chat halt zeitverzögert in der Datenbank gelöscht.

  • Find ich gut. Der Polizei hilft es bei Ermittlungen…

  • Gottseidank ist WhatsApp vollverschlüsselt… Aasahahaaaahaha

  • ist wie erwähnt auch bei imessage so und lässt sich zum beispiel direkt am iphone über die spotlight suche finden, also chatverläufe die eigentlich schon gelöscht sind lassen sich via spotlight suche finden, wenn man entsprechende inhalte des verlaufs als keyword eingibt.. war schon seit ios 7 so

  • Die ganze Security-Geschichte und Datensammelei ist doch eh nicht mehr aufzuhalten. Ich finde das super! Von mir aus kann die komplette Kommunikation einmal bei der NSA bei Google und bei Apple und/oder dem Bundesnachrichtendienst durch nen Filter laufen, um zwielichtigen Geschäften ein Ende zu bereiten und Terror, Waffen- und Menschenhandel und was es noch so für’n kranken scheiss gibt zu stoppen. Wenn dann alle bösen Buben wieder auf „Brieftauben“ oder „Flaschenpost“ für den illegalen Kram umsteigen, wird es zumindest schon mal langsamer – Spaß beiseite. Dieser „Filter für Sicherheit“ – also auch das Sammeln bzw. nicht direkte Löschen von Daten finde ich super, kommerziell daraus im verdeckten Profit zu schlagen, indem man konsumtechnisch völlig durchleuchtet wird, à la Google – nein danke…

  • Wie „nützlich“ die Datensammelei sein kann, sieht man gerade in de Türkei…

  • Ist doch bei jedem Medium so, beispiel Festplatte, also warum Turm im Wasserglas…

  • Super da braucht man sich nicht wundern warum whatsapp soviel Speicherplatz braucht

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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