iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 721 Artikel

Bekanntheit allein reicht Wero nicht

Wero und digitaler Euro: Bundesbank skizziert Zusammenspiel

Artikel auf Mastodon teilen.
50 Kommentare 50

Die Bundesbank bringt eine engere Verzahnung von Wero und digitalem Euro ins Gespräch. Beim Zahlungsverkehrssymposium in Frankfurt erklärte Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper, europäische Bezahllösungen müssten vor allem alltagstauglich sein. Als mögliches Modell nennt er eine Integration des digitalen Euro in die Wero Wallet.

Lienenkaemper Lutz 02 Data Bundesbank

Bundesbank-Vorstand Lutz Lienenkämper | Bild: Alexandra Lechner

Wero ist inzwischen zwar mehr als der Hälfte der Bevölkerung ein Begriff, wird aber nur von einem kleinen Teil aktiv genutzt. Nach Zahlen aus dem Bundesbank Online Panel geben knapp 8 Prozent der Befragten an, den Dienst bereits zu verwenden. Rund 44 Prozent kennen Wero, haben ihn bislang jedoch nicht ausprobiert.

Bekanntheit allein reicht Wero nicht

Als Gründe für die Zurückhaltung nennt die Bundesbank vor allem fehlenden Bedarf, eine geringe Verbreitung auf der Empfängerseite sowie Unsicherheit darüber, ob die eigene Bank Wero unterstützt. Das passt zum bisherigen Bild: Der Dienst gewinnt laufend neue Händler und Banken, muss seine Reichweite aber noch in tatsächliche Nutzung übersetzen.

Wero Pro Vrnw Bild 960x640

Wero setzt auf direkte Zahlungen von Konto zu Konto. Im Onlinehandel ist der Dienst inzwischen unter anderem bei Decathlon und Lidl verfügbar. Wiederkehrende Zahlungen und Abonnements sind angekündigt, ab 2027 sollen zudem kontaktlose NFC-Zahlungen folgen.

Digitaler Euro als Ergänzung zu Wero

Interessant ist deshalb der Vorschlag, Wero und den digitalen Euro nicht als getrennte Projekte zu behandeln. Lienenkämper hält es für denkbar, den digitalen Euro direkt in die Wero Wallet einzubinden. So könnten beide Angebote über eine gemeinsame Oberfläche zusammenfinden.

Der digitale Euro soll als digitales Zentralbankgeld allgemein zugänglich sein und bestehende Zahlungsmittel ergänzen, nicht ersetzen. Banken und Zahlungsdienstleister sieht die Bundesbank als zentrale Schnittstelle zu den Kunden. Ein erster Testlauf ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Auf dem Symposium machte Lienenkämper zugleich deutlich, dass Herkunft allein kein Nutzungsargument ist. Europäische Angebote müssten einen klaren Mehrwert bieten und einfach zu verwenden sein.

28. Aug. 2026 um 08:24 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    50 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich dachte diese Idee war von Anfang an da. Klar muss man das zusammen denken. Wenn dann noch eine Pflicht kommt das Onlineshops WERO als Zahlungsmittel anzubieten steigt auch die Nutzung.

  • Gut der der Mensch von der Bundesbank es ausspricht. Keine meiner beiden Banken unterstützt Wero, also kann ich es gar nicht nutzen, selbst wenn ich wollte. Wero wird nur dann erfolgreich, wenn sie endlich diese blödsinnige Bankenabhängigkeit auflösen. Es muss niedrigschwellig für alle verfügbar sein, sonst wird das das nichts.

  • Die Sparkassen tun Wero gerade auch keinen Gefallen. Die Sparkassen-App nötig Nutzer dazu, Wero freiuzuschalten. Beim Start kommt ein Pop-Up, dass nur die Optionen „Zustimmen“ oder „Später zustimmen“ kennt. Solange man nicht zustimmt, kommt der Nagscreen immer wieder. Mich hat das total genervt. Ich habe zugestimmt, um das Pop-Up loszuwerden und gleich danach widerrufen. Dienste, zu denen man mich aufdringlich zwingen will, nutze ich aus Prinzip nicht.

  • Wenn doch endlich mal die DKB mitmachen würde…

  • Na bitte, wird doch …
    Dauert zwar alles sehr lange, aber m. E. besser so, als „Schnellschüsse“ die zu einem Haufen von Geschädigten führen, weil irgendwie Guthaben „abhanden gekommen ist“.

  • Ich glaube niemand versteht wofür der digitale Euro überhaupt sein soll. Geld ohne Bank? Als ob die Banken das mit sich machen lassen. Und was ist dann genau der Unterschied? Mein Kontostand ist digital, ich kann mit Girokard digital zahlen, sogar über Wero. Wofür brauche ich jetzt den digitalen Euro. Welches Problem löst er genau? Mir scheint als wurde hier die Antwort gegeben ohne zu wissen was die Frage ist.

    • Der digitale Euro ist eine Kryptowährung, ähnlich Bitcoin. Aber mit einem festen Wechselkurs zum Euro, nämlich 1:1. Für den Normalo macht das keinen Unterschied. Hat aber vermutlich für Europa Vorteile, da die Währung dann nicht Teil des normalen internationalen Finanzsystems ist. Bin kein Volkswirtschaftler, nur meine Vermutung.
      Und wer keine Banken mag hat halt mit seinen Wallet seine eigene Bank auf dem Smartphone.

    • Beim digitalen Euro steckt die EZB dahinter, also doch mit Bank. Und genau die hat dann die alleinige Kontrolle über deine digitalen Euros.

      • Und keine zahlungsdienstleister verdienen mit, denn Visa etc sind außen vor!

      • martin, die EZB ist keine Bank, auch wenn sie das Wort im Namen trägt. Versuch mal dort ein Konto zu eröffnen oder einen Kredit zu beantragen.

      • @Addi beim Digitalen Euro ist dein „Konto“ bei der EZB, also dann doch Bank?!

    • Dann musst du dich etwas mehr informieren. Geht heute sehr einfach. Zur Not frag einfach die KI, welchen Vorteil der digitale Euro bringt. Wurde hier auch schon zu Genüge erklärt und kommentiert.

  • Wero funktioniert auch nur gut, wenn man nicht bei der Sparkasse ist.

    Die Betten die App nämlich in der SparkassenApp ein….. was für ein Krampf !

  • Und weiterhin nur hinhaltende und abwiegelnde Kommentare von „Das Kann Bank“; sehr ärgerlich.
    Wann nimmt die DKB endlich Lehre an und integriert Wero?

    • Nur 8% nutzen das, aber gefühlt 100% der DKB Kunden warten so ungeduldig und dringend darauf und werden zunehmend unruhiger lauter…. -Nur meine Gedanken, nicht repräsentativ-

    • Abhängigkeiten von Big Tech reduzieren, egal bei Geld Systemen zum zahlen oder cloud oder Computersysteme. Von China haben da noch nicht einmal gesprochen. So ganz wird das nicht funktioniert. Eher nur reduzieren von Big Tech. In 2027 kommt Waymo nach München. Erster selbstfahrendes Taxi von Big Tech mal wieder. Europäische Systeme?

    • Das Problem liegt im System von Wero, das voraussetzt, dass die Bank aktiv teilnimmt. PayPal ist da von Grund auf klüger gestaltet, weil sich die Bank gar nicht dagegen wehren kann. So müsste Wero das auch handhaben.

  • Ein Problem ist sicher auch, dass WERO sich zunächst auf die Bezahlung „online“ konzentriert. Bei Lidl online kann man bereits mit WERO zahlen, an der Kasse aber nicht. Zudem richten ja viele Supermärkte eigene Bezahloptionen ein (Rewe pay…), verbunden mit Rabatten. Und „der Deutsche“ möchte gerne das Gefühl haben, etwas „gespart“ zu haben… Das konkurriert dann schon leider stark mit dieser sehr unterstützenswerten Alternative. An alle Meckerer (Totgeburt, wird eh Nix,…): Los geht’s ;-)

  • Wie hat der Bundesbanker gesagt: Der tatsächliche nutzen muss sich erweisen. Ich sehe bisher keinen Vorteil dieser Lösung. Übrigens unterstützt die Commerzbank auch nicht Wero.

  • Solange die Hürden Wero zu nutzen derart hoch sind, solange wird sich das nicht durchsetzen. Anfang ist gemacht, aber gut gedacht ist halt noch lange nicht gut gemacht. Es hätte von Anfang an so gedacht sein sollen, wie Paypal, fertig. Konto anlegen, Bankverbindung verknüpfen, fertig. Wie soll sich das mit diesen Einstiegshürden so durchsetzen?

      • Banken müssen es unterstützen.
        Wero gibts nicht als App sondern ist vergraben in der Sparkassen App als eine Funktion von 100. natürlich nachdem man die Eigenwerbung der Sparkasse weggeklickt hat.
        Eine eigene schlanke App würde helfen.

    • bei der Volksbank direkt auf der ersten Seite. Parallel zu meinen Konten und Krediten.
      App starten, wero klicken und Du bist mittendrin.

  • Grundsätzlich gut sich unabhängiger zu machen! Doch wo genau ist der Usecase in Zeiten von Echtzeitüberweisungen, die von allen Banken unterstützt werden außer das ich statt IBAN eine Mailadresse angebe? Wie wäre es standartmäßig für jede IBAN eine Mailadresse oder Alias bei der Bank zu hinterlegen? Ohne extra App ohne extra Zugang?

  • Tja, entweder man hat das first mover Prinzip (schon seit Jahrzehnten verpasst) oder man bietet deutlichen Mehrwert (ebenfalls nicht der Fall). Von daher wird das nichts, genauso wie bei den vorherigen Versuchen (Giropay, Paydirekt,…), die auf dem teuren Friedhof gelandet sind

  • Warum sollte man den digitalen Euro in Wero integrieren? Der wird doch von sich aus sehr einfach funktionieren. Da brauche ich den Umweg über Wero nicht.

  • Meine Targobank unterstützt Wero auch nicht- obwohl ich mich gerne dafür entschieden hätte !!
    Eine sehr rückschrittliche Bank!!

  • Wero ist einfach schlecht durchdacht. Fängt schon mit der einfachsten Sache an: Die eigene Bank muss mitmachen. Warum nicht wie PayPal?

    Das Teil wird sich so nie durchsetzen. Das sagt einem der normale Menschenverstand. Der fehlt aber leider in Deutschland in vielen Bereichen

  • Wer auf programmierbares Geld steht oder mit weiteren verschiedenen Vorschriften, darf sich gerne über den Digitalen Euro freuen.
    Ich empfehle jeden, lest die gesetzliche Grundlage dahinter?
    Wozu braucht es ein Zentralbankgeld?

    • Den Banken gefällt der digitale Euro nicht, den ein ist klar so wie der Euro heute als Zahlungsmittel ist und dein Girokonto gehört das Geld rechtlich der Bank und sie hat eine Schuld bei dir. Mit dem digitalen Euro ändert sich dies..

  • Ich finde die Kopplung an die eigene Banking App schlecht. Habe es mangels Portmoney und Händler (Kiosk) mangels Paypal einmal genutzt und musste im Laden meine Banking App und dann Wero aufrufen. Da kann mir jeder über die Schulter und auf meine Kontos und Kontostände gucken. Und die Bestätigungen haben auch gut 20 sek gedauert. Fand ich jetzt nicht so doll und würde es im Laden nicht mehr nutzen. Höchstens Zuhause im Onlinebanking. Aber auch da: weil ich die Überweisung anstosse, wird wohl km Fall der Fälle Essig sein mit Rückbuchungen. Ich habe bei Wero noch von keinem Käuferschutz gehört. Damit beschränkt sich Wero auf Zahlungsausgleich innerhalb von Freunden, kommt bei mir vielleicht 1x im Jahr vor.

  • Jetzt hab ich Wero mal eine CHance gegeben und es im Partnerkonto eingerichtet. Jetzt musste ich lernen, dass man natürlich nur ein Konto mit einer Nummer verknüpfen kann. Wer denkt sich sowas aus? – Insbesondere wenn Paypal seit Äonen mehr als 1 Konto unterstützt?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44721 Artikel in den vergangenen 6949 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven