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Öffentlicher Schlagabtausch

Web.de gegen Aboalarm: Statement zur Stellungnahme

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35 Kommentare 35

Im Anschluss an unseren gestrigen Artikel über die rechtlichen Auseinandersetzung zwischen dem E-Mail-Anbieter Web.de und den Machern der auf Vertragskündigungen spezialisierten iPhone-Applikation Aboalarm haben uns beide Unternehmen kontaktiert.

Aboalarm

Zwar haben wir die Stellungnahme der 1&1 GmbH bereits in unserem am Dienstagnachmittag veröffentlichten Eintrag ergänzt, wollen der Fairness halber aber beide Unternehmen zu Wort kommen lassen, um euch so dabei zu helfen, das Selbstverständnis der Unternehmen besser einschätzen zu können.

So äußerte sich ein Sprecher des Freemail-Dienstes Web.de gegenüber ifun.de wie folgt:

Die Darstellung von aboalarm.de ist nicht korrekt. Wir akzeptieren Kündigungen von aboalarm.de. Dies ist im Übrigen auch auf aboalarm.de ersichtlich, das Unternehmen gibt an, in den letzten 30 Tagen mehrfach WEB.DE Club Kündigungen durchgeführt zu haben. Die Ablehnung aus Sicherheitsgründen erfolgt, wenn Zweifel an der Authentizität des Kündigungsschreibens bestehen. Dies ist dann der Fall, wenn Kundendaten wie Name, Adresse, Kundennummer oder E-Mail-Adresse auf dem Kündigungsschreiben fehlen oder nicht mit unseren Kundendaten übereinstimmen.

Die Reaktion von Aboalarm folgte umgehend. Die App-Anbieter können nicht nachvollziehen, wie der Webdienst die Kritikpunkte zurückweisen kann und schreiben uns ihrerseits:

Die Glaubwürdigkeit der Stellungnahme von Web.de aufgrund unserer Abmahnung lässt sich am besten beurteilen, wenn man das ursprüngliche Statement des Web.de Kundendienstes, das uns vielfach vorliegt, noch einmal wirken lässt: „Aus Sicherheitsgründen können wir Ihr Kündigungsschreiben von Aboalarm leider nicht akzeptieren.“ Warum ist die Nennung von aboalarm denn überhaupt nötig, wenn es tatsächlich um einzelne Unstimmigkeiten geht? Bräuchte man dann ein vorgefertigtes Statement des Kundenservice? Und würde ein seriöser Anbieter, ginge es tatsächlich um einzelne Unstimmigkeiten, nicht einfach nach entsprechender Legitimation beim betroffenen Kunden nachfragen? Das Gesamtbild, das sich aus dem bisherigen Verhalten und aus dem aktuellen Statement ergibt, spricht die aus unserer Sicht klare Sprache, dass es hier gerade nicht um einzelne Sicherheitsprobleme, sondern vielmehr um eine schikanöse Aktion zum groß angelegten Verhindern von Kündigungen handelt. Und ja – wir haben in den letzten 30 Tagen tatsächlich vielfach Web.de Club Kündigungen durchgeführt, welche auch allesamt wirksam waren, aber in nicht unerheblicher Menge von Web.de rechtswidrig abgelehnt wurden. Unsere Kritikpunkte stehen also in keinem Widerspruch zu den jüngsten Aussagen von Web.de.

Zur Erinnerung: Die Macher der Kündigungs-App haben dem E-Mail-Provider Web.de eine Abmahnung zukommen lassen. Der Grund: Web.de hat mehrere Nutzer der Aboalarm-App darüber informiert, dass aus der Anwendung heraus abgesetzte Kündigungen des Web.de Clubs „aus Sicherheitsgründen“ nicht akzeptiert werden.

Ihr kennt die Standpunkte – jetzt müssen die Gerichte entscheiden.

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Mittwoch, 08. Feb 2017, 13:06 Uhr — Nicolas
35 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
    • Weil 1&1, web.de, GMX und weitere alle zu einem Konzern gehören: United Internet. Das sind alles schon lange keinen eigenständige Firmen mehr, sondern nur Bestandteile von United Internet.

  • Typisches Verhalten von web.de.
    Darf sich jeder sein Urteil drüber erlauben..

    Bei the way: aboalarm (ich nutze es seit langem auf dem iPad) ist einfach nur klasse: schnell, serviceorientiert, effizient. Daumen hoch dafür!

  • Abo-Alarms Daseinsberechtigung bezieht sich ja alleinig aus der Tatsache, dass sehr viele Anbieter von Diensten es sehr schwer machen zu kündigen.

    Einfach mal klar, deutlich und nicht versteckt die Regularien darstellen UND das online kündigen erlauben.

    Die Schikane ist ja, dass man per Fon und online Verträge abschließen, aber oft nur per Snail Mail kündigen kann.

    My 2 Cents

  • Web.de ist leider ein sehr unseriöser Laden :/

    • Genau wie GMX und der restliche Rattenschwanz von United Internet.

      Solang man die free Angebote von denen nutzt, ist halbwegs alles gut. Sämtliche Zusatzdienste sollte man aber meiden. Sie rechnen sich nie und Stress machen sie auch noch. Solange ich web.de kenne (ca. 15 Jahre), waren sie immer für dubiose Praktiken bekannt.

  • Wenn ich schon zum Klick auf „nein ich möchte kein Club Miglied werden“ gezwungen werde nur um mein Postfach zu sehen läuft grundsätzlich was falsch …

    • + 1
      Meine Schwiegermutter hatte es Weihnachten falsch gemacht und nicht auf den winzig kleinen Link geklickt, sondern auf den Riesen Button WEITER zum Probeabo, welcher sich anschließend automatisch in einen kostenpflichtigen Service wandelt und nun eine Mahnung bekommen, doch bitte 25 € zu zahlen.
      Hat Web doch Erfolg gehabt. Denke das sie nicht die einzige ist, die aufgrund Unachtsamkeit zahlen muss.
      Skandalös

      • Mein Vater hat damals eine Standard Kopie von einem Anwalt erhalten und mit anzeige, weil er seine Mail lesen wollte und auf das Geschenk reingefallen ist.
        Wir hatten es verpasst Einspruch einzulegen (wir wussten nicht das man Einspruch einlegen muss) und dann Stand aufeinmal der Gerichtsvollzieher vor der Tür und wollte ca. 400€
        Das trifft natürlich immer die Alten, Ausländer und die Schwachen in der Gesellschaft die es nicht besser wissen bzw. angst bekommen und die „Geschenke“ bezahlen
        Die Mitarbeiter dieses Vereins sowie die Schufa sollten ein für alle male ins Gefängnis!

      • Obwohl du in der Sache natürlich recht hast, ist es schon überraschend, wieso „auf einmal“ der Gerichtsvollzieher vor der Tür gestanden haben soll. Da kommen viele Schreiben vorher, Inkassobüro, Mahnbescheide etc. Man sollte sowas eben nicht einfach ignorieren, auch wenn man im Recht ist. Gerade dann nicht! Je länger das Verfahren läuft, desto schwieriger wird es glaubhaft zu machen, dass man im Recht ist.

      • Habe das Ganze auch schon mitgemacht ohne wissentlich irgendwas angeklickt zu haben. Habe denen genau eine Mail geschickt und die diversen Mahnungen die folgten in die Papiertonne vefrachtet. Irgendwann war Schluss. Haben wohl gemerkt, dass die Portokosten langsam fast höher wurde, als der Betrag den sie Anfangs haben wollten.

  • Also, ich nutzte seit ganzen vielen Jahren Web.de in der Bezahlversion und die 5 Euro im Monat sind es wert für den unbegrenzten Speicherplatz. Kann diesen Anbieter nur loben, auch die App ist sehr gut.

    Wie oft kommen mails zurück, dass das Postfach voll sei. Tja, man kann nicht Qualität und Komfort für umme haben.

  •  ut paucis dicam

    Ich hatte eine Weile den Premium-Account. Keine Verschlüsselung (sollte man selber runterladen, (erwarte das in der App!) haufenweise Werbung! und teuer!. (Nutze nur mobile Geräte!) Gekündigt und nun einen Account für weniger als die Hälfte. Keine Werbung. Verschlüsselung.

  • Mein Vater hat damals eine Standard Kopie von einem Anwalt erhalten und mit anzeige, weil er seine Mail lesen wollte und auf das Geschenk reingefallen ist.
    Wir hatten es verpasst Einspruch einzulegen (wir wussten nicht das man Einspruch einlegen muss) und dann Stand aufeinmal der Gerichtsvollzieher vor der Tür und wollte ca. 400€
    Das trifft natürlich immer die Alten, Ausländer und die Schwachen in der Gesellschaft die es nicht besser wissen bzw. angst bekommen und die „Geschenke“ bezahlen
    Die Mitarbeiter dieses Vereins sowie die Schufa sollten ein für alle male ins Gefängnis!

    • Also bevor ein Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, kommen mind. 3 Mahnungen, 1 bis 3 Verfahrensandrohungen und mind. 1 Schreiben vom Amtsgericht!
      Das plötzlich und unerwartet der Vollzieher vor der Tür stand kannst du mir nicht erzählen.

      • War auch der Fall, das inet ist aber voll von solchen Fällen und wurde meistens geraten dass man die Mahnung in die Tonne werfen könne.
        Trotzdem sollte man das Verhalten von Web.de nicht runterspielen

      • Stimmt…immer sind andere schuld, wenn man nicht lesen kann oder das Gelesene nicht begreift…

      • @ Mikkelangelo
        Schau den Post von googmann an
        Das ist jetzt kein Einzelfall, das inet ist voll davon

      • Spätestens wenn ein amtlicher Mahnbescheid kommt, MUSS man reagieren. Dann meint es der Gläubiger offensichtlich ernst.

  • Für Kündigungen gilt doch nicht mehr die Schriftform. Eigentlich sollte eine Formlose Email reichen, oder?

  • „Statement zur Stellungnahme“… was genau bedeutet „Statement“ nochmal?

  • Ist doch richtig. Und sprachlich schöner als Stellungnahme zur (anderen) Stellungnahme oder Statement zum (anderen) Statement. Peinlich, wenn man klugscheisst und den Inhalt nicht verstanden hat…

  • Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung. Sie bedarf keiner Bestätigung.

  • Aboalarm ist klasse. Habe ich schon ganz oft für verschiedenste Kündigungen verwendet. Super einfach und schnell. Dickes Lob für Aboalarm!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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