Kostenfrei und datensparsam
Watrify für iOS: App führt zu 190.000 Trinkbrunnen in Europa
Mit Watrify steht eine kostenlose Anwendung zur Verfügung, die den Zugang zu öffentlichen Trinkwasserquellen erleichtern soll. Die App listet nach Angaben des Entwicklers mehr als 190.000 Trinkbrunnen in europäischen Städten und Gemeinden.
Trinkbrunnen (und Foto) der Berliner Wasserbetriebe
Öffentliche Wasserstellen finden
Nutzer können die ehemals nur für Android verfügbare App nun auch unter iOS oder direkt im Web einsetzen, ohne ein Nutzerkonto anlegen zu müssen. Ziel ist es, unterwegs schnell eine Möglichkeit zum Auffüllen von Flaschen oder Kanistern zu finden, etwa beim Radfahren, Wandern oder im Alltag in der Stadt
Ein zentrales Feature von Watrify ist der bewusste Verzicht auf Datenerhebung. Die App kommt ohne Werbung aus, verzichtet auf Tracking und erhebt keine personenbezogenen Informationen. Auch eine Registrierung ist nicht erforderlich. Die Karte lässt sich direkt nach dem Start nutzen. Um den mobilen Datenverbrauch gering zu halten, setzt die Anwendung auf Zwischenspeicher. Karteninhalte bleiben dadurch auch bei schlechter Netzabdeckung verfügbar.
Technik und Datenquellen
Technisch verfolgt Watrify einen hybriden Ansatz. Kartenansicht und Bewertungsfunktionen sind nativ umgesetzt, um eine flüssige Bedienung zu ermöglichen. Funktionen wie das Hochladen von Bildern oder das Kommentieren laufen über eingebettete Webansichten.
Die Datenbasis stammt aus mehreren Quellen. Eingebunden werden offene Datensätze von Städten und Kommunen sowie Informationen aus OpenStreetMap. Ergänzend können Nutzer neue Trinkwasserstellen melden. Diese Einträge werden nach Angaben des Entwicklers manuell geprüft, bevor sie freigeschaltet werden.
Seit dem Start im Juli 2025 wurde Watrify laut Entwickler bereits über 100.000 Mal genutzt. Das Projekt entsteht unabhängig und ohne kommerziellen Hintergrund. Entwickelt wird die App in Karlsruhe als Hobbyprojekt des Programmierers Jan Schuhmacher. Watrify ist im App Store verfügbar und kann kostenfrei genutzt werden.


Die Berliner Trinkbrunnen sehen aus, als hätte man sie falsch zusammengesetzt. :D
Aber im Sommer freue ich mich über solche Angebote und begrüße es, dass es dafür jetzt auch eine App gibt.
Gut wäre, wenn man eine Funktion ergänzen könnte, um zu melden, wenn ein Brunnen nicht mehr oder wieder einsatzbereit ist (Winterpause, Wartungsarbeiten).
Beim Radeln und Joggen wird immer ein Stop auf einem Friedhof mit eingeplant. Den gibt es in jedem Dorf und Wasser ist zugänglich :)
Das Wasser auf Friedhöfen kann, muss aber keine Trinkwasserqualität haben
Klasse!
Danke an den Programmierer und danke auch an euch, denn solche Perlen finde ich nicht mehr im webeverseuchten AppStore, in dem ich nicht die Datenkraken und die Abos herausfiltern kann
Als jemand der seit dem Start des AppStores dabei ist, kann ich nur bestätigen, dass die Lust am Stöbern leider komplett abhanden gekommen ist. Damals war es spannend was es alles Neues gibt, heute ist es echt fast aussichtslos noch Entdeckungen zu machen.
+1
leider wahr
Ja, leider. Und wenn jemand eine App programmieren würde, die es ermöglicht Abos und Apps, die Daten weiterleiten herauszufiltern, würde Apple diese App nicht in den AppStore lassen.
Absolut!
Das klingt schon fast paradiesisch, welche Eigenschaften diese App mitbringt.
Hochachtung an den Programmierer.
Letztendlich sponsort er das ja aus eigener Tasche?
Flüssige Bedienung … ;)
Danke für den Tipp!
Es zeigt bei mir nirgends eine Wasserstelle an. Was mache ich falsch? Zoom hab ich versucht. ;-)