Kompakt mit versenkbarem Stecker
Apples neues Netzteil in Aktion: So verschwinden die Pins
Apples neuer Dynamic Power Adapter fällt auf den ersten Blick vor allem durch seine ungewöhnliche Leistungsangabe auf. Das kompakte USB-C-Netzteil ist für 40 Watt Dauerleistung ausgelegt, kann angeschlossene Geräte zeitweise aber mit bis zu 60 Watt versorgen. Ein neues Vergleichsvideo lenkt den Blick nun auf ein deutlich handfesteres Detail: den versenkbaren Eurostecker.
Die beiden Steckerpins lassen sich vollständig in das Gehäuse zurückschieben. Im Video ist gut zu erkennen, wie der Mechanismus arbeitet und wie wenig anschließend noch aus dem Netzteil herausragt. Gerade für den Transport in Taschen und Rucksäcken ist das praktischer als feststehende Metallstifte, die sich zwischen Kabeln und anderen Geräten verhaken können.
Kleines Gehäuse trotz 60-Watt-Spitze
Ein zusätzliches Vergleichsbild stellt den neuen Adapter mehreren anderen Apple-Netzteilen gegenüber und macht die kompakte Bauform anschaulicher. Möglich wird diese unter anderem dadurch, dass Apple keine dauerhaften 60 Watt verspricht. Wie wir beim genaueren Blick auf die Leistungsangaben bereits erläutert haben, arbeitet das Netzteil dauerhaft mit 40 Watt und stellt höhere Leistungen nur vorübergehend bereit.
Sayan Lakhoua zeigt das neue EU-Netzteil auf X.com
Messungen mit konstanter Last zeigen, dass selbst 48 Watt über längere Zeit möglich sind. Werden dauerhaft 60 Watt verlangt, greift dagegen nach einiger Zeit die Temperaturregelung ein und reduziert die Ausgabe. Für Smartphones und Tablets passt dieses Verhalten gut zum üblichen Ladeverlauf, da hohe Leistungen vor allem bei niedrigem Akkustand benötigt werden.
Der Adapter unterstützt USB PD 3.2 mit AVS und kann seine Spannung zwischen 9 und 20 Volt in feineren Abstufungen anpassen. Apple verlangt 45 Euro. Seit Anfang dieser Woche ist das zuvor nicht in Europa angebotene Modell auch regulär in Deutschland erhältlich.
Sayan Lakhoua zeigt das neue EU-Netzteil auf X.com
Mehr Anschlüsse kosten kaum mehr
Die kompakte Bauform und der versenkbare Stecker bleiben damit die stärksten Argumente für Apples Ein-Port-Lösung. Wer unterwegs nicht nur iPhone oder iPad, sondern mehrere Geräte beziehungsweise leistungsstärkere Notebooks versorgen möchte, bekommt für wenig mehr Geld allerdings deutlich mehr Reserven.
Anker bietet beispielsweise ein 100-Watt-GaN-Netzteil mit zwei USB-C-Anschlüssen und einem zusätzlichen USB-A-Port aktuell für 55,17 Euro an. Das Modell besitzt ebenfalls einen einklappbaren Stecker, ergänzt die drei Anschlüsse um ein Display zur Anzeige von Temperatur und Port-Leistung und wird inklusive 1,5 Meter langem USB-C-Kabel geliefert. Mit 6,9 × 5,5 × 3,4 Zentimetern ist es größer als Apples auf Minimalismus getrimmter Adapter, bietet dafür aber die deutlich flexiblere Anschlussausstattung.



Kann mir nicht vorstellen, dass die Mechanik lange hält. Vor allem bei Schukodosen mit Kindersicherung, die sich wegdreht.
Falls die Mechanik ähnlich robust ist wie bei (guten!) Automatikschirmen, kann das durchaus lange halten. Falls sie aber (mit Ausnahme der Feder) eher mit der von USB Sticks mit versenkbaren Steckern vergleichbar ist, braucht man vermutlich 4 davon – pro Jahr.
Hab das gleiche Prinzip bei meinem Reisestecker schon seit 5 Jahren kräftig im Einsatz. Hält.
Apple baut eher keinen Murks – gerade an so sicherheitsrelevanten Teilen. Wenn überhaupt, kommt es vielleicht im inneren irgendwann zum Kabelbruch. Aber da würden mir als Laien auch direkt Wege einfallen, den zu verhindern.
Für mich ist das wieder eine typische Apple Lösung, das Netzteil werde ich auf jeden Fall in mein Portfolio aufnehmen :) Ich mag das Detail mit den Pins, ist auf jeden Fall sinnvoller als irgendwelche Displays.
+1
Wird demnächst nicht nur von Apple geben, davon bin ich fest überzeugt. Ob die Qualität der Nachbauer dann genauso ist, glaub ich ehrlich gesagt nicht. Aber was wird heut zu Tage für die Ewigkeit gebaut? Die Zeiten vom /8 sind längst vorbei. Oder die Miele-Waschmaschine, die 50 Jahre hält. Ok, meine ist aus den 80ern und nach 40 Jahren kaputt gegangen.
Ich fand eigentlich die iPhone-Netzteile in Euro-Stecker-Form mit USB-A am Ausgang ganz praktisch. Damit betreibe ich einzelne Geräte wie z. B. meinen Hotel-Router von GL.inet (mango), oder alles Mögliche was sich mit USB-A betreiben läßt. So lädt gerade mein Meshtastic Node an einem solchen Netzteil auf. iPhone und Co. lädt an einem Multi-Charger.
Ach ja, diese Multi-Charger haben oft ein Euro-Stecker auf „Rasierer-Stecker“-Kabel dabei, was auch nicht unpraktisch im Gepäck ist. Und auch an Steckdosen oft paßt, im Gegenteil zu Stecker-Netzteilen, die gerne mal benachbarte Ports an Mehrfachsteckern blockieren.
Cooles Feature
Aber nur ein Anschluss zu dem Preis ist halt etwas dünn. Apple halt
Für die Hälfte des Preises könnte man überlegen.
Ja nur ein Anschluss, und die Apple Netzteile zicken gerne mit anderen Geräten/Kabeln. (so wie Apple Geräte umgekehrt gerne bei anderen Netzteilen zicken machen)
dann hast du HP Notebook noch nicht erlebt
Ich kann nur von einem „aktuellen“ Lenovo berichten. das lässt sich nicht per USB C laden weil es theoretisch >100W verbrauchen kann. In Realität verbraucht das 30-60W. Ich erwarte nicht das mit USB C die volle Systemleistung habe aber das es NUR mit dem original Netzteil mit proprietärem Stecker überhaupt funktioniert und man nicht mal mit USB C den Akku im ausgeschalteten Zustand laden kann ist echt hart.
Ich hatte mal ein Steckernetzteil mit genau demselben Funktionsprinzip für den Schukostecker. Das Ganze hat ein Jahr gehalten, dann ist die Verrastung im Inneren gebrochen. Die heutigen Wandsteckdosen sind aufgrund der Kindersicherung oft sehr widerspenstig bei der Nutzung. Gott sei Dank konnte man das Steckernetzteil aufschrauben und im Inneren den beweglichen Schukostecker mit Epoxy kleben, sodass der Stecker jetzt dauerhaft aus dem Gehäuse herausragt. Ansonsten wäre das Teil Elektroschrott gewesen.
Coole Idee, bin gespannt wann „die Chinesen“ das nachgebaut haben. Aber auch mutig von Apple, hatten ja schon min. einen Rückruf von Netzteilen wegen den Pins
Die Idee ist uralt. Apple hat sie nur auch aufgenommen.
Das Ding wird doch schon von „den Chinesen“ gebaut.
Nur das „Design“ kommt aus Kalifornien.
Da braucht es keinen Nachbau, das Funktionsprinzip ist uralt. Ich hatte vor circa 10 Jahren ein ähnlich gebautes Steckernetzteil. Nach einem Jahr ist die Mechanik im Inneren gebrochen.
also ich bin viel online „unterwegs“ und sehr Technik/Mechanik affin. aber das hab ich tatsächlich noch nie gesehen. Ich kenn nur die Sachen zum einklappen (US Stecker)
Dann solltest du mal offline unterwegs sein, gibt’s schon sehr lange (mehr als 10 ? Jahre) bei sehr vielen Steckern, besonders im Segment für Reisen / Camping etc, wo Platz wichtig ist
Amazing…Apple hat mal wieder ein bahnbrechendes neues Produkt im Programm, welches es vorher noch nie gab…zumindest nicht zu einem solch lächerlichen Preis.
Ganz schön groß.
Wie sieht es denn mit der Energieeffizienz aus?
Für den Apple 40W Dynamic Power Adapter mit 60W Max ist auf der Produktseite keine Energieeffizienzklasse angegeben.
Bei Ladegeräten und Netzteilen ist eine solche Kennzeichnung (wie z. B. bei Haushaltsgeräten) nicht EU-rechtlich vorgeschrieben – daher ist das bei diesem Produkt normal.
Aber warum sollte diese schlechter sein, als bei anderen Steckern?
Bei den Schuko-Steckdosen mit Kindersicherung, muss der Stecker schon ziemlich fest ich die Anschlusslöcher gepresst werden, damit die Pins die Sicherungsschieber Wegpressen können. Oft klappt das nur mit einem beherzten „Klaps“. Ob das auch das von Apple konstruierte Teil lange mitmacht, bezweifle ich. Fürs Entriegeln vor dem Zurückschieben muss aber der Knopf gedrückt werden, so dass auch eine stabile Einrastung möglich ist.
Ich bin mit dem Klappmechanismus von Anker zufrieden. Das funktioniert bisher problemlos und reduziert die Steckergröße erheblich.
Klappbaren Stcker finde ich gut. Hier noch eine günstigere Alternative mit 70W 3Port: https://link.amazon/B07bPt0G4
Verleitet geradezu zum spielen. Klack, klack, klack, klack….
Schade, dass es nur eine USB-Anschlussmöglichkeit gibt.
Es gibt 100W Netzteile bei Amazon für 37 Euro, mit denen lädst du von MacBook bis AirPods alles auf und jedes Gerät zieht sich nur so viel Energie wie es braucht. Ähnlich groß, deutlich günstiger und mit 2 USB Anschlüsseln (a und c)
So ein Unsinn
Wer so wenig Platz hat, dass zwei Pins den Unterschied machen, sollte sein Reisegepäck überdenken
Und komm mir jetzt keiner mit Tellerrand^^
Also, wenn du nur an etliche Flughäfen bzw. deren Umgang mit aufgegebenem Gepäck denkst, sollte eigentlich klar sein, dass es jeden(!) Aufwand wert ist, nur mit Handgepäck zu verreisen, soweit es nur irgendwie möglich ist. Und da zählt jeder cm…
Hättest ihm auch einfach mit „Tellerrand“ antworten können … ;)
Ich bleibe bei Apples System mit dem Wechselköpfen. Inkl. Reiseset einfach wunderbar. iPad, iPhone, Apple Watch kann ich damit alle in Reihe an einem Netzteil laden, egal ob in Europa oder sonst wo. Hinzu, daheim, dank Kabelverlängerung mit Schuko keine Kriechströme an der iPad-Tastatur.
So wird auch für mich’n Schuh draus: daheim maximale Kabellänge dank des cleveren Wechselkopfes für’s „dicke Kabel“, unterwegs ggf. der „kurze Kopf“ nur mit den Pins, so passt das Teil super ins Handgepäck.
Hab mich nach längerer Suche (Kabel ab/dran) und wg. der zwei USB-C für das entsprechende Apple-Netzteil entschieden und im Angebot für unwesentlich mehr als das weiter oben genannte und für mich unflexiblere Anker-Netzteil mit drei USB entschieden.
Finde ich wirklich interessant und hätte ich auch gerne das Teil, besonders zum Reisen aber der Preis ist mir überzogen
Das Matrix-Netzteil!
Aktuell bei Amazon für 37,78€ zu haben / vorzubestellen!